Venedig: San Marco

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ihr von Venedig außer den Bildern vom Landeanflug zum Wort „Unort“ ja noch gar nichts gesehen habt. Allgemein hinke ich ganz schrecklich hinterher, weil derzeit so viele Gedanken auftauchen, die Bilder brauchen, die irgendwie so gar nicht chronologisch zum Reisejahr passen. Ich hoffe, ihr seht mir das nach und genießt den Aufenthalt hier trotzdem 🙂 Diesmal habe ich aber einfach eine ganz klassische Galerie an Sehenswürdigkeiten aus der Stadt am Wasser für euch!

Wir hatten Riesenglück mit dem Wetter und haben die letzten wirklich sommerlichen Tage erwischt. Bei 27 Grad aßen wir Spaghetti in den Schanigärten und spazierten Abends nur mit T-Shirt durch die kleinen Gassen.

Wer in Venedig ist, kommt am Markusplatz nicht vorbei. Das war zudem unser großes Glück. Wir wohnten zwar nur 10 Gehminuten von einem der wohl bekanntesten Plätze Europas entfernt, hatten aber sogar Schwierigkeiten, uns auf diesem kurzen Stück Weg die unzähligen Abzweigungen zu merken (ich hab noch nie bemerkt, dass Venedig praktisch ein Labyrinth ist!). Über unser zweistündiges Herumgeirre nach unserem Ausflug auf Murano will ich gar nicht lang anfangen zu erzählen.

Venedig ist die Stadt außerhalb Österreichs, die ich am öftesten besucht habe. Dieses Mal war ich das 5. Mal dort – wenn auch zum ersten Mal über Nacht. Alle anderen Besuche waren der Italienliebe meiner Eltern und einem Ausflug mit dem Herrn Punkt geschuldet – alles in prä-fotoaffinen Zeiten. So stand Venedig natürlich irgendwo doch in den Top10 der Bucketlist der Fotomotive. Und auch wenn es unmöglich ist, San Marco aus noch nicht gesehenen Blickwinkeln zu fotografieren, so ist es doch immer wieder schön anzuschauen. Und das italophile Gen ist mir sowieso in die Wiege gelegt.

Übrigens: Venedig bei Nacht ist dünkler als erwartet. Nur der Dogenpalast, der strahlt natürlich in seinem weißen Glanz. Besonders schlau ist allerdings, wer Nachtfotos in Venedig machen will, aber kein Stativ dabei hat.

Es ist dies der erste Post von einigen, die ihr aus dieser Bilderbuchstadt noch erwarten könnt. Wie ihr seht, hat sich auch meine Liebe zu Laternen, die ihren Höhepunkt in Valencia erreicht hat, hier wieder manifestiert und austoben können. Ansonsten – was könnte ich euch erzählen? Auch wenn mein Herz meistens eher für die Metropolen der zweiten Liga schlägt, denke ich, dass man Venedig schon irgendwie einmal gesehen haben kann. Oder zweimal. Oder dreimal. Oder… 🙂

Überrascht war ich zum zweiten Mal schon darüber, dass die Essenspreise durchaus relativ human waren, wenn man ein paar Meter von Rialto oder San Marco entfernt war. Und in lukullischen Genüssen schwelgen, das kann man dort sehr gut. Mein Fazit: nicht grad‘ ein Geheimtipp aber mit der richtigen Einstellung hält es was es verspricht 🙂


PS: ich durfte an einem Artikel für GoEuro mitwirken und kurz erzählen, was mich an der wundervollen Stadt Budapest so fasziniert hat. Und auch wenn ihr das schon wisst – außer mir haben auch noch ganz viele andere tolle Blogger etwas zu diesem Post beigetragen und über tolle europäische Städte erzählt. Schaut doch mal vorbei!

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