Der Hoover Dam war sozusagen unser Zufallshighlight. Vor vielen Jahren habe ich über den Bau dieses Damms eine Dokumentation gesehen und war ziemlich faszininiert davon. Als ich gelesen habe, dass die Hubschrauberflüge von Las Vegas zum Grand Canyon über den Hoover Dam fliegen, bin ich aber immer noch nicht auf die Idee gekommen, mir anzusehen, wo der ist und ob man da vielleicht vorbeischauen könnte.

Als wir dann in Kingman zusammenpackten haben wir aber festgestellt, dass wir erst 5 Stunden später in Las Vegas einchecken könnten – für die Fahrt selbst würden wir aber nur 1,5h brauchen. Also kurzerhand beschlossen, einen Umweg zu fahren – über das Valley of Fire (immer noch nicht an den Hoover Dam gedacht). Dann, auf dem Highway auf einmal angeschrieben gesehen – und dann einfach auf gut Glück drauf los gefahren.

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Man glaubt gar nicht, wie gut dem Auge das bisschen kühle blau des Wassers tut, wenn es stundenlang nur braunrote Felsen gesehen hat.

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Eine Wand, so glatt und steil, dass man nur beim Hinunterschauen Angst hat, abzurutschen.

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Ein Staudamm, mitten im Nirgendwo der amerikanischen Steinwüsten.

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„Kurze“ Abstecher sehen in Amerika – zumindest dort im Westen – üblicherweise so aus, dass man mindestens 2 Stunden veranschlagen sollte, bis man wieder am geplanten Weg ist. So auch hier, an der Grenze von Nevada und Arizona. Dieser Ausflug war jedenfalls auch unser körperlich anstrengendster, wenn man von den Temperaturen ausgeht (etwa 43 Grad und rundherum nur Stein und Beton). Zwischendrin hab ich einmal kurz die Nerven gekübelt, aber das gehört zu so einer Reise nunmal auch dazu. Letztendlich war es ein tolles Erlebnis und ich habe mich den ganzen restlichen Weg gefreut, den Hoover Dam besichtigt zu haben. Selbst an ein Theo-Foto haben wir gedacht 🙂

Allerdings hat dann das Valley of Fire drunter gelitten, da war ich nach der Hitze am Damm einfach zu erschöpft um noch abseits der Straße wo herumzuwandern, so ist „The Wave“ für mich ungesehen geblieben.

37 Comments on “4000km USA: Zufallshighlight Hoover Dam

  1. Was für ein gigantisches Bauwerk. Mit Sicherheit sehenswert, auf die 43 Grad könnte ich allerdings verzichten 🙂

    LG Soni

    • liebe soni, das bauwerk ist wirklich beeindruckend und wenn man einmal dort war versteht man auch, warum die bedingungen für die bauarbeiter so hart waren. unglaublich – denn dort ist dutzende kilometer weit nichts, auch kein tropfen wasser – außer dem colorado river, der im sommer nahezu austrocknet.
      die 43 grad waren auch nicht grade meine traumvorstellung 😉 aber es gibt dinge, die nimmt man in kauf um zu sehen, was man sich lange erträumt…

  2. Oh Cool! Kennst du nicht die Transformers-Filme? In dem zweiten ist glaub ich auch der Damm drin und auch in anderen Filmen sind dort immer die geheimen Alien-Verstecke der USA 😀 Würde ich auch mal gerne sehen – aber auch wirklich lieber bei kühleren Temperaturen!

    • also ich kenne die transformers grundsätzlich schon, habe mir die filme aber nicht angeschaut – das ist nicht ganz mein genre 😉
      ich fürchte, kühlere temperaturen gibts dort nicht :/ maximal gleich in der früh! aber wenn man schon vorbeikommt MUSS man es sich einfach anschauen 🙂

  3. Der Damm ist echt cool – ist Dir aufgefallen, wie niedrig der Wasserstand ist? Bei der Wave hast Du wirklich was verpasst!

    • ja, der ist wirklich cool! und ja, das habe ich bemerkt. es gab allgemein grade sehr wenig wasser, auch lake mead war ziemlich ausgestrocknet!
      das glaub ich, aber ich war einfach zu fertig und da es nicht in dem sinn eingeplant war, habe ich dann letztendlich drauf verzichtet…

  4. A really nice combo of nuances in ‚A dam in the middle of nowhere..‘ (Ein Staudamm..). Serene blues, hectic browns. 🙂

  5. Ja! Eine gute Entscheidung. 🙂
    Als wir damals darüber gefahren und danach noch gelaufen sind, war aber die neue Brücke gerade erst am entstehen. Und jetzt sehe ich sie schon fertig! 😀
    Ich glaub ich muss nochmal hin!

    Liebe Grüße
    Christina

    • ja, wir hatten glück, dass sie schon fertig ist! ich frage mich, wie man ohne die brücke den damm in seiner ganzen pracht bewundern konnte? es ist wirklich beeindruckend! die brücke selber ist ja sehr ähnlich der bixby bridge am highway no.!

  6. Dazu wollte ich doch auch noch kurz einen Kommentar dalassen, bevor ich es vergesse. Ich find’s witzig zu lesen, dass es so eine Zufallsentdeckung für euch war, der Hooverdamm war auf unserer Reise 2011 vermutlich das erste, was wir gesehen haben. Wir sind ja in Las Vegas angekommen und dann morgens los in Richtung Westen, Grand Canyon etc. Ich fand es auch ziemlich beeindruckend, habe aber wohl nur 2-3 Bilder dort gemacht, es war einfach alles so groß und auch so hell. Vielleicht war es aber auch einfach nur zu früh am Tag 🙂

    • 🙂 ja ich finde es auch witzig, vor allem weil ich ihn eigentlich immer mal sehen wollte, seit ich diese doku gesehen hab. frag mich nicht, welche verbindung da in meinen synapsen gefehlt hat, dass ich das nicht geschnallt habe!

      zu früh ist nie gut 😉 wir mussten zum grand canyon auch schon um 7 oder halb 8 los, von kingman ist es doch ein stück und wir hatten ja einen hubschrauber zu erwischen 😀

  7. Pingback: 4000km USA: das Überraschungshighlight – Whale Watching oder Magic Monday 47 | episoden.film

  8. Oh, der Hoover-Dam – der ist ja auch wirklich gewaltig! Wir haben dorthin auch mal einen Abstecher gemacht, allerdings war es damals so voll dort und überall viel Security und Parkplatz-Probleme. Allerdings waren wir damals auch kurz zuvor in Page gewesen, wo wir schon dem Glen Canyon Dam einen Besuch abgestattet haben … Aber wenn ich jetzt Deine Bilder sehe, denke ich, wir hätten doch ausgiebiger einen Parkplatz suchen sollen…
    Und was Du schreibst kann ich so bestätigen: das kühle Blau wirkt tatsächlich so erfrischend, wenn man die ganze Zeit nur Steine sieht und es draußen ca. 40° C hat. Ich kann ja nur von dem (kleineren) Glen Canyon Dam sprechen, aber auch da hat mich die Größe schon schier umgehauen. Auch die Entstehung eines solchen Bauwerks ist total faszinierend – da bin ich immer wieder begeistert, was Menschenhände und -köpfe schaffen können 🙂

    • sag mal… was ist denn mit deinem blog passiert???? bei dem link kommt etwas mit bibel studies…?!? O.o

      ja, voll war es tatsächlich und das mit dem parkplatz mühsam. mein freund behält in solchen situationen zum glück die nerven, ich wäre viel früher wieder umgedreht und hätte mich dann dumm und blöd geärgert wahrscheinlich, eben weil mich die doku über den bau dieses damms so fasziniert hat.
      hach in page… da waren wir leider nicht. allerdings sollte ich mal die nationalpark-tour von der anderen seite machen, dann muss ich dort UNBEDINGt hin.

      • Das ist ja komisch mit dem Link *stirnrunzel*
        Wenn ich über meinen gespeicherten Link oder die Google-Suche gehe, ist alles normal…
        ich habe jetzt bei dem Feld „Website“ hier unter WordPress das noch mal neu einkopiert – vielleicht reicht das ja schon…
        Auf jeden Fall ist dort auch schon ein Mini-Stückchen unserer Reise zu sehen…

        Ich werde meinem Freund sagen, dass er sich das nächste Mal durchsetzen muss in so einer Parkplatzsituation – das ging nämlich auch von mir aus 😉
        Page wirst Du garantiert noch schaffen 😀

        • ja, eigenartig. jetzt funktioniert es aber wieder! keine ahnung was da los war!
          ja das ist schon gut. ich hab mich meistens nicht gesträubt, wenn er motiviert war, aber ich war es in anbetracht der hitze leider öfter mal nicht. deswegen sind wir durchs valley of fire auch nur durchgefahren. seufz.

          das hoffe ich!!

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