Appvorstellung: Filterra

Fotoapps. Die Neverendingstory. (Ein Erfahrungbericht, kein Sponsoring!)

Man kennt das ja. Außerdem verändern sich Trends in der Fotobearbeitung und auch das eigene ästhetische Empfinden ist etwas, das sich immer weiterentwickelt und selbst jahreszeitlichen und anderen Stimmungsschwankungen unterworfen ist.

Unlängst tat ich etwas, das ich normal nie tue: ich wurde über eine Instagram-Werbeanzeige auf eine Fotoapp aufmerksam und zwar aus dem einfachen Grund, als dass mir ein gewisser Look sowohl auf VSCO als auch in der Colorstory App fehlt. Die App versprach eine Möglichkeit, diese Lücke zu schließen. Und nein, ich spreche NICHT von diesem abgespaceten Exotic-Filter, mit dem ich euch weiter unten beglücke, in den habe ich mich nur kurzzeitig so verliebt, dass ich euch die Galerie dazu nicht vorenthalten wollte.

Der Frühling und der Frühsommer riefen nach hell und viel weiß und Pastellfarben, im Herbst und im Winter mag ich es gern satt, matt und mit Fade. Aber für den Hoch- und Spätsommer, wo die Sonne oft tief steht und die Farben kräftig sind fehlt/e mir bisher immer noch das richtige Instrument. Auch mit den Schwarzweißfiltern meiner bisherigen Apps bin ich noch nicht richtig warm geworden. Vielleicht schlägt diese App dazu die Brücke, mal sehen.

Wenn ich mich durch die letzten Jahre der mobilen Fotografie klicke dann sehe ich klare Veränderungen im Stil und mehrere „Ideologien“, die hinter der Bearbeitung stehen. Grob gesagt gibt es all jene, die ihren Bildern durch die Bearbeitung ein gewisses Feeling verleihen wollen und die Fotografie im Sinne der Momentaufnahme verstehen. Und dann gibt es die andere Denkschule, all jene, die Bilder möglichst klar, gewissermaßen neutral und gefühlt mit dokumentarischem Anspruch (über den man in der Fotografie natürlich streiten kann) zeigen. Ich gehöre meist zur ersten Sorte – sehe aber immer öfter Galerien der zweiten Sorte und finde da auch einen gewissen Gefallen daran.

Filterra kostet 3,99€ für Apple und ist anscheinend leider nur für iOS erhältlich. Es gibt eine Lite-Version, diese eignet sich aufgrund der völligen Verspammung durch Werbung mMn allerdings nur zum Testen. Um den Preis erhält man allerdings wirklich viele Filter und auch sonst einige nette Gimmicks, sodass ich den Preis – vor allem im Verhältnis zu anderen bekannten Apps – eigentlich recht moderat finde. Einige davon haben zu den VSCO-Filtern auch große Ähnlichkeit, allerdings kommt die derzeit vermutlich beliebteste Bildbearbeitungsapp doch wesentlich teurer, wenn man alles kauft, was sie bietet.

Was ich an Filterra besonders mag ist die Übersichtsfunktion, die alle Filter in annehmbarer Größe in einem scrollbaren Grid anordnet, sodass man sie gleich am eigenen Bild angewendet erkennt. Außerdem kann man mehrere Filter auswählen und sie in der „vergleichen“-Funktion nebeneinanderstellen (sehr praktisch!) Mit den klassischen Bildbearbeitungstools an sich kommt man gut zurecht, da gibt es keine großen Überraschungen und ob man jetzt Rahmen, Lightleaks, Texturen und Sticker braucht oder nicht bleibt dahingestellt. Allerdings lassen sich auch eigene Vorgaben speichern, was ich wiederum praktisch finde und auch bei der Colorstory App gerne nutze.

Und zum Abschluss noch die oben angekündigte verrückte Galerie, die als nicht mehr als eine Spielerei zu betrachten ist 🙂

Ist das nicht irgendwie, naja, ähm, groovy 🙂 ?