Zentralfriedhof im Februar: Gräber

Am Wochenende habe ich nach langer Zeit mal wieder dem Wiener Zentralfriedhof einen Besuch abgestattet. Ich war ja nun schon zwei Mal mit der Kamera dort und hatte aber doch noch ein paar „offene Projekte“ dafür. Eines davon war, Raben im Winter zu fotografieren und ein anderes dem jüdischen Teil des Friedhofs einen Besuch abzustatten. Zwei Dinge sind noch offen: zweiteres bei Nebel und irgendwann einmal im Herbst Richtung Abenddämmerung, um vielleicht ein Reh zu erwischen. Wir haben sogar zwei gesehen, leider war ich zu langsam und sie sind nur an mir vorbeigehuscht.

Die erste Serie, die ich euch zeige, ist eine klassische, wie ihr sie vermutlich auch schon kennt. Ich habe ein paar Figuren fotografiert, da es mir gefällt, wie sie – freigestellt aus der Umgebung – fast lebendig wirken.

Ich weiß, dass einige von euch mit den schrägen Perspektiven nicht soviel anfangen können, ich mag sie jedoch bei Motiven aus Stein trotzdem sehr gern. Und ich verwende diese „typische“ Serie als Auftakt für die, die noch folgen.

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Manchmal erscheint es mir makaber und pietätlos, über den Friedhof zu spazieren und dort zu fotografieren. Gleichzeitig jedoch ist es ein so stimmungsvoller, nachdenklicher und auch geschichtsträchtiger Ort, an dem man Vieles entdecken kann. Und seit von der Bestattung Wien ein Fotowettbewerb über die Wiener Friedhöfe ins Leben gerufen wurde, kann man – mit einem gewissen Maß an Ethik und Menschlichkeit versteht sich – auch bedenkenlos Fotos machen.