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Fotografie Neuerscheinung Reflexion Wien

Stadtgefühle in Zeiten von Corona oder Sonne, Mond und ich.

Ich liebe Wien. Ich hatte dieses Gefühl ja eine Weile vergessen, doch jetzt erinnere ich mich wieder sehr gut daran. Ich liebe es, wenn die Stadt im Frühling erwacht, wenn die Menschen nach der langen, tristen, grauen Jahreszeit zum ersten Mal wieder in den vielzitierten Übergangsjacken in den Schanigärten sitzen und Spritzer trinken und ganz auf ihren sonst so sprichwörtlichen Wiener Grant vergessen.

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Österreich Fotografie Neuerscheinung Reflexion

Ostern 2019 vs. Ostern 2020 oder: wenn auf einmal alles anders ist.

Die idyllischen Bilder der kleinen Osterwanderung am Peilstein liegen seit knapp einem Jahr unveröffentlicht herum. In den Halbwertszeit meiner Entwürfe sind das quasi erst fünf Minuten – und gleichzeitig auch eine Ewigkeit. Ostern 2019: ich war gerade wieder ansatzweise gesund nach einer sehr starken HNO-Infektion mit verschwollenen Nebenhöhlen und Angina und allen möglichen unerfreulichen Begleiterscheinungen. Die Tage wurden langsam wärmer und länger und nach Wochen von düsteren Gefühlen bedingt durch einen zu dem Zeitpunkt unlösbaren Konflikt mit meiner Arbeit und einen Körper am Rande seiner Energie, zog es mich mit aller Kraft nach draußen, um zumindest ein bisschen Vitamin D aus der Sonne zu tanken. Seit Ewigkeiten wollte ich zum Peilstein, ein bisschen „Bergegefühl“ in der Gegend, leicht zu erwandern – und freute mich sehr auf Natur und die ersten blühenden Vorboten der warmen Jahreszeit und ein paar weite Ausblicke mit schroffen Felsen.

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Fotografie Neuerscheinung Reflexion Wien

Frühlingsstadtspaziergang und 12 Jahre Paleica auf WordPress

Liebevoll wurde ich (ausnahmsweise nicht von WordPress) daran erinnert, dass sich der Geburtstag dieser Präsenz mal wieder jährt. 12 Jahre Paleica auf WordPress (19 Jahre Paleica/Paleika im WWW, eijeijei). Drahtseilakt – Episodenfilm – Episodenpoesie. Immer gleich und doch so anders. Alle Jahre wieder ist es Zeit für ein Resumée…

Alles Begann mit einem Blick durch das Dickicht auf die Zukunft.

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Österreich Fotografie Neuerscheinung Reflexion

Leben in Zeiten von Corona

Vor etwa zwei Wochen habe ich meine gesundheitsbedingte selbst auferlegte Tagesmedienabstinenz unterbrochen, weil die Welt begann, sich langsamer zu drehen und auf einmal gefühlt stehengeblieben ist. In der ersten Märzwoche waren wir noch auf unserer Branchenmesse. Mit Händewaschen, teilweise ohne Händeschütteln, mit Desinfektionsmittel und Verunsicherung, aber wir waren dort, in der Annahme, dass es sich auch diesmal wieder um einen Medienhype handeln würde. Eine Woche später war alles anders.

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Österreich Fotografie Neuerscheinung Reflexion

Vom Fotografieren und Schreiben. Mit Bildern aus dem Salzkammergut 2018: Am Almsee

Unlängst – im Zuge meines Wort-Bild-Projektes – habe ich darüber nachgedacht, was Fotografie und Schreiben für mich bedeuten, was ich wofür warum brauche und nutze und was die beiden Ausdrucksformen mit mir machen.

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Fotografie Natur Neuerscheinung Reflexion

Das war 2019: so wie man plant und denkt so kommt es nie!

2019 begann für mich mit dem hehren Plan, wieder das perfekte Wort für mein Jahr zu finden, als Vorsatz, als Anhaltspunkt, als Wegweiser, als Richtwert. Am 7. Jänner des Jahres teilte ich also diesen Beitrag mit euch. Während ich mich 2017 in Gelassenheit übte und mir 2018 der Mut einiges an wunderbaren Erlebnissen bescherte, sollte sich dieses Jahr alles um die Balance drehen. Ein Plan, den ich im Mai als kläglich gescheitert angesehen hatte. Doch, wie der Titel schon sagt: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und so erkannte ich, dass die Balance in meinem Fall nicht der Inhalt, sondern nur das Ergebnis sein konnte und sich mein Fokus auf etwas anderes würde richten müssen, um die so erhoffte Balance auch irgendwann zu finden.

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Fotografie Natur Neuerscheinung Reflexion

Der zwischenmenschliche Algorithmus

Im 21. Jahrhundert verstehen wir so Vieles. Wir können so Vieles erklären und abbilden, doch von den essenziellen Dingen haben wir noch immer nicht mehr als eine Ahnung.

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Europa Fotografie Neuerscheinung Reflexion Reise

Give me one good reason | Why I should never make a change >> Budapest 2018

Ein Jahr ist es her, seit diese Bilder entstanden sind. Im Oktober 2018 besuchten drei Generationen meiner Familie die ungarische Hauptstadt, unsere monarchische Schwesternstadt. Budapest, der Ort, an den ich schon im Sommer 2015 ein bisschen mein Herz verloren und an den ich seither schon zum 4. Mal zurückkam. Doch diesmal blicke ich ein wenig anders auf diese Bilder und diese Tage zurück.

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Fotografie Natur Neuerscheinung Reflexion

In this world of troubles my music pulls me through.

Es ist 2008. Ich sitze am Schreibtisch vor dem ebenerdigen Fenster, das den Blick auf den Gehsteig freigibt. Es ist Herbst, irgendwo zwischen September und Oktober, es wird früh dunkel und es ist kühl in diesem Jahr. Vor allem in der Vorstadt sind die Abende feucht und klamm, vielleicht liegt es auch an der Wohnung, die Wohnung ist klein, sie ist nordseitig, hat hohe Räume, sie ist alt, sehr alt und in den Ecken ein klein wenig modrig. Sie ist schön, mit ihren Parkettböden und hohen Türstöcken und sie ist gemütlich, meine kleine Höhle, auch wenn ich sie mit Spinnen teile, immerhin ist es für ein paar Monate mein erstes eigenes Türschloss, hinter dem ich die Welt aussperren kann.

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Fotografie Natur Neuerscheinung Reflexion Selbstfürsorge

Was ist dein Motor?

Im Laufe dieses Sommers blieb ich – im Rahmen aller Youtube-Interviews, die ich leicht zwanghaft gewissermaßen in Dauerschleife ansehen musste, immer wieder bei einer ganz bestimmten Stelle hängen.

Entscheidend ist, nie zu vergessen: wer du bist, woran du glaubst und was dich antreibt.

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Fotografie Neuerscheinung Reflexion Wien

Was wäre Wien ohne Melancholie?

(Wien sehen und sterben wäre jetzt als Titel irgendwie zu plump gewesen, oder?)

Wien. Wien ist mein Zuhause und mein ewiger Reibungspunkt. Ich bin hier geboren und an der Stadtgrenze aufgewachsen und doch kommt es mir so schwer über die Lippen zu sagen, ja, ich bin Wienerin und das, obwohl ich so vieles an der Stadt liebe – ich vergesse es nur so häufig und versinke im Klischee des Schwarzmalens und Schwarzsehens.

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Europa Fotografie Neuerscheinung Reflexion

Pia sehen und sterben pt. II (Amsterdam: Details)

Amsterdam im Spätherbst ist eine melancholische Sache. Die Tage sind kurz, nass, dunkel, düster, die Sonnenstrahlen kurz und voller bunter Spiegelungen in den Grachten. Zwei mal habe ich es nun schon erlebt, zum ersten Mal für ein paar Stunden, zum zweiten Mal für ein paar Tage – und am liebsten wäre ich geblieben.