Veränderte Blickwinkel – Zaunteil

Perspektivenwechsel – unscheinbare, alte, verrostete, alltägliche, hässliche Gegenstände aus einem anderen Blickwinkel betrachten, in einer anderen Dimension sehen.

Zaunteil

Ich habe nun einmal etwas anderes versucht. Normalerweise fokussiere ich Bildausschnitte, stelle sie scharf um kleine Teile genauer sehen zu können. In dem Fall habe ich das Gegenteil gemacht. Es handelt sich hierbei um die Spitze eines Zaunes. Die Begrenzung von öffentlichem Grund zu Privatgrund. Hinter diesem Zaun befindet sich ein Leben, Menschen mit ihren Sorgen und Freuden. Dieses Leben wird durch die hübsche Grundstücksbegrenzung von den Leben der anderen, die draußen vorbeiflanieren, -gehen, -laufen, -hetzen, getrennt. Aber wäre es nicht manchmal schön, wenn die Trennungen zwischen dem eigenen und dem Leben anderer ein wenig verschwimmen würde? Wenn man ein bisschen mehr Teil hätte an der Existenz anderer Personen?

Verfasst von

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

12 Kommentare zu „Veränderte Blickwinkel – Zaunteil

  1. Grundsätzlich ein guter Gedanke, aber für mich kein Dauerzustand. Manchmal braucht man eben genau diesen Zaun zwischen eigenem und fremden Leben. Ich persönlich bin in bestimmten Bereichen zum Beispiel ein ziemlich verschlossener Mensch und baue ganze Mauern auf Stein auf…

    Interessante Umsetzung dieser Gedankenfolge…

  2. Vielen Dank für deinen Eintrag und das liebe Lob =D Ich hab mich sehr gefreut!
    Deine Fotos finde ich aber auch sehr gelungen!! Besonders die Metallgitterstufen finde ich sehr schön, der Ausschnitt und das Farbspiel sind klasse gewählt *selber auch viel fotografiert*, vor allem gefallen mir die Close-ups, wobei ich auch auch sehr gern mit Unschärfe (oder eigentlich Bewegung) spiele.
    Ich hoffe, ich komme in nächster Zeit dazu, meine Galerie um die Fotografien zu erweitern ^^

    LG,
    kiwiTee

  3. Hallo Paleica,

    vielen Dank für Deinen Eintrag. Mein erster!!! Bin ja ganz fresh hier. 🙂

    Deine Fotos und Gedanken dazu finde ich ganz toll. Werde auf jeden Fall jetzt öfter hier vorbei schauen.

    Liebe Grüße
    Mimi

  4. Mhm, warum macht man das …
    gute Frage 😀
    Der „Sockentag“ ist in einem Chat voller verrückter Menschen entstanden… denn Socken müssen soviel ertragen… unsere Füße z.B. 😉
    Naja, das ist wohl so etwas, das man nicht erklären kann – verrückt for fun ^^

    Ja, Sprachen haben wir wirklich viele… Die Schule nennt sich zwar „naturwisschenschaftliches Gymnasium mit bilingual-Englischem Zweig“, allerdings sind wir im sprachlichen Bereich sehr viel besser ausgestattet, als im naturwissenschaftlichen. Nunja.
    Was die Psychologie angeht, ist das wohl teilweise in „Pädagogik“ enthalten- aber komplett vergleichbar ist es wohl nicht.
    Aber du hast es ja schon selbst gesagt : schon komisch, wie sich Schulsysteme unterscheiden können. 😛

    Das Foto oben finde ich übrigens sehr hübsch.
    Dieses Verschwommene lässt es aussehen wie ein Gemälde…
    zumindest ansatzweise 😉
    Auf jeden Fall würde man beim ersten Blick nicht an einen Zaun denken, sondern an etwas kunstvolleres…

    Auf eine gute Woche 😉
    Eva

  5. die verschwommenheit als zeichen, grenzen nicht immer so fest im auge zu haben? ich denke, du hast die idee gut umgesetzt.

    ganz ohne grenzen geht es leider nicht. dazu sind die menschen mit- und untereinander viel zu verschieden. aber hin und wieder mal die grenzen öffnen, das würde vielen gut tun.

    @sari: du baust viele mauern aus stein auf? klingt, als würdest du dir viel zu viel zu herzen nehmen. pass aber auf, denn irgendwann sind diese mauern so hoch, so dick, dass das leben darin verkümmert…

  6. Grenzen.. manchmal ists vielleicht gut, wenn man sie nur verschwommen wahrnimmt. verwischt sozusagen.. um sie im rechten moment wieder erstarken zu lassen. .vielleicht sollte man sich die freiheit rausnehmen. .grenzen dann als grenze anzusehen, wenn man sie benötigt ..

    sehr schöner gedanke zum heutigen tag *;)

    ~ lieben Gruß ~
    Frau*Seltsam

    blogadresse ,) http://selfconscious.wordpress.com/ ;)fürs zurückfinden. dann und wann ,)

  7. Das würde meiner Ansicht nach das Leben doch bereichern. Ich bin für verschwommene Grenzen in diesem von dir geschilderten Beispiel! Für mich wie die Portion Extrawürze!

  8. das wäre eine überlegung wert. aber nur, wenn ich trotzdem noch ein wenig zuflucht haben kann, wo mir nicht jeder über die schultern guckt. verschwimmende grenzen bergen die gefahr in sich, öffentlich zu werden. aber dafür begünstigen sie die anteilnahme anderer menschen. und am schönsten wäre die welt, wenn alle menschen sich gegenseitig respektieren würden, so dass grenzen überhaupt nicht mehr notwendig wären.

  9. wie ist denn dein gefühl wegen der gelaufenen prüfung? hab auch ordentlich daumen gedrückt 🙂

    ich mag sonnenauf- und untergänge… nur meistens seh ich die besten immer, wenn ich grade keine kamera in der hand habe 🙂

    *lg*
    torsten

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