Empfehlung Neuerscheinung

Easy Food: Vegetarischer Grillteller aus dem Backrohr & russische Buchvorstellung

Ich unterbreche die Urlaubsfotoserie kurz mit einem „Easy Food“, das grade in der Sommerhitze angenehm leicht ist und einer Buchempfehlung… Gar so oft schaffe ich es ja nicht, hier Rezepte reinzustellen, was ehrlicherweise an meiner Dokumentierfaulheit beim Kochen, sicherlich aber nicht am Kochen selbst liegt 😉 Denn bei uns wird eigentlich immer am Wochenende der Herd angeworfen. Meistens habe ich dann aber schon Hunger und keinen Nerv mehr, den Gestaltungsprozess in Ruhe und Einzelschritten abzufotografieren.

Herr Eulerich wollte sich einen Tag Diss-Auszeit nehmen und wenn wir schon ‚mal einen Ausnahmeabend gemeinsam haben, dann wollen wir da auch gut essen. Ich selber versuche allerdings wieder bewusst, mir zumindest zwei Veggie-Tage (also ohne Fleisch und Fisch) pro Woche anzugewöhnen. Vor dem Urlaub hat das eigentlich gut geklappt, da habe ich viel weniger Fleisch gegessen, aber seit sich mein Magen wieder vollständig von seinen Stressausfällen im Winter erholt hat, verfalle ich doch (un)gern wieder in alte und vor allem gewohnte Muster. Um dem entgegenzuwirken braucht es ein bisschen Kreativität. Also erst einmal, was ist daheim und soll gegessen werden? Erdäpfel (Kartoffeln). Idee: wir könnten uns Rosmarinerdäpfelscheiben machen, yeah! Nur was dazu? Na versuchen wirs mit einer Schüssel Grillgemüse, die wir dazu packen. Gesagt, getan, noch schnell eingekauft und los gehts!

Für 2 Personen:

  • 30 dag (300g) Erdäpfel
  • Paradeiser (Tomaten): 3 große oder mehrere kleine
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 1 Zucchini
  • Lauch (Frühlingszwiebel) nach Bedarf

Damit mir nicht wieder dasselbe Ärgernis passiert wie damals mit dem Erdäpfelauflauf (Zutaten noch bissfest), habe ich den Lauch mit den geviertelten Zucchini und den geschälten, gewürfelten Selleriestücken erstmal in einem Topf angebraten, gewürzt (Rosmarin, Thymian, Basilikum, Oregano, Salz, Kräutersalz, etwas Muskat, etwas Knoblauch), mit Wein abgelöscht, Suppenwürfel zugegeben und so ein paar Minuten köcheln lassen. Als Sellerie und Zucchini schon etwas weich wurden, habe ich die Tomaten zugegeben und untergerührt und alles in eine hitzefeste Glasschale gegeben. Darüber noch einen Mozzarella gestreut und alles das bei etwa 200 Grad ins Backrohr geschoben.

Inzwischen Erdäpfel (ungeschält) in Scheiben geschnitten (ca. 3mm), mit Salz, Olivenöl und Rosmarin gewürzt und vermengt, auf ein Backblech verteilt und ebenfalls ins Rohr geschoben. Das ganze etwa 15 Minuten im Rohr gelassen. FERTIG!

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Und wenn wir schon in der Kategorie Empfehlung sind, gibt es von mir auch noch was zu lesen. Liebeslieschen hat mich aufmerksam gemacht, dass – wenn ich schon eine 5teilige Buchreihe lese – ich von dieser auch erzählen könnte. Das möchte ich gerne machen. Und zwar geht es um die „Wächter“-Romane des russischen Autors Sergej Lukjanenko. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das die erste russische Literatur ist, die ich mir bisher zu Gemüte geführt habe.

Ich habe schon 2007 das erste Mal von dieser Buchreihe gehört, als sie eine damalige Freundin von mir begeistert gelesen hat. Allerdings war ich da grade im Tolkien-Fieber und irgendwie nicht in Stimmung, mich auf andere Art von Fantasy einzulassen. Mittlerweile bin ich jedoch passionierter Fantasy-Leser und auch etwas offener für unterschiedliche Konzepte. Dieses war mal wieder eines, das mir sehr gut gefallen hat – von Idee wie auch vom Stil, obwohl man schon merkt, dass es offensichtlich schwieriger ist, russische als englische Übersetzungen zu schreiben.

Grundsätzlich geht es in diesem Zyklus um die „Anderen“ – Geschöpfe, die als Menschen geboren werden, jedoch mit der Fähigkeit zur Magie, die man an ihrer Aura erkennt. Sobald diese von älteren Anderen entdeckt wird, werden sie initiiert, das bedeutet, dass sie zum ersten Mal ins Zwielicht (das als eine Art Paralleluniversum mit mehreren Schichten beschrieben wird) eintreten. In diesem Moment entscheidet sich endgültig, ob sie „Lichte Magier“ oder „Dunkle Magier“ („gute“ oder „böse“) werden. Dann dürfen sie im Rahmen des großen Vertrags Magie anwenden. Das Buch beschäftigt sich mit jenen Anderen, die sich entschieden haben, für die Wachen zu arbeiten. Denn jede Seite hat ihre Wache – ein weltweit organisiertes Unternehmen – die sich darum kümmert, dass die jeweils andere Seite den großen Vertrag nicht verletzt, das Gleichgewicht der Gegensätze nicht beeinträchtigt wird und die natürlich versucht, im Rahmen der Möglichkeiten, die Menschen ein wenig mehr auf die eigene Seite zu ziehen.

Im Grunde genommen steht jedes der Bücher mehr oder weniger für sich, einzelne Handlungsstränge, vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen, ziehen sich jedoch durch. Das heißt, im ersten Buch lernt man die relevanten Figuren kennen und begleitet sie dann entlang der Serie auf ihrem Weg. Mit Ausnahme des zweiten Bandes sind alle aus Sicht des Lichten Magiers Anton Gorodezki geschrieben, den durch die Pläne und „Intrigen“ seines Chefs letztendlich ein völlig anderes Schicksal erwartet, als es ursprünglich in seinen Wahrscheinlichkeitslinien abzulesen war.

Wie ihr merkt ist es schwierig, 5 Bände einer Geschichte, von denen jedes Buch durchschnittlich 500 Seiten hat, kurz und bündig zu beschreiben, gleichzeitig aber auch nicht zuviel zu verraten. Allgemein kann ich jedoch sagen, dass mir die Bücher gut gefallen haben, weil es zwar eine fantastische Welt war, die jedoch in die Gegenwart eingebunden wurde und sich sehr ungekünstelt gelesen hat. Ich bin heikel bei den Erklärungen der Fantasy, denn alles Übersinnliche hat für mich doch Grenzen und diese hat der Autor meinem Gefühl nach gut eingehalten: alle Handlungen und Dinge, die passiert sind, sind einer gewissen Logik gefolgt, er hat sich selten bis kaum des beliebten „Deus ex Machina“ bedient, das heißt, dass alles aufgrund von Handlungen und Überlegungen passiert ist, die durchaus nachvollziehbar waren.

Besonders gefallen hat mir das Hinterfragen der Konzepte „gut“ und „böse“ – diese wurden nämlich nicht schwarzweißmalerisch eindimensional dargestellt. Ein bisschen gefehlt hat mir die Vertiefung der Zwischenmenschlichkeiten. Hier wurde immer wieder etwas angesprochen, das aber dann nicht weitergeführt wurde. Davon abgesehen war es aber ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Leseerlebnis, das einen hin und wieder selbst zum Nachdenken gebracht hat, ohne Schwermut zu verbreiten. Ich kann es also allen Menschen, die sich gerne mit magischen Geschichten beschäftigen, sehr ans Herz legen. Achja: Vampire gibt es auch. Aber die glitzern nicht.

27 comments on “Easy Food: Vegetarischer Grillteller aus dem Backrohr & russische Buchvorstellung

  1. Mmmm … potatoes, olive oil and rosemary … what could possibly go wrong! It all does sound terribly delish! Even the parts that aren’t potato, olive oil and rosemary 😉

  2. Das ist bei mir eher ein Gericht, das ich mir im Herbst/Winter sehr gern mache. Da schmeiße ich dann auch noch Kürbis dazu. Nomsnoms. 🙂

    • wirklich? na ich finde das leichte gemüse im sommer superangenehm! kürbis, au ja 😀 kürbiscremesuppe! schmatz!

  3. Sieht lecker aus! Vielleicht probiere ich das demnächst auch mal. 🙂

    Was die „Wächter“-Reihe betrifft: Irgendwie werde ich mit Lukianenko nicht warm. Von dieser Reihe habe ich den ersten Teil gelesen, außerdem „Trix Solier“ und „Weltenträumer“ angelesen. Aber irgendwie packt es mich nicht, ich finde nicht wirklich rein in seine Bücher. Ich glaube, es liegt am Stil, der doch schon sehr speziell ist. Ich würde seine Bücher gerne mögen, denn sie klingen so spannend. Aber es passt einfach nicht…

    • 🙂 mach das, es ist wirklich supergut und easy!

      ich versteh das, wenn einem der stil nicht liegt. obwohl es wirklich schade ist, weil die geschichten super sind. aber mit manchen autoren wird man nicht warm, da kann man halt nix machen 😦

  4. eine Möglichkeit, man muss es ja nicht mögen, aber probieren vielleicht, eine gute Woche, Klaus

  5. Das Grillgemüse mit den Rosmarin-Kartoffeln sagt mir zu, sehr sogar.
    Könnte sein, dass ich die mal nachmache. Obwohl hier Kartoffeln nicht gut gehen. Mein Mann meint, abends gehen die nicht, von wegen Kohlehydrate.

    • du kannst auch einfach mehr gemüse machen und die erdäpfel weglassen. ich verstehe das zwar und low carb ist ja auch irgendwie grad ein hype, aber ehrlicherweise esse ich diese dinge alle zu gern, um drauf zu verzichten.

  6. Buchvorstellungen sind doch immer top, oder??? 🙂 Ich habe mir jetzt “ Sommer im Herzen“ zugelegt, ein Buch über eine Bloggerin, aber das wird erst ab Freitag gelesen, vorher könnte ich mich vermutlich darin verkriechen und würde nichts mehr lernen. Zu schade aber auch! 😀
    Kartoffelauflauf ist sooo lecker! Ich mach den auch voll gerne und eben schön gesund!
    Wir haben uns letztens an Lachs mit Spinat versucht. Ist mal gar nicht so leicht da überhaupt Geschmack dran zu bekommen ^^
    Auf jeden Fall: schöner Post! Perfekt für mooii 🙂

    • ja, das finde ich auch! es wird eh demnächst eine neue geben, da mit „das mädchen, das geschichten fängt! so gut gefällt, dass ich nach 2 abenden lesen schon die hälfte ausgelesen hab 🙂 ich bin schon total gespannt, wie die geschichte endet!!
      ja das kann ich mir gut vorstellen. aber lachs ist super! spinat ist ja nicht so ganz das meine 😉 +
      freut mich, dass es dir gefällt – ich hab ihn auch mit gedanken an dich geschrieben 🙂

  7. Klingt superlecker -aber noch mehr mag ich das Lachssteak… Erinnert mich ein bisschen an ein tolles Gericht aus dem Sloop Inn in St. Ives (Cornwall -http://www.sloop-inn.co.uk/dining/sloop-inn-pub-food/ ) , das ich seit Jahren begeistert nachkoche: Lachssteaks mit klein gehacktem Ingwer und ebenfalls klein gehackter Chilischote (beides in Butter gedünstet) begleitet von Stampfkartoffeln mit frischem Koriander – einfach nur lecker!!!

    • das lachssteak ist auch einer meiner top-favoriten! vor allem weil ich wenig gerichte kenne, die mit so wenig aufwand soviel hermachen! koriander esse ich ja seit meinem usa-urlaub richtig gern. an den muss man sich erst gewöhnen 😉

  8. Omnomnom, das sieht lecker aus 😀
    Ja, da hast du recht, es gibt viel zu viele hässliche Tattoos >_< aber solange sie den Leuten gefallen, müssen sie uns ja nicht gefallen, nicht wahr?
    Also Angst vor Schmerzen musst du eigentlich nicht haben. Ich bin auch eine Mimose und habe es oft genug ausgehalten – es lohnt sich ja letztenendes auch 😀 Und zu uncool bist du nicht, wieso denn auch?

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://www.imaginary-lights.net

    • ist es auch 😀 und abgesehen davon, dass es ein wenig schneidaufwand bedeutet, ist es auch total unkompliziert.
      da hast du natürlich recht – jeder muss mit seiner farbe glücklich werden! trotzdem hätte ich schiss, dass der tätowierer es letztendlich doch nicht so hinbekommt! ich weiß nicht – ich hab mich ja schon nie getraut, in die skatershops zu gehen, und tätowierläden sind da noch iregndwie ne stufe drüber 😉 ich seh halt im allgemeinen nicht so aus, als würde ich da hinpassen ^.^

  9. Mhhhmmm klingt superlecker! 🙂 bei den Büchern bin ich mir immer noch unsicher 😉

    • ist es auch! ich würd sie dir ja borgen, aber das ist halt ein ziemlicher nachteil am kindle 😦 grundsätzlich und wenn man fantasy mag, dann können sie denk ich schon gut ankommen 🙂

  10. Mmmhh tolle Idee das sieht sehr lecker aus.

    LG Soni

  11. Zwei interessante Empfehlungen – vielen Dank! Besonders reizt mich gerade Deine Buchempfehlung – hört sich mal nach einer abwechslungsreichen und ungewöhnlichen Neuentdeckung an… Wird sofort notiert 🙂 Merci!

  12. Mindestens ein Teil der Bücher wurde übrigens auch verfilmt, ich erinnere mich noch, wie der erste Film als die russische Antwort auf „Der Herr der Ringe“ angekündigt wurde. Habe nur die ersten beiden Filme gesehen und gehe davon aus, dass die Bücher weitaus besser sein dürften, jedenfalls macht mich Deine Kurzbeschreibung neugierig, da mal reinzulesen.
    Liebe Grüße
    ulli

    • hallo ulli, ja, ich glaube 2 davon wurden verfilmt! angeblich waren die filme ja nicht schlecht (ich hab sie noch nicht gesehen) aber was mir mein freund so erzählt hat doch recht anderes als die bücher!

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