Jetzt oder für immer.

Das Schwierige für die, die noch da sind, ist ja nicht, dass ein Mensch jetzt gerade nicht da ist. Das Schlimme ist, dass dieser Mensch nie mehr da sein wird. Nie mehr ist eine lange Zeit. Darum hilft es ein wenig, nicht in so großen Dimensionen zu denken, sondern im Kleinen. Jetzt bist du nicht da. Nicht daran denken, dass du auch morgen nicht da bist, oder an meinem Geburtstag oder an deinem oder dass ich deine Stimme nicht mehr hören werde oder daran, dass ich dir nicht erzählen kann, dass ich meine Ausbildung abgeschlossen haben werde oder dass mich jemand wieder zum Lachen bringt. Jetzt bist du nicht da. Morgen ist ein neues jetzt. Und übermorgen auch. Bis ein wenig Zeit vergangen ist, vergangen sein wird und ich weniger daran denke, dass du jetzt nicht mehr da bist, sondern dass du einmal da warst.

Bilder aufgenommen in Vorarlberg – Bregenzerwald: Diedamskopf am Morgen

Verfasst von

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Psychotante. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

15 Kommentare zu „Jetzt oder für immer.

  1. Liebe Paleica,
    ich möchte dich wissen lassen, dass ich an dich denke, dass ich Mitgefühl mit dir habe und dass ich dir Kraft und Vertrauen wünsche, die Gefühle der Trauer zuzulassen, denn nur im Durchleben werden sie verwandelt, langsam, stetig, in deinem ganz eigenen Tempo. Eines Tages, nicht morgen oder übermorgen, aber eines Tages wird da neben dem Schmerz auch Platz für Dankbarkeit sein, immer mehr und immer öfter…

    1. liebe bea, ich danke dir von herzen! ja, da hast du wohl recht – das durchleben ist der einzige weg, auch wenn man manchmal so enorm viel kraft aufwendet, einen anderen zu finden – das ist doch der, der einem letztlich bleibt…

  2. Ohjeee Christina!

    Ach ich würde dich jetzt so gerne in die Arme nehmen, auch wenn das dann kein Trost für dich sein kann. Nur für einen Augenblick mag es helfen, aber dann?
    Für die, die zurück bleiben, ist es immer eine unstillbare Sehnsucht nach dem, der gegangen ist! Leider kann niemand dir diesen Schmerz nehmen. So sehr man es auch wollte!!!

    Grade heute Morgen noch habe ich folgende Zeilen in meinem Blog geschrieben, den ich dir hier gerne hinterlasse:

    Weine nicht an meinem Grab, ich liege nicht dort im tiefen Schlaf,

    ich bin der Wind der dir jeden tag die Wange streift,

    ich bin der Schimmer auf dem frischen Schnee auf dem du gehst,

    ich bin das Sonnenlicht das dir Wärme gibt,

    ich bin der Regen der vom Himmel fällt , der dich berührt.

    Weine nicht an meinem Grab denn ich bin nicht dort…

    ich bin nicht tot ich bin nicht fort…

    ~*~

    unbekannt

    Liebe Christina, sei dir gewiss, du hast mein tiefstes Mitgefühl!!!

    Alles Gute

    Anne

    1. liebe anne, glaube mir, das mitgefühl ist tröstend, das ist es wirklich. denn es ist manchmal rar geworden in unserer zeit. wenig verständnis ist da dass verlust das leben stoppt und überschattet. aber es geht, über die jahre habe ich glaube ich etwas bessere coping strategien entwickelt und gelernt, dass man manchmal nichts tun kann und aushalten schon aktiv genug ist.

      danke auch für die erinnerung an dieses gedicht, das finde ich unglaublich schön.

  3. Der Text ist mir unbekannt. Es ist aber ein sehr schöner und doch so vielsagender Text. Ich wünsche dir viel Kraft und Mut! Liebe Grüße, Andreas

  4. Ich denke an dich Paleica und die wunderbar warmherzigen Fotos auf Insta von dir und deinem Opa. Er muss ein wunderbarer Mensch gewesen sein. Und das bleibt er, solange Menschen an ihn denken und ihn durch ihre Erinnerungen weiterleben lassen. Aus der Trauer und dem Schmerz wird irgendwann Dankbarkeit!
    Viel Kraft für dich!
    Werner

    1. lieber werner, das war er wirklich. er war lustig und an so vielem interessiert und vor allem ein meister des lebens im moment, ganz ohne das je so richtig gelernt zu haben, er war einfach so, bis zum allerletzten schluss. das hat mich immer sehr beeindruckt, wo ich jemand bin, der immer mit einem fuß im gestern und mit einem im morgen steht.
      danke für deine worte!

  5. Ja, es ist traurig und unsagbar schwer, einen geliebten Menschen gehen lassen zu müssen.
    Für immer Abschied zu nehmen.
    Ihn immer wieder zu vermissen.
    Auch nach Jahren noch.
    Aber man kann ihn immer lieben.

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