Glück. Glücklich sein. Eine große Begrifflichkeit. Etwas, das in der westlich industrialisierten Welt inflationär gebraucht und allgegenwärtig ist. Der Sinn des Lebens, die neue Religion. „Bist du glücklich?“ – die Standard-Frage. Kannst du nicht mit ja darauf antworten, musst du etwas ändern. Dich selbstverwirklichen, den Job kündigen, die Wohnung auflösen, auf Reisen gehen, Yogi werden, dich vegan ernähren. Ihr merkt die Ironie in meinen Worten, aber ich hoffe, ihr versteht, worauf ich hinauswill.

Mein Blog hatte Geburtstag. Am 8.4.2008 registrierte ich paleica.wordpress.com, ohne noch so genau zu wissen, was ich denn nun – als langjähriger Inhaber einer statischen „Homepage“ – mit so einem Blog anfangen wollte oder sollte, aber alle machten das also würde sich wohl schon was draus entwickeln. Am 9.4.2008 ging der erste Beitrag online. Abgesehen von dem alljährlichen „Happy birthday, Episodenfilm!“ fand ich einen Beitrag ganz passend, der visuell ein wenig durch die Zeit reist. Und da ich ohnehin einen Beitrag zur Magische Mottos-Themenfindung geplant hatte, traf sich das doch nahezu perfekt 🙂

Was wäre ein Montag ohne einen neuen Post 🙂

Aufgrund meiner ungeplant langen Indoor-Zeit weil Kiefergenesung habe ich sogar zwei Fotostrecken produziert, wie ich sie früher oft und gern gemacht hab: einen Gegenstand genommen, beleuchtet und nach (ungewöhnlichen) detaillistischen Perspektiven gesucht. Dies habe ich dann gleich mit zwei Themen des 50f kombiniert. Et voilà, hier ist die zweite – Makro high Key Perspektivenwechsel.

Ein Thema, das ich so sehr mag, das aber fotografisch unglaublich schwierig umsetzbar ist. Also habe ich überlegt und bin auf die – zugegeben nicht sonderlich kreative – Lösung gekommen, ein Musikinstrument zu fotografieren. Allerdings habe ich mir ja vorgenommen, mich mehr mit dem Makro zu beschäftigen und finde, dass sich da schon ein paar nette Details haben finden lassen.

Es stimmt nicht ganz, dass die Lainzer Tiergartenfotos die ersten Bilder waren, die mit dem Tele entstanden sind. Gleich als ich es gekauft habe, habe ich ein wenig im Wohnzimmer herumexperimentiert. Ein bisschen back to the roots, Alltagsfotografie, über die ich überhaupt auf dieses Hobby gekommen bin. Freistellen von Einzelelementen, Fokus lenken, und und und. Die Fotos sind sicher nicht herausragend, aber irgendwie finde ich sie spartanisch interessant.

Im Wiener Prater war ich ja schon ein paar Mal, auch mit der Kamera. Dieses Mal hatte ich das Tele dabei und hab mir ein paar verrückte Gesichtsausdrücke erhofft. Es war gar nicht so einfach wie ich mir das erwartet habe, aber ich finde, ein paar nette Impressionen sind trotzdem dabei herausgekommen. Einige Motive werdet ihr schon kennen, aber sie gefallen mir eben (: