#travelathome Österreich Highlights: mit Regenbogen in Hallstatt

Als wir diesen Juni unsere erste frühsommerliche Auszeit in Form einer Österreichtour machten, begegnete uns gleich am ersten Tag eine große Überraschung: Herbstwetter. Und das nach dem herrlich sommerlichen Auftakt am Traunsee! Allerfeinste Nebelschwaden, feuchte, kühle Nässe und düstere Stimmung. Mir wurde gesagt, dass das zu Hallstatt irgendwie dazugehört, also nahmen wir es gelassen, schnappten uns die Regenschirme und begaben uns auf die Suche nach dem vermutlich bekanntesten österreichischen Motiv auf Instagram.

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Glücklicherweise bin ich ja eines gewissen Dialekts mächtig, was das Nachfragen in Österreichs westlicheren Gefilden bei der Suche nach Fotomotiven angenehmer macht. Das „Wienerische“ wird nämlich nicht in der gesamten Alpenrepublik so gern gehört ^.^ Nach ein paar Minuten feuchten Fußmarschs fanden wir es auch und waren dank des Sauwetters auch noch ganz alleine. Kurze Zeit später gesellte sich noch – wie könnte es anders sein – eine junge Dame aus dem fernen Osten zu uns, die wohl auf der Suche nach demselben Blickwinkel gewesen war.

Als wir nun nach mehreren Minuten herumhantieren mit Schirm (ohne Charme und Melone) und Kamera einig waren, das Motiv nun ausreichend abgelichtet zu haben, überraschte uns die wohl zauberhafteste Momentaufnahme des gesamten Jahres: ein Regenbogen, der sich über den gesamten Hallstättersee erstreckte. Nein, warte: ein DOPPELTER Regenbogen! Die junge Asiatin und ich konnten kaum mehr aufhören zu grinsen. Dieser eine magische Moment würde uns völlig fremde Menschen immer verbinden, wenn wir unsere Fotos betrachteten.

Leider reichten die 18mm meines Objektivs nicht aus und das Weitwinkel lag gut versorgt zuhause, weswegen ich mich bei unbekannten Mächten des Universums für die Panoramafunktion des Apfeltelefons bedankte.

Und für alle, die den Übersichtsbeitrag zur Tour versäumt haben, hier nochmal eben dieses Apfelpanorama:
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Hallstatt: Die Marktgemeinde Hallstatt im österreichischen Salzkammergut (Oberösterreich) beheimatet 757 Einwohner und liegt direkt am Hallstätter See. Das ganz besondere an Hallstatt: Nach Funden in einem ausgedehnten Gräberfeld oberhalb des Ortes wird ein Zeitabschnitt der älteren Eisenzeit (800 bis 450 v. Chr.) als Hallstattzeit bezeichnet. Der Ort gehört zusammen mit dem Dachstein und dem Inneren Salzkammergut zur UNESCO-Welterbestätte Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.

Die siedlungsfeindliche unwirtliche Berggegend wurde möglicherweise schon im Neolithikum aufgesucht. Grund dafür sind die reichen natürlichen Salzvorkommen, die bereits seit Jahrtausenden abgebaut werden. Älteste Funde (z. B. ein altneolithischer Schuhleistenkeil) datieren etwa 5000 v. Chr. Allerdings wurden solche Steingeräte als Donnerkeil im Mittelalter und der Neuzeit auch weit verhandelt. 1846 entdeckte Johann Georg Ramsauer ein Gräberfeld hoch oben am Salzberg. Auch eine der ersten Eisenschmieden wurde hier ausgegraben. Reger Handel und der damit einhergehende Wohlstand ermöglichten die Entwicklung einer hohen Kultur, die nach den Funden im Salzberghochtal Hallstattkultur benannt wurde und von etwa 800 bis 400 v. Chr. währte und den Namen des Ortes auf der ganzen Welt bekannt machte.

Das verrückteste an Hallstatt: 2011 wurde damit begonnen, Teile von Hallstatt für ein Wohnprojekt im Verwaltungsbezirk Boluo der Stadt Huizhou in der chinesischen Provinz Guangdong im Originalmaßstab nachzubauen. 2012 wurde die Stadt für Besucher geöffnet.

Quelle: Wiki

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