Projekt 52 – Himmlisch (Woche 30)

Lange hab ich hin und her überlegt, was denn nun eigentlich ‚himmlisch‘ bedeuten könnte. Meine erste Assoziation war selbstverständlich diese hier. Und die zweite dann die. Also was tun? Überlegen. Da ließ sich nichts Kluges finden. In den Entwürfen blättern. Und Folgendes ist dabei herausgekommen…

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Es handelt sich auch hier um ein Mitbringsel aus Paris (wen erstaunt das jetzt ^^?). Doch was hat es zu tun mit dem Begriff ‚himmlisch‘?

Für jeden Einzelnen von uns bedeutet ‚himmlisch‘ etwas Anderes. Für die Einen ist es – ganz klar – ein Bild des Himmels. Für die anderen diverse Gestirne. Für die nächsten eine Metapher, für ein Schokoladengeschäft, zum Beispiel. Ein weiches Bett. Eine romantische Geste. Eine subjektive Sache in jedem Fall. Und für jeden Anderen von uns bleibt es verschlossen, was unser Gegenüber im tiefsten Herzen als ‚himmlisch‘ betrachtet.

Und dann habe ich da noch diese fürchterlich spirituelle Interpretation. Wer kennt nicht die Geschichte von Petrus am Himmelstor, der Ort, an dem die Entscheidung getroffen wird – darf man rein oder nicht? Was verbirgt sich hinter dieser Tür? Betreten wir dann eine Landschaft voll Wattewolken, auf denen man spaziert und Sonnenschein, der bis in die Ewigkeit wärmt? Inklusive allen Menschen, von denen wir uns Zeit unseres Lebens verabschieden mussten, versteht sich. Oder erwartet uns vielleicht eine brodelnde, feuerspeiende Vulkanlandschaft, in der wir das nicht-mehr-Dasein nach dem Dasein fristen? All diese Geheimnisse verbergen sich hinter dieser einen Tür, durch deren Schlüsselloch wir so gerne nur einmal kurz durchblicken würden.