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Lieblingsort im Herbst: Rund ums Schloss, mit Gloriette & [Wort] Hanebüchene Habseligkeiten

Im Moment kommt es mir immer noch falsch vor, hier oder irgendwo anders so weiterzumachen, als wäre dieser Freitag Abend in Paris nie passiert. Dennoch nützt es nichts, denn die Welt dreht sich weiter, es gibt keine Pausetaste. Und obwohl mir im Grunde meines Herzens nach Schweigen ist, weil ich meine Worte noch immer nicht wieder gefunden habe, wird es hier weitergehen wie immer – vielleicht auch als Trotz, als Zeichen…

Schönbrunn ist ja, wie ich schon in einem Gastbeitrag bei Ilona geschrieben habe, mein Lieblingsort in Wien. Der Blick auf das Schloss, der liebevoll gestaltete Garten, die Alleen, der imposante Neptunbrunnen und nicht zuletzt die Gloriette verzaubern mich immer wieder. So zieht es mich einfach mehrmals im Jahr mit der Kamera zur ehemaligen Kaiserresidenz um wieder ein paar neue Blickwinkel zu finden und Altbekanntes mitzunehmen.



 

Außerdem werde ich hier nun etwas ganz Ungewöhnliches machen: ich werde zwei Wörter, die ich geschenkt bekommen habe, kombinieren. Zwei Wörter nämlich, die mir ganz schön schwer im Magen liegen und die in Verbindung miteinander und mit dem Ort dieser Bilder auf einmal Sinn ergeben. Empörende Besitztümer, quasi.

Zuerst teile ich mit euch ein Lied, das nötig ist, um die Verbindung all jener Komponenten herzustellen. Es stammt aus dem Musical „Elisabeth“ und trägt den Titel „Milch“:

Jemand belügt uns.
Jemand betrügt uns.
Jemand hält uns für dumm.
Wir müssen hungern,
andere lungern
in den Palästen rum…

Schluss!

LUCHENI:
Wollt ihr wissen, wer die Milch euch nimmt?

MENGE:
Sag wer?

LUCHENI:
Die ganze Milch ist nur für sie bestimmt!

MENGE:
Für wen?

LUCHENI:
Für eure Kaiserin! Sie braucht sie für…

MENGE:
Für was?

LUCHENI:
… ihr Bad!

Schönbrunn und sein Areal machen – wie vermutlich weltweit viele architektonische Schätze – bewusst, wie groß die Kluft zwischen arm und reich vor einigen Jahrzehnten, vor etwa 100 Jahren noch war. Selbst wenn man sich selbst reich fühlt, wie ich das zumeist tue (ich musste noch nie hungern, habe ein Dach über dem Kopf, einen Job, der mir mein Leben finanziert und damit „nur“ Sorgen, die auf der maslow’schen Bedürfnispyramide eher weiter oben angesiedelt , also nicht existenziell bedrohlich, sind), gibt einem das Schloss und der dazugehörige Park das Gefühl, ein kleiner, armer Wurm zu sein. Man kann sich kaum vorstellen, dass das einmal im Besitz einer Familie gewesen ist. Es macht bewusst, wie unermesslich viele Besitztümer diese Familien ihr Eigen nannten. Wie viele Menschen im Gegensatz dazu für ein paar weniger Habseligkeiten arbeiten mussten, unter Bedingungen ohne Mindestlohn, ohne geregelte Arbeitszeiten, ohne Freizeiten oder andere Bequemlichkeiten der 2000er-Jahre. Wie viele Menschen dafür über die Jahrhunderte in den Krieg geschickt wurden. Menschen, die um ihr nacktes Überleben arbeiteten oder kämpften, damit die Kaiserin in Milch baden konnte. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Kaiserfamilie (hier und überall anders wohl auch) diese Tatsache vermutlich als Naturgesetz annahm, könnte man durchaus als hanebüchen bezeichnen.

Auch wenn es selbst bei uns heute nach wie vor für viele Menschen Missstände gibt – sich  bewusst zu machen, wie es einem auch hätte ergehen können im Leben, hilft (mir) manchmal, einer gewissen Unzufriedenheit entgegenzuwirken. Wie froh können wir sein, nicht in ein armes Bauernhaus hineingeboren worden zu sein, zu Zeiten Maria Theresias , die dem hungernden Volk verständnislos empfahl, dann doch lieber Kuchen zu essen (auch wenn dieses Zitat nicht historisch ist). Wie glücklich können wir uns schätzen, im Urlaub, am Wochenende oder nach Feierabend diese wunderschönen, ehemals den Herrschern vorbehaltenen Orte besuchen zu können.


Lasst uns hoffen, dass wir auch in Zukunft dieses Glück und diesen Reichtum haben werden.

 

42 comments on “Lieblingsort im Herbst: Rund ums Schloss, mit Gloriette & [Wort] Hanebüchene Habseligkeiten

  1. Es ist definitiv richtig, eben nicht in Kriegsrhetorik zu verfallen. Gerade jetzt nicht – ich jedenfalls stehe mit Entsetzen und Verärgerung vor der offensichtlichen Tatsache, dass sich die Spirale der Gewalt so unaufhaltsam weiter dreht, auch jetzt wieder. Sie wird immer neue Tote produzieren und ich kann darin keinen Sinn sehen, auch das ist hanebüchen.
    Und ich kann gut nachvollziehen, dass Du in Schönbrunn so etwas wie Dein fotografisches Zuhause hast – mir geht es ähnlich, es sind, neben der Arbeit, Motive, die mich schon seit über 20 Jahren begleiten und mit denen ich einfach nicht „fertig“ werde.
    Ansonsten glaube ich, dass wir die Wahl haben, dass es auf unsere eigene Initiative ankommt, dass wir einen Kopf zum Denken und Fühlen haben und gelegentlich vor beide Worte ein mit- setzen dürfen, ja sogar sollen. Schön, wenn manches gut läuft, das ist ja nicht immer so.

    • ja das sehe ich auch so. leider scheint es mir, dass mit der verantwortung sehr schlecht umgegangen wird. es wäre überhaupt an der zeit, die „rhetorik“ mal hinten anzustellen und sich auf den kern der sache zu konzentrieren, zu versuchen, probleme anzugehen. leider kommt es mir vor, als wäre der bürokratische apparat unserer „weit entwickelten“ staaten so groß, dass nicht mehr wirklich gearbeitet werden kann.

      ich finde es auch wichtig, sich mit ähnlichen dingen neu zu fordern, weil es einen zwingt, den blickwinkel zu verändern und nicht abzustumpfen.

      ein eigener kopf, ja. den haben wir theoretisch alle nur kommt es mir so vor als würde ihn kaum jemand benutzen, weil man von familie, herkunft, wasauchimmer so infoktriniert ist, dass das gar nicht mehr möglich scheint.

  2. Es isr schrecklich. Es ist so unglaublich schrecklich und traurig und unfassbar, was am Wochenende in Paris passiert ist. Was täglich im Nahen Osten und anderswo passiert, welches Leid Menschen Menschen antun. Mit welchem Ziel? Ich kann mir kein wirkliches Ziel vorstellen, außer der Aufmerksamkeit, die sie erhalten und dem Effekt, die Welt mit dem Terror, den sie verbreiten, anzuhalten, das Leben auch derjenigen, die nicht direkt betroffen sind, anzuhalten.
    Ein Innehalten aus Respekt vor Betroffenen und Angehörigen und um sich die Relevanz von Frieden, Sicherheit und Toleranz, von Freundschaft, Mitgefühl und (Nächsten-)Liebe ins Bewusstsein zu rufen ist mMn wichtig. Aber ebenso ist es wichtig, zu leben, die Ziele der Attentäter und der Organisationen hinterher nicht zu erfüllen, indem wir unser Leben anhalten. Insofern finde ich es schön, von deinem Lieblingsort zu lesen. Davon, dass es Schönes gibt in dieser Welt.
    Danke. Jana.

    • ich weiß es nicht. ich denke, die menschen, die es ausführen, sehen das ziel tatsächlich in der verbreitung ihres glaubens. im verletzen anderer. im ausleben ihres hasses, der geschürt wurde. und die, die dahinterstehen? kann es um etwas anderes als geld und macht gehen?
      danke für deine worte, liebe tante jana!

  3. Wenn solch ein Ereignis, so grausam es auch ist, dazu führt, dass wir mit Handlungen aufhören, die uns und anderen Freude bereiten, gewinnen eindeutig die Falschen… Danke fürs Weitermachen!

  4. Hallo Paleica,

    Schönbrunn ist auch wunderbar, ich habe bei der Besichtigung des Schlosses von innen die Geschichte als sehr greifbar empfunden. Schlößer haben das so an sich, sie sind Reminiszenzen. Es beeindruckt mich auch, was es da alles zu entdecken. Auch die toll gestalteten Schloßgärten.

    Die prunkvollsten Schlösser habe ich in Russland gesehen, das ist schon unglaublich. Man taucht einfach in eine Zeit ab…

    Liebe Grüße, Bee

    • ja liebe bee, so ging es mir auch als ich damals drinnen war. ich finde das auch toll. man sieht auch europäische geschichte und die spuren der monarchien. ein bisschen ist es immer wie zeitreisen.
      dass es in russland nochmal ein ganz anderes kaliber ist, kann ich mir gut vorstellen!

  5. Ich war gespannt, ob und was du aus dem wunderschönen Wort „Habseligkeiten“ machen würdest…. Es ist dir was Schönes gelungen. Auch in diesem Kontext zwischen arm und reich. Danke, Paleica.

    Ansonsten bleibt man nach den Ereignissen in Paris besser sprachlos Die Medien reden schon fleißig vom „Krieg“ – das sollte uns allen zu denken geben: Gedanken formen Worte und Worte werden zu Taten. Die Barbaren, die unsere Gesellschaft mit Gewalt überziehen, wollen vermutlich genau das.
    Bleiben wr standhaft und reden vom Frieden.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche
    Werner

    • danke für das wort, lieber werner! es hat ein weilchen gedauert, bis ich eine art feeling für das wort hatte. ist immer spannend zu sehen, wie sich das so entwickelt. es freut mich jedenfalls, dass dir der beitrag gefällt!

      ja du sagst es. ich stimme dir zu. man sollte vorsichtig sein, aber vorsicht ist schon längst unter ferner liefen, wichtig ist die auflage 😦

  6. Schöne Bilder, wobei ich soviel Prunk auch immer etwas seltsam finde, du beschreibst es ganz gut. Dekadent und irgendwie krass. Schön anzusehen ist es natürlich trotzdem 🙂
    Und ansonsten, seufz, was soll man sagen, es wird soviel gesagt und geredet und interpretiert und rumgedeutelt, verstehen wird man es vielleicht nie wirklich, welche Mechanismen wirken. Man könnte auch zu noch so viel mehr Ereignissen jeden Tag überall auf der Welt soviel sagen. Ich ziehe es vor, mehr dazu zu schweigen. Es zu registrieren, ein Stück weit mit zu fühlen, wenn es geht, zu versuchen, in meinem kleinen Leben alles so zu tun, wie ich es für positiv halte und ja … weiter zu leben und das Leben stark sein zu lassen. Die Welt trotz allem ein wenig schöner zu machen.
    Dafür sorgen auch deine Beiträge und das ist gut so.
    Liebe Grüße.

    • du sagst es. obwohl wir das hier in wien gewissermaßen ja gewöhnt sind, weil doch an einigen ecken solche gebäude stehen. trotzdem ist es so, wenn man einen moment innehält, überwältigt das…

      ich denke, etwas anderes können wir realistischerweise ohnehin nicht tun. man kann die welt nicht retten, man kann nur versuchen, sie in seinem eigenen kleinen aktionsradius ein klein wenig besser machen, für die menschen, auf die man „zugriff“ hat. es freut mich sehr, wenn meine kleine insel hier in deinen augen ein stück beitrag dazu leistet, danke! ❤

      • Genau. Das denke ich auch.
        Und JA!! Das tut sie, deine Insel!!! 🙂
        Regt Gedanken an, bereichert, bringt Farbe und Licht, stellt Fragen, ist lebendig!! Das ist doch etwas sehr sehr Schönes!! 🙂

  7. Ja, weitermachen! Alles andere hilft niemandem. Die Fakten sind hart und schrecklich. Aber wir können es nicht ändern. Niemals…
    Darum mach ich jetzt auch weiter und muss ehrlich zugeben, dass ich es ein bisschen bereue das wir Schönbrunn ausgelassen haben beim Bloggertreffen… Ein wunderbarer Ort. Ich war vor vielen Jahren mal dort. Allerdings ohne „richtige“ Kamera und bei miesem Wetter. Die Stimmung die Deine Bilder zeigen machen Lust auf mehr… Wundervoll!

    • nein, können wir nicht. leider. weil es die natur des menschen ist. dennoch ist es immer wieder erschreckend.

      ich hab mich eh gewundert, dass schönbrunn für euch kein must war, aber ich wollte euch nicht zwingen 😉 naja, es ergibt sich bestimmt ein andermal für dich eine gelegenheit! und von mir gibts noch einiges zu schönbrunn in den entwürfen 😉

  8. Liebe Paleica,
    kein Trotz und auch kein Zeichen, so ist das Leben eben. Es geht unerbittlich weiter und weiter, egal wie entmenscht wir auf unserem Planeten „herrschen“!

    Schloss Schönbrunn ist wirklich mehr als einen Besuch wert. Ein Genuss in jeder Hinsicht. Dekadent, herrschaftlich, arrogant in seiner Pracht, die Gottseidank bis heute erhalten blieb, bezaubernd bis in kleinste Details, ein echtes Unikat, oft kopiert aber nie erreicht!

    Hab einen feinen Wochenstart und einen guten Montag,
    herzlichst moni

    • ja moni, da hast du sicher recht. die natur der physik kümmert es nicht, was wir hier treiben, die sonne geht jeden tag erneut auf – und wieder unter.

      danke für deine worte zu schönbrunn, ich freu mich diese begeisterung teilen zu können!

  9. Ja, liebe Christina, die zwei hast du gut zusammengeflochten ! „Hanebüchen“ ist ja wahrhaftig eine Herausforderung um damit einen Text zu schreiben 🙂 Ich dachte damals du wärst einfach auf der Suche nach ausgefallenen Wörtern ..

    Schönbrunn ist ja mein „schnell einmal eine Runde drehen Garten“. Ich hab auch eine Jahreskarte für den Tiergarten und das Palmenhaus und bin da einfach sehr oft. Nicht dass ich deswegen jeden Winkel auswendig kennen würde, aber doch eine Menge. Gestern Abend zB haben wir die letzten Reste eines spektakulären Sonnenuntergangs hinter der beleuchteten Gloriette bewundert. Ich glaub´s ja selber kaum, aber ich hatte keine Kamera mit. *seufz* Auch deswegen finde ich eben deine Schönbrunn-Bilder immer wieder interessant, es sind die gleichen Orte, aber meine Bilder schauen wieder ganz anders aus und die von dritten und vierten Personen nochmal anders. Es gibt halt keine objektiven Bilder, zum Glück.

    Liebe Grüße

    • oh JA das war es wirklich 🙂 und auch wenn ich in diesem text vielleicht nicht so konkret auf die worte eingegangen bin, wäre der gedanke dieses textes ohne dein wort (und das von werner) nie entstanden. das ist das, was ich an diesem projekt so liebe. denn die bilder verlangen worte, aber nicht immer kommen sie aus mir selbst.

      das ist bei mir auch so. also jahreskarte hab ich keine, aber wenn ich nicht weiß, wo ich hinfahren soll, dann wird es meistens schönbrunn. es ist einfach immer wieder toll.
      diese momente sind dann immer ein wenig ärgerlich, aber man weiß ja, dass man wiederkommen kann.
      es ist lustig dass du das ansprichst, denn genau dasselbe erlebnis hatte ich heuer mehrmals. sileas und christina haben auch bilder von schönbrunn gezeigt und sie waren so ganz anders als meine. das ist einfach großartig, wie dieser ort zum sehen inspiriert.

  10. Moni hat Recht, eine gute Woche wünsche ich dir

  11. Ah endlich die Schönbrunn-Bilder 🙂 Du hast also tatsächlich noch ein paar blühende Szenen einfangen können (oder sind die Fotos schön älter?) – jedenfalls sind sie wunderschön. Ich bin auch oft froh, dass es es mir so geht, wie es geht. Keinen Hunger leiden zu müssen, einen sicheren Job zu haben, reisen zu können und nicht vor Krieg flüchten zu müssen scheint auch – oder gerade heute – ein Privileg zu sein. Leider!

    • die bilder sind ein bisschen älter, aus dem oktober. ach ich hab noch soviel schönbrunn in den entwürfen, ich weiß gar nicht, wann ich alles posten soll >.< ich freu mich, dass sie dir gefallen und besonders auf die obere galerie bin ich ein wenig stolz, weil das allesamt ganz neue blickwinkel für mich waren.
      ja, das ist ein unglaubliches privileg. umso mehr macht es mich manchmal wahnsinnig, dass es viele menschen für so selbstverständlich nehmen und nur meckern…

  12. Ich finde deine Fotos von Schönbrunn sehr schön. 🙂 Ich war ja vor Jahren mal dort und hatte einen schönen Tag.
    Vor allem das erste Foto finde ich von den Farben her sehr hübsch.

    Ich kann schon verstehen, warum man in so alten Gebäuden auch gerne Horrorfilme dreht. ^^ Obwohl das Thema mittlerweile etwas ausgelutscht ist, bieten solche verlassen Häuser schon eine tolle Atmosphäre. Ich kann mir echt vorstellen, dass es auch sehr gruselig ist, mal selbst in so einem zu sein…

    Ehrlich gesagt hätte ich das auch nie gedacht. Das hört sich hart an, aber ich hätte wirklich auf jeden anderen Menschen gewettet und nicht darauf, dass wir mal keinen Kontakt mehr haben würden…
    Im Endeffekt weiß ich durchaus, warum sie auf manche Sachen so reagiert hat, wie sie es eben getan hat. Aber letztlich kann man halt auch nicht unendlich viel Verständnis aufbringen (gerade wenn es nicht auf Gegenseitigkeit beruht). Traurig, aber manchmal tun einem Menschen einfach nicht mehr gut.
    Wer weiß was in Zukunft passieren wird. Ich hab für mich mit der Sache mittlerweile wirklich abgeschlossen, aber wenn die Umstände passen, würde vielleicht auch nichts dagegen sprechen in einiger Zeit wieder Kontakt aufzunehmen. Wenn sich vielleicht einfach die Lebensansichten wieder etwas geändert haben und möglicherweise wieder besser zueinander passen.

    • dankeschön 🙂 ich liebe schönbrunn einfach und obwohl ich schon gefühlte 1000mal dort war finde ich es immer wieder schön.
      wegen dem ersten foto bin ich auch hingefahren, habe bei irgendjemandem ein bild mit dem brunnen vorm schloss gesehen und war nahezu entsetzt, dass ich das selbst noch nie fotografiert habe 😉

      ich denke, diese dinge wirken halt immer. egal wie oft man es gesehen hat, aber knarrende, quietschende türen verlieren nicht an schrecken 😉

      das kann ich mir vorstellen. es gibt menschen, bei denen ist es besonders hart. ich habe ja auch so jemanden. aber manchmal wird der bogen einfach überspannt und wenn die andere person so ganz „falsch“ und unempathisch reagiert, dann zerstört das etwas. natürlich kann es auch die möglichkeit geben, dass sich das blatt eines tages wendet aber nur, wenn sich dieses verhalten ändert.

  13. Ein halbes Jahr? Na das macht ja Hoffnungen… 😉 Wobei ich, wenn ich zurück denke, das jetzt auch schon gut drei Monate mit mir rumschleppe. Ich hatte das aber eben noch nie und hab die Zeichen falsch gedeutet. Das Ziehen im Kiefer finde ich auch ganz ekelhaft! Das hab ich jetzt zum Glück nicht mehr ständig… Als alles anfing, war ich damals sogar beim Zahnarzt, aber der hat natürlich nichts gefunden… da dachte ich schon: jetzt werd mal nicht zum Hypochonder. Die Sache wurde dann aber auch tatsächlich erst mal wieder besser. Kam halt nur immer wieder.
    Und ich hatte auch ein paar sehr schlimme Kopfwehattaken. Nur hab ich ja generell mit Migräne zu kämpfen, daher war mir jetzt auch nicht klar, dass das noch von was anderem hätte kommen können.
    Ich war dann irgendwie schon fast froh, als das Gesicht angeschwollen ist und endlich einfach klar war, dass das die Nebenhöhlen sind. Die ganze Sache ist mega nervig, zäh und ekelhaft, aber wenn man dann wirklich weiß woher alles kommt, geht’s auch wieder. Ich hab zum Glück auch ein paar gute Leute an der Hand und werd das nun schon in den Griff kriegen.
    Ist so definitiv besser als irgendwie immer mit was diffusem zu tun zu haben, was nie richtig raus kommt etc…

    Ich hatte damals in Schönbrunn halt auch das perfekte Wetter. So richtig schön kitschig. 😉

    Eben. Das denke ich mir auch. Ich habe damals auch versucht noch mal ganz klar und ehrlich mit ihr zu reden. Generell könnte sie sich jederzeit bei mir melden. Aber es würde halt meiner Meinung nach wenig Sinn machen, wenn ich das tun würde. Das würde nur wieder zeigen, dass sie eben ihr Verhalten eigentlich nicht geändert hat bzw. immer noch nicht so ganz versteht worum es mir letztes Jahr ging…
    Von dem her, lasse ich die Sache einfach mal offen und schaue. Vielleicht ändert sich noch mal was, vielleicht nicht. Das zeigt die Zeit.

    • ich weiß, ein halbes jahr hört sich super schlimm an. das „akute“ war nach den richtigen antibiotika dann zum glück weg, aber diese elenden kopfschmerzen haben sich halt echt gezogen. aber ich kenne das. wenn man ewig nicht weiß, wo eigentlich das problem liegt und man macht und tut und es wird nicht besser, das ist zermürbend. so ging es mir ja mit dem rücken auch.

      ja das kenne ich gut. und es gibt einfach situationen, da muss man zu sich selber stehen und wenn das bedeutet, sich von einer freundschaft zu trennen, dann muss es eben so sein. auch wenn es nicht schön ist. aber wenn man über längere zeit eigentlich mehr schlechte als gute gefühle mit jemandem hat, ist der vielleicht nicht mehr richtig im leben. aber das kann sich natürlich auch jederzeit wieder ändern.

  14. Trotz tristen Himmel sehr schöne Fotos. ich habe jetzt auch drei Tage Staatstrauer hinter mir und ja, das Leben geht weiter. Aber nach wie vor unfassbar und schrecklich.

    LG, Gerd

    • ja, das wetter war nicht so toll, es hat dann auch noch angefangen zu regnen. manchmal finde ich das aber auch stimmungsmäßig ganz interessant.
      du sagst es. ich konnte nicht umhin, dennoch ein paar konkrete worte dazu zu verfassen. manchmal muss man sich einfach was von der seele schreiben.

  15. Liebe Paleica, passe auf dich auf, es wird stürmisch

  16. Tolle Bilder! Ich war da sogar schon einmal „live“. Das erste Bild hat für mich auch etwas winterliches, auf den ersten Blick wirkt es irgendwie „frostig“.

    • das stimmt. das war in dem sinn gar nicht wirklich beabsichtigt, irgendwie ist es letztendlich einfach so geworden. aber es war auch sehr kühl und feucht und unfreundlich an diesem tag.

  17. WOW! Wie wunderschön die Bilder sind… Einfach nur bezaubernd. Du bist eine tolle Fotografin und hast einen schönen Schreibstil.

    Liebe Grüße
    Judith

  18. Wie Recht du hast! Wir können uns wirklich glücklich schätzen den größten Teil der Bedürfnispyramide (bei ihrer Erwähnung musste ich leider schmunzeln, weil sie letztes Semester in einer Vorlesung auftauchte :D) schon in unserem Alltag sicher zu haben. Wir sollten froh sein in einem sozialen System zu leben und uns verwirklichen zu können, frei reisen, leben, denken, sprechen und handeln zu können. Manchmal vergessen wir das und sehen das als Standard.
    Ich hoffe, wir können in Zukunft so weiter leben, wie bisher. In Ruhe und Frieden.
    Liebe Grüße aus Klafu!

    • hehe, ich glaube, ohne den maslow kommt mein bwl-studium aus 😉 aber ja, ich finde halt auch, dass diese pyramide wirklich gut beschreibt worauf es ankommt und das sollte man sich halt auch immer wieder ins bewusstsein rufen.
      ich hoffe das auch sehr. das ist eigentlich das wirklich vorrangige im leben!

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