Blogparade: Florenz, sehr persönlich.

Ilona hat eine schöne Blogparade zum Thema „Florenz“ ins Leben gerufen. Bis 30. April kann man teilnehmen!

Ich war zwar nur wenige Stunden in der wundervollen Stadt am Arno und es ist eine halbe Ewigkeit her, trotzdem möchte ich gern dazu meine Gedanken schweifen lassen, weil ich glaube, dass sowas auch mal sein darf, kann und vielleicht sogar muss.

blog_blogparade-florenz1

Es ist noch gar nicht sooo lange her, dass ich mich das letzte Mal durch diese Bilder geklickt habe. Letzten Herbst wollte ich wissen, was ich in den ganz frühen Anfängen der Fotografie von meinen Urlauben mitgebracht habe. Davor allerdings lagen die Bilder sehr lang verschlossen in uralten Ordnern auf meiner uralten externen Festplatte und staubten dort ein, weil sie zu einer Vergangenheit gehören, die lange schmerzhaft war und von der ich lange nicht wusste, wie ich wirklich damit umgehen sollte. Bis heute bin ich nicht in allem sicher, aber die Dinge sind schon sehr viel besser geworden und mein Gefühl dazu normaler.

blog_blogparade-florenz2

Eigentlich ist das ein Thema, mit dem ich mich in der Gegenwart hier nicht mehr beschäftige, obwohl es sich in meinen frühen Blogzeiten mal leiser, mal lauter durch fast alle Beiträge zwischen 2008 und 2010 gezogen hat.

 Was ist Florenz für mich?

Florenz ist die erste Stadt, in die ich mich verliebt habe. Der erste Ort „weit weg“, an den ich ein Stück meines Herzens verloren habe und den ich mir fest vorgenommen habe, noch einmal zu besuchen. In der ich mir vorstellen hätte können, einmal wirklich eine längere Zeit zu verbringen – auch wenn es nie dazu kam. Florenz ist die Stadt, in der mein Interesse am Reisen und am Kennenlernen der Welt seinen Anfang genommen hat. Florenz hat mich begeistert. Und darum hat Florenz bis heute eine Bedeutung für mich.

blog_blogparade-florenz3

Aber Florenz ist auch Vergangenheit. Florenz verbinde ich mit einem Menschen, der heute nicht mehr Teil meines Lebens ist, es aber lange Zeit war. Diese Reise ist die letzte Erinnerung die ich habe, bevor alles anders wurde. Wenn ich also an Florenz denke, denke ich unweigerlich auch an ihn und an ein uns, sogar an ein Ich, das es schon lange nicht mehr gibt.

blog_blogparade-florenz6

Darum macht meine Erinnerung an Florenz glücklich und traurig, energiegeladen und nachdenklich, beschwingt und melancholisch zugleich – die Stadt, in der ich soviel gewonnen, aber auch etwas verloren habe.

blog_blogparade-florenz7