50f – industriell & Spielspaß mit „Das Testament des Sherlock Holmes“

Die Bilder, die ihr hier seht, kriegt man normalerweise nicht so leicht zu sehen. Ich bin dafür eine senkrechte Leiter 6m unter die Erde geklettert und mit meinem Crumpler Muffin Half-Top fast stecken geblieben 😉 Dort wird Wärme in sehr, sehr großem Stil verteilt.

Ich habe übrigens ziemliche Schwierigkeiten damit, Bilder und Text in Kombination im WYSIWYG-Editor einzufügen. Die Bilder werden oft nicht in der richtigen Größe angezeigt, ich kann mich nicht mehr dazwischenklicken, geschweige denn darunter, im Nachhinein hinzufügen funktioniert meist gar nicht so, wie ich das will. Hat das sonst noch jemand???

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Ich sagte ja kürzlich, dass es hier künftig etwas mehr rundherum aus meinem Leben geben wird – also auch Dinge außerhalb der Fotografie: Heute möchte ich gerne über „Das Testament des Sherlock Holmes“ schreiben.

Seit Weihnachten 2012 befinde ich mich ja im Besitz einer knallroten, wunderhübschen PS3. Eigentlich habe ich sie für Singstar gekauft, aber durch Stöbern im Store haben wir das Spiel „Faery“ gefunden (ein rundenbasiertes Rollenspiel, wie mir gesagt wurde – ähnlich wie früher die Final Fantasy-Reihe). Das Spiel war kurz, hat aber Riesenspaß gemacht. Leider scheint es das einzige seiner Art zu sein (ich warte bis heute auf eine angekündigte Fortsetzung…). Darum haben wir dann gesucht und gesucht, um etwas anderes zu finden, das uns beiden Spaß macht (schließlich sollte es ja eine Gemeinschaftsbeschäftigung sein). Durch Zufall bin ich auf „Das Testament des Sherlock Holmes“ gestoßen – ein Point-and-Click Adventure von Frogwares. Das habe ich dann dem Herrn Keks zum Geburtstag im Mai gekauft und seitdem haben wir einige Stunden und Abende damit verbracht. Montag Abend war es dann soweit: der Fall gelöst, das Spiel zu Ende. Und wir beide richtig traurig, dass es vorbei war.

Für alle, die auch nicht fließend Zocker sprechen: Point-and-Click bedeutet, dass man in verschiedenen „Räumen“ oder eben Szenerien herummarschiert, nach Hinweisen sucht und so Aufgaben löst. In diesem Fall von und mit Sherlock Holmes.

Ich war eigentlich sofort begeistert, da die Atmosphäre toll gemacht war, die Figuren super, die Musik einen meistens in eine passende Stimmung versetzt hat und die Zwischensequenzen filmähnlich spannend waren. Die Hinweise waren auffindbar, aber nicht aufdringlich – oft musste man schon etwas länger danach suchen. Die Rätsel hätte ich alleine nicht gelöst, dazu hätte mir die Geduld gefehlt, sie waren aber meistens nicht zu schwer, wenn man sich ein bisschen angestrengt hat. Was für ein Glück, dass ich einen mathematikbegeisterten Physiker an meiner Seite hatte bzw. habe 🙂

Es lässt sich super zu  zweit spielen, da es tatsächlich etwas von Filmschauen hat, weil zwischendurch immer wieder Handlungssequenzen gezeigt werden und vier Augen sehen nunmal mehr als zwei, auch wenn nur einer die Figur steuern kann.

Die Entwicklung des Plots war schlüssig und die Lösung des Falls eigentlich ziemlich gut. Die Hinweise haben fast immer ausgereicht, um weiterzukommen. Nur ein einziges Mal mussten wir in der Komplettlösung nachschauen, um draufzukommen, dass wir die richtige Lösung bereits auf Anhieb gehabt hätten, sie aber zu schnell wieder weggeklickt haben.

Was mir besonders gefallen hat, war, dass beim Spielen kein Stress entstanden ist. Es gab keine Geschicklichkeits-Kämpf-Einheiten oder schnell-davonlauf-Sequenzen. Man konnte nirgends runterfallen oder anderswie sein Leben verlieren. Eigentlich konnte man auch meistens – glaube ich – nichts falsch machen. Man musste nur lang und ehrgeizig genug suchen um das Richtige zu finden. Einmal haben wir das Messer zerstört – das wäre schlecht gewesen, da wir das auch später noch öfter gebraucht haben. Ob es anders auch weitergegangen wäre weiß ich nicht – wir haben es schnell gemerkt und einfach vom letzten Zwischenspeicher nochmal neu gespielt.

Alles in allem war es das perfekte Spielt – und wie ich gelesen habe, gibt es auch davon nicht grade viele für die PS3. Die Suche nach einem neuen Abenteuer geht also weiter 🙂