Die Natur als Künstler

Das Bild ist vor fast einem Jahr bei uns im Garten entstanden. Ich mag diese kleinen Schnecken mit ihren hübsch verzierten Häuschen. Immer wenn sie vor unsere Eingangstüre krabbeln setze ich sie in die Wiese oder fahr Schlangenlinien um sie mit dem Auto nicht zu Matsch zu fahren.

Und ich muss sagen, ich finde das praktisch. Immer und überall sein Haus dabei. Keine Schlafproblematik, keine ‚Wie-komm-ich-heim‘-Frage, keine Umzugsprobleme. Man muss halt Zeit haben, als Schnecke. Aber die hat man ja dann sowieso.

Nagel im Stegholz

Und schön sind sie obendrein. Unauffällig hübsch. Aber manchmal sind es genau diese unaufdringlichen Kleinigkeiten, die wahre Schönheit bergen. Man muss nur eben bereit sein, diese zu erkennen.

Verfasst von

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

21 Kommentare zu „Die Natur als Künstler

  1. … und die Frage „geh’n wir zu dir oder zu mir“ hat sich dann auch erledigt … :mrgreen:

    Schönes Foto 🙂
    Ich find’s ebenfalls faszinierend, was sich die Natur so ausdenkt 🙂

    Liebe Grüße
    Sabine

  2. Fotografieren – und das gefällt mir daran, hat mir sehr die Augen geöffnet. Ein schönes Gefühl… Einfachheit und Schönheit liegen oft sehr nah beieinander.
    Ich bin übrigens auf der Suche nach einer linksdrehenden Schnecke. Aber sie sind so selten, … 😉

    1. mir gehts genauso. durchs fotografieren schau ich viel genauer und sehe dadurch auch viel mehr. wobei ich gestehen muss, dass es mir gelegentlich passiert, vor lauter fokus aufs detail das gesamtbild zu vernachlässigen.

      tatsächlich? ich hab noch nie drauf geachtet in welche richtung das gehäuse gedreht ist.

  3. Die Natur ist wirklich die größte Künstlerin. Und gerade in diesen „Kleinigkeiten“ zeigt es sich am deutlichsten.

    Ein sehr schönes Bild; sowohl die Technik als auch das Motiv betreffend! ;o)

  4. *unterschreib*
    Und, was hinzukommt ist, dass man vielerlei Naturkunst erst durchs Fotografieren wirklich wahrnimmt, weil man einen ganz anderen Blick für die Wege entwickelt – quasi ohne Scheuklappen unterwegs ist.
    Liebe Grüße bigi

  5. Also die Weinbergschnecken finde ich ja wirklich hübsch. Und damit hast du mit deiner Aussage auch Recht.
    Aber die roten Schlatzeschnecken……iiiihh

  6. Sooo. Jetzt muss ich mir hier auch wieder mal blicken lassen – verzeih meine lange Abstinenz. Da ich eben grade keine Zeit habe die vergangenen Posts durchzulesen, muss ich mir die Frechheit herausnehmen und einfach unverblümt fragen: was tut sich? Wie gehts? Alles im Grünen?
    On Topic: Schnecken sind eigentlich sehr faszinierende Tiere, auch die ohne Haus. Obwohl diese spiralförmigen Windungen natürlich unseren Sinn für regelmäßigige, abstrakt-chaotische Formen reizen. Was ich traurig finde, ist, dass die meistens von uns eigentlich nur den allgemeinen Begriff „Schnecke“ kennen, nicht aber den Artenreichtum dahinter sehen, den diese Familie hervorgebracht hat.
    Ich finde auch das Foto recht gelungen. Ich nehme an es handelt sich dabei um eine Makroaufnahme, wenn ich den Schärfeverlauf richtig interpretiere. Und von daher finde ich, dass das Haus relativ scharf ist – da hätte einiges schiefgehen können.
    Aber wenn ich Ansprüche stellen darf, quasi fürs nächste Mal: der Blick von „unten“ auf das Haus (also hier dann von der rechten Seite) wäre mal eine spannende Perspektive. Da der Halm dünner ist als das Haus, müsste man hier ganz gut sehen können, wie ihn die Schnecke „umklammert“.
    Au revoir.

    1. Korrekturliste:
      Jetzt muss ich MICH hier auch wieder mal blicken lassen.
      Obwohl diese spiralförmigen Windungen natürlich unseren Sinn für REGELMÄßIGE,…
      Was ich traurig finde, ist, dass die MEISTEN von uns eigentlich nur den allgemeinen Begriff „Schnecke“ kennen,…
      +zahlreiche Beistrichfehler.
      Ist zwar nur ein lächerlicher Blogkommentar, wo sich wohl niemand um Rechtschreibung/Grammatik sorgt – aber das zeigt mir, dass ich schlafen gehen sollte. Gute Nacht 🙂

    2. ich kenn das. bei mir ists hier auch verhältnismäßig ruhig und ich bin selber auch grad etwas lasch beim regelmäßigen kommentieren anderer blogs.
      mir gehts: ganz gut eigentlich, im großen und ganzen, ich genieße den sommer, ich denke viel nach und hab viel über mich gelernt in den letzten monaten.

      ja es ist ein makro, obwohl ich mit der aufnahme selber nicht ganz zufrieden bin. irgendwie wollte es nicht so ganz werden wie ich mir das gewünscht hab. deswegen ist das bild auch so lange im archiv getümpelt. das klingt interessant, mal sehen ob ich das mal hinkriegen (= ich muss ehrlich gestehen, dass ich nie oder ausgesprochen selten so analyticsh an ein bild rangeh. ich seh was was mir gefällt und knipse das aus mehreren perspektiven. und zum schluss schau ich dann, ob was gutes dabei war (=

  7. Stimmt paleica. Das muss etwas ganz besonderes haben, sein Haus auf dem Rücken zu tragen. Und so unaffällig sind viele Schencken gar nicht. Ich habe schon die unterschiedlichsten Formen und Farben an schnecken gesehen. Also daher! Aber wie bitte fährst du denn schlangenlinien mit dem Auto um die Schnecken?

    1. ja das stimmt. es gibt ganz viele verschiedene. aber die find ich besonders hübsch.
      na bei uns im garten. da versuche ich schon ihnen auszuweichen wenn ich grade mal reinfahr und sie seh. da kriechen halt viele rum weil rund um den weg wiese ist.

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