Diese Woche habe ich mir ja mal wieder ganz schön Zeit gelassen mit dem Thema. Das liegt daran, dass mir – als ich das Thema gelesen habe – gleich mehrere Archivbilder eingefallen sind, die dazu perfekt passen würden. Und wie das dann so ist, ist es schwer, neue Bilder zu machen, die denen, die einem sofort in den Sinn kommen, das Wasser reichen oder sie übertreffen können. Da ich aber ungern Bilder veröffentliche, die mir weniger gefallen als die, die es schon gibt, nur weil sie neu sind, war ich recht ratlos, wie ich das Thema umsetzen sollte.

Da mir keine Tür und kein Tor über den Weg gelaufen ist, die besser in Szene zu setzen gewesen wären als diese eben schon bestehenden Fotografien, habe ich beschlossen, das Thema mal wieder metaphorisch anzugehen.

Türen und Tore sind Eingangsmöglichkeiten zu anderen Orten. Das können Zimmer, Gebäude, Gärten – oder andere Welten sein. Und die für mich magischsten und mächtigsten Türen und Tore zu anderen Welten sind… Bücher. Und die Bücher, die mir die beeindruckendste und fesselndste aller Welten eröffnet haben, sind die des großen Meisters der Fantasy-Literatur. Die meistverkaufteste Geschichte des 20. Jahrhunderts – nach der Bibel…

Three Rings for the Elven-kings under the sky,
Seven for the Dwarf-lords in their halls of stone,
Nine for Mortal Men doomed to die,
One for the Dark Lord on his dark throne
In the Land of Mordor where the Shadows lie.

One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them
In the Land of Mordor where the Shadows lie.

blog_tuerentore

Ich genieße den Beitrag gerade sehr, da ich meiner Begeisterung und meiner Schwärmerei mal wieder ein bisschen Ausdruck verleihen kann. Ich weiß, dass viele Leute nichts mit diesen Werken anfangen können. Das liegt bei manchen auch daran, dass oft nicht die Bücher gelesen sondern nur die Filme angeschaut werden. Dazu möchte ich sagen: die Filme sind in Ordnung, aber sie spiegeln nicht im geringsten das wider, was die Bücher ausmacht. Sie sind eine nette Ergänzung wenn man alles gelesen hat. Aber sie können das Faszinierende dieser Welt nicht einfangen und ausdrücken. Die Bücher sind deswegen so gewaltig, weil die Welt, die von Tolkien erschaffen wurde, perfekt und (beinahe) lückenlos ist. Alle Geschöpfe haben ihr Volk und ihre Geschichte, ihre Sprache und ihre Mythologien. Seine Werke sind nicht nur für Fantasybegeisterte interessant, sondern auch vom sprachwissenschaftlichen, vom völkerkundlichen, vom geografischen und vom geschichtlichen Standpunkt aus spannend. Und es fasziniert mich, dass ein einziger Mensch so ein unglaubliches Repertoire an Wissen und Verständnis mitbringt, um sowas schaffen zu können. Auch wenn natürlich nicht alles frei erfunden ist. Selbstverständlich findet man sehr viele Elemente anderer Welten. Aber es gibt wohl kein Detail, über das man sich als Leser wundern kann, das er nicht bedacht, irgendwo notiert und erwähnt hat. Es mögen die Sujets und Motive, die darin vorkommen, nicht neu sein. Doch mit dieser Perfektion eine Geschichte zu schaffen, das ist einzigartig.

Meister Tolkien hat es auf der Leiter der Personen, die ich gerne mal gesprochen hätte, auf Platz eins geschafft.

Für alle, die nach dieser Textflut noch nicht ausgestiegen sind, gibt es jetzt noch die  ‚klassischen‘ Bilder, die mir dazu ursprünglich eingefallen sind:

blog_unheimlichtuerzu

Das ist ein Bild, das hier schonmal veröffentlicht wurde. Es ist aus der ‚unheimlich‘-Fotoserie, die ich für das Uniprojekt letztes Jahr gemacht habe.

blog_tuerentoreherbst

Das Bild mag ich weil es so geheimnisvoll aussieht. Als würde sich irgendetwas dahinter verstecken. Außerdem liebe ich Herbststimmung.

blog_tuerentorevenedig

Dieses Bild hat leider keine so gute Qualität. Aber es war so ein wunderbares Motiv. Das zauberhafte Tor, das ins Nichts zu führen scheint. In eine Welt unter Wasser, für Menschen nicht zugänglich.

blog_tuertorflorenz1

Florenz. MEINE Stadt.

blog_tuertorflorenz2

Der superberühmte Dom in Florenz mit einem ziemlich mächtigen Eingangsportal.

24 Comments on “Projekt 52 – Türen & Tore (Woche 14)

  1. Hallo Paleica,
    ein richtig schöner Artikel. Deine Interpretation des Themas finde ich sehr gut. Da bekommt man gleich wieder Lust den „Herr der Ringe“ aus dem Schrank zu holen und nochmals zu lesen. Da ich auch ein Fan von Tolkien bin, kann ich deine „Schwärmerei“ für dieses Genie gut nachvollziehen.
    LG, Enrico

  2. Hi Paleica,
    mal ne andere und tolle Interpretation des Themas. Die Bücher habe ich leider nicht gelesen. Im allgemeinen komme ich durch Zeitmangel sehr wenig zum lesen. Daher bleibt mir diese Tür dann wohl mehr oder weniger versperrt!
    Schöne Bilder kann man leider nicht erzwingen. Das muss ich auch oft schmerzlich feststellen, wenn ich was schönes in ein Foto bannen möchte.
    lg Thomas

  3. Bücher und im Speziellen Tolkien für Türen und Tore.
    Klasse Idee! Gefällt mir sehr gut.

    (Ich hab nur die englische Softcover Edition der Bücher, hab mir dafür aber bei einer Lederschneiderei eine Hülle mit Unterlegearbeit machen lassen. Ich glaube, ich mache davon ein Bild und schicke dir den Link damit du weißt was ich meine.)

    Ich hab grad erst das letzte Thema umgesetzt, im Moment hinke ich ziemlich hinterher. Zu Tür und Tor habe ich bisher noch keine umsetzbare Idee gehabt.

  4. Die Umsetzung finde ich ja mal klasse
    und eine ganz andere Interpretation 🙂

    Mag ich,…
    Ich hoffe mir fällt auch noch was ein, ..*g*

    Sarah

  5. Wow, was Du für tolle Ideen hast! Chapeau!
    Auch Deine Türbilder sind wunderwunderschön!!! Mir persönlich gefäll das „zauberhafte Tor“ am allerbesten, auch wenn es ein wenig unscharf ist.
    Lieben Gruß
    Ute

  6. Mein Platz 1: Nietzsche.
    Ist Ostern jetzt mehr eine Art Frühlingsfest oder sollte ich als Antikirchgänger trotzdem Gottes Sohn gedenken?

    Jedenfalls wünsch ich dir besinnliche Ostertage und einen wundervollen Osterspatziergang 🙂

  7. Erstmal vielen Dank für die Aufnahme in deine Blogroll 😀 Bist jetzt auch in meiner drin.

    Bei uns in München gibts auch ne Menge solcher Tore, leider muss ich gestehen, dass ich es bis jetzt noch nicht geschaft habe, mir München mal etwas genauer und durch den Sucher meiner Kamera anzuschauen…und das in fast 8 Jahren, seit ich hier wohne. *schäm*

    LG, Enrico

  8. Hallo Paleica,

    deine Interpretation und Umsetzung ist wieder mal einmalig!! *chapeau*

    Hab schöne Feiertage, genieß das Wetterchen und lass das Seelchen baumeln 🙂
    Griassle, Eveline

  9. Ich mag das grüne Tor, es gefällt mir besonders gut. Und es stimmt, du hast Recht wenn du sagst es sieht so geheimnisvoll aus. Aber auch die Tür vom Dom in Florenz ist traumhaft.

  10. die interpretation finde ich sehr schön! es ist wirklich faszinierend, wie ein mensch so eine gewaltige andere welt schaffen konnte. auch wenn ich kein fan der bücher (oder der filme) bin. seit einigen jahren kann ich mit fantasy geschichten nichts mehr anfangen. aber vielleicht kommt das wieder…
    das tor im wasser finde ich übrigens richtig toll!

    jaa, ich find’s auch immer schlimm, auf die nächsten neuen folgen meiner lieblingsserien warten zu müssen. gerade, wenn danach eine neue staffel kommt – ein staffelfinale fällt ja gerne mal seeehr dramatisch aus…

    eigentlich ist es ja schade, wenn man in gedanken schon immer bei den nächsten problemen der zukunft steckt. manchmal frage ich mich ja, ob ich so nicht vergesse, endlich mal die gegenwart zu genießen. aber besser, man macht sich vorher gedanken, als dann ungewollt im kalten wasser zu landen.

    ui. ich zahle ein paar wenige euros weniger im monat für meinen handyvertrag, habe aber weder frei – sms noch sonstige vergünstigungen oder so. wenn ich dabei billiger wegkäme, würde ich mein handy vielleicht auch öfter zum telefonieren nehmen…

    ein schönes wochenende und frohe ostern wünsch ich dir! =D
    alles liebe,
    laura

  11. Das Bild mit der Frau vor dem Portal finde ich am besten, sehr schön gemacht und ausgewählt!

    Liebe Grüße und frohe Ostern!

  12. Bücher für dieses Thema zu verwenden ist es eine tolle Idee!
    Bücher sind sowieso toll…
    Die eigene Welt loslassen und in eine andere eintauchen, wundervoll.

    Aber auch die klassisichere Interpretation des Themas ist gut gelungen, schönen Türen bist du da schon begegnet. ;D

  13. Wow! Ein richtig toller Beitrag zum Projekt 52.
    Da kommen mir meine Mini-Pseudo-Beschreibungen doch sehr knapp vor. Vielleicht sollte ich mir mal eine eine Scheibe von dir abschneiden! 😀

  14. da sind ja gleich ganz viele schöne türen und tore dabei!
    obwohl die ganze potter-sache beeindruckend und (beinahe) perfekt sein mag, kann ich damit nichts anfangen.
    danke aber trotzdem für den guten beitrag:)

  15. man muss sich halt einfach ständig damit befassen, weil sich die dinge (browser, technologien..) schnell und immer wieder ändern.

    naja es kann sicherlich faszinierend sein, wie ein schriftsteller eine fiktive welt so komplett und lückenlos kreiert und über diese berichtet. aber bisher habe ich mich gleichwohl nie gross dafür begeistern können.

    liebe grüsse

  16. Gerade die vermeintlich „nicht perfekten“ Bilder bringen eine ganz tolle Stimmung rüber! Das Bild mit dem efeubewachsenen Tor wäre ein perfektes Infrarot-Motiv.

    Klasse Bilder!

    Viele Grüße

    Jörg

  17. hui … das gefällt mir auch. Wobei ich deine Archiv-Bilder zum Thema auch gut finde. Das Eingangsportal von dem Dom ist echt genial!
    Ich habe keines der Bücher gelesen, sondern nur die Filme gesehen. Trotzdem – Bücher öffnen Tore in neue/einzigartige/fremde Welten und dass das bei Tolkiens Werken zutrifft kann ich mir gut vorstellen. Schön gemacht =)

    LG,
    Flügel

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