1/2 Jahr mit dem iPhone 8 Plus

#notsponsored !!! Muss man ja dazu sagen.

Im Dezember entschied ich mich dafür, mein iPhone 6s gegen ein neueres Modell einzutauschen, da mein Akku langsam aber sicher den Geist aufgab und es auch sonst anfing, die ersten Macken zu zeigen. Da es mein ununterbrochener Begleiter und vor allem: mein am intensivsten genutzter Fotoapparat ist, wollte ich diesmal in die „Plus-Version“ investieren.

Als ich Ende Oktober ein paar Tage in London war, drückten mir zwei Touri-Mädels ein ziemlich unhandliches Smartphone in die Hand, mit der Bitte, sie vor dem (eingerüsteten) Big Ben zu fotografieren. Ich war absolut begeistert von der Porträt-Funktion und fragte, ob das das iPhone 8 Plus sei. Als sie bejahten, wusste ich, dass das meinem 6s nachfolgen würde. Meistens eignet sich der Geburtstag am besten als Anlass und so pilgerte ich in der zweiten Dezemberwoche zum Fachhandel meines Vertrauens und hielt bald darauf mein eigenes „Riesentrum“ in den Händen (aus selbigen rutscht es mir auch ununterbrochen, weil die eigentlich nicht für so große Devices gemacht sind, aber jeder muss mit Kompromissen leben).

Wie üblich war es ein Riesenspaß, das Teil in Betrieb zu nehmen (irgendwas klappt bei mir immer nicht), aber nach eineinhalb Tagen Daten Herumschupferei hatte ich es letztendlich zum Laufen gebracht (ich unterstelle mir selbst auch eine besondere Unfähigkeit was derlei Dinge angeht). Mein erstes fotografisches Opfer: Der Adventteller (nicht ganz passend zur Jahreszeit, aber hey, Halbzeitadvent!)

Ansonsten erstmal eine kleine Galerie an Ergebnissen für euch zum Anschauen:

Und zum Schluss ein Fazit:

iPhone 8 Plus im Test – allgemein:

JA es ist groß und JA, das nervt manchmal, da ich nun beim Autofahren WIRKLICH nicht mehr schreiben kann. Allerdings wollte ich mir das ohnehin seit einer Ewigkeit angewöhnen, also werde ich das nun vielleicht irgendwann tatsächlich tun (EDIT: ich habe es mir WEITGEHEND abgewöhnt). Für die Handtasche ist die Größe aber wurscht, ebenso für die Hosentasche.

Der Akku ist der Hit! Während das 6s bei mir von Anfang an grade mal eineinhalb Tage hielt und ich gegen Ende praktisch nicht mehr über den Tag kam, wenn ich es auch benutzte, komme ich derzeit zwischen 2,5 und 3 Tagen aus. I LOVE IT.

Es ist tatsächlich angenehm und entspannend für die Augen und einfacher in der Bildbearbeitung – und ein Riesenunterschied (als Zweithandy fungiert das Samsung Galaxy S6 – ident groß wie das alte iPhone, fühlt sich jetzt wie ein Spielzeughandywinzling an) zum Bildschirm des 6s. Auch das Tippen ist angenehmer und mit einer Hand ließ sich auch das 6s kaum noch bedienen. Da ich aber ohnehin von Natur aus 2-Händer bin, für mich keine große Umgewöhnung.

Der Home-Button ist kein analoger Knopf mehr, sondern ein digitaler Button. Man gewöhnt sich schnell an die neue Haptik und funktionstechnisch macht es keinen Unterschied.

Kabelloses Laden habe ich noch nicht ausprobiert, ebenso die Bluetooth Kopfhörer. Das ist allerdings ein kräftiger Minuspunkt. Bei mir persönlich zum Glück egal, da ich ein zweites Handy habe, das ich im Auto anstecken kann – wer (so wie ich) aber kein Bluetooth im Auto hat und gerne Spotify hören möchte, schaut dann erstmal blöd aus der Wäsche. Keine Ahnung, ob es dann dafür eine Lösung gibt – da müsste man erstmal Dr. Google bemühen.

iPhone 8 Plus im Test: Kamera:

Eine deutliche Verbesserung sieht man bei schwierigen Lichtverhältnissen. Die Software hat sich STARK verbessert (ein Sprung wie vom 4er auf das 5s, während ich den Unterschied zwischen 5s und 6s kaum gemerkt habe) und die Ergebnisse sind qualitativ wirklich gut.

Der Porträt-Modus ist genial. Er steckt zwar meiner Meinung nach noch ein bisschen in den Kinderschuhen, da der Schärfeverlauf sehr abrupt von scharf auf unscharf wechselt, wenn man ihn für Makros verwendet, aber da steckt enormes Potenzial dahinter. Auch die normale Kamera hat sich grade was die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen angeht, noch einmal ordentlich verbessert. Einzig, dass im normalen Kameramodus wenig Spielraum für manuelle Einstellungen ist, finde ich schade. Dass Apple da so eine strikte Automatik-Modus-Strategie fährt, kann ich einerseits nicht wirklich nachvollziehen und finde ich andererseits auch schade. Immerhin kann man die Belichtung sperren und ändern, leider kann man den Fokus nicht auf unendlich stellen und damit unscharfe Bokeh-Bilder produzieren (ein Feature, das Samsung anbietet).

Der HDR-Modus ist standardmäßig aktiviert, funktioniert allerdings so gut, dass das Ergebnis wirklich natürlich aussieht – Hut ab dafür. Habe ich erst später in der Galerie entdeckt, da es bei den Bildern angezeigt wird.

iPhone 8Plus im Test bei curved.de

Abschließend lässt sich sagen, dass ich hierbei keine Samsung(Android)/Apple(iOS)-Grundsatzdiskussion ins Leben rufen will. Jeder soll das Smartphone nutzen, das ihm/ihr am besten liegt, das preislich in Ordnung geht und und und. Da ich beide Geräte besitze und benutze, kann ich nur subjektiv für mich sprechen, welches besser zu mir passt und wo ich für mich Vor- und Nachteile sehe. Da ich persönlich derartige Erfahrungsberichte durchaus interessant finde und das Thema „mobile Fotografie“ im Rahmen von Appvorstellungen hier öfter schon Thema war, habe ich mich daher entschlossen, diesmal einen über das Gerät dahinter zu schreiben.

Bisher erschienen im Bereich mobiler Fotografie:

Findet ihr solche „behind the scenes“-Berichte interessant? Sollte ich so etwas wieder öfter veröffentlichen oder ist das eher nicht so euer Thema?