Ich weiß noch gar nicht, wieviel Zeit vergehen wird, bis der erste spezifische Beitrag über unsere große Reise dieses Jahr online geht. Ich bin noch relativ weit entfernt davon, selbst genug Distanz und Überblick zu haben, um einzelne Bilder auszuwählen und euch davor zu bewahren, in einer Bilderflut zu ertrinken. Daher gibt es vorerst etwas, das schon länger zurückliegt.

Vor einiger Zeit schrieb ich in einem Kommentar an Markus:

Wasser hat einfach eine besondere Aura. die Geräuschkulisse am Wasser hat etwas, das für mich enorm beruhigend ist und Wasser hat so etwas Metaphorisches. Wenn ich am Wasser stehe, fühle ich mich einfach irgendwie auf einmal mit der Welt verbunden. Aber nicht auf eine smartphone art und weise.

Dazu passend wurde mir das Wort „aquaholic“ geschenkt.

Manchmal, da tut man etwas und merkt, dass es anders ist. Eine kryptische Beschreibung für ein einfaches Erlebnis: als meine wunderbare Freundin Nina mich fragte, ob ich gemeinsam mit einer anderen ihrer Freundinnen die Eröffnungsrede zu ihrer Vernissage halten würde, sagte ich zu, obwohl ich wusste, dass sich diese Aufgabe weit außerhalb meiner Komfortzone befindet. Trotzdem war für mich aus zweierlei Gründen sofort klar, dass ich nicht nein sagen würde: Nina hatte ebenfalls ihre Komfortzone überwunden, als sie sich bereit erklärte, die Fotos für meine standesamtliche Hochzeit zu machen UND nicht umsonst habe ich „MUT“ als meinen Begriff für 2018 gewählt. Doch wie würde das laufen, wo vor fremden Menschen zu sprechen doch eine meiner größten Ängste ist?

Nach dieser enormen Kältewelle, die uns im Februar heimgesucht hat und die über das Wochenende nochmal Fahrt aufgenommen hat, brauche ich dringend etwas Wärme am Blog und ich hoffe, euch passt ein bisschen „summerdreaming“ auch grad rein 🙂

Während meine östliche Landkarte bis vor 2 Jahren voller weißer Flecken war, füllt sie sich jetzt mit dem einen oder anderen Pin und dem Label „besucht“. Bisher habe ich euch ja schon von Maribor, Zadar, Dubrovnik bei Nacht, Prag, den Plitvicer Seen, Zagreb und Ljubljana berichtet. Heute steht ein weiteres Schmuckstück auf der Liste: Piran.

„Ist bloggen noch zeitgemäß?“ fragt die Autorin von indeedsunshine.de. „Ein Blog ist das Arschgeweih eines Portfolios“ konstatiert der Stilpirat. „Schreibt bitte wieder mehr Kommentare in Blogs“ raten socialmedia-betreuung.de. „Von Fake Accounts, müden Lesern und verloren gegangener Blog Motivation“ schreibt die Supermom-berlin.de. Öha. Ich erkenne hier Müdigkeit und Verdrossenheit und Frust über die Entwicklung, die die Bloggerwelt genommen hat und es überrascht mich überhaupt nicht.

Manche von euch haben vielleicht vor einiger Zeit das Posting über mein erstes Unterwassererlebnis gelesen. Für alle anderen: ich hatte Zeit meines Lebens so viel Angst vor lebenden Gewässern, dass es mir nicht möglich war, die traumhafte Unterwasserwelt mit eigenen Augen zu sehen. Ich habe es 2015 tatsächlich geschafft, mich dieser Angst zu stellen und arbeite jetzt Stückchen für Stückchen daran, mich meinem Traum zu nähern, diese Welt selbst zu erkunden. Heuer in Kroatien war es wieder so weit.

28 Jahre meines Lebens war ich durch und durch Herbstmensch. Jedes Jahr umfing mich eine Art wohliges Gefühl, wenn die Tage kürzer, dunkler und kühler wurden. Im letzten Jahr war es anders. Ich wollte den Sommer nicht loslassen. Es graute mir vor den langen, tristen und grauen Monaten. Ich vermisse die Sonne auf der Haut, im Gesicht, im Nacken, die Lichtreflexe in den Haaren. Ich liebe die Momente dieses letzten Sommers, es waren soviele wunderschöne dabei und viele davon hatten mit Sonne zu tun. Bei vielen war nur der Apfel dabei, weil es um das Leben und nicht um das Zeigen ging und deswegen gibt es jetzt einige von diesen, um euch daran teilhaben zu lassen und um mich von einem wohligen Gefühl der Erinnerung umspülen zu lassen.