[Edit:] VÖLLIG UNERKANNT HABE ICH HIER DEN 500STEN ARTIKEL MEINES BLOGS VERÖFFENLTICHT!!!

Gleich nochmal so ein Beitrag, der zwar nur einem Teil von euch möglicherweise gefallen wird, aber ich mags (= habe diese Textzeile gestern durch Zufall gelesen und das dringende Bedürfnis gehabt, damit ne Grafik zu basteln.

Was ich allgemein zu diesem Thema noch anmerken wollte: ich sehe diese Kombinationen nicht als Foto, denn es geht mir nicht darum, das Bild zu betiteln oder ergänzen, sondern den Text zu visualisieren. Es soll eigentlich in erster Linie eine ansprechende Art sein, begrifflichen Inhalt zu transportieren.

Mir gefiel diese Zeile sehr und dazu ist mir gleich das eingefallen, was ich als Titel bzw. Überschrift gewählt habe. „Ich! Jetzt! Alles“ ist quasi ein Lebenskonzept, nachdem die Gesellschaft (oder zumindest die Wohlstandsgesellschaft) unserer Zeit funktioniert. Niemand hat mehr Geduld, auf etwas hinzuarbeiten, alles muss sofort und zu hundert Prozent passieren. Das scheint mir eine Art Überkompensation von dem zu sein, das ich aus dieser „all we have is now“-Zeile für mich herauslese. Denn wir können nur im Jetzt leben, sicher haben wir nur die Gegenwart. Das vergisst man vor lauter Sorgen und Plänen oft. Man lässt in vielen Fällen soviel Zeit ungenützt verstreichen, ohne etwas Lebenswertes daraus gemacht zu haben. Aber man hat nur ein einziges Leben, das man nicht vergeuden sollte (gleichzeitig sollte man aber auch nicht vergessen, dass es ein gestern und ein morgen gibt und dass es außer einem selbst auch noch andere Geschöpfe gibt, die Gefühle und Bedürfnisse haben).

Ich finde es also wichtig, den schmalen Grat zwischen den beiden Extremen nicht zu verfehlen…

60 comments on “Ich! Jetzt! Alles!

  1. Bild mit Text (oder auch Text mit Bild, je nachdem) sowie der Text dazu gefallen mir sehrsehrsehr. Sehr wahr.

    Aber auch einfach nur das Foto an sich, wäre auch schön. Hätte eine ganz andere Wirkung. Irgendwie faszinierend, wenn man so darüber nachdenkt – wie anders ein Foto wirken kann, alleine durch „ein bisschen Text“.

  2. Ganz wunderbare Kombination: starker Text und zum denken animierendes Foto (leerer Strohhalm, du must etwas tun, um ihn zu füllen, Genuss versprechend etc.)
    Dazu noch Deine Gedanken, die wirklich nicht nur Sonntags-Gedanken sein sollten!!! Jeder Tag ist kostbar, nicht nur unter dem Aspekt, er könne der letzte sein.
    Lieben Gruss-moni

    • dankeschön, es freut mich sehr, grade von dir als zumindest teilweise skeptikerin soviel lob zu hören (=
      die interpretation gefällt mir. danke für deine gedanken dazu!!

  3. Heute,hier und jetzt ist was zaehlt. Was im naechsten Leben kommt weiss nur unsere Seele. Wir alle haben unser Karma und muessen dieses immer wieder aufloesen. Wieviele Leben dafuer gebraucht werden entscheiden wir selber.

    Finde Deine Idee mit Text und Bild inspirierend und sehr kreativ.

    saludos Ruediger

    • danke für deinen kommentar und dein lob. aber ob wir das selbst entscheiden? ich weiß nicht. ob wir das je erfahren werden?

  4. Wunderbare Kombination.
    Und so wahr.
    Das „now“ ist das,wo wir sicher sein können es zu haben.

    Liebe Grüsse
    Elke

  5. himbeerbel

    Und manchmal es wichtig, sich viele kleine Jetzt-Inseln im Leben zu suchen oder zu schaffen. Wie beispielsweise die Fotografie, die einen aus dem Alltagseschehen herausholen und das Jetzt bewusst machen kann. Entweder erschaffen oder entdecken wir Momente, die uns Innehalten und Staunen lassen, Freude bereiten und berühren. Wertvolle Momentaufnahmen, in denen nur das Jetzt zählt und ermöglichen unter Umständen für den Betrachter wiederum ein neues Jetzt, wenn er bereit ist, sich darauf einzulassen.

    Ich mag die Kombination von Bild und Text, ob getrennt voneinander als Ergänzung oder als Komposition in einem Bild. Im Idealfall unterstützen sie einander, so wie bei diesem Bild, wo sich die Frage nach Zukunft und Vergangenheit von Wegwerfstrohhalmen eher nicht stellt.

    • liebe himbeerbel, vielen herzlichen dank für diesen ausführlichen und wunderbaren kommentar. jetzt-inseln. das gefällt mir – das sollte ich mir merken! und ja, vielleicht mag ich deswegen auch die fotografie so gern. weil man das jetzt damit immer ein wenig einfrieren kann…

  6. also zunächst einmal finde ich das foto wirklich schön. die farben passen alle so schön zueinander.
    zweitens finde ich das was du da geschrieben hast sehr weiße. wir haben uns ja auch schon mal darüber „unterhalten“, dass man über die täglichen sorgen hinweg oft vergisst, wie schön das leben doch sein kann und man viele dinge einfach nicht genügend zu schätzen weiß…
    und von vielen menschen wäre ein bisschen mehr rücksichtnahme und einfühlungsvermögen sehr wünschenswert.

    so sehe ich das auch. also ganz früher, in der grundschule z.b., hat man ja noch was für diese tage gebastelt und dann eben den eltern geschenkt, aber seit dem das vorbei ist, machen wir ds nicht mehr. das ist doch total der quatsch.

    also was ski rennen betrifft, kann man die deutschen kommentatoren ja nicht anhören… die reden als würden sie selbst gleich einschlafen…^^ bei den österreichern gehts wenigstens ab! 😉 da wird man gleich beim zuschauen nervös. allerdings sind sie natürlich immer für ihre eigenen fahrer, während wir doch für die deutschen sind…^^

    • danke liebe namimosa, es freut mich, dass du es so magst. mir gefällt das grad auch total gut (deswegen hab ichs momentan auch als desktop-motiv ^.^)
      ich freu mich auch, dass dir gefällt, was ich geschrieben hab. war seit langer zeit mal wieder gedankeninput hier im episodenfilm…

      du hast absolut recht, dass vielen menschen etwas mehr sensibilität einfach nicht schaden würde. es gibt unheimlich viele gestalten, die ihren ganzen frust an x-beliebigen anderen auslassen… wenn sich mal jeder ein wenig am riemen reißen würde… naja…

      aber das ist ja auch wieder irgendwie was anderes. also wenn man was bastelt, oder selbst macht, oder was symbolisches schenkt. nur irgendwelche unpersönlichen materiellen dinge (irgendwelche süßigkeiten, etc) finde ich absolut fehl am platz.

      haha naja, ist halt wohl nicht so der bevorzugte nationalsport bei euch?! (= bei uns ist schifahren ja DAS top ding, eigentlich. aber die meisten (inkl. mir +g+) mögen halt den assinger nicht als kommentator. und der macht das echt oft. spannung gibts aber, das stimmt natürlich. und dass unsere kommentatoren für unsere fahrer sind ist ja auch irgendwo klar (;

  7. „All we have is now“
    Oh Gott ja, ich durfte die brutale Wahrheit dieses Satzes mal leibhaftig erfahren.
    Seitdem gehe ich mit dem bisschen Leben das wir haben viel intensiver um.

  8. Ein sehr schöner Beitrag, den du interessant illustriert hast. Hut ab!

    Gerade das hier ist klug gesagt:
    „Niemand hat mehr Geduld, auf etwas hinzuarbeiten, alles muss sofort und zu hundert Prozent passieren. Das scheint mir eine Art Überkompensation von dem zu sein, das ich aus dieser „all we have is now“-Zeile für mich herauslese.“
    Besonders, wenn man sich selbst auch dort wiederfindet.

    Die Nuss

    • danke liebe nuss, ich freu mich, dass es dir gefallen hat und dass du dich mit dem, was ich geschrieben hab, auseinandergesetzt hast. ich denke, es ist superwichtig, sich mit solchen dingen zu beschäftigen, da man da oft und leicht in verhaltensmuster fällt, aus gewohnheit handelt und deswegen auch oft mal nicht den ganz richtigen weg geht…

  9. Mir gefällts auch – ich mag diese kurzen knappen Aussagen – All we have ist now – das Hier und Jetzt genießen – wer weiß, was noch kommt oder morgen schon passiert !!! Muß ja nicht unbedingt Alles! Jetzt! sein 🙂

    GLG Manu

  10. Klasse. Das Bild gefällt mir, die Aussage ist sowas von wahr, und in der Kombi passt es klasse – auch wenn man erst nicht an Strohhalme denkt, wenn man den Spruch hört.

    Hey, reich den doch hier ein, da würd er super reinpassen!
    http://icanread.tumblr.com/

  11. … nur einen lieben Gruß und mehr kommt vielleicht auch noch!
    Aber ich stöbere weiterhin in das Blog hier!

    Kai ;o)

  12. Eine sehr gute Darstellung und Recht hast du!!
    Liebe Grüße
    Angie

  13. danke (:
    ohja, bitte. Fang auch damit an, ich bin schon ganz neugierig (:

    (auf meinem Fotoblog gibts auch wieder was neues)

  14. Du hast es schön auf den Punkt – äh Strohhalm – gebracht. Dieses Konzept unserer schnellebigen Zeit.
    Gut aufbereitet und auch geschrieben. Und gut sich darüber Gedanken zu machen – und im eigenen Leben einzubringen. Strohhalme so effektvoll in Szene zu setzen ist schon cool! *g*

    LG,
    Klarissa

  15. Glückwunsch zum 500ersten!!!!!!!!!!!!!!! Glückwunsch an meinen liebste Fotobloggerin!

  16. wow! herzlichen glückwunsch zum 500. eintrag!!! das ist mal eine beeindruckende zahl!

    also ehrlich gesagt finde ich es total beeindruckend, dass aron ralston sich von nichts hat aufhalten lassen. es gehört ja schon eine gewisse verücktheit und ein krasser überlebnswille dazu, sich den arm selbst zu amputieren! aber auch im film betont er immer wieder, dass er unter der woche, wenn er normal arbeitet, nicht richtig lebt und erst während seiner touren richtig aufblüht. die sind für ihm überlebenswichtig und daher finde ich es nur verständlich, dass er sich auch von seinem arm nicht davon abkriegen lässt, weiterhin berge zu besteigen. dazu gehört erst ein wille! außerdem denke ich, dass so ein unfall die sicht auf das leben grunlegend verändert und man die dinge danach anders wahr nimmt. er hat auch zugegeben, dass er zuvor ein richtiger ekelhafter egoist etc. war und durch den unfall hat er die chance bekommen ein anderes leben zu führen. mittlerweile geht er zwar immer noch im alleingang, aber er hat eine frau und einen kleinen sohn und sagt daher jetzt bescheid wo es hingeht.
    solch ein optimismus ist doch bewundernswert. wenn auch eine solche sehnsucht nach bergen etc. nicht für jeden nachvollziehbar ist.

    der film wäre doch was für dich und einen schatz, wenn er sich mit „kokowääh“ nicht anfreunden konnte. 😉 die amputationsszene ist zwar echt heftig, aber das sind vielleicht 5 minuten des films. und der rest ist einfach nur genial! 😉

    absolut. pralinen etc. die man einfach so mal schnell an der tanke mitnimmt sind auch nicht gerade der bringer. persönliche geschenke sind immer was anderes. egal zu welchem anlass. oder man sollte eben was überlegtes schenken, worüber sich der andere wirklich freut (na ja, jetzt nicht zum valentinstag, aber allgemein).

    also da ich hier direkt an den bergen wohne, ist skifahren hier natürlich eine große sache. das lernt hier jeder gleich als kleines kind etc. im großen und ganzen deutschland ist das natürlich etwas anders, aber hier wird beim skifahren mitgefiebert. 😉 allerdings gibts ja nicht gerade viele deutsche mit denen man das machen könnte…^^

    • danke – ich war auch total überrascht, dass die 500 jetzt echt voll sind und ich es gar nicht gemerkt hab. eigentlich wollte ich das viel größer aufblasen, aber was soll man machen…

      ja du hast schon recht. beeindruckend, klar. aber ich hab da irgendwie halt auch ein zwiespältiges verhältnis dazu, weißt du, weil ich mir immer denk, dass das gewissermaßen auch egoistisch is, nicht an eltern/familie und so zu denken wenn man sowas macht. obwohl du natürlich auch recht hast, wenn ihn nichts anderes glücklich macht… is schon klar. ich denk mir nur immer, wie würds mir gehen, wenn das zb mein papa wäre, verstehst du?
      wir haben uns den trailer angeschaut aber er war nicht so begeistert (also schon letzte woche). heute wollen wir uns black swan anschauen und im märz unknown identity, auf den bin ich schon sehr gespannt!

      absolut. ich bin ja eigentlich lieber schenker als beschenkter, weils nix schöneres gibt als strahlende überraschte augen über ein tolles persönliches geschenk (((=

      ja auch wieder wahr. das wird bei euch bestimmt ähnlich sein wie bei uns mit dem schifahren (;

  17. Ein sehr wahrer Spruch, ebenso Deine Anmerkungen dazu!

    Ja, wir leben JETZT! Und wir leben nicht ewig. Allein das sollte ausreichen, manches zu überdenken und zu ändern. Dennoch tun wir uns mit vielen Dingen schwer….
    Das ist wohl menschlich.
    Aber wenn man es zumindest schon mal erkennt, ist schon viel gewonnen, denke ich.

    Liebe Grüße
    Katinka

  18. Huhu!
    Zum 500. wollten wir natürlich auch noch herzliche Glückwünsche reinschreiben!!!

  19. Ja, du hast recht, ist ein toller Satz!
    Und in Kombi mit dem Bild sieht er einfach toll aus!
    Glückwunsch zum 500sten Post, wow!

    Liebe Grüße und weiter so! 🙂

    • vielen dank jules für das lob, ich freu mich sehr, wenns gefällt, weil mir das zusammenstöpseln von bild und text grade unheimlich viel spaß macht!

  20. Da bin ich schon gespannt drauf (:
    Viel Glueck mit deinen Seminararbeiten!

  21. Liebe Paleica,

    zuallererstmal – super, dass deine Prüfung gut gelaufen ist, herzlichen Glückwunsch! es klingt aber schon noch stressig bei dir ..studiumsmäßig ..klar, dass da nicht so viel Zei „nebenher“ bleibt.

    Mit diesen beiden Textfotos triffst du bei mir natürlich einen Nerv ..absolut. Danke dir sehr dafür – ich find die Umsetzung klasse, und dazu noch lösen die Strohhalme bei mir irgendwie positive Assoziationen aus, automatisch – von früher vielleicht, „geborgen, unbefangen“ ..

    es stimmt aber doch auch. Wir haben die Wahl … Wie schon Steinbeck in seinem East of Eden schreibt „Man has a choice – and the choice is what makes him a man. That’s where he’s different from an animal“ .. nicht ganz wörtlich, aber so in etwa ..auch im Film kommt das so rüber.

    Und wir haben das Jetzt und Hier. Dieser Balanceakt, von dem du schreibst, ist in der Tat nicht einfach. Diese Ungeduld merk ich auch an mir selber – alles und am besten sofort. Eine Zeitkrankheit? eine Reaktion auf die vielen Reize – Überreizungen – um uns herum? Angst zu kurz zu kommen? Angst vor der Endlichkeit? so viele Aspekte … aber die Gegenwart intensiv erleben und so positiv wie möglich zu genießen ist sicher gut.

    Dir alles Liebe und viele herzliche Grüsse 🙂
    Ocean

    • danke liebe ocean und schön dich hier wieder zu lesen!!!
      danke auch für das feedback und das lob, ich freu mich sehr, dass dir diese art bilder gefallen!
      ich denke schon, dass das mit der gegenwärtigen zeit und gesellschaft zu tun hat. jeder kann immer überall erreichbar sein, muss maximal flexibel sein, etc… das wäre in einer zeit ohne handys und internet einfach nicht möglich gewesen…

  22. Welch wahre Worte.
    Glückwunsch zum 500sten 🙂

    LG, Lars

  23. Wie passend Dein Titel und das Bild gewählt ist – so vor dem Hintergrund des 500. Beitrages.

    Glückwunsch 🙂

    Bild + Text mag ich ja auch hin und wieder sehr, deine Zusammenstellung gefällt mir echt gut. Es vermittelt eine Leichtigkeit und Lebensfreude.. toll

  24. TOLLES Bild! und glückwunsch! ich hoffe es wird noch weiter 500 geben 🙂

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