Lost Place – eine verlassene Heilanstalt in Türen und Gängen & 11 neue liebe Fragen

Ich habe nun schon so oft erwähnt, dass wir ja so ganz eigentlich überhaupt erst nach Berlin gekommen sind, weil wir von dort aus zwei Lost Place Fototouren gemacht haben. Davon gibt es natürlich auch Bilder – klar, sonst wäre es ja keine Fototour 🙂 Und ich dachte, bevor ich mit diversesten anderen frühlingshaften Wien-Impressionen weitermache, zeige ich euch einmal den ersten Schwung an Eindrücken. Dass ihr mir auch glaubt 😉 Zusammengefasst unter dem Thema „Türen und Gänge“ („Türen und Flure“ würdet ihr vermutlich dazu sagen 😉 ).


Dieser "Lost Place" wurde um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert erbaut, um die Tuberkulose, die in Berlin gewütet hatte, einzudämmen, indem die Kranken räumlich von den Gesunden getrennt wurden. Man hatte gerade herausgefunden, dass Tuberkulose eine übertragbare Krankheit war und reagierte auf das "Aussterben" der Stadt. Das Gebiet dort ist idyllisch und wunderschön, auch die Häuser wurden ansprechend und liebevoll gestaltet, um den Patienten das Gefühl zu geben, sich hier wohlfühlen zu können. Da es noch kein Antibiotikum gegen die Krankheit gab, war das das einzige, was man tun konnte, um die Heilung zu unterstützen. Zum Teil sieht man diese Bemühungen heute noch, beispielsweise in den Fliesenböden oder an den Wanddekorationen. Sie wurde als Trainingscenter für die olympischen Spiele genutzt und später als Krankenhaus für NS-Funktionäre. In diesem Krankenhaus selbst wurden keine Menschenexperimente von Nazis durchgeführt, man weiß allerdings, dass in Gesprächsrunden Pläne darüber geschmiedet wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das ehemalige Krankenhaus umfunktioniert zu einer russischen Militärkaserne, als die es auch bis zur Wende 1989 benutzt wurde. In der Nacht, als die Russen Deutschland verlassen mussten (so berichten Augenzeugen), wurde in riesigen LKWs die gesamte verblieben Einrichtung (Heizhaus, Sanitäranlagen, etc.) abgebaut und mitgenommen, weswegen auch innen alles leer ist.

Zum Schluss:

Die wunderbare Cat hat mich Ende April für 11 Fragen nominiert (dankeschön!), die ich euch heute hier beantworte 🙂 Ich mache das hier wie gehabt – Antworten findet ihr unten, weiternominieren lasse ich aus, weil die meisten schon mehrmals dabei waren und nicht alle (wie ich aus Erfahrung weiß) so gern wie ich anderer Leute fragen beantworten 😉

  1. Wo wolltest du immer schon mal hin?
    Schon immer? Das ist eine gute Frage. Es gibt so viele Orte, die ich jetzt gern besuchen möchte. Aber schon immer? Da ich sicherlich „schon immer“ mal Wale und Eisberge sehen wollte und den Ort für mich schon immer etwas Mythisches umgeben hat, sage ich an dieser Stelle einfach mal: Alaska. Obwohl ich nicht schon immer nach Alaska wollte. Aber ich wollte wohl schon immer das sehen, was man dort sehen kann 🙂 Schon immer sehen wollte ich außerdem die Golden Gate Bridge, aber diesen Traum habe ich mir ja letztes Jahr erfüllt ❤ .
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  2. Wofür hüpfst du morgens aus dem Bett?
    Um zum Flughafen zu fahren.
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  3. Welche Angewohnheit würdest Du am liebsten aufgeben?
    Mich durch alle „aber“ dieser Welt davon abhalten, auch mal Blödsinn zu machen
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  4. Wie sieht für dich ein perfekter freier Tag aus?
    Wenn ich mich frei fühle. Meistens, wenn ich irgendwo unterwegs bin und neue Erlebnisse aufsauge, schöne Dinge sehe, leckere Sachen esse und mit interessanten Menschen spreche.
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  5. Selber kochen oder Restaurant?
    Fast immer selber kochen!
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  6. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
    Sophies Welt
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  7. Was ist für Dich Glück?
    Das Leben spüren. Bereichernde Gespräche, Sonnenuntergänge am Meer, italienisches Lebensgefühl, amerikanische Highways, norwegische Fjorde, Hamburger Fischbrötchen und vieles mehr!
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  8. Welches Talent hättest Du gerne?
    Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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  9. Welchen Film sollte man deiner Meinung nach unbedingt gesehen haben?
    Wie kann man sich denn hier auf nur einen Film festlegen? Vielleicht Liebe, von Haneke. Um zu verstehen, dass wir alt werden und dass wir nur dieses eine verflucht kurze und sehr wertvolle Leben haben. Und dass die Liebe etwas bedeutet, das über schöne Körper und Parties und jungsein hinausgeht.
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  10. Wie erklärst du deiner Oma, was (d)ein Blog ist?
    Mein Blog ist mein digitaler Erinnerungsaufzeichner, der mir dabei hilft, die schönen Momente des Lebens festzuhalten und später immer wieder abrufen zu können.
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  11. Auf welchen Gegenstand könntest du in deinem Leben nicht verzichten?
    Können… sagen wir: wollen. Und dann: meine Kamera.