Ein Jahr mit der Sony Alpha 6000 – ein Erfahrungsbericht mit Bildern

Rund ein Jahr ist es nun her, dass die Sony Alpha 6000 Teil meiner Fotofamilie wurde. Und eines muss ich dem Bericht vorweg nehmen: in dem einen Jahr ist sie mir ganz schön ans Herz gewachsen.

Entschieden habe ich mich für den Zuwachs aus mehreren Gründen: einerseits, weil ich einen kleinen, leichten, weitwinkligen und lichststarken Begleiter für die Messen gesucht habe (quasi eine eierlegende Wollmilchsau) und andererseits, weil ich für Ausflüge, bei denen nicht das Fotografieren im Vordergrund steht, einen praktischen Allrounder dabeihaben wollte, da ich mit der Canon G15 einfach nicht richtig warm geworden bin und mir zu oft Fokusprobleme das Bild versaut haben.

Nach einigen Recherchen bzgl. Erfahrungsberichte zwischen Fuji und Sony ist es dann letztendlich die Sony geworden und ich habe die Entscheidung bisher noch nicht bereut. Sie ist eine vielseitige, praktische, handliche und funktionale „Immerdabei“.

Die großen Vorteile:

  • Das geringe Gewicht! Sie ist so leicht, dass man kaum bemerkt, sie überhaupt mit sich herumzutragen
  • Die große Leistung: ich sehe im Endergebnis der Bilder bei 1:1 keinen Qualitätsverlust gegenüber der Nikon D7200 im Bereich der Schärfe
  • Das große Weitwinkel: das Standard-Objektiv kommt mit 16mm daher und ist damit auf Wanderungen und Reisen genau richtig ausgestattet
  • Das bewegliche Display: macht viele Perspektiven wesentlich flexibler, ohne im Dreck herumkriechen zu müssen
  • Die Schnelligkeit und Intelligenz: die Sony Alphy 6000 hat einen superschnellen Autofokus, löst irre schnell aus und hat einen unglaublich intelligenten Automatikmodus, der mir in Situationen, in denen es schnell gehen musste, schon mehr als gute Dienste geleistet hat

Für mich ist die Sony Alpha 6000 aber kein Ersatz, sondern eine perfekte Ergänzung meines Equipments. Ich könnte mir nicht vorstellen, auf meine „Große“ zu verzichten, einfach, weil mir das Handling bei technisch anspruchsvollen Bildern bei einer DSLR wesentlich sympathischer ist und es sieht nicht so aus, als würde sich das in näherer Zukunft ändern.

Die Nachteile:

  • Die Akkuleistung! Eigentlich bräuchte man unbedingt mindestens einen, wenn nicht mehrere Ersatzakkus, da das Gerät unglaublich viel Strom frisst
  • Der Sucher: ich kann mich mit dem digitalen Sucher einfach nicht anfreunden und fotografiere daher immer über das Display. Allgemein sind aber sowohl Display als auch digitaler Sucher recht „sonnenblind“ und daher bei mehreren Lichtverhältnissen schwierig zu bedienen
  • Der manuelle Fokus: bis heute die Einstellung noch nicht von selbst entdeckt. Reminder: nachlesen!

Wie das also nunmal so ist, haben alle Systeme ihre Vor- und Nachteile und die oben angesprochene eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht – obwohl die Sony Alpha 6000 der tatsächlich schon recht nahe kommt. Man muss dazu sagen, dass ich bisher weder Ersatzakku noch weitere Objektive gekauft habe, aus dem einfachen Grund, da die Kamera für mich immer dann eine Begleitung ist, wenn der Ausflug und die Bewegung und nicht die Fotografie im Vordergrund stehen oder es mir wichtig ist, dass ich nicht zuviel zu schleppen habe. So hat die kleine Kamera im letzten Jahr schon einiges mit mir erlebt. Abgesehen von einigen Ausflügen in Wien, waren wir gemeinsam nicht nur auf der Messe, sondern auch am Semmering, in Slowenien, Italien, Salzburg, im Salzkammergut und in Bayern. Wir waren also arbeiten, spazieren, wandern und auf Urlaub gemeinsam und blicken schon auf eine gewisse Anzahl Bilder zurück. Eine kleine Auswahl für euch an dieser Stelle:

blog_innenstadtapril16-13
Unser erster gemeinsamer privater Ausflug zur Magnolie vor der Votivkirche
blog_türkenschanzpark-april16-23
Frühlingsspaziergang im Türkenschanzpark
blog_mohnblumenwiese3
Ein kurzer Abstecher zu meinen Lieblingsblumen

blog_ottowagnerkirche-glaskugel
Glaskugel am Steinhof
blog_schönbrunn-glaskugel5
Glaskugel in Schönbrunn
blog_polaroid-belvederemai
Remediation der Wiener Vergangenheit am Belvedere
blog_ljubljana-sw04
Gegenlicht in Ljubljana
blog_triest-miramare02
Märchenschloss Miramare in Triest
blog_anninger-2016-okt05
Düsterer Herbstsamstag am Anninger
blog_semmering-zauberblicke16
Strahlender Oktober am Semmering beim 20 Schilling Blick
blog_graeser-rauhreif4
Rauhreif und Morgenfrost
blog_supersonne2
Wintersonnenaufgang
blog_waldnebelsonnenstrahlen2
Waldnebelsonnenstrahlen
blog_bayern-neuschwanstein-schloss09
Märchenschloss Neuschwanstein
blog_innenstadt-weihnachtsbeleuchtung5
Weihnachten bei Nacht in Wien

Es hat mir selbst Spaß gemacht, noch einmal auf all die wunderbaren Ergebnisse zurückzublicken und ein bisschen über die tollen Momente zu reflektieren. Ich hoffe, euch damit auch eine gewisse Vielfalt gezeigt zu haben, was mit dem Gerät und seinem Standardkit möglich ist. Ich habe bei keinem der Bilder ein Stativ oder den Blitz verwendet, sie sind allesamt freihand und tatsächlich im Automatikmodus entstanden.

Ich wurde weder zu diesem Beitrag aufgefordert noch habe ich dafür irgendeine Gegenleistung erhalten. Es handelt sich einzig um meine Eindrücke und Erfahrungen.