Blogparade: Mein schönstes Smartphonefoto & 190 Fragen von La Vie Vagabonde: Teil 1/4

Marc von Reisezoom ruft zu einer Blogparade auf, der ich nicht widerstehen kann. Er will unsere besten Smartphonefotos sehen. Die Parade läuft noch bis 18.12.2016. Und ich dachte, es ist mal wieder Zeit für etwas leichtere Kost hier. Lasst euch von ein paar Momentaufnahmen berieseln 🙂

Ich habe mir 2011 das erste iPhone gekauft – ein iPhone 4. Damals ist gerade in der mobilen Fotografie der Retrolook aufgetaucht. Mir haben die Instantlooks unglaublich gut gefallen und die ganzen Spielereien, ich wollte es unbedingt einmal selbst ausprobieren. Ich habe die Spielereien wesentlich weniger genützt, als ich es bei der Anschaffung gedacht hatte, weil die Qualität nun einmal nicht das hielt, was ich mir davon versprochen hatte und viel zu weit weg von meiner damals schon heiß und innig geliebten D90.

2,5 Jahre später stieg ich auf das 5s um. Während sich technologisch in der Anwendung für mich kein Quantensprung tat, war es mit der Kamera etwas anderes. Auf einmal empfand ich die Bilder als durchaus brauchbar und entdeckte vor allem den Panorama-Modus für mich. Auch die Apps zur Bearbeitung konnten immer mehr aus den Fotos herausholen. So wurde das iPhone zu meinem treuen Begleiter in all den Situationen, in denen die Nikon nicht dabei war. Und derer gab es viele.

Selbstverständlich sind die Ergebnisse nicht mit denen einer Spiegelreflexkamera zu vergleichen. Selbstverständlich habe ich weder in der Erstellung noch in der Bearbeitung dieselben Möglichkeiten wie mit der großen. Aber ich habe es immer dabei. Oft geht es darum, einen wunderschönen Moment einfangen und mitnehmen zu wollen und nicht darum, ob das Bild perfekt geworden ist. In der Galerie seht ihr das erste Foto vom Herzjungen und mir, eine Erinnerungen an einen herrlichen Samstag an der alten Donau, einen frühsommerlichen Ausflug zum Neusiedlersee, die verwunschene, im Nebel versunkene Gloriette, die Berliner Mauer, unser erstes Wochenende am Stubenbergsee, den Traumstrand in Santa Barbara, das Leuchten des Sommerhimmels, den magischen Traunsee, den mystischen Pazifik, den Hafen in Monterey zum schönsten Sonnenuntergangshimmel, die leuchtendsten Herbstbäume und den Lieblingsort im Farbenkleid, sowie mit Schnee bedeckt. Leben im Leblosen. Den Frühling, unseren Heimweg in Lissabon, einen zauberhaften Abend in Slowenien, mein liebstes Motiv aus Venedig, das schönste Mittelmeerwasser, das ich je sah, einen afrikanischen Sonnenuntergang mitten in Wien, die junge Frau und das Meer, unsere vulkanische Bucht, das Dach Österreichs und Frühfrühlingssonne.

snapseed

Den Regenbogen in Hallstatt.

***

Ein lang ersehntes Porträt meiner Lieblingsblume.

***

img_5628Und das metaphorischste Motiv meines Lebens.

***

[Edit: wie konnte ich nur dieses Bild vergessen?]

Das erste Mal, als ich nach so vielen Monaten vernünftiger Vorsicht übermütig war.


La Vie Vagabonde stellt 190 Fragen und ich möchte sie nach und nach beantworten. Für mich. Vielleicht will ich nicht alles veröffentlichen. Aber es soll eine reflektierende Reise sein. Und vielleicht ist es auch für euch spannend, euch mit diesen Fragen auseinanderzusetzen…

  1. Hältst du dich für einen guten Menschen?
    Kann man das so einfach beantworten? Nach Maßgabe meiner Fähigkeiten, versuche ich richtige Entscheidungen zu treffen, die anderen Menschen nicht schaden und im Bestfall helfen. Also: ich versuche es!
  2. Wieso?
    S.o. 🙂
  3. Hast du schon einmal jemanden geschlagen? Wenn ja: wieso?
    Nur im Spaß beim Herumblödeln, also nein
  4. Wie ging es dir danach?
  5. Wie ging es der geschlagenen Person danach?
  6. Hast du mal einem Tier wehgetan?
    Nein! Außer Insekten O.o
  7. Hältst du dich für tolerant?
    Nicht immer und in allen Belangen.
  8. Wo hört deine Toleranz auf?
    Wenn Menschen unüberlegt Dinge nachplappern, die sich gut oder vernünftig anhörten und die sie halt gelesen haben oder mit denen sie indoktriniert wurden. Oder wenn Menschen über andere urteilen und Entscheidungen über andere treffen wollen, die sie selbst überhaupt nicht betreffen.
  9. Spendest du Geld, Zeit oder anderes an Menschen, die es brauchen?
    Zeit, ja. Und Gewand und Schuhe.
  10. Gibt es in deinem Umfeld Menschen, die einsam sind?
    Gibt es die nicht immer?
  11. Wann hast du dich zuletzt bei ihnen gemeldet?
    Ich versuche, mich regelmäßig zu melden, zumindest alle zwei Wochen oder so, wenn ich weiß, dass es jemandem, den ich mag, schlecht geht, natürlich öfter.
  12. Gibt es in deinem Umfeld Menschen, die unglücklich sind? Liebeskummer, Job verloren, Trauerfall, ähnliches?
    Auch das gibt es immer irgendwo.
  13. Was hast du getan, damit es ihnen besser geht?
    Üblicherweise melde ich mich zumindest digital, wenn ich es persönlich nicht schaffe und versuche, sie zu trösten, ihnen Mut zu machen.
  14. Wie stehst du zu Liebe: positiv, negativ oder neutral?
    Unbedingt positiv!
  15. Was bedeutet Liebe für dich?
    Darüber kann man Bücher schreiben, wie kann man es kurz fassen? Liebe bedeutet für mich, einen anderen Menschen zu kennen und ihn mit all seinen Stärken und Schwächen anzunehmen, zu akzeptieren, zu schätzen, zu respektieren und in seiner Nähe sein zu wollen.
  16. Hat Liebe immer etwas mit Beziehung zu tun?
    Nein.
  17. Muss man immer mit der Person zusammen sein, die man liebt?
    Liebe ist für mich kein Konzept, das es nur in einer Partnerschaft gibt. Liebe gibt es auch in Freundschaften. Demnach: nein.
  18. Muss man die Person immer lieben, mit der man zusammen ist?
    Das wäre wünschenswert, zumal der andere vermutlich davon ausgeht und es andernfalls unehrlich ist.
  19. Kann man mehr als eine Person (unplatonisch) lieben?
    Ich fürchte, ja.
  20. Ist Treue für dich wichtig?
    Ja, schon, ganz grundsätzlich.
  21. Was ist für dich der schlimmere Vertrauensbruch: sexuelle oder emotionale Untreue?
    Definitiv emotionale Untreue.
  22. Hast du frühere (oder jetzige) Partner schon einmal betrogen?
  23. Wenn ja: wie hast du dich dabei gefühlt?
  24. Wie fühlst du dich jetzt dabei?
  25. Wurdest du schon betrogen?
    Nicht, dass ich wüsste.
  26. Haben Seitensprünge (egal ob du oder dein Partner sie ausgeführt haben) schon zum Ende deiner Beziehung geführt?
    Nein.
  27. Wer war an deiner letzten Trennung Schuld?
    Schuld ist keine gute Frage, meiner Meinung nach. Zumindest oft nicht. Also sagen wir so: bei all der Unmenge an Schmerz, war es notwendig und besser, auch wenn ich das lange nicht sehen konnte. Und „Schuld“ waren wir demnach beide.
  28. Gibt es in diesem Fall überhaupt so etwas wie Schuld?
    In unserem nicht. Oder vielleicht ja. Der Vater meines Exfreundes trug sicherlich Schuld daran, dass die Dinge kamen, wie sie kamen. Aber innerhalb einer Beziehung ist die Schuldfrage oft mehr hinderlich als hilfreich.
  29. Hast du deine Freunde mal belogen?
    Notlügen gibt es immer mal wieder, ja.
  30. Oder betrogen?
    Wie betrügt man Freunde?
  31. Bist du eifersüchtig?
    Selten.
  32. Hast du Geheimnisse vor deinem Partner?
    Ich bin nicht mehr 16. Natürlich gibt es Dinge, die man voneinander nicht weiß. Aber keine weltverändernden.
  33. Kleine oder große?
    S.o.
  34. Lügst du deinen Partner manchmal an?
    Wenn ich versuche ihm Geschenke zu verheimlichen 😉
  35. Kleine Notlügen oder massiv?
    Niemals massiv.
  36. Und deine Freunde?
    Normalerweise nicht. Nur wenn ich das Gefühl habe, dass die Wahrheit unnötig verletzend ist, passiert es, dass ich Dinge abändere, abschwäche…
  37. Wie fühlst du dich dabei?
    Ich gehe üblicherweise davon aus, dass ich es aus gutem Grund tue. Manchmal werde ich auch eines besseren belehrt.
  38. Denkst du darüber nach?
    Ja.
  39. Liegst du deshalb manchmal nachts wach?
    Eher nicht.
  40. Bist du manchmal neidisch auf andere Menschen?
    Leider, ja.
  41. Gönnst du deinen Konkurrenten, wenn sie Glück haben?
    Ich habe keine Konkurrenten?!
  42. Gönnst du jemandem Glück, der dich in der Vergangenheit verletzt hat?
    Wenn ich ihm verziehen habe, ja.
  43. Denke an den ersten Menschen, den du je emotional verletzt hast. Was fühlst du jetzt dabei?
    Ich fühle mich immer noch schlecht, obwohl ich nicht mal weiß, ob er es überhaupt noch weiß.
  44. Bereust du es?
    Ja.
  45. Was hast du dadurch gelernt?
    Dass man aufpassen muss, was man tut und dass man nichts provozieren sollte, was man selbst nicht möchte.
  46. Hast du die Handlungen, die zur Verletzung dieses Menschen führten, bei anderen Menschen wiederholt? Wenn ja: wieso?
    Nein.
  47. Wann wurde dir zuletzt so richtig wehgetan?
    Im Frühling
  48. Bist du drüber hinweg, oder tut es immer noch weh?
    Es tut immer noch weh.
  49. Hast du der Person verziehen?
    Nicht wirklich.