Fotostopps durch Portugal: Luz – Ausblicke & Beobachtungen zur Bloggerei

„Ist bloggen noch zeitgemäß?“ fragt die Autorin von indeedsunshine.de. „Ein Blog ist das Arschgeweih eines Portfolios“ konstatiert der Stilpirat. „Schreibt bitte wieder mehr Kommentare in Blogs“ raten socialmedia-betreuung.de. „Von Fake Accounts, müden Lesern und verloren gegangener Blog Motivation“ schreibt die Supermom-berlin.de. Öha. Ich erkenne hier Müdigkeit und Verdrossenheit und Frust über die Entwicklung, die die Bloggerwelt genommen hat und es überrascht mich überhaupt nicht.

Erinnerungen an „damals“

Als ich anfing zu bloggen, gab es kein SEO oder Clickbait, da wäre noch niemand auf die Idee gekommen, auf Facebook Werbebotschaften zu vermarkten und Instagram und Snapchat waren lange noch nicht geboren. Als ich zu bloggen begann, tat ich das, weil ich gerne schreiben wollte und meine Fotos zeigen wollte, weil ich mich austauschen wollte und weil ich lernen wollte. Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass irgendjemand mit diesem Hobby eines Tages Geld verdienen würde können. Ich verfasste Posts, freute mich über Kommentare und beantwortete diese damals noch direkt auf dem Blog meines Gegenübers, da es keine Antwort-Funktion gab. Ich musste auch jedes Mal schreiben „das gefällt mir“, wenn ich zum Ausdruck bringen wollte, dass mir etwas gefällt, denn Like-Buttons und Herzchen gehörten noch der Zukunft an. Es war eine schöne Zeit im Blogoversum, eine Zeit der Nicknames und Avatare, ohne Fotos und responsive Layouts oder mobil optimierten Seiten – denn auch Smartphones gab es noch nicht in großer Verbreitung und wenn, wurden sie noch nicht allzu intensiv genutzt, da Touchscreens noch in den Kinderschuhen steckten und die Tippserei und Klickerei einfach nicht bequem genug war. Was ich hier schreibe klingt, als wäre es einem anderen Jahrtausend entsprungen. Selbst das habe ich noch erlebt, aber so lange muss man dafür gar nicht zurückgehen – es reicht ein Jahrzehnt, in dem sich unser mediales Verhalten völlig gewandelt hat.

Bunte Schätze der Blogosphäre

Ich lernte so viele virtuelle Identitäten kennen, an einen Großteil von ihnen erinnere ich mich noch, selbst wenn sie ihren Nickname seit Jahren hinter sich gelassen haben. Ich kenne noch die Höhlenbärin, Lunaticsol, fr34k3d, 69nightmares (später howlatthemoon), himbeermarmelade, wortman, chary-smile, hombertho, mondgras, cajolerie, chibily, riesie, abraxandria, alfiriel, flügelchen, darkbook, twixie, bee, Frau*Seltsam, und viele, viele mehr. Sie alle waren Gäste auf meinen Websites oder während der Anfänge des Episodenfilms, als er noch Drahtseilakt hieß, irgendwo auf den knapp 2.850 Kommentarseiten. Manche wenige sind auch mit Klarnamen geblieben, manche sind verstorben, manche sind verschwunden. Ich bin bei dem geblieben was ich tue, ich mache das gleiche nun schon fast 10 Jahre. Warum? Weil ich es mag. Und: oh ja, ich kann selbst kaum glauben, dass der Episodenfilm hier auf WordPress im Jahr 2018 seinen 10. Geburtstag feiert. Das ist fast ein wenig gruselig, oder?

10 Jahre WordPress, dafür gibt’s ein Eis und einen Ausblick!

Ich habe die Entwicklungen mitgemacht, von den Augenkrebs-Layouts in schwarz mit Schriftgröße 7 in dunkelgrau und 300x500px Bildern bis hin zu weißen, weiten Responsive-Designs, Like-, Reblog- und Sharing-Buttons. Aber eine Grenze habe ich gezogen: den Blog zu vermarkten. Ich tue das, was ich immer getan habe, weil es das ist, was ich gerne tue. Ich poste, ich beantworte meine Kommentare und ich besuche meine Kommentatoren und die Blogs aus meinem Feedreader (ein Tool, das ich erst seit etwa zwei Jahren nutze, ich Spätzünder). Ich lese mich durch die Weltgeschichte und nehme manchmal an Blogparaden teil. Wenn mir etwas gefällt, dann hinterlasse ich eine Spur. Instagram gibt es, weil ich eine Übersichtsgalerie mit Best of-Fotos einfach schön finde, ich tue aber nichts dafür, dass er wächst und das ist total in Ordnung. Ich investiere monatlich ein bisschen Geld, damit es hier so aussieht, dass man sich wohlfühlen kann. Es ist ein Hobby. Das ist die Natur eines Hobbies. Ich zahle auch Eintritt für die Kletterhalle und gebe Geld für mein Laufoutfit aus. Das einzige, was ich im Gegenzug dafür erwarte, ist Freude an der Sache. Die habe ich hier, mit euch, weil ihr lest, was ich schreibe und anschaut, was ich zeige und weil ihr so großartig seid und mich an euren Gedanken dazu teilhaben lässt.

Ich bin hier – und bleibe es.

In mir wächst langsam die Hoffnung, dass die Welt der Blogs wieder ausdünnt, dass der Hype der „Influencer“ sich auf andere Medien verlagert und wir hier wieder in Ruhe dem nachgehen können, was wir gerne tun. Ich empfinde es als völlig absurd, Kommentare in Kommentarrunden zu „erkaufen“, die über Social Media vereinbart werden. Manchmal fühlt es sich so an, als würden einige Blogger aus Prinzip nicht auf Gegenbesuch kommen, weil sie sich dafür zu gut sind. Andere interessiert es einfach nicht – doch eine Welt, in der nur genommen aber nichts gegeben wird, funktioniert nicht. Für mich war das Besondere an dieser Tätigkeit immer, dass es Menschen gegeben hat, die mich nicht kannten und die sich dennoch die Zeit genommen haben, sich mit meinen Gedanken auseinanderzusetzen und mit mir in Interaktion zu treten. Blogger sind Contentproducer – Googlesuchende sind Contentconsumer, die früher vielleicht Zeitung gelesen haben und auch dort keine Leserbriefe schreiben wollten. Darum ist mir hier zwar jeder Googlesuchenende willkommen, aber ein Unique Client in der Statistik ist mir nicht einen Bruchteil dessen wert, was mir ein wiederkehrender Kommentator wert ist, denn erst durch die Kommentare wird die Seite hier lebendig.

Langer Rede, kurzer Sinn: ich nehme mit Freude die Blogmüdigkeit derer wahr, die nur hier sind, um Geld zu verdienen und Produkte abzustauben (versteht mich nicht falsch: ich habe nichts dagegen, auch mal Kooperationen machen, die wunderbare Fee zum Beispiel integriert ihre Kooperationen ganz toll in einen unfassbar schönen Blog). Aber ihr, die es nur für das Geld und ganz ohne Spaß macht: gebt ruhig auf, für euch gibt es passendere Orte. Dann bleibt nämlich mehr Platz für all jene, die das hier wirklich mit Herzblut betreiben und man findet wieder leichter heraus, wo ein Kommentar gewertschätzt wird und nicht unbeachtet im Nirwana des Kommerziellen verschwindet.

Das soll jetzt hier kein „früher war alles besser-mimimi“ sein. Ich kann das Potenzial dieser Medien für Unternehmen verstehen und ich respektiere es auch. Was ich nicht respektiere, sind verschleierte Dauerwerbesendungen, die mir als persönliche Meinung verkauft werden. Ich muss nicht euer Impressum lesen und wissen, wohin ich euch Hate Letters schicken kann. Ich brauche nicht mal euer Gesicht zu sehen. Aber wenn ich euch lese, möchte ich ein Stückchen eurer Seele kennenlernen, genauso wie ich in jeden Post ein Stück von meiner verpacke (und nein, ich spreche nicht von Horcruxen). Das ist es, worum es für mich geht.


*REISETIPP*: die Bilder stammen alle aus Luz, einem kleinen Ort in der Nähe von Lagos an der Algarve in Portugal, der unsere Homebase für die letzten Chillout-Tage nach unserem Portugal-Roadtrip war. Eine klare Empfehlung für dieses Fleckchen Erde mit einer fast privaten Lava-Strandbucht, die so geschützt gelegen ist, dass man auch schon im Juni im Atlantik baden kann, zwei Hand voll schnuckeliger Restaurants und ganz viel Ruhe.
Unterkünfte sind eine Ecke günstiger als im populären Partyort Lagos, dafür viel persönlicher und vor allem: fußläufig zum Meer <3

Verfasst von

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

103 Kommentare zu „Fotostopps durch Portugal: Luz – Ausblicke & Beobachtungen zur Bloggerei

  1. Sehr schön geschrieben! Vor allem die Sache mit den Dauerwerbesendungen hast du schön getroffen. Das sind Blogs die ich aus Prinzip nicht abonniere und deren Tests ich seeeeehr skeptisch gegenüber stehe. Kann ich ein Produkt ehrlich bewerten wenn ich anschließend Geld verdiene wenn es verkauft wird? Wohl kaum…
    LG
    Martin, dem auch deine Bilder hier gefallen auch wenn ich den Zusammenhang mit dem Text nicht gefunden habe 😉

    1. ja, mir geht es auch so. ich erinnere mich noch, als die produkttests damals begonnen haben. die meisten tagebuchmädchenblogs haben auf einmal begonnen, über nagellacke und schminke zu schreiben. dann kamen die ersten gratis produktproben und dann ging es irgendwann mit den kooperationen los. die blogs dahinter wurden immer professioneller, aber immer unauthentischer und die meisten von ihnen sind heute verschwunden. ich persönlich lese eigentlich gar nix mehr, was gesponsert ist.
      danke übrigens wegen dem hinweis zum zusammenhang. ich hatte einen zusammenhang im gefühl, hab aber vergessen, den nach außen herzustellen, daher habe ich nachträglich zwischenüberschriften eingefügt, die das ein wenig erklären sollten 🙂

  2. Das hast du wunderbar geschrieben, liebe Christina.
    Ich bin da ganz deiner Meinung. Und die ausgewählten Fotos machen Fernweh.

    Einen guten Tag wünsche ich dir!

    Liebe Grüße Antje

  3. Liebe Paleica, das ist ein Post, auf den ich echt gewartet habe. Genau so ist es nämlich. Das beobachte ich genauso und denke auch, dass sich die Spreu vom Weizen wieder trennen wird. Es gibt ja schon einen leichten Trend dorthin. Es kann sich nur totlaufen, wenn man sich likes und Kommentare kauft und es automatisiert, das konterkariert jegliches Bloggerverhalten. Ich bin ja mit meinem indigo-blau erst seit einem Jahr dabei, habe ja aber vorher schon andere Erfahrungen mit anderen Bloggs gesammelt und muss sagen: Es funktioniert nur, wenn man macht, was einem am Herzen liegt, denn dann schafft man auch die Posts, das Durchhaltevermögen, denn ist es ein Teil von einem selbst, den man gerne hier preisgibt. Und dann sehe ich Blogs wie Fee oder andere, wo ich denke: Es ist sowas Schönes, warum sollte man nicht auch damit Geld verdienen? Aber wohlgemerkt in Maßen und passend zum Blog – das finde ich völlig legitim. Ob und wie ich das bei mir jemals integrieren könnte oder möchte, wäre eine ganz andere Frage, aber wenn man mit dem Blog viel mehr Leser erreicht als so manche Zeitschrift mit großem Namen, dann stimmt für mich auch das Verhältnis der Wertigkeit nicht. Dann sollte sich das auch irgendwie bezahlt machen – allein, weil wir es eben wert sind. Du machst wunderschöne Beiträge und ich denke, so mancher Blogger muss sich mit seinen Beiträgen nicht hinten den klassischen Medien verstecken, sie sind oft sogar besser (und das schreibe ich als Journalistin 🙂
    Lange Schreibe, kurzer Sinn: Bloggen sollte Spaß machen und irgendwie baut sich jeder so eine kleine Internetfamilie auf. Das berührt mich jedes Mal. Und ich finde toll, dass du dazugehörst bei mir und ich bei dir schauen darf.
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. wow andrea, vielen dank für deinen kommentar ❤
      ich habe die ersten gedanken dahingehend wohl schon vor etwas über nem jahr gehabt, langsam sieht es aber tatsächlich so aus, als könnte sich das in diese richtung bewegen.
      ich finde auch, dass das komplett dem gedanken eines blogs widerspricht. außerdem glaube ich, dass dieses medium ironischerweise fast schon zu träge ist und zuviel ähnlichkeit mit analogem dasein hat und für die mittlerweile gewohnte schnelllebigkeit gar nicht mehr so gut geeignet ist.
      ich sehe das auch so. ich denke durchaus, dass es legitim ist, seinen blog auch zu nutzen, wenn man soviel arbeit und hirnschmalz reingesteckt hat. aber es ist eben ein großer unterschied, ob man eine werbetreibende plattform ist und für den user auch klar ist, was was ist, oder ob man eigentlich nur noch als freiberuflicher verkäufer für diverse marken agiert und dem user all das als eigene meinung vorgaukelt.
      was du über „internetfamilie“ schreibst, sehe ich auch so. es ist einfach eine eigene (positiv gemeinte) filterblase, in der man einander auf eine spezielle und virtuelle art und weise kennenlernt.

  4. Zehn Jahre bist du schon dabei, das ist beachtlich, herzlichen Glückwunsch. Deine Beiträge sind spannend und vielseitig und gerne lese ich sie. Ich spüre du bist ehrlich, authentisch und kommst sympathisch bei mir an. Deine Freude am Bloggen spiegelt sich in deinem Blog wieder. Ich hoffe, du hast noch lange das Durchhaltevermögen und die Freude am Bloggen
    LG Andrea

    1. ja, ich kann selbst kaum glauben, wie lang das nun schon ist. verrückt, oder? ich hätte nie gedacht, dass es möglich ist, dass im internet eine plattform so lange hält.
      ich danke dir auf jeden fall sehr für deine lieben worte, das freut mich wirklich total ❤ ich versuche einfach ich zu sein und das bloggen ist letztlich das, was ich einfach immer wieder zur reflexion und verarbeitung brauche. ich denke nicht, dass sich das in absehbarer zeit so sehr ändern wird 😉

  5. Gratuliere! 10 Jahre sind eine lange Zeit. Da erlebt man so einigen Wandel, da bin ich mir sicher. Ich glaube aber, wenn man einfach tut, was man gern tut und wenn man, wie du, so offen dabei ist, wenn man keinen Anspruch auf finazielles Überleben beim Bloggen hat, sondern vor allem seinem Herzen folgt, dann ist jeder ernstgemeinte Kommentar und jeder ernsthafte Follower ein Geschenk, egal, wie viele oder wie wenig es sind. Und wenn jemand mal nur gucken kommt und nichts sagen will, dann ist es auch wunderbar. Solange ich bei mir bleibe und tue, was für mich gut ist, ist das alles wunderbar. Und dann lebt es, vielleicht leise, aber es lebt und belebt.
    Vmtl. ist es sinnvoll, sich nicht aus der eigenen Ruhe bringen zu lassen. Wie in vielen Bereichen.
    Bei dir geht es doch wunderbar lebendig zu. Ich freue mich immer wieder.
    Wie schön, dass du so viele Dinge teilen magst.

    1. ja, gell 🙂 und 10 jahre sind nur die zeit des bloggens. davor hab es die „homepages“ bei diversen anbietern… hach, schon immer wieder lustig, an all das zurückzudenken. daher kommt auch meine bezeichnung „internetmethusalem“. ich kann darüber berichten und es fühlt sich an, als wären das schon mindestens 7 jahrzehnte oder so, dabei sind es nichtmal 2. trotzdem eine ewigkeit im digitalen zeitalter. aber ich merke auch, dass ich nicht mehr ganz so schnell und flexibel bin und lang nicht mehr auf jeden zug aufspringe.

      ich hab es auch sehr gern, wie es hier ist. ich fühle mich wohl und es ist sowas wie ein imaginärer rückzugsort in den weiten des WWW.

  6. „….doch eine Welt, in der nur genommen aber nichts gegeben wird, funktioniert nicht…..“

    Genau so ist. Danke für deinen Blog, deine (immer wieder) guten Gedanken und deine Teilhabe!

    Liebe Grüße,
    Werner

    1. danke werner, fürs schon so lange immer wieder kommen. ich freue mich, dass wir ein bisschen sowas wie virtuelle wegbegleiter geworden sind und einander mit unseren beiträgen immer wieder kreuzen und berühren.

    1. dann glückwünsche ich herzlichst zurück 🙂 schon verrückt, oder? ein ganzes jahrzehnt. und 2008 – das klingt doch fast noch frisch, fast, als wäre es gestern gewesen. und gleichzeitig ist es in einem anderen leben.

  7. Moin Moin aus Hamburg, liebe Paleica!
    Du sprichts mir wahrlich aus der Seele!

    „Manchmal fühlt es sich so an, als würden einige Blogger aus Prinzip nicht auf Gegenbesuch kommen, weil sie sich dafür zu gut sind. Andere interessiert es einfach nicht – doch eine Welt, in der nur genommen aber nichts gegeben wird, funktioniert nicht. “
    STIMMT!
    Und auch das mit den Kommentaren empfinde ich ebenso.wie du. Ich blogge ja auch schon so lange…
    Was für mich noch zur Blogmüdikeit zählt, ist das Anschwärzen! Die Leute, die Anwälte einschalten & abkassieren wenn es z.B. kein Impressum gibt, oder man ein Zitat mit Copyright übernimmt etc. etc. Die Liste ist mitlerweile endlos. Und das man verunsichert ist, selbst Gebäude zu Fotografieren, die der Allgemeinheit gehören.
    Immer mehr *VERBOTE*! Siehe aber auch den Unsinn mit der Kennzeichnung *Dauerwerbung* auf YouTube-Filmen, wenn es sich um rein private Filme handelt.

    Ich gebe ja die Hoffnung auch noch nicht auf………. ;o) Und auch in mir wächst langsam die Hoffnung, dass die Welt der Blogs wieder ausdünnt, dass der Hype der „Influencer“ sich auf andere Medien verlagert und wir hier wieder in Ruhe dem nachgehen können, was wir gerne tun:
    BLOGGEN MIT HERZ und SEELE!

    1. liebe britta, ja, die welt der blogger ist unüberschaubar geworden. sobald jemand geld mit etwas verdient, gibt es die, die ausnützen und auf einmal wird alles kritisch und eine sache der juristerei. grade dass man gebäude nicht fotografieren oder veröffentlichen darf und dafür dann einzelne privatpersonen abstraft, finde ich sehr fraglich, auf der anderen seite eben die vorhin genannten „dauerwerbesendungen“, die sich als echte persönlichkeiten verkaufen und user verwirren. es verschwimmen so viele grenzen. aber ich denke, das ist normal, wenn ein „neues“ medium zu einem „standard“ medium wird. es wächst so schnell und die welt kommt nicht hinterher. die influencer sind tatsächlich ein neues phänomen, aber die müssen sich genauso schnell verändern wie das internet, während die blogosphäre mittlerweile wohl gewissermaßen einen stabilen grundstock hat. der markt ist hier gesättigt und damit werden sie beizeiten wohl weiterziehen und einen anderen bereich des WWW okkupieren.

  8. Liebe Christina,
    Du hast mir echt aus dem Herzen gesprochen. Ich bin auch schon seit vielen Jahren dabei und habe genau die Anfänge miterlebt, von denen Du schreibst. Richtig unschuldig waren wir damals noch, gell. Inzwischen ist die Unschuld leider geraubt, aber die Zeit heilt Wunden und wir wissen heute, wie wichtig Selektion ist!

    Zum 10jährigen Jubiläum gratuliere ich gerne und von Herzen und wünsche Dir auch für die kommenden Jahre „reine Freude“ an diesem schönen Hobby. ♥

    Schnell noch ein Wort zu den herrlichen Fotos: Ich war vor vielen Jahren genau da, Algarve, Lagos etc. und teile Deine Begeisterung. Eine so unverbrauchte, klare und starke Natur wie dort findet man nicht oft.

    Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart,
    herzlichst moni

    1. ja liebe moni, früher war irgendwie alles anders und vieles davon hat für mich besser gepasst. aber das internet verändert sich und es entwickelt sich weiter und die influencer haben ihren peak glaube ich auch schon wieder überschritten. in jeder episode gibt es hypes, die dann wieder abflachen und ich hoffe, dies ist so einer.

      danke für deine lieben worte! wie schön, dass du auch da warst. es ist so toll, gell!
      hab eine schöne restwoche ❤

  9. Liebe Paleica, auch als relative Jungbloggerin (erst 1,5 Jahre) kann ich Deine schönen Worte nur unterstreichen und danke dafür sagen. Herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen. In der Zeit des schnelllebigen Internet eine Ewigkeit.
    Ich freue mich auf weitere Beiträge von Dir!
    Herzliche Grüße
    Agnes

    1. liebe agnes, herzlichen dank fürs vorbeischauen und für deine unterstützenden worte! ich stelle es mir als „jungbloggerin“ echt schwierig vor, sich durch diesen dschungel durchzukämpfen – ich sehe das an meinem anderen blogprojekt. aber ich denke, im endeffekt wird es das herzblut sein, das den unterschied macht.
      alles liebe und viel energie weiterhin für dich!

  10. Danke für diese Worte die zeitgemäßer nicht sein könnne. Dinge über die ich mir auch immer wieder Gedanken mache und meine Stellung in diesem Blogger-Universum manchmal noch suche. 10 Jahre sind schon ne Menge Holz… Bei mir sind es ca. 3 jahre und ich hab keine Ahnung wo ich in weiteren 3 Jahren stehen werde. Abwarten. Schön zusammengefasst auf jeden Fall und so den Nagel auf den Kopf getroffen!!!

    1. ich glaube, die suche nach seinem platz hier ist etwas, das bedingt durch die permanente veränderung rundherum in periodischen abständen einfach immer wiederkommt und auch wiederkommen muss. man verbringt so viel zeit damit und natürlich stellt sich auch immer wieder die frage: ist es das wert? ist das der beste ort dafür? bei mir wird diese frage jedes mal wieder mit ja beantwortet. zumindest bisher und vermutlich wird das auch noch ein weilchen so sein – aber sag niemals nie! das internet verändert sich, es kommen immer wieder neue tools und daher bleibt die regelmäßige überprüfung einfach nicht erspart. das bedeutet aber auch, dass man nicht eine ewigkeit in etwas kraftraubendem hängenbleibt und das hat acuh seine vorteile.

      1. Es ist ein verzwicktes Thema auf das es keine klaren Antworten gibt. Wie so oft zählt auch hier nur: Hör auf Dein Inneres… Dann kann man auch den eigenen Platz finden…

  11. Du hast es mal wieder super auf den Punkt gebracht. Für mich persönlich ist ein Blog immer noch zeitgemäß, denn ich lese mich sehr gerne durch die Bloggerwelt. Leider schaffe ich es nicht überall einen Kommentar zu hinterlassen, aber ich gebe mir Mühe. Genau die Kommentar-Müdigkeit ist mir ganz stark bei den Blogs aufgefallen, denen ich schon etliche Jahre folge und die mittlerweile gut davon leben können und jetzt als selbstständige Blogger/innen arbeiten. Vor ein paar Jahren durften sie sich noch über 50 und mehr Kommentare unter ihrem Beitrag freuen, aber reagiert haben sie auf so gut wie keinen der netten Leser die sich die Zeit dafür genommen haen. Jetzt ist es so, dass sie diese Zahl erst und nur erreichen, wenn sie ihren Lesern auch antworten. Irgendwie auffällig, dass sie das jetzt erst tun…

    Um die SEO-Sache habe ich mich ehrlich gesagt noch gar nicht gekümmert, trotz dass ich seit einem Jahr wieder dabei bin (nach ca. 7 Jahren Blogpause). Aber jetzt, steinigt mich: ich habe auf einen Rat hin kürzlich mal diese Anzeigefunktion über mein Facebook-Account ausprobiert, weil es hieß, mit den paar Usern in deiner Liste wird dir auf Facebook niemand folgen. (Tatsächlich habe ich aktuell nur ein paar Handvoll Follower *räusper*) Nun, vielleicht könnte ja was dran sein dachte ich, machste mal. Doch gebracht hat es mir gar nix und erst recht keine neuen User. Das Geld war (ist) rausgeschmissen. Aber ein unwohles Gefühl hatte ich während der ganzen Zeit. Fazit: Folge keinen Rat wenn dein Bauch dagegen rebelliert. Lieber habe ich eine Handvoll Real-Follower und Likes von Lesern, die auf ganz normalem Weg zu mir gefunden haben, statt höchstwahrscheinlich irgendwelche falschen User aus Bangladesh oder sonstwo, die mein Account nur künstlich pushen. Das sieht nämlich verdächtig komisch aus.

    Diese „Haben-Haben-Wollen“-Sache finde ich auch sehr traurig. Ich freue mich über jeden der sich bei mir Zeit für einen Kommentar nimmt, aber auch die stillen Leser sind willkommen. Schade finde ich allerdings, dass sich viele ohne ein Dankschön zu hinterlassen sich an meinen Freebies bedienen. Aber so ist es nun mal, solche wird es immer geben. Hoffe, sie hatten wenigstens Freude dabei. Ich jedenfalls werde einfach weiter machen und über das Berichten was mir Freude bereitet. Egal viel viele Kommentare oder Follower ein Blog hat, meiner Meinung nach bereichern alle das Internet, denn man kann von jedem was lernen.

    Und: Herzlichen Glückwunsch zum 10. Bloggeburtstag und auf mindestens auf weitere 10 Jahre!
    P.S.: Deine Bilder sind wie immer großartig!

    Ganz liebe Grüße!

    1. oh ja, mir geht es auch so. ich könnte mir absolut nicht vorstellen, meinen blog zu schließen oder ohne meinen blog zu sein. es ist so eine art virtuelle dokumentation, wenn auch nicht mehr so zeitnah und vielleicht nicht mehr ganz so direkt, aber ich sammle dort vieles, das mir am herzen liegt und im kopf herum geht.
      ich kenne die kommentarmüdigkeit auch, es ist einfach soviel da und auch viel tolles und man kann nie alles lesen und kommentieren, das man gerne möchte.

      ich finde es ehrlich gesagt auch total komisch, bezahlte werbung für einen blog zu machen, wenn ich nicht eben direkt was verkaufen will. aber wer weiß, vielleicht bin ich da einfach eine andere generation und verstehe den mechanismus der zeit nicht? keine ahnung – für mich wäre es glaube ich nichts, denn mir geht es ja drum, dass jemand aus freien stücken liest und schreibt, weil er sich mit mir austauschen will. dafür zu bezahlen fühlt sich an, als würde ich menschen geld geben, die mir beim sport zuschauen und dann applaudieren.

      das glaub ich gern, dass du das schade findest. eigentlich ist das auch keine umgangsform. wenn man wo was geschenkt bekommt, sollte man sich acuh bedanken.

      und ich bedanke mich an dieser stelle für deine worte!

    2. Hallo, unbekannterweise! 😉

      Ich will zu deinem Kommentar nur noch sagen, was mir auch aufgefallen ist: Manche Blogger jubeln über den 1000sten Follower, oder auch den 5000sten, und gelten wegen dieser Zahl als „erfolgreich“. Aber Kommentare bekommen sie vergleichsweise wenig, und dann oft auch recht inhaltslos. Das ist nicht das Bloggen, wie ich es verstehe. Das ist für mich oberflächlicher Mist. Es geht mir nicht um möglichst viele Kommentare, sondern um die Interaktion, die Kommunikation. Und wenn man mal nur zu sagen hat „Das gefällt mir“, ist das auch okay (und in meinen Augen immer noch besser als ein Like). Doch etliche Follower sind nichts, worauf ich stolz wäre, denn die meisten davon lesen ja gar nicht.

      1. Hallöchen! 😀
        Ja, so sehe ich das auch. Ich finde, es gehört zum „guten Ton“ wenn man auf die Kommentare seiner Leser reagiert. Auch wenn es machmal nur ein „Dankeschön“ ist. Eben sie zeigen einem ja, dass sich die Mühe für einen Beitrag gelohnt hat. Das ist mein „Applaus“, wie Paleica oben so schön als Umschreibung verwendet hat. Also „verbeuge“ ich mich, indem ich darauf antworte. U

        nd genau diese Art der Interaktion haben einige Blogger in der Vergangenheit so gut wie gar nicht betrieben.

        Ganz liebe Grüße an dich!

        1. Ach, hier ist ja schon deine Antwort! 🙂 Ich muss sagen, es gibt durchaus auch Kommentare, auf die ich nicht reagiere, aus verschiedenen Gründen. Manchmal vergesse ich es einfach. Manchmal weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll. Manchmal finde ich sie so sinnlos, dass ich genervt bin. Es gibt eben auch Kommentare, da erkennt man sofort, dass jemand nicht wirklich gelesen oder sich damit auseinandergesetzt hat. Das sind meistens auch immer dieselben Personen. Da gibt’s dann von mir auch kein Feedback mehr. 🙂

          Interaktion ist mir persönlich das Wichtigste am Bloggen. Ich komme von der Plattform „Blog.de“, die 2015 leider das zeitliche segnete. Dort war es eine richtige Community, sehr eng verknüpft alles, sehr intensiv. Das hatte auch Schattenseiten, aber alles in allem war es genau das, was das Bloggen für mich ausmachte. Der Wechsel zu WordPress war erzwungen und ich tue mich sehr schwer, immer noch. Es ist mir einfach zu oberflächlich und zu groß hier. Die Likes, der Reader, das alles, es ist einfach nicht das Wohlfühlen wie früher. Aber ich kann auch nicht ohne und freu mich immer, wenn ich dann neben meinen paar übrigen alten Blog.de-„Blogfreunden“ (so hieß das dort) auch wieder neue Blogger finde, die blogmäßig eher so ticken wie ich. 🙂

  12. Liebe Palaica,
    ich blogge nun seit mit dem alten gelöschen Blog seit 6 Jahren und ich bin mir selbst treu geblieben und mache das, was ich möchte.
    Blogs, die ich nicht mag, da gehe ich gar nicht hin und wenn ich Jemand besuche und mir Beitrag gefällt, dann hinterlasse ich auch einen Kommentar.

    Manchmal weiß man auch nicht, was man schreiben soll. Das ist manchmal auch nicht einfach.
    Ich muß allerdings auch sagen, soviel bin ich im Netzt nicht unterwegs, Istagramm, Facebook usw. sind für mich einfach tabu und da muß ich nicht sein.

    Ich habe mir schon oft überlegt, warum ich blogge. Es macht mir Spaß und ich zeige auch gerne – wie andere auch-, was ich gemacht habe und was ich gemacht habe.

    Viele bloggen vielleicht auch, weil sie meinen, sie kämen ganz groß raus. Manche haben es auch geschafft und Bücher herausgebracht, das ist aber nicht dir Regel.

    Ob das Bloggen noch zeitgemäß ist, keine Ahnung. Ich blogge gerne und werde das auch so fortführen, wie ich es für richtig halte.

    Wenn Jemand Werbung machen will – mache ich ja zeitweilig auch – dann ist das in Ordnung, wenn nicht ist es auch gut.

    Herzlichen Dank für deine Bilder und auch Gratulation zu 10 Jahre bloggen.

    Ich sehe es auch wie Frau Zuckerbrötchen:
    alle Blogs haben etwas und bereichern das Internet.
    Für mich ist Bloggen noch lange nicht vorbei.

    Lieben Gruß Eva

    1. liebe eva, ich denke, das ist ein wirklich guter ansatz. letztlich geht es ja darum, SEIN ding zu machen. denn das merken halt auch die leser und kommentatoren. authentizität war lange einfach das hauptmerkmal, das blogs so interessant und eben auch lukrativ gemacht hat. viele haben das verspielt, aber die, die sich das behalten haben, sind umso wertvoller.

  13. Hallo liebe Paleica, toll hast Du das auf den Punkt gebracht. Manchmal spielt das Leben so, das ich nicht mehr bei allen Schreiben kann, die ich lese, aber wenigsten ein Gefällt mir lasse ich dann da. Ich freue mich immer über Gedanken, schöne Fotos auf allen Blogs die ich lese. Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren, da muss ich direkt mal nachschauen, wie lange wir uns schon lesen😊 Ich finde das eine gute Idee und werde mal auch einen Artikel zu diesem Thema vorbereiten. Ich freue mich über viele weitere Artikel und Bilder von Dir. Wenn ich auch nicht immer kommentiere, so schaue ich mir die Bilder ganz sicher an.
    Viele liebe Grüße und mach weiter so, von Frau Doktor 😉

    1. liebe frau doktor, das kenne ich gut. klar hat man nicht immer die zeit, alles zu betreuen.
      auf den artikel von dir freue ich mich schon. du bist ja auch schon ein „alter hase“ in diesem universum und ich finde es immer spannend, was andere davon halten. wie lang wir uns kennen, das wäre wirklich interessant. meine kommentarseiten sagen hier, dass du 2010 das erste mal bei mir kommentiert hast 🙂 auch schon ein weilchen.
      es freut mich zu wissen, dass du noch da bist, auch wenn ich dich nicht immer höre/lese!

  14. Hi
    Wow 10 Jahre! Ist eine lange Zeit, Gratuliere.
    Muß gesehen mußte SEO googeln, ist mir fast peinlich 😉 . Ja ist schon etwas seltsam mit dem SEO bei mir findet sich jeden Tag ein Google Treffer zu meinem 2014er Rollei Infrared Beitrag, kann nicht sagen warum.
    Aber wie du so schön geschrieben hast die meisten Suchmaschinengäste werfen ohnehin nur einen flüchtigen Blick auf unsere Bilder und Worte. Ich habe meinen Blog begonnen weil man wenn man regelmäßig fotografiert, doch immer wieder danach gefragt wird. Und irgendwie mach ich ja auch für mich selber, ist ja in gewisser Weise auch eine Art Tagebuch.
    LG Peter

    1. danke 🙂 ich könnte auch gar nicht so ganz ohne bloggen, das ist einfach ein ganz fixer bestandteil meines lebens.
      hahaha das finde ich richtig genial. offenbar bist du in einer völlig anderen filterblase unterwegs als ich, wenn du es tatsächlich geschafft hast, SEO bisher aus dem weg zu gehen 😀
      für mich ist das „für mich selbst“ schon ein großer aspekt. obwohl ich sagen muss, dass austausch mit anderen vermutlich dennoch das ist, das mich dann wirklich bei der stange hält.

  15. Achja… Damals… als man sich noch mit einem laut quietschenden Modem eingewählt hat 😀
    Ja die Zeit hat sich leider verändert, hoffe aber ebenso, dass der Hype wieder abnimmt und die zurück bleiben, die es von Herzen gerne machen 🙂

    Die Bilder sind wirklich schön ❤ Genau das richtige für dieses Schneematsch-Wetter das wir hier gerade haben.

    1. hahaha oh ja, die DFÜ verbindung. herrlich! ich glaube tatsächlich, dass es in diese richtung gehen wird. daher heißen die ganzen berufs“blogger“ ja jetzt auch nicht mehr blogger, sondern influencer und ein neues bild auf instagram ist schon ein „post“. aber mir solls recht sein, dort kann man dem ganzen wesentlich besser aus dem weg gehen.

      ja gell. ich genieße die alten sommerbilder auch grad. oh man, noch 2 monate bis es wirklich langsam aussicht auf besserung gibt. mimimi.

  16. 10 Jahre! Da bin ich aber beeindruckt. Sehr interessant finde ich deine Beobachtungen, denn für mich ist die Bloggerszene immer noch ein spanisches Dorf. Ich finde ansprechende Blogs meistens aus Zufall und dazwischen Vieles, was mich nicht interessiert… Dankbar bin ich, dass ich damit kein Geld verdienen muss. Denn auch für mich zeigt Bloggen die Freude am Denken, Lesen und Teilen, ganz ohne sonstigen Zweck.
    Liebe Grüße Christine

    1. ich finde 10 jahre schon fast ein bisschen furchterregend. herrje, wie die zeit vergeht! einerseits kommt es mir gar nicht so vor, andererseits ist es ein anderes leben.
      ich glaube übrigens, dass das normal ist. es gibt einfach sooooviel content, da was wirklich spannendes zu finden dauert seine zeit. ich stolpere auch oft zufällig drüber. seeehr selten in den bloggergruppen von facebook.
      ich möchte nicht vom bloggen leben müssen. bei uns in Ö gibt es so ein sprichwort: dienst ist dienst und schnaps ist schnaps. für mich wär es sicher nicht von vorteil, mein hobby zum beruf zu machen.

  17. Ach, liebe Christina, ich kann dir gar nicht sagen, wie wurscht es mir ist, ob bloggen zeitgemäß ist oder nicht 🙂 Ich wundere mich auch immer, dass es irgendjemanden interessiert, was influencer so absondern. Aber gut, das ist nicht meine Welt. Sehr nett finde ich aber, die Gratisbücher, die für eine kleine veröffentlichte Rezension zu haben sind ……
    Allerherzlichste Glückwünsche zum 10. Geburtstag. Ist schon eindrucksvoll. Übrigens beginnt es gerade zu schneien …..

    1. ja, du hast da mehr talent wie ich, dich dafür gar nicht zu interessieren 😉 obwohl ich sagen muss, DAfür interessier ich mcih glatt acuh nicht bzw. ich bin heilfroh drüber, wenn entsprechende personen das endlich wieder „uncool“ finden. so, wie es früher eben irgendwie nerdig war, darf es von mir aus jetzt dann gern „out of time“ werden. ok, zwei anglizismen, die es nichtmal wirklich gibt, aber ich hoffe, du verstehst mich 😀
      das mit den büchern finde cih auch super. das würde ich eigentlich auch gern ab und an mal machen. einfach, weil man da dinge zu lesen kriegt, über die man sonst nie gestoloert wäre.

      danke auch für die glückwünsche, ich finde es selber fast ein bisschen unheimlich, dass die 10 heuer voll werden O.o
      der schnee ist schon wieder fort…

  18. Herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Jubiläum und zu so einem offenen und tollen Beitrag! Diese Like-Geilheit und möchtegern Pay-Content Kacke (sorry für den Ausdruck) verfolgt leider viele. Gerade auf Instagram tummeln sich mittlerweile so viele Möchtegern-Influencer. Ich liebe bloggen und bin froh, dass ich das damals angefangen habe, denn sonst wäre ich nie auf Blogs wie diesen gekommen. Einfach schön, wenn man Leute findet, die gleich ticken und einfach das machen, was ihnen Spaß macht! Ich freu mich einfach auf und über deine Beiträge! 🙂

    1. hahaha, SEHR schön gesagt. danke auch für den lieben kommentar! mir geht es auch so. ich hab so viel tolle menschen kennengelernt, zwei davon gehören mittlerweile zu richtig engen freunden, ich hab orte auf der welt gesehen, die ich sonst nicht entdeckt hätte, und und und. es hat soviele gute seiten und ich hoffe einfach, dass die bezahlte dauerbeschallung bald entsprechend auch als solche erkennbar ist, damit man sich nicht immer durch den dschungel wühlen muss – oder halt auch weiß, von welchen „programmen“ (in analogie zum fernsehen, das ja heute schon fast retro ist) man sich besser fernhält. aber die prozesse, in denen neue medien zu klassischen werden, sind halt einfach aufreibend für alle, das ist wohl nix neues in der menschheitsgeschichte…

    1. liebe alexa, dafür ein großes danke, dass du diesmal hier kommentiert hast. schön zu wissen, dass du da bist ❤ und keine sorge, das hab ich nicht vor. zum glück bin ich weder interessant für unternehmen, noch sind kooperationen interessant für mich 😉

  19. Mein lieber Scholli, da schreibst du mir aber echt aus der Seele. Die Müdigkeitsposts der oben genannten Blogger habe ich auch mit Traurigkeit gelesen. Und diese ganze Influencer Scheiße geht mir gehörig auf den Sack. Aber auch ich teile das Gefühl, dass speziell das textliche Bloggen sich (hoffentlich) wieder auf die echten und guten zurück besinnen wird. Und ich lese auch immer noch viel lieber als Videos zu schauen.
    Also mach bitte genauso weiter wie bisher mit all deine Art und Gefühlen. Davon lebt das Ganze hier!
    Viele Grüße
    Marcel

    1. lieber marcel, danke für deine worte, das tut wirklich gut zu hören!
      ich hoffe aber auch, dass das einfach wieder mehr und besser wird und dass einfach die blogger, die willen und kapazitäten haben, diese auch verwenden, um gemeinsam eine blase zu bilden mit denen, die das auch wollen und die nicht auf seiten der „influencer“ verpulvern. aber das muss ohnehin jeder für sich selbst entscheiden.
      videos sind für mich ja auch überhaupt nix. brr.
      ja das werde ich, versprochen. ich kann ja ohnehin gar nicht anders 😉

  20. Herzlichen Glückwunsch zum 10. Jubiläum, damals wusste ich noch gar nicht dass es Blogs gibt! Deinen Blog mag ich sehr, Deine Art zu Schreiben und Deine wunderschönen Fotos. Mach weiter so!
    Ich finde es wirklich absurd, Kommentare zu kaufen. Ich selber bin die eifrigste Leserin meines eigenen Blogs, immer wieder schaue ich mir alte Beiträge an und lese das was zwischen den Zeilen steht und für die Öffentlichkeit verborgen bleibt. Das Bloggen hat mein Leben unheimlich bereichert, es hat mich durch die dunkelsten Stunden meines Lebens getragen. Die entstandenen Kontakte und auch Freundschaften sind unbezahlbar.
    Danke für die Reisetipps, wer weiß, vielleicht komme ich einmal in Deine Bucht,
    winterliche Grüße
    Margot

    1. hallo margot, vielen dank für deinen kommentar und deine worte! jaja, ich war immer schon ein kleiner internetnerd und musste halt in zeiten, in denen alle noch im real life lebten, schon immer auf den neuesten trend aufspringen ^.^ dafür hat sich das jetzt etwas gelegt, videos und snapchat und co sind nicht mehr so mein ding.

      mir gehts übrigens auch so. ich lese vieles auf meinem blog x-mal und auch jahre später immer wieder gern. mein blog ist zu einem guten freund geworden, der mich begleitet. eine türe zu anderen menschen, die ähnliches empfinden und denken. und ich habe auch freundschaften daraus gewonnen, das ist wirklich einfach unglaublich.

    1. stimmt – es muss ohnehin jeder das tun, was er/sie für richtig hält. aber manchmal habe ich das gefühl, dass durch die opulente präsenz der „influencer“ die „echten blogger“ einfach ein wenig untergehen.

  21. Interessanten Gedanken! Ich habe auch den Eindruck, dass es schwer ist, unbeeinflusst von dem ganzen Hype um Follower und Klickzahlen zu bleiben. Lustigerweise habe ich mir genau über dieses Thema letzte Woche Gedanken gemacht: http://www.pfauen-auge.de/2018/01/16/digitale-anerkennung/
    Ob es früher mehr oder bessere Blogs gab, weiß ich nicht, denn ich lese Blogs erst seit etwa zwei Jahren. Meiner Meinung nach gibt es immer noch sehr viele interessante Blogs, aber mich persönlich interessieren oft eher die kleinen als die großen „Influencer“.
    LG Amely

    1. das gefühl hab ich auch. vor allem, weil man rundherum bombardiert wird, wie wichtig das ist und das gedöns außen herum die innere stimme übertönt.
      ich klicke mich gerne gleich zu deinem beitrag und bin schon gespannt auf deine gedanken dazu!
      es gibt auf jeden fall viele interessante blogs. ich finde nur, dass sie heute irgendwie schwerer zu finden sind als früher, weil die vielen influencer einfach sehr pompös an der front stehen.

      1. Danke für deine Antwort. Ich finde Texte immer sehr interessant, die – wie deiner – das alles mal kritisch reflektieren. Vielleicht ist es so, dass man um so leichter seinen eigenen Weg verliert, um so mehr Reichweite man hat und damit auch Rückmeldungen bekommt? Ist nur eine Vermutung. Jedenfalls merke ich selbst an mir schon, dass ich nicht ganz unbeeinflusst bin von diesen Rückmeldungen, obwohl ich natürlich versuche, es zu sein:)
        Liebe Grüße,
        Amely

        1. ja, das kann ich mir gut vorstellen. ich glaube, irgendwann überschreitet man eine art „kritischen punkt“, wo der blog vielleicht eine eigendynamik bekommt und die leser dann erstmal kommen, ohne dass man was tut. dann beginnt man möglicherweise auch den bezug zu seiner community zu verlieren und wahrscheinlich kommen da und dort dann auch die „hater“ daher. es ist sicherlich keine allzu ungewöhnliche entwicklung, wenn ich sie persönlich auch sehr schade finde.
          ich bin auch nicht unbeeinflusst von rückmeldungen. wenn zB nur sehr wenige menschen kommentieren, bin ich natürlich auch manchmal traurig und enttäuscht. ich merke auch, dass ich mehr leser aufgrund der texte als aufgrund der bilder habe, obwohl ich mich selbst eher als fotoblog sehe. insofern bin ich aber gleichzeitig auch immer angespornt, texte zu verfassen. das kann manchmal etwas unter druck setzen, ist aber auch oft ein motivationsfaktor. was ich definitiv merke: je persönlicher der post, umso schöner, persönlicher, offener, ehrlicher die rückmeldungen.

  22. Mein erster Impuls war: Wow, 10 Jahre, das ist ja viel länger, als ich dabei bin. Und dann fiel mir auf: Oh je, wir haben 2018. Im August ist es auch bei mir soweit :D! In diesem Sinne: Hoch die Tassen auf uns alte Blogsäcke.

    Ich freue mich sehr, dass du meinen Blog als löbliche Ausnahme hervorgehoben hast. Wobei ich schon lange keine Kooperationen mehr gemacht habe in dem Sinne, dass tatsächlich Geld geflossen ist. Das letzte Mal ist über andethalb Jahre her, davor auch mindestens ein Jahr. Meine Kooperationen sind Reisen, für die ich aber über die Einladung hinaus keine Bezahlung erhalten habe. Ich bin mir durchaus bewusst, dass auch das eine Form der Werbung ist, und ich schreibe es deswegen auch ohne zu zögern drüber, aber ich sehe da trotzdem auch noch einen großen Unterschied zu Advertorials. Das letzte, was ich möchte, ist dass mein Blog als nicht ernstzunehmende Dauerwerbesendung wahrgenommen wird, wie es mir leider persönlich mittlerweile auch mit anderen Blogs geht, die ich eigentlich schätze. Wenn ich das schaffe, bin ich daher sehr froh. Ich halte die Zahl solcher Kooperationen deswegen aber auch gering.

    Das klingt jetzt wie eine Rechtfertigung, dabei war das gar nicht meine Absicht. Mehr zu sagen: Danke. Danke für den Post, danke, dass du mich „trotzdem“ magst. Das klingt vielleicht albern, aber Deine Meinung zählt für mich was. Und das ist das schönste Kompliment, was ich in dieser Blogwelt momentan machen kann.

    1. 😀 das hätte mich auch gewundert, wenn ich dir so viele jahre voraus hätte 😉 ja die zeit, sie rast einfach ein bisschen. das finde ich immer wieder gruselig. bei mir ist es im april soweit. jaja, wir internetmethusalems, hehe!

      ich muss gestehen, dass ich hier „kooperationen“ mit einfach allem in einem topf geschmissen habe. also für mich gehörte das jetzt in dieser sehr flapsigen ausführung auch dazu, denn es gibt viele blogger, die zu etwas eingeladen werden und dann einfach nur ein seelenloses und wertloses werbeloblied auf ein hotel singen oder so. deine berichte lese ich sehr gerne, obwohl sie eben auf einladung erfolgten und da bist du mittlerweile wirklich eine der wenigen. und darum habe ich da auch dich herausgepickt, weil mir da ganz bewusst aufgefallen ist, dass ich *auch* diese beiträge immer sehr sehr toll und lesenswert finde, weil du dabei du selbst bleibst.
      es ist aber natürlich unbestritten, dass advertorials oder alles, wo geld fließt, nochmal was ganz was anderes sind.

      und: gerne. du hast es dir verdient, weil du einfach immer so liebevoll mit deiner internetpräsenz umgehst und man sieht, dass da eine menge herzblut drinsteckt. so, wie ich das bloggen kennen- und lieben gelernt hab und so, wie ich mir wünsche, dass es auch mir ein bisschen gelingt. und danke dafür, dass du meine meinung schätzt, das ist ebenfalls ein ganz wunderbares kompliment, das ich wirklich sehr sehr schätzen kann ❤

  23. Bei mir ist es mit dem ersten Blog tatsächlich schon fast 15 Jahre her… Wahnsinn. Ich kenne also auch noch die „Tagebuchzeit“ mit gruseligen Layouts 😉 Heutzutage ist halt Instagram & Co. viel einfacher, sowohl das Posten als auch Konsumieren geht viel schneller und man muss einfach nur auf seinem Smartphone scrollen… scrollen… double-tap… scrollen… Ich komme leider auch immer weniger dazu, Blogs zu lesen. Meinen Feedreader hatte ich seit Wochen nicht mehr auf. Eigentlich schade, denn ich mag Blogs nach wie vor sehr gern.

    P.S.: Das letzte Bild ist sehr beeindruckend!

    1. wahnsinn. also vor 15 jahren hatte ich noch eine dieser klassischen statischen websites, zu denen wir alle „homepage“ gesagt haben, mit nem java gästebuch… vom bloggen war ich noch meilenweit entfernt. ich weiß nciht, ob ich damals schon wusste, dass es livejournal gab – das war das erste blogsystem, das ich kannte, aber das war ja noch kostenplichtig…
      ich verbringe mittlerweile nicht mehr soviel zeit auf instagram und wenn dann eher, um mir die stories anzusehen. ich merke auch, dass ich selten und wenig lese, was zu bildern geschrieben wird. bei blogs ist das ganz anders.

  24. Herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen erstmal! 😉 Das ist schon eine irre lange Zeit… vor allem hat sich das Bloggen seitdem so stark verändert, wie es wohl bei kaum einem anderen Hobby so krass der Fall ist.

    Bei mir liegen die Anfänge des Bloggens leider ein bisschen im Dunkeln, sodass ich gar nicht genau sagen kann, wann ich begonnen habe… das muss irgendwann um 2004 / 2005 herum gewesen sein.
    Witzig, einige der von dir genannten Nicknames kenne ich auch noch… mir würden noch Moargh, The White Whisper, Shizoo, The Peril, … als die „großen“ damaligen Seiten einfallen. Viele haben leider irgendwann aufgehört und man hat sich aus den Augen verloren… aber mit ein paar der damaligen Blogger schreibe ich tatsächlich immer noch regelmäßig hin und her.

    Zeitgemäß finde ich das Bloggen als Medium nach wie vor – sprich, ohne redaktionellen Überbau Inhalte auf einem eigenen Server zu publizieren. Was sich vermutlich immer wieder ändern wird, ist die Art des Inhalts bzw. wie populär bestimmte Themen und Stile sind.
    Vielleicht ebbt auch die Zahl der Blogs irgendwann wieder ab, wenn sich der aktuelle Influencer-Hype gelegt hat. Mit wachsender Anzahl der Blogs sind halt auch viele… seelenlose Seiten dazugekommen. Das Wort hast du irgendwo weiter oben in den Kommentaren benutzt und ich finde es wahnsinnig passend.

    So oder so bleibt es auf jeden Fall spannend, die Entwicklung zu beobachten.
    Und wenn es auch in weiteren zehn Jahren noch deine wundervollen Beiträge zu lesen gibt, wäre das doch großartig. 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

    1. liebe anne, das denke ich auch. schon verrückt, was sich in diesem internet in den letzten 10 jahren getan hat. dinge, die heute in unserem alltag so selbstverständlich sind, waren damals noch nicht einmal im gespräch…

      bei mir gab es ja vor der zeit des bloggens einige jahre mit statischer website. die ganze latte – von beepworld, über selbstgehostetes, ein bisschen myblog, bis ich dann eben letztendlich bei wordpress gelandet bin.
      STIMMT, moargh! obwohl ich mit ihr keinen persönlichen kontakt hatte, weiß ich noch, dass sie so tolle PS pinsel zum download angeboten hat, die ich für meine damaligen PHP-Pages und das Headerbild des Layouts immer verwendet hab ❤ ach genial.

      seelenlos trifft es glaube ich auch sehr gut. weil ohne persönlichkeit führt sich ein blog einfach ad absurdum, in meinen augen. aber ich denke, dass diese seiten auch langfristig keinen bestand haben können.

      oh danke ❤ ich sehe die chancen im moment ganz gut dafür, aber wer weiß das schon, ob wir in 10 jahren noch bildschirm und tastatur benutzen, oder uns schon chips eingepflanzt wurden und ob es noch schriftliche kommunikation gibt oder oder oder ^.^

  25. Ich habe deinen Blogbeitrag extra abgespeichert, weil ich noch drauf antworten wollte. Ich habe letztens einen ähnlichen Blogbeitrag verfasst, allerdings in Bezug auf Instagram.
    Auch das Clickbaiting zb habe ich erkannt und für mich als Problem festgestellt. Natürlich soll der Titel gut und passend sein. Aber ich fühle mich nicht wohl dabei, mich so stark zu vermarkten und nur noch einen reißerischen Titel nach dem nächsten rauszujagen.
    Ansonsten stimme ich dir in allem zu, ich hatte keine Ahnung, dass es deinen Blog schon so lange gibt, das ist echt krass!

    1. oooh wow, dankeschön ❤ ich bin auch echt begeistert auf die resonanz. dieses thema beschäftigt die leute in meiner filterblase sehr und das verstehe ich gut.
      ich finde clickbaiting übrigens absolut scheußlich und selbst wenn ich einen beitrag gelesen hätte, wenn die überschrift nach diesem schema ist, klicke ich ihn nicht an.
      ja, der blog begleitet mich tatsächlich nun schon fast 1/3 meines lebens (ok, DAS finde ich grade echt krass) und das internet bzw. eine eigene website noch wesentlich länger…

      1. Bitteschön! :* Ja ich auch! Das Problem ist, man bekommt ja imemr den Druck von außen, es dreht sich alles viel zu sehr nur noch um Follower und gesehen werden, als um dss, um was es eigentlich gehen sollte.
        Wow, echt Hut ab! 🙂 Wenn man ebdenkt, dass ich überhaupt erst vor 4 Jahren zum fotografieren gekommen bin…

        1. jep, das bekomme ich auch immer wieder mit. obwohl ich einfach wirklich permanent versuche, mich dem zu entziehen. hier auf dem blog gelingt es mir denke ich auch ziemlich gut – auf instagram ist das wesentlich schwieriger.
          und das macht doch nix. du bist ja auch ne ecke jünger als ich 😉

  26. Liebe Palaica,

    das kommt an, das Thema, wie man an den Kommentaren sieht. Ich habe in den ersten Jahren keine Kommentare zugelassen, aus Angst davor, irgendwelche bösen Kommentare zu erhalten. Heute lache ich darüber, denn Bloggen ohne Kommentare (und ich habe so 1,5 Jahre durchgehalten!) ist sehr frustrierend, weil man nicht weiß, was der Leser oder die Leserin denkt. Ich moderiere heute meine Kommentare zur Sicherheit, habe aber noch keinen einzigen gelöscht. Ich freue mich heute darüber und wenn es mal nur wenige sind, dann frage ich mich schon, was ist diesmal falsch gelaufen.

    Ich merke immer, dass die Leute sowohl auf Bilder als auch auf den Text unterschiedlich reagieren. Ist der Text jedoch zu ausgefallen oder zu speziell, dann kommentiert plötzlich fast niemand mehr. Das Gleiche erlebte ich, als ich zweimal eine Kooperation gemacht habe, die auch zum Blog gepasst haben, dennoch wird man dann auch recht schnell nicht mehr wahrgenommen. Das will keiner Lesen, egal wie witzig oder ungewöhnlich Du das Produkt präsentierst.

    Daher ist für mich Werbung im Blog auch nur in Ausnahmefällen ein Thema, z.B., wenn mich das Produkt selbst sehr interessiert. Ansonsten werbe ich gerne auf eigene Faust auch einmal für ein Produkt ohne Gegenleistung, nur weil es mich im Alltag überzeugt oder vom Hocker gehauen hat. Ich teile einfach auch gerne gute Erfahrungen, so wie ich gerne gute Gedanken und schöne Einblicke teile 😉 .

    Ja so ist das Bloggerdasein schon eine Art Maschinerie in der ein Rädchen ins andere greift. Wer selbst nicht kommentiert, kann auch keine Kommentare erwarten. Ich schaffe zwar auch nicht immer alle abonnierten Blogs zu kommentieren, aber immer wieder kehre ich ein und hinterlasse dann auch meine Gedanken. Schlimm finde ich, wenn man einen Kommentar bekommt wie: „Oh toll …! LG XX“ Da weiss man sofort, dass diese Person weder die Bilder angeschaut noch den Text gelesen hat. Ich habe mir angewöhnt nur zu kommentieren, wenn ich auch den Post gelesen habe. Nie würde ich einfach nur so kommentieren, das ist irgendwie schlimmer, als wenn man gar nichts von sich gibt.

    Ich beglückwünsche Dich zu Deinen 10 Jahren und bleib noch lange dabei, weil es bei Dir immer so viele ehrliche Worte gibt, von den ganz wunderbaren Bildern ganz zu schweigen!

    LG Marion

    1. oh ja liebe marion, das stimmt. das thema bewegt viele und das ist auch absolut verständlich, weil es uns blogger einfach alle betrifft, auf irgendeine art zumindest.
      oh wirklich? ich glaube, ohne kommentare hätte ich wohl sehr, sehr schnell resigniert – denn sie sind der treibstoff für all das hier.

      ich merke auch, dass die kommentare sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wie der post ist. je offener und persönlicher, desto offener und persönlicher ist die resonanz. und ist das nicht gleichzeitig auch ganz wunderbar?

      ich muss gestehen, dass ich es MANCHMAL auch nicht schaffe zu lesen. das tut mir immer total leid, aber ich will dann dennoch etwas dalassen, schäme mich aber immer, den post nicht in vollem maß gewürdigt zu haben. gleichzeitig gebe ich mir aber mühe, dass der kommentar dennoch einen gewissen inhalt oder ein gefühl zum ausdruck bringt. kommentare, die nur dazu da sind, zum gegenbesuch aufzufordern, ohne dass in irgendeiner form mein beitrag darin vorkommt, beantworte ich zwar, verfolge ich aber nicht weiter.

      danke dir für deinen ausführlichen kommentar und deine wertschätzenden worte ❤

  27. Ich möchte laut klatschen, „hurra“ rufen, dich umarmen. Du schreibst mir so so so sehr aus der Seele, jedes Wort! Wir hatten das ja auch kürzlich erst, dieses Thema. Ich möchte genau wie du, dass die, die das nicht aus Liebe/Hobby/Gefallen machen, einfach wieder verschwinden aus dieser wunderbaren Blogosphäre. Kurzweilige Plattformen wie Instagram passen dazu besser. Ich nutze zwar auch Instagram, meide aber Werbende wie der Teufel das Weihwasser. Genauso tue ich das hier. Und auch ich bin der Meinung, dass Kommentare und damit KOMMUNIKATION, Freude, ein Miteinander, tausend Mal wichtiger sind als Klicks und Likes.

    Ich bin froh, dich gefunden zu haben.

    1. ❤ oh ja, das sehe ich auch so. und ich glaube tatsächlich, dass ich hier eine community gefunden hab, der es genauso geht. das ist so schön und wirklich viel wert. mögen wir einander lange erhalten bleiben und diesen wunderbaren kommunikativen austausch bereichernd finden und genießen!

  28. Sehr interessant! Ich kann diese Blogmüdigkeit auch nur auf diejenigen zurück führen, die nur auf Vermarktung aus sind (und das Wort „Influencer“ stoßt mir sowieso sauer auf)… Ich erwische mich auch zu oft, dass ich frustriert über stagnierende Besucherzahlen bin, aber du hast recht – jeder wiederkommende Besucher ist mir 1.000 Mal lieber. Hach, und die guten alten Nicknames! Ich blogge zwar beiweitem nicht so lange wie du, aber ich musste gerade über die Anfangszeit von Chats und Foren (Giga4u you are missed!) denken und an meinen alten Nickname tira_misu, hahaha

    1. 😀 ich hatte auch eine menge, menge, menge alter nicknames und das, obwohl mich paleic/ka begleitet, seit ich 14 jahre alt bin. natürlich bemerke ich es auch, dass meine besucherzahl nicht „wächst“. ich bemerke auch, dass an tagen, an denen ich nichts veröffentliche, nicht viel los ist hier. andererseits frage ich mich: was habe ich denn von lesern, die sich nicht bemerkbar machen, die über google kommen, reinschauen und wieder wegklicken? insofern besinne ich mich immer wieder darauf, dass die interaktion die für mich einzig relevant messbare größe ist.

  29. Achja und ein großes Lob an deine Authentizität und Bodenständigkeit 🙂 Wie ich immer anhand der zahlreichen Kommentare sehen kann, hast du hier für sehr viele Gleichgesinnte ein gemütlichen Online-Raum geschaffen 😉

  30. Liebe Christina,
    erstmal herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen! Ich bin zwar noch nicht ganz so lange dabei (obwohl es bei wordpress auch schon 5 Jahre sind), aber in dieser Zeit fanden schon einige Veränderungen statt, sowohl von außen als auch von einem selbst ausgehend. Du warst übrigens damals die Erste, die auf meinem Blog (zu Beginn noch bei Joomla, die Kommentare sind durch den Blog-Umzug leider verloren gegangen) kommentiert hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern: Ich war einige Tage vereist und mega aufgeregt, hatte ich doch von der ganzen Bloggerei, dem Kommentieren usw noch gar keinen Plan 😀
    Schön, dass es dich in der Bloggersphäre gibt und auch wenn ich nicht jedes Mal Zeit zum Kommentieren habe, komme ich immer gerne hier her 😉
    LG, Netty

    1. was, wirklich? wie cool ist das denn 😀 😀 ja das ist schon was, an die ersten kommentatoren erinnert man sich immer, auch wenn man sich später einmal aus den augen verlieren sollte. und das ist es doch, was das alles so besonders macht. das herzblut. die seele. was von einem selbst drinsteckt und von anderen dann auch wirklich gesehen wird.
      danke für deine lieben worte, ich bin echt gerührt und total baff über dieses wunderbare feedback, das ich bekommen habe.

  31. du hast wirklich recht. danke für deinen Blogeintrag. und gratuliere zu den 10 Jahren WordPress. Für mich ist die Interaktion via Kommentar auch sehr wichtig. Durch das Reden kommen die Leute zusammen. Mit den likes kann ich mich nicht wirklich anfreunden, auch wenn ich mich durchaus freue, wünsch ich mir – mehr. Ich will Diskussionen. Nach einem langen Tief, bin ich wieder mehr im Bloggeschäft drinnen… Das lange Tief war teilweise durch mein Lieblingsforum verursacht – aber auch durch diese Werbeblogs… Ich war mal in einem Seminar zum Thema bloggen. Da ging es leider nur um Clickbaits. Regelmäßig und monothematisch war der Tenor. Vor einigen Tagen bekam ich auch ein Like von einem so Clickbaitblogger. ich sah mir dann seine Seite an – da gab es so super Tipps wie lustige Dinge posten oder deine Geheimnisse für einen erfolgreichen Blog… Kurzum alles was mich davon abhält einen Blog weiter zu besuchen. Wie Bellona komm ich ursprünglich von Blog.de, wo das Communitydenken sehr groß war.

    1. bitte gern – danke fürs lesen und kommentieren!
      ich freu mich auch über die likes, aber es ist absolut nicht dasselbe wie ein kommentar. ein kommentar drückt letztlich einfach doch viel mehr aus.
      ich finde diese tipps völlig wertlos. klar, wenn ich ein unternehmen hab und geld verdienen will, dann kann mir das was bringen. aber privat, in der freizeit, als hobby? allein diese art zu denken finde ich schrecklich. aber man kann das ohnehin nicht aufhalten, sondern nur versuchen, sich selbst dem zu entziehen.
      was ist denn in deinem forum passiet?

      1. nun im Forum war es so spannend und wir hatten einen Bücherreread, so dass ich keine Zeit zum bloggen hatte. Wir machten die Kapitel durch, jemand schrieb eine Zusammenfassung und wir diskutierten dazu. Das war echt super. Nun warten wir alle, dass der Autor einen neuen Band schreibt und das kann dauern. Momentan bin ich dort aufgrunddessen weniger aktiv. Natürlich bleib ich dem Forum treu, aber der Blog hat halt dadurch gelitten, in dem ich ihn vernachlässigte.

  32. Deinem Beitrag kann ich zu 100% zustimmen – auch wenn es die letzten Wochen bei mir zeitlich leider irgendwie gar nicht hergegeben haben, großartig bei anderen Blogs zu schauen, geschweige denn, selber Beiträge zu veröffentlichen … /o\
    Ich bewundere dich für deine Wortgewandheit und wie du es schaffst, die Dinge beim Namen zu nennen. Das habe ich die letzte Stunde bei jedem einzelnen deiner Beiträge, die ich gerade nachlese, wieder gemerkt. ❤ Das wollte ich dir schon ewig schreiben und war einfach zu wenig online, um es tatsächlich zu tun.
    Auf diesem Weg wollte ich mich auch noch für deine Portugal-Tipps per Mail bedanken! Momentan versuche ich, möglichst viel aus Reiseführern rauszukriegen für unsere kleine Rundreise – alle deine Beiträge machen wir wahnsinnige Vorfreude und Lust auf dieses Land und darin sind ja auch nochmal viele tolle Tipps erwähnt. ❤

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