Vor einiger Zeit stolperte ich wieder über meine Hochzeitsfotos und erinnerte mich an all die wunderbaren Dinge, die das Jahr 2017 bereithielt. Es war kurz nachdem ich die erste Jahreshälfte von 2018 revue passieren ließ. Während ich 2017 durchwegs mit freundlichen Gedanken gegenüberstehe, ist das bei diesem Jahr anders. Während 2017 mit all den schönen Dingen gefüllt war, mit Hochzeitsvorbereitungen, Zeit mit Freunden, neuen Erfahrungen über und unter dem Meeresspiegel, denke ich bei 2018 an den Tod von vier Menschen, an niederschmetternde Erlebnisse rund um den Familienbetrieb und die darin verwobene Familie, an enormen Gegenwind beim Vorhaben, meiner Entscheidungen wieder habhaft zu werden, und und und. Doch dann, irgendwann plötzlich, kippt ein Schalter. Während ich am einen Tag noch knapp an einem Mininervenzusammenbruch vorbeigeschrammt war, bei dem ich mit dem Kopf in den Händen wimmerte, dass ich jetzt keine Caches mehr suchen oder sonst etwas tun will, sondern mich einfach nur zuhause auf der Couch vor Prime und Netflix vergraben möchte, weil mir zu allem anderen schlicht die Kraft fehlt, plante ich kurze Zeit später nach einem Polterwochenende und einem Minibloggertreffen noch einen kleinen Kroatien-Roadtrip hinten dran. Während ich am Montag noch zeterte, dass Dieser oder Jener mit dem Kopf in den Wolken und ein anderer mit den Klauen viel zu nah an mir dran die Planung meiner zukünftigen Lebenssituation durcheinander brachten und irgendwie unmöglich machten, sehe ich am Freitag die Option für etwas ganz Neues, Unbelastetes, aber doch Machbares.

Als ich bei Anne das Thema für den Oktober entdeckte, prahlte ich, noch soooviele unverbloggte Herbstbilder zu haben. In den Entwürfen geschaut entdeckte ich, dass dem gar nicht so ist. Zwei Beiträge sind es noch – dieser und noch ein weiterer und dann habe ich tatsächlich schon all meine bunten Blätter und deren rundherum gezeigt. Erstaunlich 🙂 Dennoch ist genug Material da, um euch auf einen Herbstspaziergang – denn so lautet das Thema konkret – durch meinen Lieblingsort mitzunehmen.

Vor drei Wochen dachte ich mir, mitte Oktober müsste es nun ja endlich buntes Herbstlaub und stimmungsvolle „langsam geht das Jahr zu Ende“-Bilder geben. Tja, das habe ich die Rechnung mal wieder ohne das seltsame Wiener Klima gemacht. Während bei vielen Bäumen das Laub schon längst weg ist (Miniermotte, unerwarteter Sturm…), ist alles andere noch grün. Also nix mit melancholischem Fotomaterial. Naja – müsst ihr euch halt mit farbenfrohen Details zufrieden geben.