Neverending Story: Teil 4

Was bisher geschah…

„Hey, hey, Jonathan, hörst du mich?“ Ich schubste ihn vorsichtig an als ich ihn raunen hörte, man möge ihn aufwecken. Kein Reaktion. Ich begann ihn kräftig zu schütteln bis er irgendwann vorsichtig die Augen öffnete. „Bin ich wach? Ist hier ein Freddy Krueger-Verschnitt? Eine Hexe von Eastwick? Irgendwas?“ Panisch und schweißgebadet zuckten seine Augenlider, seine riesigen Pupillen blickten hektisch in alle Richtungen. Im Zimmer herrschte Totenstille, nur das Prasseln der Regentropfen an die Fensterscheiben war zu hören.

„Nein, niemand ist hier, nur ich. Du hast mir doch angeboten hier zu übernachten damit ich heute Nacht nach dieser Sache nicht mehr mit dem Auto fahren muss“. „Klar, Marie, ich weiß schon wieder. Bin ich froh. Ich dachte schon, mein letztes Stündlein habe geschlagen.“ „Nein, alles ist gut. Beruhige dich erstmal. Ich hole einen Tee, ja?“

Vorsichtig tastete ich mich in die Küche vor, machte Wasser heiß und suchte nach etwas, womit ich ihn aufgießen konnte. Dabei konnte ich nicht umhin, die letzten Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. Alles zog wie im Schnelldurchlauf an meinem inneren Auge vorbei. Der sonnige Nachmittag, die Autofahrt, das Picknick am See. Die Party, alles war noch gut. Es sollte MEIN Sommer werden. Ich hatte ihn mir nach all den Strapazen des Studiums verdient. Dachte ich jedenfalls. Doch schlagartig sollte sich alles ändern. Mir wurde schlecht.

„Johnny, ich brauche noch ein bisschen Luft. Ich geh kurz raus, ich muss eine Runde um den Block laufen, ich ersticke hier drinnen sonst!“ „Soll ich mitkommen?“, fragte er mich vorsichtig. „Das wäre schön, antwortete ich“. Wir tranken unseren Tee, wappneten uns mit Regenmänteln und Gummistiefeln und wateten hinaus in das tiefe, nasse Schwarz.

Fortsetzung folgt… bei Karibale