Veränderte Blickwinkel – Salzstreuer

Perspektivenwechsel – unscheinbare, alte, verrostete, alltägliche, hässliche Gegenstände aus einem anderen Blickwinkel betrachten, in einer anderen Dimension sehen.

Salzstreuer

Wenn man bei den vielen Löchern im Deckel nicht aufpasst, versalzt man sich die Suppe.

Verwendet man ihn aber gar nicht, schmeckt das Essen langweilig, schal und uninteressant. Es vergeht einem die Lust und der Appetit.

Trotzdem muss man vorsichtig umgehen mit dem Salzstreuer. Denn wenn erst einmal zuviel Salzmoleküle über die Nahrungsmittel verteilt sind, kann man die herbe Mahlzeit nur noch mit verzerrter Miene zu sich nehmen. Auch in diesem Fall ist einem der Genuss versagt.

Verfasst von

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

27 Kommentare zu „Veränderte Blickwinkel – Salzstreuer

  1. dein text ist eine gute metapher… im sinne von „nicht zu viel salz in alte wunden streuen, wenn man es gut haben möchte…“

    der heizkörper ist schon klasse und auch interessant der eine kommentar, dass man bei demenzkranken mit farben und düften arbeitet. das hatte ich auch noch nicht gehört.

    das schlimmste war bei einer robbentour. viele bilder gemacht und im entscheidenen moment (2 robben direkt am boot) waren die batterien alle 😦

    ich will auch nicht immer so „schnell“ neue dingep osten, aber mein innerer schweinehund ist da immer schneller 🙂 lass mich überraschen, wenn du die wolkenbilder online setzt. so eine liste wäre vielleicht auch mal eine idee.

    was nosferatu angeht, da hab ich dir gerade eine mail geschickt 🙂

  2. @ wortman: es war auch so allgemein auf den ‘pepp’ im leben bezogen. darauf, dass man hin und wieder ein ‘risiko’ eingehen muss um sein leben lebenswert zu gestalten und in wünschenswerte bahnen zu lenken (siehe die unterwegs-beiträge… jaja, manche dinge ziehen sich eben wie ein roter faden durch mein blog)

    @ andi: das freut mich! was für ideen? jetzt bin ich neugierig!

  3. das ganze salz nützt nichts, wenn man nicht einige reiskörner beigibt, um so das salz vor der verklumpung zu schützen. jedes schütteln und schimpfen wäre vergebene liebesmühe ohne das wissen vom richtigen gebrauch und der richtigen mischung. …oder? 🙂

  4. tehe…. wer nicht wagt, der nicht gewinnt…

    ich kenn das gefühl jemanden zu verlieren, sowohl bei menschen, als auch bei tieren. ich kann meine ratte (mein liebling) natürlich nicht mit meinem vater gleichsetzen (manche setzen so kleine tiere nicht mal mit katzen gleich), aber da bleibt trotzdem ne blutige wunde zurück, einfach, weil tiere bei mir manchmal wirkliche freundschaftspositionen besetzen können. *seufz* ich wusste ja, dass sie das alter erreicht, wo langsam tumore kommen können. aber sowas schiebt man gerne von sich weg, auch wenns einen dann umso härter trifft, wenn der spezielle fall eintrifft.
    danke jedenfalls.
    vielleicht bleibt sie mir ja noch erhalten… ich weigere mich ihr zu liebe, die hoffnung gänzlich aufzugeben, momentan gehts ihr schließlich (noch?) bestens, fast so als hätte sies noch gar nicht bemerkt.

  5. immer sehr gut, wenn man einem roten faden folgt 🙂 und auch nach irriungen und wirrungen diesen dann wiederfindet 😉

    ja, das war echt ärgerlich mit der robbentour. zum glück hatte ich diese tour ein jahr vorher schon mal gemacht und somit noch bilder gehabt -)
    bei der vermasselten tour hatte ich dann mein handy benutzt…nur leider waren die bilder kaum nutzbar… hab ja ein normales handy und keine dieser blablablub-megadinger 🙂

    to-do-liste sollte ich mir auch mal eine anlegen. dann vergess ich nicht immer was *lach*

  6. Schöne Idee. Alltagsgegenstände werden ohnehin zu wenig gewürdigt. Man merkt nur, dass etwas nicht stimmt, wenn sie mal nicht da sind oder nicht funktionieren. Und mit Salz verhält es sich, wie mit vielen anderen Dingen. Einerseits ist es Gewürz, aber bei zuviel wird es ungenießbar oder wirkt sogar giftig.

    Danke auch für deinen Rückeintrag. Ich weiß nicht, was mit mir los ist – in letzter Zeit werde ich schleißig mit den Antworten. Und? Lars schon gesehen, zwischenzeitlich?
    Bei mir passiert nichts Nennenswertes. Firmenstress, hauptsächlich. Und jetzt zum Glück ne halbe Woche Urlaub.

    lg

  7. Bei einer versalzenen Situation nehme man den Streuerkopf als Duschkopf und wasche das betreffende Lebensmittel ab. Kleiner Montagstip. 😉

  8. @ kassiopeia: klar, den grundstoff braucht man, um aus salz etwas wertvolles zaubern zu können…

    @ laura: ja, genau, das hatte ich im hinterkopf!

    @ yvie: danke, habs dann eh noch gefunden!

    @ wortman: ja, rote fäden sind was hübsches. aber man muss ein bisschen aufpassen. wenn der faden zu nem strick wird wickelt man sich damit ein und dreht sich im kreis, anstatt sich weiterzubewegen

    @ tom: die dosis macht das gift (=

    @ dandu: das ist aber ein schöner tipp zum montag!

    @ bee: oh, dankeschön!

  9. ohja… solche stricke bringen einen manchmal schneller zu fall, als einem lieb ist 😉

    so, so… listen-junkie *lach* mal was anderes. die ein oder andere liste hab ich auch… nur meist fällt die mir dann immer viel zu spät wieder in die hände…

  10. So ein Salzstreuer könnte sinnbildlich auch Freiheit und Macht bedeuten. Wer ihn in Händen hält hat die uneingeschränkte Macht, die darin eingeschlossenen Salzkörner allesamt oder vereinzelt freizulassen. Ähnlich diesem berühmten Trichter, bei dem die Regelung durch Schieber erfolgt. Manchmal habe ich so das Gefühl, die Machthaber in diesem Staat haben solch ein Teil immer dabei. Nur richtig umgehen damit, das beherschen sie nicht.
    Sei lieb gegrüßt und genieße den lauschigen Sommerabend.
    Kvelli

  11. danke. wird schon werden. ist jetzt 1 3/4 jahre alt… 2 werden sie meistens, manche werden auch 3… na ja. die hoffnung stirbt zuletzt. 😉

    phew, ists bei euch auch so warm? ich steh ja auf sommer, aber ein bisschen kühler wäre schon schön…

  12. 🙂 gefällt mir gut – ein alltäglicher Gegenstand, den man sonst gar nicht so beachtet, farblich und perspektivisch toll inszeniert! hihi, unser uralter Salzstreuer wär keinesfalls so fotogen. Denkanstoß – mal den neuen einweihen, der seit Monaten unbenutzt auf dem Fenstersims steht ..

    Zuviel Salz -schwierig, noch zu retten. Aber nachsalzen geht meistens – wobei der optimale Geschmack dann auch nicht mehr erreicht wird. Lieber zuwenig, als zu viel .. auch im übertragenen Sinne? je nach Temperament und Denkweise ..

    Der rote Heizkörper sieht super aus, und der Holzboden ebenfalls 🙂 Rot ist ja meine Lieblingsfarbe, daher haben wir unser Wohnzimmer auch zur Hälfte rot gestrichen. Trotz Bedenken vieler „das wird Euch auf Dauer zu aggressiv“ – nicht im geringsten. Wir fühlen uns mit Rot wohl und wollen eher noch mehr davon.

    Es stimmt – ich pack immer viel zu viel in meine Einträge 😉 muss mich wirklich mal bremsen. Aber wenn ich mal anfange zu schreiben, fällt mir so viel ein und ich mag’s dann nicht aufs nächste Mal verschieben. Trotzdem – ich guck, daß ich die Beiträge kürzer halte und lieber öfter.

    Dir einen schönen Tag und liebe Grüße 🙂
    Ocean

  13. wir haben auch rote möbel im wohnzimmer 🙂 und es macht überhaupt nicht aggressiv…und mit der roten laterne im fenster… *hihi* ist das im wohnzimmer in einer richtigen wuschelstimmung 🙂

    ja, wer sich sehr gut dumm stellen kann, kommt auch leicht in den verdacht, es wirklich zu sein oder eben sich nur noch dumm zu stellen…

  14. Der Salzstreuer wirkt ja richtig gefährlich 😉

    So, zu deinen Fragen:

    Ich weiß nicht, ob ich den Führerschein irgendwann mal mache. In nächster Zeit brauch ich ihn nicht, da es in Dresden (gehört übrigens zum Bundesland Sachsen, genau wie mein aktueller Wohnort, rund 200 km entfernt) eine gute Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt. Und nach Hause zu meinen Eltern kann ich ganz gut innerhalb von 3 Stunden mit dem Zug fahren. Außerdem sind Führerschein, Auto und Benzin nicht gerade billig für mich, der Stadtverkehr samt Parkplatzsuche sicher nicht angenehm und die Umwelt schon genug belastet 😉

    Bezüglich Studium hab ich noch nix gehört, da ich mich dann doch erst bewerbe, wenn das Zeugnis da ist (diesen Freitag). Ich hoffe, dass ich nächste Woche nicht einfach vergesse, den Antrag abzuschicken ^^
    Wenn das alles dann klappt, wie ich mir das so vorstelle, werd ich vorraussichtlich im September zum Glasperlenspieler ziehen, ja. Und ich hoffe (und denke), das klappt gut mit uns beiden ^^

    Liebe Grüße!

  15. @Paleica
    Schon zweiundfünfzig. Kann ich auch nichts gegen tun. Deshalb ja auch der Name:-)
    Einen restlichen, lauschigen Sommerabend sollst Du noch geniessen.
    Kvelli

  16. ich lerne die generative grammatik, die sich mit universalen prinzipien, die allen grammatiken letztendlich zu grunde liegen sollen, beschäftigt. chomsky sagt dir vielleicht was? …insbesondere geht’s allerdings um die deutsche, weil mein fach 😉

  17. @kvelli: du bist 52 und dann schon „senioren-lobby“? ich bin nur ein paar jahre hinter dir… aber „senior“ bin ich nur für meine kids 😉

  18. Nun ja, als ich 50 wurde, dachte ich, die Welt geht unter. Und ich habe tatsächlich auf einem Amt angerufen und nach einem Senioren-Pass gefragt. Irgendwann hatt ich mal davon gehört. Aber die dachten ich wollte sie vernatzen.
    Mein Blog hat eigentlich einen ganz anderen Ursprung, war auch anders vom Ablauf geplant. Aber die jetzige Form gefällt mir doch besser.
    Servus und so long, Kvelli

  19. ich bin stolz auf mein alter 😉 bin übrigens fast 46 😉 viel erlebt, viel gesehen… und ich möchte keinesfalls „nochmal 20“ sein. die fehler, die man dann vielleicht auslässt, kommen in anderer form eh wieder…

    was hattest denn eigentlich mit deinem blog geplant, kvelli?

  20. es kommt halt immer auf das richtige maß an. hat man das gefunden.. wird man sich seine suppe so schnell nicht wieder versalzen können. wobei man da natürlich beachten muss, dass man die richtige menge für sich kennt, und dass man den salzstreuer „kennt“.
    allerdings ist beides irgendwann veränderungen unterworfen, das eine eher als das andere.

    ich könnt jetzt noch weiter schwafeln *g* allerdings bin ich dafür dann doch grad nicht in stimmung ^^ hab mich die letzten tage (wochen? irgendwie kann ich das alles gar nicht mehr einschätzen) nicht blicken lassen, aber zu den vorherigen beiträgen kann ich nur sagen: sehr tolle texte, also gedanken zu den bildern, und die bilder waren auch beeindruckend!

    so denn will ich mich jetzt erstmal schon für die nächsten wochen verabschieden, denn da ist eine freundin zu besuch und ich werd den pc dann so schnell nicht wieder anfassen. vllt bin ich danach wieder so psychisch auf dem dampfer, dass ich regelmäßiger kommentiere! ist bei deinen schönen einträgen ja auch einfach nur schade, weil mir da immer so vieles durch den kopf dazu geht.

    ich wünsch dir angenehme warme tage, hoffe, dass du den sommer auskosten kannst und sag mal: bis bald =)
    lg die kathy

  21. Jetzt weiss ich nicht, ob mein Comment hier angekommen ist, daher hier noch einmal.
    Danke für Deinen Besuch in meinem alten Blog und Deine Bilder sehen auch sehr interessant aus!
    Da werde ich mich nochmal näher umschauen.

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