Der Traum vom Sternenhimmel oder 30 vor 30

Von meinem zweiten Versuch mit „Astrofotografie“ habe ich folgendes gelernt:

  1. Ich wohne zu nah an der Stadt, um mal eben für ein paar Sternenhimmelfotos ein bisschen rauszufahren.
  2. Meine heißgeliebte D90 stößt hier ISO-technisch sowas von an ihre Grenzen
  3. Wenn man die Bilder auf einem richtig großen Bildschirm anschaut (Fernseher!), kann man jedoch tatsächlich ganz gut Sternchen erkennen.

Ich mag die Bilder trotzdem und immerhin hat es mit dem Fokussieren etwas besser geklappt als bei meinem ersten Versuch mit dem Sternenhimmel über Lienz. Ihr müsst die Bilder in der Galerie allerdings anklicken, sonst könnt ihr die Sterne nur sehr schwer bis gar nicht erkennen!

Und weil „Sternderl schau’n“ immer auch was mit träumen, mit Vergangenheit und Zukunft zu tun hat, passt hier gut meine „Was du immer schon bis 30 erlebt haben wolltest“-Liste.

30 before 30

Letztens bin ich nämlich über eine Liste gestolpert mit dem Titel „30 before 30“. Da auch bei mir der Dreier langsam beginnt, effektiv näher zu rücken, dachte ich mir, sowas könnte mir als To Do-Listen Fetischist ja auch nicht schaden. Also habe ich versucht, mich in mein 15jähriges Ich zurückzuversetzen und mir zu überlegen, was ich damals dachte, bis 30 alles erledigt haben zu sollen. Das bringe ich mit meinem gegenwärtigen Ich in Einklang und schau mir an, welche 30 Dinge ihren Weg auf meine aktuelle Liste finden werden…

Meine Liste mit 15:

  1. Die Matura schaffen
  2. Mit einer guten Freundin eine WG gründen
  3. Einmal lange Haare haben
  4. In einer Beziehung mit Hoffnung auf Zukunft sein
  5. In meiner eigenen Wohnung wohnen
  6. Psychologie studieren
  7. Einen Studienabschluss machen
  8. Ein Auto haben
  9. Fließend zwei bis drei Fremdsprachen sprechen
  10. Ein Haustier haben
  11. Ein Foto von mir auf der Route66 machen
  12. Heiraten
  13. Zwei Kinder bekommen
  14. Einen Job finden, der zu mir passt
  15. Die Golden Gate Bridge live sehen
  16. Die Niagarafälle sehen
  17. Im Auto schlafen
  18. Ein Festival besuchen
  19. Super-selbstbewusst & selbständig sein
  20. Viele Freunde haben
  21. Nächte durchfeiern
  22. Ein Buch schreiben
  23. Mich erwachsen fühlen
  24. Hobbies finden
  25. Karriere machen
  26. Green Day live sehen
  27. Programmieren, Web- & Graphicdesignen
  28. Kochen lernen
  29. Den Eiffelturm sehen
  30. Noch keines meiner Familienmitglieder verloren haben

Meine Liste mit 28:

  1. In einer Beziehung mit Hoffnung auf Zukunft sein
  2. In meiner eigenen Wohnung in Wien wohnen
  3. Einen Job haben, der zu mir passt
  4. Island bereisen
  5. Nordlichter fotografieren
  6. Eine Alaska-Kreuzfahrt machen
  7. Über die Golden Gate Bridge fahren
  8. Mit dem Helikopter über den Grand Canyon fliegen
  9. Wale beobachten
  10. Die Niagarafälle fotografieren
  11. Südtirol besuchen
  12. Zwei Studien abschließen
  13. Meine alten Konflikte lösen (work in progress)
  14. Echte Freunde haben
  15. Meine Essenszwangsneurosen im Griff haben
  16. Wieder vollends rücken- und sonstwie fit sein
  17. Paris mit neuen Erinnerungen füllen
  18. London kennenlernen
  19. Fleisch richtig kochen lernen
  20. MIt Photoshop und Illustrator umgehen können
  21. Zeitfenster zum Lesen finden
  22. Keinen Stress mehr haben, wenn es ums Autofahren geht
  23. Gitarre spiele lernen
  24. Tanzkurse mit S. zumindest bis Gold machen
  25. Silvester auf einer Hütte in den Bergen feiern
  26. Pompeji und den Vesuv bereisen
  27. Die weißen Klippen von Dover sehen
  28. Rom besuchen
  29. Ein gutes Verhältnis zu meiner Familie haben
  30. Nicht zu sehr erwachsen werden

Für mich sind diese Listen total wichtig, denn sie zeigen mir, dass ich mir meiner Ziele bewusst bin. Nur, wenn ich weiß, wohin ich möchte, kann ich davon ausgehen, dass ich es eines Tages auch erreichen werde. Es gibt unterschiedliche Einstellungen dazu, aber für mich war es immer wichtig, zu wissen, worauf ich hinarbeite. Kurzfristig und langfristig, kleine Ziele im Alltag, große Ziele fürs Leben. Wenn ich zurückschaue kann ich sagen, dass ich viel davon erreicht habe und bei anderen Dingen noch relativ an der Startlinie herumzapple. Solche Listen erleichtern das Rekapitulieren und das Hinterfragen, das Bewusstmachen und verringern für mich (grundlose) Unzufriedenheit. Jeder findet im Laufe seines Lebens wenn er will Mittel und Wege, mit sich und seinen (neurotischen) Eigenschaften umzugehen. So neurotisch Listen auch sein mögen, für mich sind sie eine Möglichkeit, genau das zu tun. * Und zum Abschluss an dieser Stelle noch ein RIESENGROSSES Dankeschön für all die herzlichen und persönlichen Glückwünsche zu meinem 7. Bloggergeburtstag. Es ist so schön, ein bisschen Teil eines anderen Lebens zu sein, das man ohne das Internet nie berührt hätte. Ich kann es kaum fassen, wie viele mir gratuliert haben, Leser, von denen ich gar nicht wusste, dass sie wirklich da sind – so schön! Und wie oft der Beitrag geteilt wurde: 50 (in Worten: fünfzig! Mal). Ihr seid grandios!

*

PS: Wenn ich die nächsten Tage ungewöhnlich still bin, wundert euch nicht. Es ist grade was Kleines geplant. Drückt mir die Daumen, wegen Rücken und so.