Immer, wenn der Hochsommer sein „hoch“ schon überschritten hat, wenn der August in die zweite Hälfte geht und mein Aufenthalt am Meer schon eine gefühlte Ewigkeit her ist, packt mich die Sehnsucht, das Meerweh. Meerblicke, soweit das Auge reicht. Und weil man davon nie genug bekommen kann und in Erinnerungen schwelgen schöner ist, als dunkle Computerbildschirme anzustarren, werfe ich auch noch ein bisschen Wasserglitzern in die Runde.

Grade gehen wieder die fehlenden Worte um. Die Frage, nach der Sinnhaftigkeit, die Frage nach der Freude. Das große „wozu“, das sich durch die Masse an Kanälen unweigerlich immer wieder aufdrängt. Auch mir fehlen grade die Worte, aber im Sommer ist das irgendwie immer so. Im Sommer, da ist das Grübeln ein klein wenig abgestellt, da geht es mehr um das Heute als um das Gestern und das Morgen, aber das macht das Schreiben schwer.

Darum habe ich mich für Bilder entschieden, die nicht viele Worte brauchen. Die ein Gefühl vermitteln, das man vielleicht ohnehin schwer in Worte fassen kann.

Es ist dieses Gefühl, das ich habe, wenn ich in Italien bin, oder am Meer oder am Meer in Italien. Dieses Gefühl, dass ich grade da bin, wo ich sein will, dieses Gefühl, das sich ganz breit macht und mich ausfüllt, weil der Moment so lange bleiben soll, wie es nur irgendwie geht.


 

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27 Comments on “Girls-Roadtrip in den Süden: Meerblicke in Triest

  1. Das Gefühl kenne ich auch, am Meer scheint die Zeit auch stehen zu bleiben. Wunderschöne Bilder vom Meer und die Gedanken dazu geben einen guten Start für diesen Tag
    LG Andrea

  2. Soooooo schön, Paleica!!! Wasser, Meer, Sonne & Strand geht immer! Einfach mal sein ICH auf den Wellen treiben lassen, im Augenblick innehalten… Das Leben kann so *cool* sein.
    Hab eine schöne Woche!
    Liebe Grüße,
    Britta

    • oh jaaa das kann es. diese 5 tage waren einfach ganz wunderbar, spontan und leichtlebig und haben für lange energie gegeben. und sie tun es als erinnerung heute noch.

  3. Wunderschön! Und Recht hast du: im Sommer fehlen manchmal Worte. Man wird so fortgetragen von anderen Dingen, so dass es auch nicht nötig ist. Das ist irgendwie erholsam. Kein Denken, kaum Fragen, wenig Worte ….
    und dafür sehr sehr schöne Bild-Ansichten!

    • ganz genau – da schwingen wir offensichtlich ähnlich 🙂 ich genieße das eigentlich auch sehr, obwohl mir das schreiben schon auch fehlt. aber ich weiß ja, dass es im herbst ohnehin wiederkommt.

  4. Tolle Wortwahl mal wieder, gerade der letzte Absatz… In Verbindung mit den Bildern wirkt das extrem… So schön wie Du die Farben erwischt hast! Ich finde es nämlich wirklich nicht einfach, das Meer einfach mal richtig edel zu fotografieren!! Ist Dir gelungen! Und wie ich ja schon mal geschrieben hab, ich find es klasse, dass Du von dem Trip (der jetzt auch schon 1 Jahr zurückliegt?) immer noch Schätze ausgraben kannst!! Passt!

    • dankeschööön! ich liebe es ja, das meer zu fotografieren, ich kann gar nicht mehr genug davon bekommen. es ist so eine art challenge an mich selbst, seiner schönheit gerecht zu werden und meiner faszination für das gewässer ausdruck zu verleihen. ich habe übrigens glaube ich noch 4 posts von unserem trip in den entwürfen – es wird also noch ein bisschen was kommen 🙂

  5. Ich kann nicht anders, ich muss es einfach sagen: Du beschreibst in Deinem letzten Absatz genau das Gefühl, das ich auch kenne, auch festhalten möchte und doch weiß, dass dies nicht möglich ist.
    Ich versuche oft, dann die Augen zu schließen, um dieses besondere Gefühl ganz aufzunehmen, auszukosten. Bei Deinen Bildern geht es mir genau so: Eigentlich möchte man die Augen schließen und nur das Gefühl erleben, dass das Betrachten auslöst.
    Angenehmen Donnerstag und lieben Gruß
    moni

    • liebe moni, es freut mich sehr, dass mir das gelungen ist! das ist wirklich ein sehr schönes kompliment!
      das sind finde ich diese momente, in denen die zeit irgendwie stehen bleibt und in denen das „glück“, von dem soviel gesprochen wird, fast angreifbar wird, einfach weil man es mit jeder faser seines körpers empfinden kann.

    • oh ja, da geht es dir wie mir! wasser hat etwas gleichzeitig endloses und unvergleichlich endliches. es hört nicht auf, mich zu faszinieren.

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