Fotoparade 2/2017 – die schönsten Fotos des Jahres!

Nach dem traurigen Start in dieses Jahr, den ich mir auch hier ein klein wenig von der Seele schreiben musste, ist es Zeit, sich den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden und laut und bewusst JA zu sagen zu den Dingen, die mich glücklich machen. Der perfekte Anlass dazu ist Michaels Fotoparade #FoPa Net, die 2017 in die zweite Runde geht! Nachdem ich es dieses Jahr endlich geschafft hatte, beim 1. Teil mitzumachen, will ich mir auch den zweiten nicht entgehen lassen, auch wenn der fotografisch wesentlich inaktiver war, als die ersten 6 Monate 2017. Der Weihnachtsurlaub hat mich allerdings mit traumhaftem Winterwetter tatsächlich nochmal ein bisschen rausgerissen, danke dafür an das wunderschöne Salzkammergut.

Landschaft

Ich liebe Landschaft. Zu jeder Jahreszeit. Momentan würde ich sagen: im Winter besonders. Aber das würde ich auch im Herbst behaupten und im Sommer und im Frühling.

Licht

Licht, das Lebenselixier. Lichter, die scheinen, auch wenn es dunkel ist. Bevorzugt die Sonne, doch wenn die sich versteckt, ist es gut, eine Kerze anzuzünden, sie spendet auch Wärme, die der Seele in der dunklen Zeit Trost spendet.

Schwarz-Weiß

Bildern Farbe zu entziehen ist wie ein Kontrast zu unserer schnelllebigen Zeit. Bilder ohne Farbe brauchen manchmal mehr Zeit und Aufmerksamkeit, um in ihrer vollen Schönheit wahrgenommen zu werden. Ohne Farbe werden Struktur, Rhythmus, Formen und Linien in den Vordergrund gehoben. Bilder ohne Farbe sind Instrumentalmusik. Man erfasst sie nicht im ersten Moment, aber ihre Melodie tropft durch die Ohren in die Seele.

Tiere

Blässhuhn im St. James Park in London

Tierfotografie ist im Allgemeinen bei mir nicht so stark vertreten, wenn ich nicht grade Wale an der amerikanischen Westküste beobachten darf. Das hat nichts damit zu tun, dass ich Tiere nicht mag – ganz im Gegenteil – ich habe nur einfach in meinem Alltag nicht soviel Gelegenheit und oft auch nicht die nötige Geduld und das entsprechende Objektiv dabei. Dieses Blässhuhn ist auch eigentlich eher zufällig auf dem Bild, denn fotografiert habe ich das Motiv wegen der gelben Spiegelung im tiefblauen Wasser und wegen der konzentrischen Kreise. Der Vogel war mir erstmal im Weg – nach Bekanntgabe der Themen war ich aber sehr froh über ihn.

Natur

Angereiftes Blatt, vergessene Boten des Lebens

Natur, Natur, Natur. Es ist alles, was mich bannt und fasziniert. Wofür kann ich mich entscheiden? Geworden ist es ein Blatt im Raureif, denn ihr wisst ja vielleicht, dass verdorrte Blätter und Wasser in allen Aggregatszuständen zwei meiner absoluten fotografischen Leidenschaften und Raureif meine große Winterliebe sind? Seht euch nur diese verrückten Zackengebilde an. Jedes einzelne ein kristallenes Kunstwerk, ewig wiederkehrend und so vergänglich.

Nahaufnahme

Die perfekten Wassertropfen

Wassertropfen und Blümchenmakros. It is love. Und nach einem unglaublich fotoproduktiven ersten Halbjahr 2017 blieb die Kamera erstmal für einige Woche unangetastet liegen, manchmal wird es mir einfach zuviel. Erst der Regen im August hat mich motivert, sie wieder zu schnappen und das Makro draufzuschrauben. Ich mache das selten, aber wenn, dann entfacht jedes Mal aufs neue eine tiefe, innige Liebe zu der Welt im Kleinen.

Stadtbild

Budapest, vielleicht meine Lieblingsstadt? Und eine Nachtaufnahme der Brücke, die mich seit Jahren fasziniert und von der ich nun endlich, endlich mein eigenes Foto gemacht habe. „Mein eigenes Foto“ sind vielleicht eher „meine zweihundert Fotos“. Aber wer zählt das schon?

Farbkontrast

Eine Telefonzelle in Whitechapel. Der Ort in London, in dessen Namen vielleicht immer Sherlock Holmes und Jack the Ripper mitschwingen wird, egal wieviele Glaspaläste die ehemaligen rechteckigen Backsteinhäuser verdrängen. Eine Telefonzelle, die nicht nur ein Farbkontrast ist, sondern ein Kontrast zu den modernen Gebäuden und ein Kontrast zum Reichtum, der rundherum angehäuft wird, denn sie diente als Übernachtungsbleibe für einen Obdachlosen, den ich erst entdeckte, als ich näherkam.

Der Raureif in der Morgensonne ist ebenfalls ein doppeldeutiger Kontrast, Eis, das absolut Kalte und Sonne, das absolut Warme. Das farblose, kühle, Blaugrauviolett der Pflanze gegen das farbige, warme Orangegelbrosa des Himmelbokehs.

Essen

Biene ❤

Da ich Essen selten optisch anspruchsvoll fotografiere, musste ich hier ein wenig um die Ecke denken und ein Lebewesen bei der Nahrungsaufnahme fotografieren. Mein erstes gelungenes Bienenmakro, über das ich mich sehr sehr sehr gefreut habe.

Aussicht

Blick auf die Themse Richtung Tower Bridge

Ein Bild, das ich ganz unbedingt machen wollte. In allen Filmen, die London um die letzte Jahrhundertwende zeigen, war es immer der Blick auf die Themse, der mich fasziniert hat. Früher war dort nicht viel, außer die im Bau befindliche Tower Bridge und eine Menge Schiffe. Heute ist dort eine Menge mehr und an die alte Zeit erinnert nur noch die in die Abendsonne getauchte Brücke in der Ferne.

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Landschaft und Natur finde ich übrigens immer recht schwer zu differenzieren, da ich meistens Naturlandschaften fotografiere, daher ist die Zuteilung vielleicht nicht ganz eindeutig. Es ist mir auch wieder richtig schwer gefallen, Bilder rauszusuchen, Winterlandschaften liebe ich so sehr, aber ich will und kann ja auch die restlichen Monate nicht ganz vernachlässigen. So ist die Auswahl zustande gekommen, die ihr nun gesehen habt.

Für das „schönste Foto“ habe ich mir ein Motiv ausgesucht, das ich schon im letzten Jahr besucht hatte, dessen Schönheit ich aber erst dank des freundlicheren Wetters dieses Mal wirklich in vollem Ausmaß begreifen konnte. Ich sagte einst zum Herzmann „ein perfekter Tag braucht Wasser und Berge, dann kann auch eigentlich nix mehr schiefgehen“. QED – was zu beweisen war!

Schönstes Foto

Vorderer Langbathsee

Und zum Schluss, da eine Blogparade ja auch immer der Vernetzung dient, andere Teilnehmer, deren Beiträge ich sehenswert fand (eine Auswahl, denn eigentlich hätte jeder eine Nennung verdient!