#metoo – der Hashtag, der in der letzten Woche mehr oder weniger um die Welt ging. Zumindest um die westliche. Ich las zum ersten Mal davon auf Facebook, als ihn eine Freundin von mir postete. Eine dieser selbständigen Frauen, die ich so sehr dafür bewundere, mit beiden Beinen in ihrem Leben zu stehen, ihr Ding durchzuziehen, sich nicht von ihrer Familie beeinflussen zu lassen. Eine, die nie den Weg des geringsten Widerstandes ging. Eine Frau, die die verschiedensten Phasen in ihrem Leben durchmachte, bis sie sich fand und das, was sie wollte. Jemand, der immer selbst auf sich achten konnte.

Das Thema, das dem zugrunde liegt ist eines, das in meinem Freundeskreis, der aufgrund meines Lebenslaufs zu einem großen Teil aus weiblichen Personen besteht, in den letzten Jahren sehr präsent war. Weiblich zu sein in unserem Teil der Welt, in dem es uns als Frauen unvergleichlich gut geht und dennoch kämpfen viele von uns mit den „Konsequenzen“ ihres Geschlechts. Kluge, ehrgeizige und fleißige Frauen, die in ihrem Arbeitsumfeld milde von alten (oder weniger alten) Männern angelächelt werden, die trotz ihrer Position von Kollegen nicht als Entscheidungsträger akzeptiert werden – nicht, weil ihnen die Kompetenz fehlt, sondern Bart und Penis.

Als ich die ersten Male mit Freundinnen darüber sprach, war meine Reaktion wohl per Definition maskulin: das liegt bestimmt daran, wie sie sich geben. Doch 1. ist das ein vorschnelles Urteil, da ich keine Ahnung habe, wie diese Frauen am Arbeitsplatz mit ihren Kollegen umgehen und 2. ist das noch lange keine Berechtigung, so mit einem erwachsenen Menschen, der sich durch Ausbildung, Bewerbung und tägliche Arbeit für einen Job qualifiziert hat, umzugehen.

Was mir nach all den vielen Gesprächen um unsere Situationen in unseren Arbeitsverhältnissen in jedem Fall aufgefallen ist, ist, dass es tatsächlich kaum einen Unterschied macht, ob wir groß oder klein, dick oder dünn, arm oder reich, alt oder jung sind. Jede von uns hat ihre Geschichten. Jede von uns hatte Hände am Arsch oder zwischen den Beinen oder am Busen von Männern, die dazu nicht nur nicht eingeladen waren, sondern die wir nicht einmal kannten. Jede von uns wurde mit verächtlichen Kommentaren bedacht, dass Frauen ja dies und jenes nicht können oder hier und dort ohnehin nicht hingehören. Manche von uns stecken das besser weg, andere weniger.

Ich will nicht sagen, dass Männern so etwas nicht passieren kann. Ich will nicht sagen, dass es Männer leichter haben im Leben. Ich will hier nicht vergleichen oder abwägen. Aber ich will sagen, dass nichts davon in Ordnung ist. Und, dass es ganz, ganz große Unterschiede gibt.

Es gibt alte Männer, die Frauen um die 40 mit „Mäderl“ anreden und denen man das wirklich von Herzen verzeihen darf, weil es zwar vielleicht nicht politisch korrekt ist, aber keinerlei bösen Hintergedanken enthält. Es gibt junge Männer, denen in der Nervosität ein Kompliment missglückt, das nie abfällig gemeint sein sollte. Letztlich geht es darum, was dahinter steht und wo für jede/n die Grenze ist, ist objektiv möglicherweise schwer zu beurteilen.

Ich war übrigens immer felsenfest davon überzeugt, dass ich von so etwas nicht betroffen bin. Ich bin nicht eines von diesen hübschen, mädchenhaften Mädchen, bei denen Männer ihre machohaften Bedürfnisse ausleben. Und es stimmt insofern, dass mir heute sehr, sehr selten etwas in diese Richtung passiert und wenn nur bei anonymen, betrunkenen Männergruppen, die mir auf meinen sehr ungeliebten Messen begegnen. Dieselben Gruppen, die auch alles andere beleidigen, das nicht gerade Teil ihrer Gruppe ist. Ich verbuche das unter unerfreulich, aber hoffnungslos. Doch es gibt sehr wohl Erlebnisse, die auch ich nicht so einfach weggesteckt habe. Erlebnisse mit Männern, zu denen ich emotionale Beziehungen hatte.

Da war „der Erste“, der mir nach 3 Wochen „Beziehung“ (es waren wohl in etwa 4 oder 5 Treffen) erklärte, dass ein Mann nunmal körperliche Bedürfnisse hätte und auch wenn er mich mag, müsste ich verstehen, dass er sich anderswo holt, was er von mir nicht bekommt. Ich war jung und dumm und gab ihm wider besseren Wissens was er wollte und er nahm es in dem Wissen, dass ich es nur um seinetwillen machte. Danach versuchte er mich zu ghosten (nur dass es damals noch keinen Begriff dafür gab), was ihm in der Kleinstadt nicht gelang und servierte mich ab mit der Erklärung, dass Frauen für Männer nunmal Spielzeug seien und wenn man sie mal hatte, werden sie eben uninteressant. Natürlich ist das eine typische Teenagergeschichte, wie sie Millionen andere vor und nach mir erlebt haben und dennoch habe ich nie verstanden und werde ich auch nie verstehen, dass jemand so etwas nimmt, das ihm nicht gerne und freiwillig, sondern aus (Verlust)Angst gegeben wird.

Und dann gab es „den Ex“, mit dem sich die zwischenmenschlichen Probleme die wir hatten bereits auf das Körperliche auswirkten, ich war müde, ich wollte schlafen, ich sagte nein, ich drehte mich weg und er tat es trotzdem obwohl ich so tat als würde ich schlafen. Ich wehrte mich nicht, weil ich innerlich kaputt war, weil ich nicht wusste, wie ich uns retten sollte und weil mir damit alles gleichgültig geworden war. Ich war nicht mal ganz sicher, ob ich im Recht war oder nicht. Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen, als ich fassungslos da lag und mir dachte, das passiert gerade wirklich und er hat keine Ahnung, was er da eigentlich gerade macht.

Ich habe im Nachdenken der letzten Wochen festgestellt, dass vieles an mir abprallt, das anderen wehtut und das ist ein Glück. Das macht es nicht in Ordnung, aber es ist gut für mich. Tatsächlich ist es auch so, dass diese beiden Erlebnisse, von denen ich hier erzählt habe, mich nicht jahrelang verfolgt oder mir Alpträume beschert hatten, für mich waren es andere Dinge, die schwieriger zu überwinden waren. Aber dennoch ist es passiert, dennoch wagte ich nicht, für mich einzustehen, weil das Machtverhältnis nicht ausgeglichen war, ich mich ausnutzen oder viel mehr benutzen ließ aus Angst, einen Verlust zu erleiden – was letzten Endes sowieso passierte.

Und nun stellt sich die große Frage: warum schreibe ich das hier? Es geht nicht um Reichweite, oder darum, auf einen Zug aufzuspringen, mich als hilfloses Opfer darzustellen oder Mitleid zu erheischen – oder gar die Männer im Allgemeinen zu verteufeln (bloß nicht, ohne euch wäre es doch total doof!). Aber worum geht es? Ich stelle diese Frage im Moment vorrangig mir selbst, da ich auf einmal das Gefühl hatte, diesen Text schreiben zu müssen, aber nicht genau sagen kann, welche Triebfeder mich dazu veranlasst hat. Klar, ich fand diese Situationen beide total scheiße, aber sie haben mich nicht verändert oder meinen künftigen Umgang mit Männern verändert. Die Frage ist vielleicht viel mehr: wieso finden Männer (oder Menschen) nichts dabei, Sex einzufordern, obwohl der andere ihn nicht will? Und warum wagen Frauen es nicht – in Situationen wie meiner – sich dem zu entziehen? Warum wollen die einen etwas so Intimes, das einem nicht freiwillig gegeben wird – und warum geben es die anderen trotzdem?

Ich wurde niemals als „braves Mädchen“ erzogen, das die Klappe halten und sich fügen sollte. Es wurde von mir immer Leistung erwartet, aber auch Persönlichkeit, Präsenz und ich wurde immer dazu ermutigt, mir nichts gefallen zu lassen, egal wie wichtig die Person auch sein möge. Ich hatte mehr Lego Bausätze als Barbiepuppen, ich habe niemals rosa getragen und lief fast immer mit kurzen Haaren (die ich hasste) und in Jeans durch die Gegend. Ich wurde nicht dazu erzogen, so etwas zuzulassen. Und doch war etwas in mir, das mich in der jeweiligen Situation zutiefst verunsicherte und mir Glauben machte, dass diese Männer (die beide verdammt jung und vielleicht Idioten, aber keine grundsätzlich schlechten Menschen waren) ein Recht darauf hätten, zu bekommen was sie wollten, auch wenn das meinen Bedürfnissen widersprach. Auf der anderen Seite – und das ist wiederum ironisch as fuck – weiß ich, dass beide Männer zumindest zum damaligen Zeitpunkt das Gefühl hatten, dass Sex nötig sei, um vor sich und ihren Freunden nicht in ihrer Männlichkeit angezweifelt zu werden und dass mich zu verweigern offenbar ihren Selbstwert bedrohte.

Es liegt also vielleicht nicht nur am Bild der Frauen, das in der Gesellschaft geändert werden muss, sondern auch am Bild der Männer. Wir diskutieren mittlerweile hitzig über objektivierende Werbung und geschlechtsneutrale Sprache und und und und da ihr das sicher alle kennt, werde ich an dieser Stelle an andere verweisen, die davon mehr verstehen. Aber was ist mit der Sprache der Männer? Frauen aufreißen, klarmachen, abschleppen – die ersten drei Begriffe, die mir einfallen, die den Mann zum aktiven und die Frau zum passiven Part machen und in dem überreden und überzeugen durchaus zur Erwartungshaltung gehören. Selbst wenn Männer in ihren Familien nicht dazu erzogen werden, ist das gesellschaftliche Bild immer noch von dieser Rollenverteilung geprägt. Die Prahlerei über erfolgreich verbuchte Aufrisse zwischen jungen und nicht mehr ganz so jungen Angehörigen des maskulinen Gesellschaftsteil ist meines Wissens immer noch en vogue. Ich weiß, dass es Männer gibt, die sich schämen, die Anzahl ihrer Bettgenossinnen auszusprechen, weil sie denken, dass von ihnen erwartet wird, dass die Zahl größer ist. Dass ihnen auf die Schulter geklopft wird, wenn sie Frauen im Vorbeigehen anmachen. Denn „Weicheier“ und „Luschen“ haben es schwer im Leben.

Daher, liebe Mütter, Schwestern und Töchter (und auch Enkelinnen): sagt euren männlichen Verwandten, dass es total in Ordnung ist, ein Clay Jensen zu sein. Vielleicht leben wir dann irgendwann tatsächlich in einer ehrlich gleichberechtigten Welt.


Heute ohne Fotos.

54 Comments on “#metoo: was ich nicht mit Klarnamen schreiben und dennoch loswerden möchte

  1. Ich gehöre zwar zu den Männern – bin auch hin- und hergerissen, ob ich hier ein Like abgeben darf, aber ich finde, das ist ein sehr gutes Statement. Deswegen doch (m)ein Like…

    • vielen dank für den kommentar – und ich verstehe ein like definitiv als zustimmung zum text, daher auch danke dafür!

  2. Unter den Geschlechterstereotypen leiden beide Geschlechter… Es ist ja auch so, dass in Situationen, in denen Frauen belästigt werden, auch „nicht ausreichend maskuline“ Männer ihr Fett abkriegen. Eine Abwertung all dessen, was nicht maskulin (genug) ist. Kein Zufall, dass Frauen- und Schwulenbewegung eng verzahnt waren, denke ich.
    Danke für den Beitrag!

    • da hast du bestimmt recht. allerdings fühlt es sich diesmal tatsächlich so an, als wäre da ein stein ins rollen gekommen. für eine „hashtag-geschichte“ hält sich das thema nämlich schon richtig lange. wer weiß – irgendwann ist ja immer die stunde null.

  3. Tja… was ein großes Thema. Ein Trauma, dass wir uns zu Beginn des 21ten Jahrhunderts noch immer darüber unterhalten müssen. Ich bedauere sehr, dass sich offensichtlich ein großer Teil meiner Geschlechtsgenossen noch immer von Haltungen, Einstellungen und Frauenbildern leiten lässt, die weit weg sind, von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung. Denn darum geht es im Kern: Meinem Gegenüber -egal welchen Geschlechtes – zunächst mal im alltäglichen Umgang mit Respekt zu begegnen. Auf Augenhöhe.

    • oh ja, das ist es leider wirklich. es ist quasi omnipräsent. fehlender respekt als problemfaktor sehe ich definitiv auch. ironischerweise glaube ich allerdings, dass der sehr sehr oft in unsicherheit begründet liegt. es scheint nahezu ein ding der unmöglichkeit zu sein, diese stereotype im großen stil aufzubrechen.

  4. Hui, ein schweres Thema… Nicht weil es inhaltlich nicht passt sondern weil schon so viel gesagt und getan wurde. Und doch wieder nicht… Ein Fass ohne Boden und ohne Struktur. Eigentlich könnte es so einfach sein! Doch in viel zu vielen Köpfen haftet eben noch ein Bild das in die heutige zeit nicht mehr passt. Das ist schade weil es meiner Meinung nach keinen Sinn macht, irgendwie und annähernd zwischen Mann und Frau zu unterscheiden… Meine Vorschreiberin hat es wunderbar ausgedrückt. Es geht um Respekt und nicht ums Geschlecht… Schöner und mutiger Text!!!

    • danke fürs lesen. ich finde, der mensch sollte im vordergrund stehen, das geschlecht kommt dann irgendwann danach, bei all den anderen merkmalen. und das gilt für mich bei allem anderen auch. dass das für viele so unheimlich schwer zu sein scheint, muss allerdings spezifische gründe haben, nur scheint mir, dass die noch nicht wirklich enttarnt wurden.

  5. Ein wunderbarer und ehrlicher Beitrag ❤
    Das Fazit ist wunderbar.

    Man könnte jetzt noch so viel mehr schreiben oder den Beitrag einfach wirken lassen – ich lasse ihn erstmal wirken ❤

    • inwiefern meinst du denn, dass du es noch nicht so ganz verstanden hast? ich denke halt auch grundsätzlich, wenn ein hashtag so eine reichweite erreicht, gibt es dann unterschiedlichste ausprägungen davon und viele, die ihn benutzen, haben einen individuellen zugang dazu, was es für sie bedeutet.

      • wenn ich das recht verstanden habe, war der ursprüngliche auslöser dieser fernsehmogul in amerika, richtig? aber danach habe ich irgendwie den faden verloren zum thema.
        was ich nicht ganz verstanden habe, ist, was genau dieses „metoo“ meint. ob es um missbrauch geht (nur bei stars oder generell?) oder ob es um sexuelle belästigung geht oder was auch immer genau dahinter steckt. ich müsste mich vielleicht noch mal genauer einlesen. deine ausführungen hier haben ja schon ein wenig licht ins dunkel gebracht. danke dafür. liebe grüße

        • ja genau! ok, jetzt weiß ich was du meinst. also #metoo ist ein hashtag geworden, der all diese themen umfasst. es geht einfach darum, wieviele frauen es betrifft, von männern in irgendeiner form belästigt/bedrängt/genötigt worden zu sein. egal ob am arbeitsplatz oder im privatleben. dass es eben nicht nur stars betrifft, sondern dass es allgegenwärtig ist und ein viel größeres thema als bisher medial behandelt und auch, wieviele facetten es davon gibt.

  6. Der moderne Mann steckt in einem Dilemma; er weiß nicht mehr, wie sich ein Mann heute definiert.

    Und das Drama ist: Oft vermitteln ausgerechnet die Frauen dem Mann das falsche Bild.
    Auf der einen Seite möchten Frauen rücksichtsvolle Männer und im selben Atemzug wollen sie aber auch, dass der Mann – natürlich im richtigen Augenblick – den Mann raushängen lässt.
    Das überfordert das männliche Gehirn aktuell einfach noch. Ich vermute, wir benötigen noch 3 – 12 Generationen, bis wir verstanden haben. 😉

    PS: Liebe Paleica, ich wünschte, du hättest den beiden Typen dein Knie in die Eier gerammt – so als Evolutionsbeschleuniger, oder einfach nur als Denkansatz. 😀

    • lieber applejünger, dieses dilemma verstehe ich gut und das ist auch etwas, das ich vielen frauen ankreide. viele suchen einen „feministischen ritter“ – also quasi ein oxymoron und das ist bestimmt auch nicht grade einfach. die rollenbilder sind im umbruch und niemand weiß so genau, wo sein platz ist, glaube ich. und dann kommt noch dazu, dass jeder mensch ein individuum ist und jede grenze anderswo. deswegen muss man mit diesen dingen trotzdem aufpassen und darum ist das thema ja natürlich auch so heiß umstritten. dennoch gibt es viele (viel zuviele) vorfälle, die weit außerhalb dieser verschwimmenden grenze liegen und die mMn hier vorrangig thematisiert werden sollen.

      und zu deinem PS: JA, das hätte ich definitiv machen sollen. und genau da stellte sich auch meine frage: warum in aller welt habe ich das NICHT getan? allerdings muss man zur ehrrettung von nr. 1 sagen: er hat immerhin einige monate später den scheiß erkannt, den er gemacht hat und sich ehrlich und aufrichtig dafür entschuldigt.

  7. deine worte bewegen mich immer sehr. ich finde es toll, dass du solche schwierigen themen zu worte bringst. danke für deine Ehrlichkeit.

    • liebe lisa, ich danke dir sehr dafür, dass du lesen kommst und dass du meine worte an dich ranlässt. dafür lohnt es sich zu schreiben ❤

  8. Es ist wirklich wunderbar wie du es schaffst, selbst so ein Thema mit Persönlichkeit, Herz und ganz viel Empathie darzulegen. Deine Gedanken werden zu Worte, die ich immer und immer wieder gerne lese. Auch, weil du immer wieder schreibst als hätte meine Seele einen Anteil an deinen Texten gehabt. ❤

    Ich finde es gut, dass solche Themen immer wieder mal angesprochen werden. Leider stehen gerade junge Menschen, unabhängig ob weiblich oder männlich, noch so unsicher oder unerfahren im Leben, dass sie oft nicht einschätzen können was "gut" ist oder nicht. Solche offenen Worte, wie die deinen, helfen dabei, sich zu orientieren und den eigenen Weg zu finden.

    Selbstbewusstsein und ein gesundes Selbstwertgefühl bekommen die meisten Menschen nicht in die Wiege gelegt, das muss erlernt werden. Ich finde hierbei hilft es, von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

    Ganz liebe Grüße, nossy

    • liebe nossy, was du in deinem ersten beitrag schreibst ist wohl das schönste kompliment, das du mir hättest machen können. ich danke dir sehr dafür ❤

      ich denke, man darf auch nicht vergessen, dass über jahrhunderte geschlechterbilder ziemlich klar definiert waren. wir sind aus evolutionstechnischer sicht komplett "neu" auf diesem gebiet, dass wir unsere eigenen grenzen ziehen dürfen, sollen und müssen und dass nicht immer klar vorgegeben ist, was richtig ist und was nicht. es ist wohl auch ein lernprozess, damit umzugehen. selbstwertgefühl ist da sicherlich ein ganz großes thema, denn ich denke, dass viele der dinge, die sich in grauzonen bewegen, aus unsicherheit passieren. vielleicht sogar viele der dinge, die wirklich und unter keinen umständen hätten passieren dürfen. und da kann man einfach nur eines tun: reden, reden, reden.

      • Gerne 🙂

        Und ja, da hast du Recht.
        Reden ist nicht immer so einfach, wie es meist klingt – aber nur so kann sich etwas ändern.

        LG, nossy

        • oh, reden ist oft das allerschwierigste. wenn ich mir denke, wie oft ich mir schon fast eher die zunge abgeschnitten hätte, als was anzusprechen, obwohl es mir doch so wichtig war. überhaupt, je wichtiger, umso schwieriger.

  9. Puuuh…. ich bin gerade noch dabei, das wirken zu lassen… Bis zu Deinem Beitrag war ich der Meinung, dass ich keine Problematik mit dem Thema hätte. Ich hatte mich von dem Hashtag auch nicht wirklich angesprochen gefühlt. Und es stimmt ja, in Vergleich zu dem, was andere erlebt haben… Aber plötzlich ist mir eine Situation eingefallen, die schon sehr bedrohlich war. Wir waren spät im Berliner Osten mit der S-Bahn unterwegs, meine Freundin und ich. Wir waren ‚draußen‘ auf nem Konzert gewesen und nun auf der Rückfahrt in die Stadt. Wir saßen nebeneinander in der Bahn, während sich plötzlich zwei Typen vor uns setzten und uns ansprachen. Ich weiß noch, dass meine Freundin und ich uns mit einem Mix aus Französisch und Italienisch verständigten, was aber nichts daran änderte, dass ich plötzlich ne fremde Hand in meinem Ausschnitt hatte. Die Situation war deshalb bedrohlich, weil die beiden komplett high und besoffen waren und das Ganze absolut unberechenbar. Trotzdem muss ich irgendwie so reagiert haben, dass sie es für das Bessere hielten, sich vom Acker zu machen. Hinter uns saßen zwei Mädels, die sich dann rasch zu uns setzten. Joined Forces. Hinterher stellte sich raus, dass sie aus meiner Heimat kamen. So war das Ganze eher noch interessant. Aber mir geht es da wie Dir. Es hat mich nicht weiter verfolgt und damit war gut.

    Es gibt wirklich viele Gedanken und Theorien, die sich damit beschäftigen, warum die Dinges so sind, wie sie sind. Sehr spannend fand ich persönlich dazu mal einen Beitrag in der Tattva Viveka. Ha! Ich hab’s sogar gefunden: https://www.tattva.de/die-polaritat-der-geschlechter-3/ Darin geht es darum, wo und warum Männer und Frauen verletzt sind und was das mit unserem Verhalten zu tun hat. Sehr spannend…

    Ich glaube, bei all den gewaltigen Umbrüchen, die wir gerade auf der Welt erleben, geht es im Kern immer wieder um die Dualität des Männlichen und des Weiblichen (oder auch Yin und Yang etc.), dem Wechselspiel der Pole. Ich glaube, dass wir gerade zu einer neuen Betonung des weiblichen Pols kommen, was natürlich nicht ohne Reibereien geht. Aber das sind jetzt eher Betrachtungen auf der Meta-Ebene…. Ich merke, dass ich im Thema verloren bin, es berührt mich scheinbar nicht so, wie andere…. Spannend, warum ist das wohl so….?

    • es ist gut, dass dieses erlebnis für dich nicht allzu traumatisch war – aber es ist dennoch ganz unglaublich, dass du diese situation erleben musstest. gerade bei männern unter drogeneinfluss ist ja noch die gefahr, dass die einfach gar nicht mehr wissen was sie tun und da kann der kraftunterschied, der einfach oft besteht, schon ein großes problem sein um sich im fall des falles zu wehren. zum glück ist es bei euch glimpflich ausgegangen, aber es hätte auch anders kommen können.

      den beitrag werde ich gern lesen, danke für die verlinkung!
      es ist tatsächlich interessant, dass du so wenig zugang zu dem thema hast. dafür gibt es wohl ziemlich sicher eine begründung. vielleicht findest du sie eines tages ^.^ und ganz grundsätzlich bin ich der meinung, dass nicht jeder zu jedem thema eine intensive emotionale einstellung haben MUSS. wenn es nicht dein thema ist, dann darf es auch ganz einfach nicht dein thema sein 🙂

      • Ja, so sehe ich das. Entweder es ist ein Thema und dann zeigt es sich noch, oder eben nicht. Ich glaube, mich treibt vielmehr die große Unwissenheit in der Gesellschaft bezüglich des eigenen Ich und die entsprechenden Zusammenhänge um. So viel Leid in Familien, Beziehungen, das nicht nötig wäre. Unklarheit, unbewusste, destruktive Werte, die Menschen bis in den Selbstmord treiben… Da ist dann was, wo ich leidenschaftlich werde… Aber das weißt Du ja 😉

        • 🙂 stimmt, das weiß ich. und das verstehe ich. dazu kommt dass das, was dem #metoo zugrunde liegt, sicherlich auch nicht unberührt von diesen phänomenen und problemen ist. ich muss auch dazusagen, dass ich der meinung bin, dass da viel passiert, das nicht ok ist – keine frage – aber ich denke, dass das nicht automatisch gleich traumatisierend ist. es ist mühsam und nervig und sollte besprochen werden und sollte aufhören, darüber gibt es gar keine diskussion. aber wenn grundlegende dinge in der gesellschaft anders wahrgenommen werden würden, dann gäbe es auch in diesem bereich sicherlich weniger probleme.

          • Ja, da bin ich voll bei Dir. Und unser Gespräch hier hat mir auch noch ein paar Gedanken gemacht, im Nachhinein. Einer davon ist, dass wir aufpassen müssen, dass wir uns nicht selbst victimisieren. Es gab ein tolles Interview bei aspekte mit Sasha Marianna Salzmann gesehen, die sich mit dem Thema auch viel beschäftigte und noch mal darauf hinwies: es geht um Macht. Es geht nicht um Geschlecht, sondern um Macht. Männer sind davon ebenso betroffen. Und das finde ich ganz wichtig. Ich sehe Frauen nicht als Opfer. Ich denke, dass es Menschen gibt, die sich Macht aneignen und andere, die ihre eigene Macht abgeben. Und da liegt das Problem. Wenn wir uns jetzt einen Opferkult überziehen, dann haben wir wirklich ein Problem….

            • oh das ist ja cool, wenn so ein thema dann noch so nachschwingt. mit der opferhaltung denke ich auch, dass man vorsichtig umgehen muss. es ist wie so oft ein schmaler grat und es gibt eine ziemliche grauzone in diesem bereich. man muss halt schon auch berücksichtigen, dass verhalten immer reaktionen nach sich zieht und menschen abseits ihrer geschlechter einfach oft spielchen spielen und grenzen ausloten und und und. nicht hinter jedem misslungenen scherz oder hinter jedem daneben gegangenen anbaggerversuch sollte man sexuelle belästigung vermuten. darum habe ich ja auch auf die absicht angespielt, denn die ist zwar ein soft fact, der nicht leicht nachweisbar ist, ist für mich aber schon sehr relevant. und es ist wohl ein fakt, dass persönliches auftreten da eine rolle spielt, wie man behandelt wird. aber auch hier gibt es wieder eine grenze. nur weil viele frauen nicht selbstbewusst auftreten können, dürfen sie kein freiwild sein. also es ist ein an allen ecken und enden heikles thema, glaube ich. gleichzeitig kann man in der annäherung zwischen mann und frau nicht immer und bei jedem schritt nach erlaubnis fragen oder aus angst dass etwas falsch ankommt jegliche persönliche anspielungen und spitzen verbieten, denn das würde das leben wohl auch ziemlich langweilig werden lassen.

              macht ist da mit sicherheit ein riesen problem. macht haben und macht ausnutzen – daraus entstehen einfach die richtig hässlichen dieser szenen.

  10. Danke für Deine offenen Worte und Deine Erfahrungen! Ich habe sie mit Interesse gelesen.
    Ich glaube dass die Grenze so fließend ist, dass viele Männer einfach nicht verstehen wann sie die Grenze überschreiten. Wann ist es noch okay, der abendliche Sex im Bett oder nicht ? Sagen wir Frauen laut genug Nein?
    Ich weiss es nicht 😦 Aber ich finde es gut, dass es so eine Welle losgetreten hat. Vielleicht würde Kevin Spacey noch jahrelang weiter junge Männer begrapschen, aber auch hier hatte plötzlich jemand den Mut von den Belästigungen zu berichten. Und das ist das Positive, dass Menschen durch diese Hashtagaktionen verstehen dass sie sich nicht alles gefallen lassen müssen und auch Rechte haben. Dass sie Unrecht laut äußern können ohne wieder Bestrafung erwarten zu müssen……..

    • ich denke, es gibt bei diesem thema zweierlei aspekte: den, den du hier ansprichst – und um den es im grunde auch vorrangig bei mir geht: situationen, in denen man nein sagen könnte, aber es nicht tut, situationen in denen das gegenüber nicht auf die bedürfnisse des anderen achtet. warum sagen wir nicht nein, warum denken wir, dass wir es tun müssen, wenn sie es wollen – aber wir nicht? das ist die schwierige grauzone, die jeder für sich selbst definieren muss, aber die dennoch wichtig ist, aus der tabu-situation rauszukommen.

      aber man darf auch nicht vergessen, dass es viele, viele situationen gibt, in denen dem mann mit sicherheit bewusst ist, dass das, was er tut, nicht in ordnung ist, dass es ein zwang ist, dass von gegenseitigem einvernehmen nie die rede war. ob das missbrauch in der familie ist oder grapschereien fremder, von vergewaltigungen will ich gar nicht erst anfangen. und hier muss einfach in der gesellschaft der tonus herrschen, dass das eine straftat und kein kavaliersdelikt ist. es war ein langer weg, bis alkohol am steuer endlich ein stigma bekommen hat – vielleicht schafft es sexuelle nötigung jetzt auch.

  11. Hatte das Thema mit meiner Frau. Wo ist die Grenze wo einer Sex will und der andere nicht. Wo kann Mann Frau bequatschen oder überzeugen und wo geht es zu weit. Ich hatte in einem anderen Blog die Sicht einer Frau gelesen, die in meinem Verhalten wahrscheinlich ein Metoo gesehen hätte. Meine Frau wusste auf Nachfrage gar nicht was ich meinte und nach Erklärung sah sie da auch kein Thema. Ob die Situationen letztlich überhaupt vergleichbar waren lässt sich nicht rausfinden. Es zeigt aber wie die Grenzen sehr fließend sind. Wie üblich hilft Reden.

    • ich habe grade bei suzy auch geschrieben – in den situationen, von denen du hier schreibst (und auch ich) stimme ich dir absolut zu. ich denke auch, dass es durchaus in ordnung ist, in einer funktionierenden beziehung einfach mal dem anderen zuliebe sex zu haben und das mit einer vergewaltigung absolut gar nichts zu tun hat. in einer funktionierenden beziehung kann es sowas auch eigentlich gar nicht geben, weil man aufeinander achtet.
      deswegen ist es ein unglaublich schwieriges und heikles thema, da es soviele grauzonen gibt. für mich war das erlebnis damals schlimm, weil ich nein gesagt hatte, weil ich ihm gegenüber emotional soviel schmerz empfunden habe, dass ich es nicht ertragen konnte, intimität mit ihm zu erlauben.

      es gibt aber auch diese anderen situationen, bei denen es einfach keine diskussion gibt, dass sie falsch sind und die sollten im rahmen der tsunamiartigen verbreitung des hashtags relativ klar voneinander getrennt werden. die weinsteins und spaceys dieser welt wissen wohl mit sicherheit ganz genau, dass ihr verhalten falsch ist, dass sie etwas erzwingen, das sie freiwillig nie bekämen und DAS sollte ohne wenn und aber als verwerflich gelten.

  12. Ein sehr starker Text! Ich selbst habe auch schon überlegt, etwas dazu zu schreiben, aber selbst als Blogger-Ich möchte ich das dann doch nicht. Aber ich unterstütze und bewundere jeden Beitrag dazu. Vor allem deinen, denn er ist sehr reflektiert. Ich finde auch, dass nicht nur das Frauen-, sondern auch das Männerbild einer gewaltigen Generalüberholung unterzogen gehört. Es kann nicht sein, dass Männer umso „männlicher“ und „starker“ gelten, je rücksichtsloser und dominanter sie auftreten. Es muss das nötige Selbstbewusstsein vermittelt werden, damit niemand über sein Geschlecht definiert wird und sich selbst auch nicht darüber definiert. Dann können Männer auch Gefühle zeigen und Frauen Stärke. Das ist wohl noch ein langer Weg, aber wir arbeiten dran. Und Texte wie deiner helfen dabei.

    Alles Liebe
    Mel

    • hallo mel, ich kann gut verstehen, dass das thema zu privat ist, um darüber zu schreiben. ich war mir zu beginn des textes auch gar nicht sicher, ob ich ihn so hinbekomme, dass er internet-tauglich wird, weil es natürlich um sehr persönliche und intime erlebnisse geht. aber ich musste schreiben und ich hatte auch wirklich das starke gefühl, dass es richtig ist, es zu veröffentlichen. genau deswegen, weil ich einfach hoffe, dass es aufmerksamkeit und bewusstsein schafft. meiner meinung nach rutschen solche aktionen schnell ins dogmatische ab, die einen brennen dafür und verdammen jedes lustig gemeinte „schatzi“, das vielleicht mal am arbeitsplatz fällt und die anderen sagen, da darf man ja quasi niemanden mehr anschauen und männerfeindlichkeit und blablabla. dabei ist es ja nur im interesse aller, über dieses thema zu sprechen und vielleicht auch mit der zeit mehr klarheit zu schaffen. der weg ist mit sicherheit noch lang, aber ich hoffe sehr, dass wir ihn alle gemeinsam immer weiter gehen.

  13. Hi Paleica,
    danke für deine offenen Worte.
    Bei dem ganzen berechtigten Aufschrei „#Metoo“ hat mir genau diese Seite der sexuellen Übergriffe im familiären Umkreis gefehlt. So wie jede sexuelle Gewalt eines Vorgesetzten oder beruflich Mächtigen eine zuviel ist, so sind die sexuell geprägten Übergriffe bis hin zu Vergewaltigungen im Bekannten- oder Verwandtschaftskreis weitaus häufiger. Ich bedauere jede Schauspielerin, die von einem Filmmogul zu Sex gezwungen wurde, wollte sie nicht vor dem beruflichen Aus stehen. Aber vom vertrauten Verwandten sexuell für seine Fantasien missbraucht worden zu werden, ist noch schlimmer. Wem kann das junge Mädchen bzw. die Frau noch trauen, wenn dieser Vertrauensbruch stattgefunden hat.
    Ich habe mich nach deinem Blogbeitrag entschlossen, auch nicht mehr den Mund zu halten – warum auch? – und werde demnächst in meinem Blog zu dem Jahrzehnte alten Übergriff etwas sagen.
    Zeit heilt Wunden, so heißt es doch, aber diese Art der Beschädigung verblasst nicht, wir lernen nur damit zu leben, wir wenden viel Kraft auf, damit diese Übergriffe nicht auf unser weiteres Intimleben Einfluss nehmen, es beschmutzen.

    • hallo bibu, vielen dank fürs lesen und für deinen kommentar! ❤ das, was du erlebt hast, ist bestimmt ganz besonders schwierig zu verkraften und ein verhalten, in dem die menschheit ihr hässlichstes gesicht zeigt. ich finde es unglaublich mutig, dass du darüber schreiben möchtest. wenn es soweit ist, lass es mich wissen! wenn mein beitrag menschen wie die mut macht ihr schweigen zu brechen, dann hat es sich sowas von gelohnt, diesen text zu schreiben. danke für deine offenheit und viel kraft für dich und dafür, dass du deine erlebnisse für dich ein stück mehr verarbeiten kannst!

  14. Pingback: Die Coolen Blogbeiträge kämpfen gegen den Herbstblues!

  15. Ein sehr angenehmer Beitrag zu diesem Thema. Schnell ist man nämlich in diesem Falle dabei, alle Männer unter Generalverdacht zu stellen…und das haben sie nun wirklich nicht verdient. Übergriffe im familiären Umkreis…ein Punkt, der immer noch tabuisiert wird…und möglicherweise häufiger auftritt als man annimmt…Zumindest finde ich es bedrückend, wie viele Frauen genau da schlechte Erfahrungen gemacht haben, schon weil die Grenzen hier so schwammig sind…Seufz…

    • das darf natürlich unter keinen umständen passieren. darum meinte ich auch, dass ich mir schwer vorstellen kann, wie eine gesetzliche regelung da ausschauen kann, aber auch im gespräch ist es wichtig, da klar zu differenzieren. leider sammeln sich unter dem deckmantel des feminismus auch viele „männerhasser“, die ohne punkt und komma kritisieren und damit das allgemeine gesprächsklima vergiften.
      es gibt grauzonen, die heikel sind, das ist unbestritten. aber es gibt viele, viele szenarien, die absolut keine grauzonen sind und missbrauch von minderjährigen in der familie ist da so ein ganz glasklarer fall, wie ich finde…

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