Das blaue (Winter-)Wunder(land) oder Magic Monday Woche 31

ACHTUNG: aufgrund von derzeitgem enormen beruflichen Aufwand möchte ich den Magic Monday von einem wöchentlichen auf ein zweiwöchtiges Projekt verlegen!! Es wird also ab sofort jede zweite Woche (also jede ungerade Kalenderwoche) ein neues Thema geben! Bitte habt dafür Verständnis, aber ich möchte auch nicht, dass das Projekt für mich selbst in Stress ausartet und ich mir eure Beiträge nicht entsprechend ansehen kann!

Nun aber zum Thema: lange habe ich überlegt, unter welchem MM-Titel ich diese Serie veröffentlichen könnte. Manchmal sieht man einfach den sprichwörtlichen Wald voller Bäume nicht! (und nein, das Adjektiv diese Woche ist weder Wald noch Baum ;-P ).

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soll es diese Woche hier zugehen. Ich hoffe, auf viele blaue Himmel (wenn es denn einen gibt) oder andere blaue Dinge, die euch unter die Nase springen. Farben hatten wir ja glaub‘ ich noch keine… eine zweite steht allerdings noch irgendwo in Startposition, also hoffe ich, dass es euch gefällt 🙂

Die Bilder sind im Dezember bei der Hinfahrt zu unserer Weihnachtsfeier irgendwo um’s kleine deutsche Eck enstanden, sowie bei der Heimfahrt im Pinzgau. Die Landschaft dort ist ein bisschen wie in Norwegen und einfach traumhaft schön. Ich wollte einfach nur in diesem Anblick versinken… Und die rauschenden Wassermassen gehören zu den Krimmler Wasserfällen. Der Fluss könnte eventuell die Salzach sein, nagelt mich darauf aber bitte nicht fest! Irgendwo erhascht man vielleicht einen Blick auf den Großvenediger und der Zwölferkogel ist sicher auch dabei 🙂

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Aufgrund des Schneemangels im deutschsprachigen Raum verzichte ich momentan noch absichtlich auf das lang anstehende Saisonthema „winterlich“ ^.^

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In meinem Kopf überschlagen sich zur Zeit die Gedanken. Kein Wunder, dass ich einen Ruhepuls von durchschnittlich 80 habe, wenn ich mich mit so vielen Dingen auf einmal beschäftige. Da ist zum einen einmal das leidige Thema Gesundheit, das mir derzeit einiges aufzulösen gibt. Ein Haufen Ecken und Kanten, die mir manchmal ganz schön den Tag vermiesen und bei denen ich jetzt schon seit einigen Wochen Ursachenforschung betreibe. Dann ist da das altbekannte Thema Vergangenheit, das mich mehr oder weniger regelmäßig einholt und ein gewisses Maß an Energie beansprucht. Und dann sind da die Themen des „guten Lebens“, des Alltags und dessen, womit man seinen Tag, seine Zeit verbringt. Ich frage mich, wie andere Menschen es schaffen, 40 und mehr Stunden zu arbeiten ohne depressive Verstimmungen davonzutragen. Mir fehlt hinten und vorne die Zeit für mich selbst, für den Haushalt, Hobbies, für Freunde, Familie und Beziehung (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Ich bin erschöpft, abends und freitags, wenn ich mich einigermaßen erholt habe ist Sonntagabend und Zeit, schlafen zu gehen. Ich bin energielos, weil mein Leben von aufstehen und schlafengehen getrieben ist, jede Minute ist kostbar, jeder vergeudete Moment bereitet mir Magenschmerzen. Woher kann ich die Gelassenheit nehmen, dass die Zeit an mir vorbeigaloppiert? Wo finde ich die Ruhe, dieses Zeitverhältnis zu akzeptieren?

Ich mag meinen Job. Ich mache gern, was ich tue. Ich mache bloß fast nichts auf dieser Welt so gern, dass ich es 40 Stunden die Woche machen möchte (zumindest nichts, womit man Geld verdienen kann), weil dann für alles andere zu wenig Zeit bleibt. Zu wenig Urlaubstage, um die Welt zu sehen. Zu wenig Abende, um die Menschen zu treffen, die mir nahestehen. Zu wenig Wochenenden, um sich in einem zufriedenstellenden Ausmaß der Fotografie zu widmen. Zu wenig Freizeit, um Neues kennenzulernen. Ich möchte eislaufen, schifahren, klettern, wandern, Geocaching intensivieren, Gitarre spielen, Malkurse besuchen, Fotoalben basteln, Singstar spielen, ins Kino gehen, alle Wiener Brunchbuffets ausprobieren, laufen, kochen, backen, Adobe lernen, Zeit vergeuden. Doch während ich eines mache, muss alles andere wieder eine Woche warten…

In diesem Zusammenhang möchte ich auch hier noch einmal auf das in den letzten Tagen vielgeklickte und vielgeteilte Video hinweisen:

Auch wenn man der Dame ankreiden kann, dass es nicht das neueste Thema ist, dem sie sich gewidmet hat und sie nicht die erste ist, die es bespricht, hat sie es in eine lyrische Form gepackt, die mich persönlich sehr mitgerissen und begeistert hat. „Ich wäre fast einen Marathon gelaufen.“ oder „ich hätte fast die Buddenbrooks gelesen.“ – es geht nicht um die ganz großen Sachen, es geht nicht darum, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen und Weltenbummler zu werden. Es geht nur darum, seine Zeit zu nützen. Denn wenn unsere Generation eines hat, dann ist es: genauso wenig Zeit wie alle anderen, aber eine unbegrenzte Zahl an Möglichkeiten, mit kaum einer Richtlinie, mit nahezu keinen Grenzen (außer den Grundgesetzen des menschlichen Daseins) – die einzige Erwartungshaltung, die uns immer entgegenweht, ist die, glücklich zu sein. Das ist (für mich) jedoch mitunter das schwierigste.