Zentralfriedhof monochrom oder Still.Leben pt. II & die nächsten 52 Fragen von LaVieVagabonde 3/4

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Wie so oft, habe ich noch einiges mehr an Bildern mitgebracht als die, die ihr im letzten Post gesehen habt. Da sie für mich optimal zu diesem Thema passen, möchte ich hier auch noch die zweite Serie zeigen – diesmal in Graustufen.

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Wer es noch nicht gelesen hat: mein Instagram-Account für den Blog wurde gehackt und gelöscht, daher musste ich leider einen neuen anlegen. Wenn ihr mir also folgen wollt, dann bitte unter www.instagram.com/episoden.film (dem episodenfilm wurde ein Punkt hinzugefügt).

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blog_zentralfriedhof-herbst2016-15

 

 


La Vie Vagabonde stellt 190 Fragen und ich möchte sie nach und nach beantworten. Für mich. Vielleicht will ich nicht alles veröffentlichen. Aber es soll eine reflektierende Reise sein. Und vielleicht ist es auch für euch spannend, euch mit diesen Fragen auseinanderzusetzen… Der dritte Teil! (hier der erste; und der zweite)

 

  1. Hältst du dich für einen guten Freund?
    Nicht immer.
  2. Und für einen guten Partner?
    Schon eher.
  3. Bist du über deinen letzten Partner „hinweg“?
  4. Zum Glück, ja!
  5. Wenn nein: Was hindert dich daran?
  6. Triffst du gerne neue Menschen?
    Ja!
  7. Findest du dich eher introvertiert oder extrovertiert?
    Wenn das erste Wort gesprochen ist und mir die andere Person sympathisch, dann schon sehr extrovertiert. Ansonsten schweige ich wie ein Grab.
  8. Bist du lieber unter Menschen, die ein idealisiertes Bild von dir haben und dich bewundern, oder unter solchen, die auch deine schlechten Seiten kennen, dein ganzes komplettes Ich?
    Definitiv zweiteres.
  9. Wieviel Prozent deines Tages bist du damit beschäftigt, dich zu verstellen, also nicht so zu sein, wie du eigentlich „bist“ und wie du dich am wohlsten fühlst?
    So wenig wie möglich. Im Job ist es leider manchmal notwendig, sich gut gelaunt darzustellen und wenn man noch so müde, erschöpft und genervt ist.
  10. Findest du es anstrengend, dich zu verstellen?
    Unendlich!
  11. Bei wem musst du dich nicht verstellen?
    Bei all den Menschen, mit denen ich freiwillig Zeit verbringe.
  12. Verbringst du mehr Zeit mit Menschen, bei denen du dich verstellen musst oder bei solchen, wo du unperfekt und du selbst sein kannst?
    Beantwortet sich nun wohl von selbst 🙂
  13. Möchtest du etwas an diesem Verhältnis ändern?
  14. Wer liebt dich genau so, wie du bist?
    Meine Familie, obwohl die wohl teilweise eher ein idealisiertes Bild von mir haben ^.^ Der Herzjunge. Und soweit ich weiß, meine Freunde.
  15. Liebst du diese Person zurück?
    Ja.
  16. Hast du dich schon einmal mit deinen schlechten Seiten auseinandergesetzt?
    Haha. Einmal?
  17. Was macht dir daran am meisten Angst?
    Dass es passiert, dass man die Kontrolle verliert und sie überhand nehmen.
  18. Wovor hast du allgemein Angst?
    Dass wir den Frieden nicht erhalten können.
  19. Eine Ahnung, wo diese Angst her kommt?
    Ich fürchte, das ist relativ offensichtlich. Aus den Medien, aus der Geschichte, von den Menschen.
  20. Meinst du, dass auch viele andere Menschen diese Angst haben?
    Vermutlich schon einige.
  21. Hast du schon einmal mit anderen Menschen über deine Ängste gesprochen?
    Ja.
  22. Findest du dich humorvoll?
    Puh. Irgendwie vermutlich schon.
  23. Was bringt dich zum Lachen?
    Sarkasmus.
  24. Und zum Weinen?
    Geschichten über Menschen, die Schlimmes erlebt haben.
  25. Wann hast du zuletzt gelacht?
    Hm. Gestern.
  26. Und wann zuletzt geweint?
    Als ich an einem Tag erfahren habe, dass eine liebe Freundin eine schlimme Geburt hatte und eine andere ihr Baby im 5. Monat verloren hat.
  27. Wie fühlst du dich, wenn du jemanden aus deinem Umfeld weinen siehst?
    Manchmal etwas hilflos, zugegebenermaßen.
  28. Und bei jemand Fremdes?
    Auch hilflos.
  29. Magst du Kinder?
    Das kann man schwer so pauschal sagen. Fremde, lärmende Kinder mag ich nicht besonders. Die paar Kinder von Freunden, Verwandten, Bekannten, die mir bisher begegnet sind, mochte ich dann schon.
  30. Möchtest du selbst mal Kinder haben?
    Ich denke ja.
  31. Welchen Menschen liebst du am meisten auf der ganzen Welt?
    Liebe lässt sich schwer in Quantitäten messen, oder?
  32. Magst du Tiere?
    Ja.
  33. Wenn ja: wieso isst du dann Fleisch?
    Weil ich zu inkonsequent bin um es nicht zu tun.
  34. Sind Katzen und Hunde andere Tiere als Schweine und Kühe?
    Jein. Sie sind nicht anders, wenn es darum geht, dass sie Angst, Schmerz, etc. empfinden können. Sie sind anders für Menschen, weil sie im Normalfall nicht das Familienleben mitmachen und daher auch nicht den gleichen Bezug zum Menschen aufbauen.
  35. Wieso?
  36. Sind afrikanischstämmige Menschen dann anders als Europäer?
    Wenn ich jetzt hier einfach ja sage, ist das zu kurz gegriffen. Kultur prägt Menschen und da sie eine andere Kultur haben, sind sie anders. Außer diese Kultur wird nicht gelebt. Es gelten aber üblicherweise andere Bräuche und Verhaltensweisen, es wird anders gegessen und gelebt. Auch Österreicher und Deutsche sind anders und Deutsche und Amerikaner und Russen und Griechen und Spanier und Norweger und Wiener und Vorarlberger. Es gibt immer einen kleinsten gemeinsamen Nenner und es kommt immer drauf an, wie man sozialisiert wurde und in welcher Bezugsgruppe und Gesellschaftsschicht man lebt, auch Bildung spielt eine große Rolle.
  37. Bist du für oder gegen die Todesstrafe?
    Prinzipiell dagegen.
  38. Hast du manchmal Rachegefühle?
    Ja. Vor allem wenn mich jemand aufweckt 😉
  39. Findest du, dass das „Boot voll“ ist?
    Ich finde, dass das meiste, das in letzter Zeit im Bezug darauf passiert ist, ziemlich falsch gelaufen ist.
  40. Haben wir genug Flüchtlinge aufgenommen?
    Ich weiß es nicht. Was bedeutet „genug“? Wann ist es genug? Und was bedeutet aufnehmen?
  41. Wenn wir jetzt keine Flüchtlinge mehr aufnehmen: was sollte deiner Meinung nach mit ihnen geschehen?
    Ich weiß es nicht. Ich kann es alles nicht beurteilen. Ich wünschte ich wüsste es. Ich weiß nur, dass vieles schief läuft und besser laufen müsste.
  42. Berühren dich diese Schicksale oder ist das nicht dein Bier?
    Es berührt mich, aber ich versuche mich dennoch abzukapseln, da ich aufgrund der aktuellen (politischen) Situation Anfang des Jahres schon mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.
  43. Machen dich die Bilder ertrunkener Menschen in den Medien traurig?
    Ich kann es nicht erfassen. Vielleicht ist daher fassungslos das richtige Wort.
  44. Oder wütend?
    S.o.
  45. Machen dich die Flüchtlinge wütend?
    Nein. Mich machen Menschen wütend, die anderen Schaden.
  46. Oder unsere Politiker?
    Ja. Und mindestens so sehr unsere Medien.
  47. Was hast du bei der letzten Wahl angekreuzt?
    Das geringere Übel.
  48. Würdest du es laut aussprechen vor den Leuten, die dich kennen und vor denen du gut dastehen willst?
    Ich vermeide politische Diskussionen, da sie leider oft sehr unschön enden, wenn Meinungen auseinandergehen. Die meisten der Menschen, die mich kennen, wissen allerdings, wo ich politisch stehe und umgekehrt auch. Wenn es mir wichtig ist, vor jemandem gut dazustehen, dann ist das im beruflichen Kontext und dort vermeide ich dieses Thema, weil ich der Meinung bin, dass es da nicht unbedingt etwas zu suchen hat.
  49. Falls nein: wieso hast du es dann gewählt?
  50. Findest du Wählen wichtig?
    Ja, obwohl ich mich langsam frage, wie ernst die einzelnen Stimmen genommen werden, wenn ich mir das Wahldebakel zur Bundespräsidentenwahl 2016 anschaue.
  51. Und wie steht’s mit den Medien: lügen sie in deinen Augen?
    Ich mag das Wort lügen nicht. Aber die Medien informieren sehr oft sehr einseitig und tendieren schon zu einer gewissen Propaganda, um es polemisch zu sagen, zumindest in Österreich. Das merkt man vor allem, wenn man Medien mit unterschiedlichen Blattlinien vergleicht und das finde ich verantwortungslos.
  52. Magst du Journalisten oder stehst du ihnen skeptisch gegenüber?
    Ich kenne Journalisten und habe auch zeitweise in diesem Umfeld gearbeitet und aufgrund dessen in gewissen Bereichen leider doch eine schlechte Meinung von ihnen entwickelt.

 

22 Replies to “Zentralfriedhof monochrom oder Still.Leben pt. II & die nächsten 52 Fragen von LaVieVagabonde 3/4”

  1. Schöne Antworten auf sehr kritische Fragen… Ich zieh einmal mehr meinen Hut vor deiner Einstellung zu den Dingen die in Dir und um Dich herum geschehen… Das ist mal wieder alles sehr reflektiert. Und die Bilder passen auch sehr gut zu den Fragen und Anworten (ich geh schwer davon aus, dass dies auch Dein Plan war) 😉

    1. dankeschön. lieber markus, ich versuche mein bestes, den richtigen weg zu finden – für mich und für mein umfeld. das gelingt mir sicher nicht immer, aber man darf halt nicht aufgeben ^.^ dass bilder und text passen ist halb-zufällig. ich hatte sonst keinen anderen text zu der bildergalerie und fand die antworten in jedem fall nicht unpassend ^.^

  2. Die schwarz/weiß Fotos sind so passend zu der momentan ein bisschen trüben Winterzeit. Sie machen einen selber still und nachdenklich.
    Kluge Antworten 🙂
    Liebe Grüße
    Nila

    1. ja gell, das fand ich irgendwie auch. sie haben mir in den advent gepasst, den ich ja trotz all der städtischen hektik um mich herum so still wie möglich zu gestalten versuche.
      danke für das kompliment zu den antworten. ich versuche, die graustufen zu sehen…

  3. Sehr schöne Bilder. 🙂 Auf den Zentralfriedhof will ich definitiv noch mal, wenn wir mal nach Wien kommen.
    Die Fragen sind natürlich sehr interessant, kritisch und geben schöne Einblicke hinter die Fassade. Allerdings hatte ich viele deiner Antworten schon im Gespür, als ich die Frage las 🙂

    Du Liebe – Mach es gut ❤

    1. dann würde ich mal sagen, haben wir ja eine station schon fix für eure wien-reise 🙂 ich fand auch, dass die fragen, wenn man die person ein wenig kennt, doch einigermaßen vorhersehbar sind. darum sind sie mir auch gar nicht so privat vorgekommen, wie einige es angesprochen haben ^.^

  4. Zunächst einmal: das s/w passt wirklich toll zu den Bildern. Einfach sehr mystisch und stimmungsvoll!
    Und auch, wenn es nicht so ganz zum Text passt: ich mag Kinder generell auch, aber ich kann so was von nachvollziehen, was du mit lärmenden und frechen Kindern meinst. Ich halte mich generell ja für sehr tolerant, aber ich habe neulich die wirklich schlimmste 11jährige aller Zeiten kennen gelernt. Danach hab ich zu meiner Mama nur noch gesagt: „Wenn mein Kind mal so wird, erschieße ich mich“. Und ich habe es leider ernst gemeint… Es gibt schone echt schreckliche Beispiele! 😉

    Meine Mama braucht dringend eine neue Handyhülle. Die hat wirklich eine ganz hässliche und schon sehr kaputte. Aber Weihnachten ist ja bald. 😉
    Das GIF hat echt zu viel Arbeit gemacht, das sieht man der kurzen Sequenz null an.

    In Bayern? Wie kann man da auch nicht einen schönen Geburtstag haben. 😛
    Manchmal sind spontane Änderungen der Pläne aber eh die beste Entscheidung.

    Klar, solche Gruppierungen gab es bei uns auch. Ich denke, wie du, dass das auch ganz normal ist. Man passt halt nicht zu jedem und manche passen besser zusammen als andere. Aber Mobbing oder bewusstes Ausschließen gab es bei uns zum Glück nicht.

    Eine Freundin von mir hat sich sehr viel damit beschäftigt. Die hatte, wie so viele Frauen, echt ständig Probleme mit Blasenentzündungen. Und ist da halt auch richtig an das Problem ran gegangen. Dabei hat sie festgestellt, dass wirklich 99% davon mit ihrer Angst davor zu tun hat…
    Ich denke, dass Ängste vor körperlichen Beschwerden, gerade nachdem man lange krank war, echt eine große Rolle spielen. Nur ist es halt echt schwierig das abzustellen.

    1. dankeschön! ich experimentiere ja gern mit schwarz weiß und schaue mir an, wozu es passt und grade was zb schriften betrifft, mag ich es sehr gern.

      und JA es gibt furchtbare kinder! wenn man halt wüsste, wie man sowas verhindert! ist das angeboren? anerzogen? was haben diese eltern falsch gemacht? leider kommen kinder nicht mit bedienungsanleitungen!

      von blasenentzündungen kann ich auch ein lied singen -.- man verfällt dann halt in so einen modus, wo man alles zu vermeiden versucht, was irgendwas auslösen könnte und beschäftigt sich dann nur mehr mit kranksein und vergisst völlig, dass man um das herum auch noch ein mensch ist. einen weg aus der spirale rauszufinden ist nicht einfach, aber es geht, zum glück.

    1. oh nein, das sind sie leider nicht – auch wenn traurigerweise viele menschen grade sehr davon profitieren, die möglichkeit der einfachen antworten vorzugaukeln…

  5. Respekt, dass du dich wirklich auf diese ganzen Fragen einlässt. Ich wäre ja schon bei den Fragen 47 bis 50 ausgestiegen; natürlich finde ich es wichtig, dass wir wählen können. Aber was viele, besonders diejenigen vergessen, die aus der Wahlkabine twittern, ist die Tatsache, dass wir nicht nur freie sondern auch geheime Wahlen haben.

    Und dazu gehört m.E., dass man eben nicht auf Facebook oder woanders Fotos von sich und seinem Wahlzettel postet oder in der Öffentlichkeit verrät, welche Person direkt oder welche Partei man auf dem Stimmzettel angekreuzt hat. Deine Antwort „Das kleinere Übel“ fand ich daher gut.

    LG
    Ulrike

    1. liebe ulrike, das ist für mich ein ganz großer vorteil des nicknamebloggings. ich liebe es, mich solchen aufgaben zu stellen, aber ich möchte natürlich auch vermeiden, dass unkontrolliert menschen aus meinem realen leben über diese dinge stolpern. grade bei so politischen themen sehe ich das auch sehr heikel und ich verstehe deine bedenken da sehr gut. allerdings glaube ich, dass den menschen so etwas überhaupt nicht bewusst ist, dass derlei informationen durchaus sensibel sind.

  6. und noch ein Kommentar von mir, weil es hier um die Bilder geht – sie sind sehr stimmungsvoll und machen mir Lust, mir mal wieder den Film „Es lebe der Zentralfriedhof“, den ich auf DVD habe, anzuschauen.

    1. dankeschön, das freut mich sehr! ich muss gestehen, dass ich gar nicht so richtig wusste, dass es dazu einen film gibt? mir scheint, das muss ich mal googeln 🙂

  7. Das war ein Film, der mal auf 3Sat ausgestrahlt wurde und der sich um die dort lebende Tierwelt dreht, und zu hören war als musikalische Untermalung natürlich das bekannte Lied von Wolfgang Ambros. Ich habe ihn im Medienshop der ARD gekauft und schon lange nicht mehr gesehen.

    1. oooh, ja ich glaube mich zu erinnern, dass mir das schon irgendwo mal begegnet ist. da muss ich die augen offen halten, das finde ich auch total interessant. ich hab auch schon rehe dort gesehen, das ist wirklich wunderschön!

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