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Fotografie Natur Neuerscheinung Selbstfürsorge

„Ein Mensch ist auch ohne Leistung etwas wert.“

Nach der Reise hat sich etwas verändert. Auf einmal war da Endgültigkeit. Vom Weg, den ich eingeschlagen hatte. Ernsthaftigkeit. Vom Berufsleben ohne Ausrede zum Studieren. Gleichgültigkeit. Vom Kind des anderen. Vermeintlich – denn nichts ist endgültig und nichts ist ernsthaft und nichts ist gleichgültig – doch das konnte ich damals nicht wissen.

Das hatte ich in einem Artikel 2015 geschrieben, als meine persönliche Reise zurück zu mir selbst gerade wieder ihren Anfang genommen hatte.

„Fragen Sie sich, wer Sie sein wollen. Konzentrieren Sie sich nicht auf das jetzt, auf die Schmerzen, auf das Negative. Fragen Sie sich, wo Sie hinwollen und fokussieren Sie das. Sie brauchen ein Ziel.“

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Ich wachse und lerne und bleibe doch wie ich bin.

Es gäbe so viel zu sagen und zu schreiben im Moment aber aus verschiedenen Gründen ist das nicht möglich. So viele Gedanken, die sich drehen im Kopf, die sich formen zu Worten, die letztlich nur leise geflüstert werden obwohl man sie laut herausschreien will. Doch das muss warten. Auch wenn die Zeit dazu kommen wird, da bin ich zuversichtlich, noch ist sie nicht da.

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Über Lachen und Weinen oder Südfrankreich: Mohn > Lavendel

Von meinem letzten Roadtrip durch Südfrankreich hab ich ja hier noch praktisch gar nichts erzählt. Vielleicht werde ich das noch, mal sehen. Insgesamt war es ja eine ambivalente Reise, wie so Vieles im letzten Jahr. Was aber einfach nur schön war, ganz ohne wenn und aber, waren die Unmengen an Mohnfeldern, an denen wir vorbei gekommen sind. Warum fotografiert niemand die Provence im Mohnrausch? Wer braucht Lavendel, wenn man Mohnblumen haben kann?

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Schreibgefühle

„Warum schreiben Sie?“, fragt mich diejenige, die mich seit einigen Jahren dabei unterstützt, meine Zwiebelschichten zu entzwiebeln. „Weil ich muss.“, antwortet eine Facette meines Ichs. „Ich kann nicht anders. Irgendwo muss das alles ja hin.“ „Und warum schreiben Sie es dann nicht einfach nur für sich?“ „Weil ich dann nicht schreiben kann. Nicht so. Weil ich es erzählen muss. Weil ich es teilen will. Weil ich immer irgendwie hoffe, dass es den Weg von jemand anderem leichter machen kann. Dass sich jemand vielleicht weniger einsam oder verloren fühlt, weil da draußen auch andere so fühlen und denken, auch andere genau diesen Weg gehen oder gehen mussten, genau über diesen Stein gestolpert sind und das Leben weiterging, weil das Internet für mich immer der Ort war, an dem alles Platz hatte, das für das echte Leben zu düster war, oder zu laut, zu viel, zu echt, zu sehr ich.“

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Das war 2019: so wie man plant und denkt so kommt es nie!

2019 begann für mich mit dem hehren Plan, wieder das perfekte Wort für mein Jahr zu finden, als Vorsatz, als Anhaltspunkt, als Wegweiser, als Richtwert. Am 7. Jänner des Jahres teilte ich also diesen Beitrag mit euch. Während ich mich 2017 in Gelassenheit übte und mir 2018 der Mut einiges an wunderbaren Erlebnissen bescherte, sollte sich dieses Jahr alles um die Balance drehen. Ein Plan, den ich im Mai als kläglich gescheitert angesehen hatte. Doch, wie der Titel schon sagt: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und so erkannte ich, dass die Balance in meinem Fall nicht der Inhalt, sondern nur das Ergebnis sein konnte und sich mein Fokus auf etwas anderes würde richten müssen, um die so erhoffte Balance auch irgendwann zu finden.

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Der zwischenmenschliche Algorithmus

Im 21. Jahrhundert verstehen wir so Vieles. Wir können so Vieles erklären und abbilden, doch von den essenziellen Dingen haben wir noch immer nicht mehr als eine Ahnung.

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In this world of troubles my music pulls me through.

Es ist 2008. Ich sitze am Schreibtisch vor dem ebenerdigen Fenster, das den Blick auf den Gehsteig freigibt. Es ist Herbst, irgendwo zwischen September und Oktober, es wird früh dunkel und es ist kühl in diesem Jahr. Vor allem in der Vorstadt sind die Abende feucht und klamm, vielleicht liegt es auch an der Wohnung, die Wohnung ist klein, sie ist nordseitig, hat hohe Räume, sie ist alt, sehr alt und in den Ecken ein klein wenig modrig. Sie ist schön, mit ihren Parkettböden und hohen Türstöcken und sie ist gemütlich, meine kleine Höhle, auch wenn ich sie mit Spinnen teile, immerhin ist es für ein paar Monate mein erstes eigenes Türschloss, hinter dem ich die Welt aussperren kann.

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Was ist dein Motor?

Im Laufe dieses Sommers blieb ich – im Rahmen aller Youtube-Interviews, die ich leicht zwanghaft gewissermaßen in Dauerschleife ansehen musste, immer wieder bei einer ganz bestimmten Stelle hängen.

Entscheidend ist, nie zu vergessen: wer du bist, woran du glaubst und was dich antreibt.

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„Wenn ich nicht offen bin, wer bin ich dann?“

Wenn es hier draußen leise ist, ist es in mir drinnen oft laut. Sehr laut. Wenn es hier draußen zu lange leise bleibt, dann wird es in mir drinnen irgendwann so laut, dass es an einer anderen Stelle einen Knall gibt. Dieser Knall passierte am Abend des 5. Juli bei der konzertanten Aufführung des Musicals „Elisabeth“, vor dem Schloss Schönbrunn. Seit mittlerweile 20 Jahren liebe ich diese Musik (und den Ort noch länger), auch wenn sie lange von meinem Radar verschwunden war. Zu den Konzertkarten kam ich mehr durch Zufall als durch Absicht, dass es stattfand hatte ich bis wenige Tage vorher fast vergessen und dann, am Abend zuvor, meldete sich ins Bewusstsein: du wirst dieses Stück sehen, das dir schon so lange so viel bedeutet, mit der Künstlerin, deren Stimme du schon so lange so sehr liebst – und ich wurde aufgekratzt, nervös, vorfreudig – in einem Ausmaß, das ich schon ewig nicht mehr erlebt hatte. Zur Einstimmung suchte ich auf Youtube das Hauptlied, aus der Uraufführung, 1992, Theater an der Wien. Zum ersten Mal hörte ich sie nicht nur singen, ich sah sie als Elisabeth und in mir passierte etwas. Zum ersten Mal begriff ich wirklich, was dieses Lied bedeutete.

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Panta rhei – cuncta fluit – alles fließt.

Vor langer langer Zeit habe ich einmal einen Blogpost zu diesem Zitat verpasst. Vieles hat sich seither geändert, nur eines nicht: dass die Dinge im Fluss sind und das einzig Beständige – so platt es auch sein mag – die Veränderung ist.

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Blüten vor der Haustüre: eine Farbstudie der Seele

Ich bin an sich kein Earlybird. Der Morgen ist genauso wenig meine Tages-, wie der Montag meine Wochenzeit ist. Ich bin ein Nacht- und Freitagskind. Wobei der Ausdruck „ich bin kein Earlybird“ wohl an die Untertreibung des Jahres grenzt. Ich bin quasi der Antichrist (oder die Antichristin?) der Frühaufsteher.

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Ich funktioniere, also bin ich.

Ich funktioniere, also bin ich. Ich funktioniere nicht, also habe ich kein Recht zu sein.