2019 begann für mich mit dem hehren Plan, wieder das perfekte Wort für mein Jahr zu finden, als Vorsatz, als Anhaltspunkt, als Wegweiser, als Richtwert. Am 7. Jänner des Jahres teilte ich also diesen Beitrag mit euch. Während ich mich 2017 in Gelassenheit übte und mir 2018 der Mut einiges an wunderbaren Erlebnissen bescherte, sollte sich dieses Jahr alles um die Balance drehen. Ein Plan, den ich im Mai als kläglich gescheitert angesehen hatte. Doch, wie der Titel schon sagt: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und so erkannte ich, dass die Balance in meinem Fall nicht der Inhalt, sondern nur das Ergebnis sein konnte und sich mein Fokus auf etwas anderes würde richten müssen, um die so erhoffte Balance auch irgendwann zu finden.

Ich mag Spiegelungen. Und besonders mag ich die, die unter dem Hashtag #puddlegram bekannt geworden sind. Lacken (Pfützen), in denen sich irgendwas Hübsches spiegelt. Außerdem mag ich Bokeh. Und verschwimmende Lichtpunkte, die mag ich ganz besonders. Das ist für mich Weihnachten und das ist für mich die Möglichkeit, manchmal auch mitten im Jahr irgendwo auf der Welt einen Weihnachtsmoment zu erleben. Weil Weihnachten, das ist auch sowas, das man im Herzen trägt.

Als ich letztens durch meinen Facebook-Stream scrollte, wurden mir kurz hintereinander zwei Geburtstagsposts von Schulkollegen angezeigt. Beide haben im selben Jahr im Abstand von 4 Tagen Geburtstag. Beide sind einige Jahre lang mit mir zur Schule gegangen. Fast 12 Jahre nach unseren Abschlüssen stehen wir alle an völlig unterschiedlichen Punkten im Leben und mittlerweile lässt sich schon eine gewisse Einschätzung darüber abgeben, wer welchen Weg eingeschlagen hatte und in welche Richtung die einzelnen von uns erstmal unterwegs sind.

Rund ein Jahr ist es nun her, dass die Sony Alpha 6000 Teil meiner Fotofamilie wurde. Und eines muss ich dem Bericht vorweg nehmen: in dem einen Jahr ist sie mir ganz schön ans Herz gewachsen.

Entschieden habe ich mich für den Zuwachs aus mehreren Gründen: einerseits, weil ich einen kleinen, leichten, weitwinkligen und lichststarken Begleiter für die Messen gesucht habe (quasi eine eierlegende Wollmilchsau) und andererseits, weil ich für Ausflüge, bei denen nicht das Fotografieren im Vordergrund steht, einen praktischen Allrounder dabeihaben wollte, da ich mit der Canon G15 einfach nicht richtig warm geworden bin und mir zu oft Fokusprobleme das Bild versaut haben.

Anfang April machte ich meinen ersten Ausflug mit dem neuen Familienmitglied, der Sony Alpha 6000. Ich war ja schon länger nicht sooo happy mit der Wahl meiner Canon G15, da ich mit dem Fokus der Kamera, besonders im Nahbereich, oft Schwierigkeiten hatte und auch mit der Menüführung nicht so gut zurecht kam. Lange liebäugelte ich mit einer Fuji, der hohe Preis schreckte mich allerdings ab, zumal ich das Gerät ja nicht als Hauptkamera verwenden wollte. Dann hörte ich von der Sony Alpha 6000, machte mir auf einer Veranstaltung selber ein Bild davon und las mich in einige Testberichte ein.