Die unendliche Geschichte…

steckt hier drin… Wo? Dazu müsst ihr wohl weiterlesen ^^

Also natürlich nicht wirklich, aber ein Teil davon. Das Deckblatt meines Kalenders, der mich mein letztes volles Studienjahr an der FH begleitet hat. Ein Jahr voller Turbulenzen, voller Emotionen, voller Erlebnisse, Entwicklungen und Veränderungen. Mit Anfang der Sommerferien ist der Studentenkalender also aufgebraucht. Voll. Fertig.

blog_kalenderdeckblatt

***

Hier drinnen steht alles, was es über mich zu wissen gibt. Wer dieses schlaue Buch in die Hände bekommt, dem muss ich nichts mehr erzählen. Es ist versehen mit Terminen, Uhrzeiten, Namen, Adressen, Anmerkungen und Smileys. Wenn ich einen alten Kalender aufschlage und meine Notizen sehe weiß ich sofort wieder, wie ich mich gefühlt habe, worum es gegangen ist und in welchem Umfeld alles stattfand. Diese Kalender sind meine ‚Lebensnotizbücher‘ wie es Isabel Allende in ‚Das Geisterhaus‘ nennt. Seit ich etwa 15 bin schreibe ich so alles telegrammhaft mit, was in meinem Leben passiert. Jedes Jahr gibt es andere Verzierungen, Fotos und Stimmungen. Stil und Schrift haben sich geändert. Und sie konservieren alles, was mir so wichtig war.

blog_ringbuch

Aus diesem Grund ist es immer ein  recht eigenes Gefühl, einen Kalender beiseite zu legen und einen neuen zu beginnen. Denn somit ist besiegelt, dieses Jahr ist vorbei. Etwas Neues beginnt.

17 Replies to “Die unendliche Geschichte…”

  1. Hey =) Geht mir momentan genauso, habe auch meinen Kalender, der mich mein letztes „Abijahr“ durch begleitet hat, weggelegt. Ist schon lustig, wenn man sieht was so zB in langweiligen Stunden reingekritzelt wurde etc. 😀
    Liebe Grüße 🙂

  2. hallo meine liebe 🙂
    sehr schöner eintrag, finde ich. da ich absolut nachlässig war (und bin) mit tagebüchern/kalendern etc. kann ich nicht von mir behaupten dass es mir genauso ergangen ist. ich weiß allerdings was du meinst, sowas ähnliches empfinde ich meistens wenn ich mein blogarchiv durchstöbere 😉

    allerliebste grüßle,
    icy

  3. Das kann ich gut nachvollziehen, ich habe meine Kalender auch alle aufehoben, die am Ende des Jahres immer ein kleines, persönliches „Kunstwerk“ waren.
    Aber seit meiner Matura, führe ich keinen Kalender mehr, was sich schon häufig als Fehler herausgestellt hat…ich glaub nächstes Jahr muss ich wieder damit anfangen, ein Neubeginn 😉

    Sehr schöne Fotos, ich mag deinen Blick auf die Dinge 🙂

    1. eine zeitlang hab ich sogar sachen reingeklebt. rechnungen, anhänger, was sich so gefunden hat. den kalender mag ich besonders. weil er besonders persönlich ist. ein anderes jahr hatte ich ein farbsystem weil ich soviel zu tun hatte dass ich schon ganz durcheinander gekommen bin und so am ersten blick erkennen konnte wann socialisen, wann lernen, wann irgendwas job-, fh- oder unimäßiges angestanden ist. schon lustig, dass die jedes jahr anders werden. ich würd sie glaub ich auf jeden fall aus nem brennenden haus retten, die dinger (=

  4. Oja ich liebe diese Kalender auch! Während der Schulzeit und dem Studium haben sie alles festgehalten. Hausaufgaben, klar. Eintrittskarten. Telefonnummern. Und ganz früher Strichlisten, wie oft der Typ, in den ich so verknallt war, zu mir rübergeschaut hat 😉

    Heute sind meine Kalender leider eher neutral. Warum eigentlich, frag ich mich grade… danke für den Denkanstoß!

  5. Ahhh – das neue Headerbild! Traumhaft!

    Mit den Kalendern geht es mir ganz ähnlich. Ich kann die auch nicht wegwerfen oder so, da steht einfach alles drin, was das Jahr zu dem gemacht hat, was es war… Ein schöner Eintrag, und schöne Bilder. =)

    Das mit dem Grab war doch ein wenig unangenehm, ja. *seufz* Und vor allem ein bisschen traurig war das. Das war das einzige dort, das man gar nicht richtig als Grab erkennen konnte, weil’s eben nur die Rasenfläche mit diesem kleinen Stein darauf war.

    Ja, das glaub ich auch. Ich freu mich auch trotz allem irgendwie drauf. Genug, um den Drang zum Vorlernen zu haben. Das ist bei mir schon eine Besonderheit. *lach*

    Liebe Grüße
    Laura

  6. Auf keinen Fall wegwerfen! In meinem alten Planer stehen soviele Erinnerungen die schon vergessen wären, wenn ich nicht aus irgendeinem Grund mal wieder drin herumgeblättert hätte. Die Kritzeleien, genauso wie alle anderen Details geben diesem unscheinbarem Teil seine ganz persönliche Note…ich würde es wohl auch retten 🙂

    1. ja, genau das meine ich. allein wie man dinge formuliert hat und so. das verrät schon viel und bewahrt auch viel.

  7. ich wünschte, ich würde mein leben auch mal dokumentieren…aber irgendwie verlass ich mich auf den (kurz)speicher in meinem kopf….
    würde ja gern mal so einen kalender in meine hände bekommen 😉

    und das zweite foto ist mein favorit.

    1. ich hab auch viel im kopfspeicher. aber trotzdem ist es schön sich diese dinge manchmal anzuschauen. man vergisst viel, irgendwie. man sieht sich in der erinnerung nicht so, wie man war, sondern so, wie man jetzt ist, nur mit den damaligen erlebnissen – und das stimmt aber nicht. tja – wenn du irgendwann mal nach wien kommst dann zeig ich dir vielleicht einen davon (=

      1. Da fällt mir ein, eigentlich habe ich ja so eine Entwicklungsdokumentation…meine Gedichte…
        Achja…Wien…ich hoffe, ich krieg’s irgendwann mal hin…irgendwann…
        Aber dass du nach Berlin kommst klingt grad realistischer 😉

        1. ich komme bestimmt mal nach berlin! ich weiß nur nicht wann /= foto sollte schon in deinem posteingang sein!

  8. Genau! Solche Kalender niemals weg werfen! Das sind ganz besondere Erinnerungsstücke, Dokumente deines Lebens.
    Mein Vater hatte über Jahrzehnte jedes meiner Zeugnisse, Schulaufsätze, meine ersten Schreibereien, Bittbriefe ans Christkindl aufgehoben und in einem Aktenordner fein säuberlich sortiert. Vorletztes Weihnachten hat er mir seine Sammlung meines Lebens dann überreicht. Es war ein unglaubliches Gefühl, in diesen alten Seiten zu blättern und einen Blick zurück auf so viele Dinge meiner Kindheit und Jugend zu werfen, an die ich mich gar nicht mehr hatte erinnern können.
    Liebe Grüße!

    1. wir haben diese sachen auch aufgehoben, hin und wieder blättere ich mir das durch, schon ein eigenartiges gefühl. das ist so weit weg schon, das alles. und trotzdem gehörts zu mir.

  9. Eine Freundin von mir hat ihren Kalender auch als so eine Art Tagebuch geführt, naja, ich mache das auch irgendwie, ich notiere mir immer, was ich gemacht habe, um mich dann an den Ort und das Geschehene zu erinnern. Aber so richtige Texte kommen dann doch ins Tagebuch – schon komisch irgendwie, dass ich meins immernoch benutze, zwar nicht regelmäßig, aber naja. 🙂

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