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Eine Hymne ans Empowerment

Ich will nicht gehorsam,
gezähmt und gezogen sein.
Ich will nicht bescheiden, beliebt und betrogen sein.

Und will ich die Sterne, dann finde ich selbst dorthin.
Ich wachse und lerne und bleibe doch wie ich bin.
Ich wehr mich, bevor ich mich verlier!
Denn ich gehör nur mir.

Und willst du mich finden, dann halt mich nicht fest.
Ich geb‘ meine Freiheit nicht her.
Und willst du mich binden, verlaß ich dein Nest
und tauch wie ein Vogel ins Meer.

Ich warte auf Freunde und suche Geborgenheit.
Ich teile die Freude, ich teile die Traurigkeit.
Doch verlang nicht mein Leben,
das kann ich dir nicht geben.
Denn ich gehör nur mir.

Bald 20 Jahre ist es her, dass diese Zeilen teil meines persönlichen Soundtracks wurden. Wie das so ist mit diesen Aufnahmen, die man wahrscheinlich tausend Mal gehört hat, gehen sie einem irgendwie in Fleisch und Blut über. Auch wenn man sie jahrelang nicht hört vergisst man den Text nicht und kennt die Betonung jeder einzelnen Silbe. Damals war das Schlusslied (also die Reprise davon) mein Lieblingslied, Melodie und Essenz hatten seit damals immer einen Platz in meinem Herzen ohne dass ich wusste, was es mir eines Tages bedeuten würde.

Heute bin ich einfach nur überwältigt davon, welche Brücken Musik und ihre Interpretation schlagen können, welche Gefühle bewegen, welche Verbindungen herstellen, welche Schlösser sie aufsperren kann.
Und darum, an dieser Stelle etwas, das ich in den letzten Texten noch nicht explizit gesagt habe:
Danke, Pia!
Danke dafür, dass du diesem Lied deine Stimme und dein Herz gegeben und damit so vielen Menschen Antrieb und Kraft geschenkt hast. Danke für all deine Arbeit an und mit dir selbst, die du in deinen Interviews teilst und die der goldene Kleber für meine Scherben sind.
Und: danke Michael Kunze, danke Sylvester Levay – für auf den Tag genau 27 Jahre seit der Uraufführung von Elisabeth und diesem Lied.

Von Paleica

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Psychotante. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

29 Antworten auf „Eine Hymne ans Empowerment“

ja, ich denke, dass es viele menschen gibt, die eine art soundtrack ihres lebens haben. bei mir war es jetzt nur lange, sehr lange still und es ist fast wieder ganz was neues das so zu empfinden.

In mir bewegt sich etwas, wenn ich das lese, ich spüre eine Resonanz. Musik und insbesondere wenn sie verbunden ist mit einer Botschaft, mit Gesang, kann nach meiner Erfahrung absolut heilsam sein. Hier berühren sich dann wohl zwei Seelen. Es kann also nur dann geschehen, wenn der Künstler sich ganz öffnet und seine Liebe durch die Musik hinausfließen lässt. Wie dankbar dürfen wir sein, wenn wir so etwas erleben dürfen.
Herzlichst Beate

❤ liebe beate, das ist so schön zu hören. dieselben worte beschreiben für mich, wie es mir mit pias stimme und ihren worten geht. es würde, als würde die seele mitschwingen. es ist unglaublich, dass so etwas möglich ist, ich hätte mir das nie vorstellen können.

ich kann ganz genau nachfühlen was du schreibst und tatsächlich glaube ich, dass das sehr ins schwarze trifft obwohl ich es manchmal schon fast unheimlich finde, was da passieren kann. unheimlich schön, aber immer noch unheimlich.

Das ist allerdings ein langer Vorlauf, aber manchmal bedeuten Dinge einem auch zu verschiedene Zeiten etwas anderes oder gewinnen erst an Bedeutung. Je nach eigener Entwicklung.
Weitere Beispiele für Empowerment sind für mich auch „Do you hear the people sing“ (Les Misérables), „This is me“ (Greatest Showman) oder „Ich will alles“ von Gitte Henning (sehr alt, aber immer noch toll).

das ist absolut richtig, ich hatte das schon öfter, dass ich erst nach jahren ein lied dann so richtig verstanden hab oder es eine besondere bedeutung für mich bekommen hat.
oh das klingt alles sehr toll, ich glaube, diese nummern sollte ich mir ganz unbedingt auch einmal anhören.

das tu ich liebe moni. ich kann es zum teil gar nicht glauben, wieviel emotion da jedes mal bei mir locker gemacht wird. ein wirklich unbeschreibliches erlebnis, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich könnte mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Wenn ich ganz schlecht drauf bin dann ziehe ich mich mit dem ipod zurück um meine Batterien aufzutanken. Nach einem stressigen Tag das Radio laut aufdrehen um die Lieblingssongs zu hören und gleich geht es wieder besser…..
Es gibt zum Glück so viele begnadete Künstler oder Komponisten die es geschafft haben das eigene Gefühlsleben in Wort und Musik zu fassen….
ich könnte auf vieles verzichten, auf Musik niemals…..

ich weiß genau was du meinst. bei mir war das auch immer so, aber in den letzten jahren ist mir dieser zugang irgendwie abhanden gekommen, das war echt arg und teilweise auch schmerzhaft und es hat mich immer wieder beschäftigt. manchmal passieren dinge, die man erstmal nicht beeinflussen kann. aber ich bin so dankbar dafür, dass das nun wieder da ist.

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