Düsterer Herbstsonntag am Anninger und Erkenntnisse aus den Social Media Gedanken

Liebe Leute, ich bin total überwältigt von den Rückmeldungen auf meinen Artikel zum Thema Social Media. Ihr habt mich echt umgehauen und dieser Post war so enorm wichtig für mich, weil ich nun endlich wieder klarer sehe und meinen Weg auch wieder in all dem Gestrüpp der „richtigen Bloggerei“ erkennen kann. Es ist der Grund, warum ich diesen virtuellen Ort hier so schätze und liebgewonnen habe, warum er für mich unentbehrlich ist und hoffentlich noch lange Zeit bestehen kann. Denn der Austausch mit euch, mit jedem einzelnen, der sich die Zeit nimmt, meine Worte zu lesen und seine Gedanken dazu mit mir zu teilen, ist jede Stunde meines Lebens wert, die ich damit verbringe. Genau auf diese Art und Weise.

Ich habe diesen Post nicht verfasst, um mich beweihräuchern zu lassen oder um Komplimente zu fischen. Dennoch habt ihr mir ganz persönlich Dinge geschrieben, die mich so tief bewegt haben, dass ich sie einfach hier noch einmal erwähnen muss (chronologisch).

Ich merke, dass ich an Blogs wie deinem hängen bleibe, weil er lebendig ist. Und sympathisch. Er verbindet. Ich mag das. Gut, dass es ihn gibt.

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Du stellst die richtigen Fragen (finde ich) und bist mutig, sie offen und sehr ehrlich auszusprechen.

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die idee, die welt in quantitäten messen zu können halte ich ohnehin für falsch. viel mehr geht es darum sich gegenseitig inspiration zu schenken…deine sternbilder haben mich beispielweise, wie du vielleicht merkst dazu inspiriert mich mit etwas zu beschäftigen, mit dem ich mich sonst nicht beschäftigt hätte…bin ich deswegen glücklicher oder verändert das mein leben?…eindeutig ja…

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deswegen mag ich deinen Blog sehr gern, weil es zum Austausch kommt. Es ist gemeinschaft und nicht nur eine Ich-AG, die Aufmerksamkeit will. Also Social Media par excellence.

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Bleib dir treu, egal auf welchem Weg. Deine Fans-also wir- werden es lieben!

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Warum folge ich Deinem Blog?! Weil ich angesprochen durch Deine magischen Letters auf Dich aufmerksam wurde. Weil ich durch Dich und Deine magischen Momente angefangen habe mir wieder mehr Gedanken beim Fotografieren zu machen. Weil ich jeden Monat gerne mit der Kamera los ziehe um meinen Beitrag zu Deinem lebendigen Blog beizusteuern.
Weil ich durch Deine Beiträge – wie diesen – mir auch Gedanken über Dinge mache die meine Zeit in Anspruch nehmen.
Und die Zeit die ich hier auf Deinem Blog verbringe ist für mich keine verlorene Zeit. Sie gibt mir viel.

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Ich empfinde es fast schon befremdlich, den Begriff „Mehrwert“ ausmachen zu wollen. Von mir aus könntest Du auf Teufel komm raus SEO-optimieren, und dennoch bin ich mir sicher, dass Du noch immer dieselbe wärst. Das macht Dich aus, Du bist in dieser www-Welt ein Stück Einzigartigkeit.

Liebe ihr alle da draußen, jeder einzelne von euch hat mir mit seinem Kommentar soviel Freude und Energie gegeben, hier dranzubleiben und weiterzumachen und ich sehe endlich wieder klar. Denn ich hätte nie zu träumen gewagt, dass ich soviele Menschen mit dem, was ich zeige und schreibe erreichen und berühren kann. Das ist so unglaublich… WOW. Und dann habe ich mich wieder an meine eigenen Gedanken dazu erinnert. Ich habe diesen Ort erschaffen, weil ich in dieser schnelllebigen und oft düsteren Zeit eine Insel erschaffen wollte, auf der Zeit ist, durchzuatmen. Den Gedanken freien Lauf zu lassen. Zeit für die schönen Dinge. Wir werden täglich ununterbrochen bombardiert mit den frustrierendsten und deprimierendsten Dingen und wir wissen (oder zumindest mir geht es so) oft gar nicht mehr, wie wir das alles verarbeiten können, was wir dagegen tun können. Man will etwas erreichen, verändern, Menschen wach rütteln. Doch so einfach ist das nicht. Also „protestieren“ wir in der Verzweiflung auf Facebook und Twitter, aber dort bleibt es meist auch nur in der eigenen Filterbubble und hallt in der eigenen Echokammer wieder. Darum erinnere ich mich jetzt wieder daran: jeder von uns hat Fähigkeiten und Talente und die können wir einsetzen. Denn auch wenn wir im Großen nichts ändern können, so können wir es im Kleinen. Und während manche vielleicht Musik machen können, können andere malen und wieder andere etwas anderes. Ich habe den Episodenfilm und ich kann hier fotografieren und schreiben und ich kann euch teilhaben lassen an meiner mir selbst gestellten Aufgabe, die kleinen schönen Dinge des Lebens auch in dunklen Zeiten zu sehen. Wie das Leuchten der gelben Blätter in den Weinbergen an einem verregneten Sonntag. Ich kann diesen Ort frei von all dem Hass gestalten, der in den sozialen Medien kursiert und hier eine sichere Plattform für alle schaffen, die auch auf der Suche nach einer Auszeit sind, um Atem zu holen.

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Hass kann man nicht mit Hass bekämpfen. Ich kann das amerikanische Wahlergebnis nicht ändern und auch sonst nicht viel an den Missständen der Welt. Aber ich kann Menschen zuhören. Ich kann mit Menschen sprechen. Ich kann böses Blut und Vorurteile nicht aus der Welt schaffen, aber ich kann jedem Menschen, den ich treffe, wertfrei gegenüberstehen und ihm zu allererst freundlich begegnen. Egal wer er ist, egal was er denkt.

Der Sinn meines Lebens ist, die Welt der Menschen, deren Leben ich berührt habe, etwas besser zu verlassen als ich sie betreten habe.

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, Dickicht und Unterholz versperren Weg und Sicht. Aber der Weg ist da, manchmal ist es nur notwendig, innezuhalten, der Umgebung und seinem eigenen Herzschlag zu lauschen. Denn dort liegen die Antworten.