Details zum Jahresabschluss oder Magic Monday Woche 27

Es ist wieder einmal so weit. Das Ende des Jahres steht vor der Tür, wir sind in den letzten Tagen angekommen. Ein Magic Monday geht sich noch aus und dieser wird gekoppelt mit dem alljährlichen, klassischen, schon fast verpflichtenden Jahresrückblick.

2013 war ein unglaublich turbulentes Jahr. Es ist kein Stein am anderen (wieder ‚mal) geblieben und ich bin in kurzer Zeit einen gefühlt sehr weiten Weg gegangen. Den Weg von einer Suchenden zu einer Reisenden.

Die erste Jahreshälfte stand unter dem Stern des Studienabschlusses und einem ziemlich ausgeprägten emotionalen Tief. Irgendwie war nichts ganz so, wie ich es mir gewünscht und wie es hätte sein sollen. Es hat mit einem ziemlich gemeinen Hexenschuss begonnen (irgendwie nicht nett, dass es auch mit Rückenschmerzen auszuklingen scheint 😦 ), begleitet von der 7-Tage-Woche-Stress-Frustration und entsprechenden Beziehungstroubles, weil ich grade auch alles andere als eine angenehme Zeitgenossin war. Ich bin eigentlich von einer Deadline in die nächste gestolpert und hatte nicht einen Moment lang Zeit, durchzuschnaufen, zur Ruhe zu kommen und mich selbst zu finden – alles war darauf ausgerichtet, bis zum Prüfungstermin zu funktionieren. Danach kam ein kurzer heftiger Crash in gesundheitlichen und gefühlsmäßigen Belangen. Und dann ist es doch langsam und stetig wieder aufwärts gegangen.

Unverhofft kommt oft und so stand schon die nächste Herausforderung vor der Tür: Firmenwechsel, Jobwechsel, Verantwortung, neues Lernen. Viel Spannendes, viel Freude, viel persönlicher Erfolg aber auch ein Haufen neuer Stress, der da auf mich zukam. Auch das hat sich ein gutes Weilchen aufgebaut, bis ich eines Morgens mit der Erkenntnis aufgewacht bin „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“, und begonnen habe, einige lang anstehende Dinge in Angriff zu nehmen.

Ich habe 2013 auf langjährige Worte endlich Taten folgen lassen. Meine Universumsbestellungen sind recht schnell (manchmal doch etwas zu schnell) erfüllt worden. Es hat sich geändert, doch diese Verändung war überwiegend zum Guten. Ich habe das Jahr darauf verwendet, mich wirklich auf mich und meine Wünsche zu besinnen und ebendiese mit Nachdruck zu verfolgen – so sie realistischerweise möglich sind. Ich konnte vieles Grundsätzliches klären.

Der Status quo, mit dem ich in dieses zwanzigvierzehn starten will, ist diesmal also folgender: bitte einfach mal von den Gegebenheiten so bleiben wie es ist! Ich achte auf meine Gesundheit und versuche, alles, was ich in den letzten Jahren vernachlässigt und vor allem zu einem Problem werden hab lassen, wieder in Ordnung zu bringen. Ich gehe einen Schritt nach dem anderen. Ich genieße den Moment, den ich habe, ohne schon die nächsten 1.000 zu planen, die sowieso ungewiss sind. Ich habe noch einen Teil Aufarbeitungs- und Abschlussarbeit hinsichtlich meiner Vergangenheit zu leisten. Ich gebe mir Zeit. Ich vertraue und lasse los.

Was ich im letzten Jahr gelernt habe, über mich und auch über andere Menschen: (ich sage es wieder mit den Worten von Kettcar): „Liebe ist das, was man tut.“ Das hat meinen Blick auf so manchen Menschen geändert, aber es ist denke ich ein ganz guter Leitsatz in der Entscheidung, welchen Personen man sein Herz öffnet – und welchen besser nicht. Ich habe streiten gelernt. Ich arbeite daran, meine Ziele, Pläne und Aktivitäten nicht in den Vergleich mit anderen zu stellen. Es ist mein Leben, ich bin noch (einigermaßen) jung und ich muss wissen, wann ich wozu bereit bin. Ich habe gelernt, Gefühle wieder an mich heranzulassen, weil ich nun weiß, woran ich bemessen kann, ob ein Mensch mein Vertrauen verdient hat oder nicht. Ich bin wieder ein Stückchen mehr Ich geworden. Ich sehe wieder Herzchen und habe die Bitterkeit der Enttäuschung ein weiteres Stück von mir distanziert.

Ich zitiere es hier noch einmal da es nicht schadet, es sich ab und an in Erinnerung zu rufen.

Life is not about waiting for the storm to pass. It’s about learning how to dance in the rain.

Es wird immer den einen oder anderen verbesserungswürdigen Parameter geben. Mal ist es das Geld, mal die Zeit, mal die Liebe, mal die Freundschaft, die Familie oder der Job, im schlimmsten Fall die Gesundheit. Irgendwo hakt es üblicherweise. Doch das Leben ist das, was passiert, während man darauf wartet, dass einmal alle Lebenssäulen stabil positiv sind. Schönheit ist in den Eiskristallen, die sich im Schatten des kalten Tals bilden. Schönheit ist in der Sonne, die durch die dichten Bäume durchscheint. Schönheit ist im Wasser, das die Füße in der Hitze kühlt. Schönheit, Glück und Liebe sind nicht nur in den großen Momenten, im Zusammenkommen, im Urlaub, beim Heiraten und Kinderkriegen. Sie sind im Nachhausekommen wenn der andere heimlich einen Adventskalender gekauft hat. Sie sind jeden Tag in der Früh, wenn einer für beide Tee macht. Sie sind in einer Papierrolle, die gemeinsame Zeit schenkt. Ich beende diese Litanei an schwülstigen Worten mit einem weiteren Zitat der geliebten Band: „Zu erkennen, dass man glücklich war, ist leicht. Zu erkennen, dass man glücklich ist, ist Kunst.“

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Jetzt hätte ich beinahe das Wochenthema vergessen, das uns vom alten ins neue Jahr leiten soll. Eine schwierige Herausforderung, vor allem, weil es natürlich auch zumindest zu einem meiner Bilder einen Konnex haben soll. Ich werde mich da nun auf einen Begriff beziehen, der beim Wochenthema-raten auf Facebook gefallen ist und der gut zum ausklingenden Jahr passt:

verblasst