Projekt 52 – Schmutzig (Woche 18)

Puh, diese Woche habe ich mir mal wieder Zeit gelassen, um das Thema umzusetzen und zu veröffentlichen. Das lag einerseits daran, dass die Woche durch das Projekt ‚Farbe bekennen‘ einiges auf diesem Blog los war und andererseits daran, dass es an einer passenden Idee gehapert hat.

Zuerst wollte mir irgendwie gar nichts rechtes einfallen. Natürlich habe ich im ersten Moment nicht nur schmutzig im Sinne von physisch dreckig gedacht, sondern auch von geistig versaute Gedanken. Da natürlich noch viel zuviele andere das damit assoziiert hatten, wollte ich dann doch lieber was Unverfänglicheres machen ^^

Kurzzeitig hatte ich eine Makroaufnahme – aus Paris (= – im Sinn, die zu oben Erwähntem um drei Ecken passen hätte können und mir dadurch nicht ganz so plump vorgekommen wäre. Aber dann ist mir dieses Objekt eingefallen, das ich schon seit Ewigkeiten fotografieren wollte. Aber entweder hatte ich keine Kamera dabei oder es war kein gutes Licht oder ich habe vergessen oder ich dachte einfach ‚heute nicht‘. Gestern dann aber schon. Und hier ist das Ergebnis =D

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Na, kennt irgendjemand von euch dieses Gebäude?
Das mit der goldenen Kugel und dem goldenen Ring, die bzw. der in der Sonne leuchtet?

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Mit buntem, bemustertem Wellblech.

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Und noch bunterem Beton?

Vermutlich nicht, oder?

Dann lasse ich euch hier mal eine kleine Aufklärung zukommen, warum dieses Gebäude zum Thema schmutzig passt:
Es handelt sich hierbei nämlich um die Müllverbrennungsanlage Spittelau in Wien. Und Müll ist ja bekanntlich auch – Schmutz ^^ Nachdem die Fassade 1987 großteils abgebrannt ist, wurde sie von Friedensreich Hundertwasser neu gestaltet. Die Spittelau gewinnt aus dem Müllverbrennungsprozess die Wärmeenergie, um das Neue Wiener Allgemeine Krankenhaus zu versorgen und erfüllt somit einen doppelten Zweck. Sie ist hiermit also ein gelungenes Beispiel für eine harmonische Symbiose zwischen Technik, Ökologie und Kunst. Sagt die Fernwärme Wien.