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Amsterdam: Panoramen von hellen und von dunklen Tagen

Teil 1 – Die hellen Tage:

Ich spüre, dass ich etwas Essenzielles wieder gewonnen habe. Inspiration anzunehmen, mich einlassen zu können, mich begeistern zu können und offen dafür zu sein, das auch zu zeigen und zu teilen. Manchmal fühle ich mich fast, als würde ich innerlich leuchten, auch wenn das bedeutet dass der diffuse dunkelgraue Nebel, die Schwermut und die Traurigkeit wesentlich öfter hallo sagen. Was in diesem Sommer mit und in mir passiert ist, hätte ohne gewisse Vorarbeit dennoch vermutlich keine Resonanz finden können. Auch im Schreiben ist mir bewusst geworden, dass sich etwas verändert hat. Der Zugang zum Gefühl ist offen, es formen sich wieder Metaphern zu den Bildern, die ich lange vergeblich gesucht habe, die Texte, die entstehen, sind für mich wieder mehr als kognitive Reflexion, sie entstehen nicht im Kopf (oder zumindest nicht nur) sondern irgendwo zwischen Herz und Bauch und helfen mir, mich leichter zu fühlen, zu ordnen und zu erden.

Teil 2 – die dunklen Tage:

Plötzlich, wie aus dem Nichts fällt das Atmen schwer, an den Rändern des peripheren Sehens ragen metaphorische Gewitterwolken in mein aktives Gesichtsfeld. Schwer und drückend fühlt sich die Seele an, dieses raumlose Gebilde, die vor einem Augenzwinkern gerade noch so luftig vor sich hin zu tänzeln schien, erfüllt von Musik, Zuversicht und Vertrauen. Jetzt ist sie voll von nasskaltgrauem Nebel, in diesem Jahr auch schon im Sommer, im Spätsommer, im frühen Herbst, immer wieder lässt der November seine Spuren da. Der Geist balanciert mit all seinen geschulterten Gefühlen auf dem Drahtseil, voll von Angst vor dieser einen falschen Bewegung, dem endlosen Fallen und dem großen Fragezeichen, wohin der Aufprall führen würde, wenn es einen gäbe. Angst, Schmerz und Unsicherheit ergeben zusammen einen trägen Kleber, der an den Schuhsohlen der Gefühle haftet und jeden Gedanken grau färbt.

Von Paleica

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Psychotante. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

16 Antworten auf „Amsterdam: Panoramen von hellen und von dunklen Tagen“

Ich mag Amsterdam voll gerne! Ist schon wieder ein Jahr her seit ich das letzte Mal dort war.

Manchmal ist es wirklich nicht leicht die schöne Seite der grauen Herbsttage zu finden ;-). Anderseits wie du ja in der Überschrift schon anmerkst, würde immer die Sonne scheinen würden wirs vielleicht gar nicht gebührend zu schätzen wissen.
Alles Liebe
Peter

ich war auch ziemlich genau vor einem jahr zuletzt da und irgendwie hat es sich so ergeben, dass wir heuer gleich nochmal hin geflogen sind. amsterdam hat irgendwie ein bisschen einen seltsamen platz in meiner biografie, da passiert immer was was grade einfluss auf mein leben hat, positiv wie negativ. hatte ich so echt noch mit keiner anderen stadt.

ich denke, das dunkel gehört zum licht immer dazu, das ist einfach so. wenn man auf das dunkel verzichten wird, wird auch das licht schwächer – diese erfahrung hab ich sehr sehr eindrücklich gemacht und ich bin froh, dass es jetzt wieder anders ist. trotzdem ist es nicht immer leicht, das zu akzeptieren, wenn man grade mitten drin steckt oder davon überrollt wird.

Ich finde die Unterschiede zwischen den hellen und dunklen Tagen, liebe Paleica, gar nicht so groß. Die feine Stadt Amsterdam mildert die Unterschiede ab …
schöner Post, schöne Bilder, schöne Gedanken.
Herzlich, Lu

im grunde ist es das gleiche, es sind einfach nur zwei kehrseiten einer medaille und damit sind sie sich – wie du es auch empfindest – wohl sehr ähnlich. in amsterdam treffen die beiden vielleicht irgendwie zusammen…
danke fürs lesen und deine worte!
alles liebe,
paleica

Liebe Christina,
ich bin der Meinung, dass die Unterschiede zwischen hellen und dunklen Tagen durch uns selbst definiert werden. Mit der berühmten Sonne im Herzen werden aus dunklen ganz schnell helle Tage. Sind wir traurig, schwunglos, müde in Körper und Geist, ist es umgekehrt.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Sonnenschein im Herzen
und schicke ganz liebe Grüße
moni

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