#travelathome: Lobau & ein Liebster Award

Nach mittlerweile einer ganz schön langen Weile haben es mal wieder 11 Fragen zu mir geschafft. Dieses Mal habe ich sie von der lieben Heike bekommen und ich habe mich sehr gefreut, dass sie an mich gedacht hat ❤ Wie üblich beantworte ich die Fragen sehr gerne, werde sie aber nicht im Konkreten weitergeben. Allerdings hatte ich mal wieder Lust drauf, mir neue Fragen auszudenken, also gibt es 11 Fragen von mir, die jeder mitnehmen kann, der möchte!

Aber zuerst natürlich Heikes Fragen, die ich für euch beantworten will!

  1. Welche wesentlichen Erkenntnisse hast Du durch das Bloggen gewonnen?
    Dass Menschen kommen und gehen, aber das Internet bleibt. Und dass manche Menschen auch wieder zurückkommen.
  2. Welche liebenswerten und/oder chaotischen Eigenschaften sind typisch für Dich?
    Kann ich das denn beantworten? 🙂 Auch Sheldon Cooper denkt ja, dass seine Eigenschaften liebenswürdig sind 😉 Aber ich weiß nicht… vielleicht diese Sache: ich tu mir schwer damit, verbal große Gefühle auszudrücken. Deswegen passiert es oft, dass ich mich nach einem Treffen mit einem Menschen, den ich sehr mag, eine emotionale Nachricht „nachschicke“, um meiner Zuneigung/Begeisterung/etc adäquat Ausdruck zu verleihen. Ich mag es nicht, wenn Besteck von unterschiedlichen Serien beim Essen auf dem Tisch liegt. Ich suche des öfteren hysterisch mein Apfeltelefon – besonders gern, wenn ich es in der Hand oder am Ohr habe. Wenn jemand mit einer Idee oder einem Vorschlag auf mich zukommt, die/der mir gefällt, gibt es spätestens am nächsten Tag ein vollständig ausgearbeitetes Konzept mit allen erdenklichen wenns und abers. Soll ich weitermachen 🙂 ?
  3. Welche Superhelden haben Dich in Deiner Kindheit begleitet, und welche ihrer Fähigkeiten hast Du bewundert?
    Ich war nicht so der Superhelden-Fan muss ich gestehen. Also ich weiß, dass ich mir Superman angeschaut habe, das hat mich aber relativ kalt gelassen. Von den Zeichentrickserien könnte ich das auch nicht wirklich sagen. Mit 11, 12 Jahren war ich totaler Fan der Buchreihe Animorphs. Das waren zwar nicht in dem Sinn Superhelden, aber ich fand es unglaublich toll, dass sie sich in jedes Lebewesen verwandeln konnten, das sie einmal berührt hatten. Da hab ich sehr mitgefiebert. Und die Teenage Mutant Hero Turtles, die waren eine zeitlang auch spannend.
  4. What’s in your bag? Was darf in Deiner Tasche nicht fehlen, wenn Du das Haus verlässt?
    Eigentlich gibt es in meiner Tasche 3 Fixpunkte: meine Geldbörse (klar!), mindestens eines meiner beiden Handies (meistens beide) und mein Ampelmann-Täschchen, das mit den notwendigsten Kleinoden gefüllt ist wie Stiften, Nagelzwicker (gesegnet mit brüchigen Nägeln, yay!), Desinfektionsfläschchen, Schmerztabletten. Ach, und natürlich Taschentücher 🙂
  5. Eine gute Fee gewährt Dir drei Wünsche. Für was entscheidest Du Dich?
    Zu allererst Gesundheit und ein langes, glückliches Leben für mich und meine Familie (geht das als ein Wunsch durch 😉 ) ? Dann wird es schwierig. Denn sowohl beamen zu können als auch zeitreisen steht eigentlich ex aequo auf meiner Liste. Da ich aber einen Wunsch dafür benötige, mir von der Fee eine weltumspannende menschliche Eigenschaft zu wünschen, die ein menschenwürdiges Leben in Frieden und Freiheit und Wohlstand für alle möglich macht, muss ich noch überlegen, welche der beiden Eigenschaften das Rennen macht. Wahrscheinlich zeitreisen, denn wenn ich zeitreisen kann, ist beamen vielleicht nicht mehr ganz so wichtig 🙂
  6. Robinson Crusoe 2.0. Du strandest alleine auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände konntest Du aus dem Treibgut retten?
    Einen Schlafsack, ein Zippo mit Feuerzeugbenzin und ein Taschenmesser.
  7. Du erfindest eine Zeitmaschine. Wohin (und warum) führt Dich Deine erste Reise?
    Das ist nahezu unmöglich zu beantworten. Vielleicht nach Berlin, am 9. November 1989? Zur österreichischen Staatsvertragsunterzeichnung? Ins Wien um 1900, um Sigmund Freud, Arthur Schnitzler und Stefan Zweig im Kaffeehaus zu treffen? In die Golden Twenties nach New York? Nach San Francisco, Ende der 60er Jahre oder gleich nach Woodstock? Ins antike Griechenland, um mit Sokrates und Platon zu plaudern? Nach Oxford in den 50er oder 60er Jahren, um einer Vorlesung von Tolkien zu lauschen? Es gäbe zu viele spannende Momente, die ich gerne miterlebt hätte!
  8. Was bedeutet Kreativität für Dich und wie lebst Du sie in Deinem Alltag aus?
    Kreativität bedeutet für mich, das Schöne im Alltäglichen zu sehen und sichtbar zu machen. Dort hinzuschauen, wo andere vorbeigehen. Den blühenden Baum vor dem Gemeindebau zu entdecken, die Sonne, die sich in den Blättern spiegelt, einzufangen, die vielen grünen und bunten Flecken, die das Grau der Stadt durchbrechen, die Wassertropfen, die Spinnennetze mit Perlen verzieren und überhaupt das Licht zu sehen, das jeden Tag an jedem Ort die schönsten Bilder malt.
  9. Welche selbst gemachte Fotoaufnahme ist Dein Lieblingsbild? Zeige sie uns und erkläre, welche Geschichte sich dahinter verbirgt.
    Hier gibt es nun ein Triumvirat an Bildern, denn es ist ein Trio an Erlebnissen, die mir meinen ersten ganz großen Traum erfüllt haben.blog_usa-retro3Die Golden Gate Bridge, in San Francisco. Weil ich hier begriffen habe, dass sich Träume erfüllen können, wenn man sie in die Hand nimmt und weil sie lange so etwas wie der Inbegriff des Unerreichbaren für mich war.
    blog_usa-grandcanyon12Der Grand Canyon, vom Helikopter aus gesehen, weil ich niemals gedacht hätte, dass ich das jemals tun würde. Weil kein Bild diesem Naturwunder jemals gerecht werden kann und weil es atemberaubend ist, wie man sieht, wie unter einem auf einmal die Erde aufreißt.
    blog_usa-whalewatching19Dieses Bild, das das bunte tierische Treiben mitten im Pazifik zeigt. Den große Ozean, den man sonst an der Oberfläche nur fast leblos oder mit tosenden Wellen kennt, die Delfine, die Möwen und die Rückenflosse des wahrscheinlich zweitgrößten Lebewesens auf diesem Planeten.
  10. Wie sieht Dein perfekter Tag aus?
    Ausgeschlafen und schmerzfrei, am Meer, im Meer oder in den Bergen.
  11. Du bist am Ende Deiner Reise angekommen. Auf welche Erfahrungen, Momente und Errungenschaften möchtest Du an Deinem Lebensabend zurückblicken?
    Ich möchte wissen, dass meine Existenz für andere Menschen etwas Positives in ihrem Leben bewirkt hat. Ich hoffe, dass manche Menschen sagen werden, ohne mich wäre ihr Leben ein Stückchen weniger bunt gewesen. Und dann möchte ich ein paar der beeindruckenden und schönen Dinge, die dieser Planet zu bieten hat, mit eigenen Augen gesehen haben. Ich möchte nicht bereuen, womit ich meine Lebenszeit verbracht habe.

Und von euch möchte ich wissen:

  1. Was ist das schönste Kompliment, das man dir als Blogger machen kann?
  2. Welches Buch/welchen Film würdest du gerne noch einmal zum ersten Mal lesen/sehen?
  3. Welches Foto möchtest du unbedingt einmal selber machen?
  4. Wenn du keine Angst hättest, was würdest du dann tun?
  5. Regenschirm oder Kapuze?
  6. Welche Jahreszeit beschreibt dich am besten?
  7. Wenn du an Reinkarnation glauben würdest, wer oder was wärst du in einem früheren Leben gewesen?
  8. Was muss deiner Meinung nach dringend erfunden werden?
  9. Welche ist die beste menschliche Eigenschaft?
  10. Und welche die schlechteste?
  11. Wenn du einen Tag im Körper eines anderen Menschen verbringen dürftest, wer wäre das und was würdest du dabei herausfinden wollen?

Sehr freuen würde ich mich dennoch, wenn sich hier jetzt vielleicht meine besonders fleißigen Kommentatoren, wie die liebe FrauHeldin, der Herr Kuhnograph, Frau Seelenstreusel, Jetamele, Laoghaire, Sileas und Christine angesprochen fühlen. Natürlich nur bei Lust und Laune 🙂

Zum Abschluss nehme ich euch mit auf einen kleinen Rundweg durch die Lobau, ein Naturschutzgebiet in und um Wien.

Die Bilder entstanden am Ostersonntag in der Lobau. Wir benutzten den Parkplatz Saltenstraße und spazierten den Saltenstraßenweg entlang, einer der vielen Rundwege durch das Naturschutzgebiet.

Wikipedia sagt: Die Lobau ist ein nördlich der Donau und großteils innerhalb, teilweise aber auch östlich Wiens gelegener Teil des Auengebietes der Donau, das sich am linken Donauufer zwischen Wien und der Mündung der March (Grenze zur Slowakei) erstreckt. Die Lobau ist rund 22 Quadratkilometer groß.
In der Lobau befinden sich wichtige Rückzugsgebiete von vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Sie wurde daher 1977 von der UNESCO als Biosphärenreservat/Biosphärenpark (Untere) Lobau (AUS03), im Ausmaß von 1.037 Hektar anerkannt und setzt sich Richtung Niederösterreich in den Nationalpark Donauauen weiter fort.