Kurpark Oberlaa 2 & „Alles fließt“ & 11 neue Antworten

Um wieder einmal eine Serie zum Abschluss zu bringen, gibt es von mir die letzten Bilder von unserem Kurpark Oberlaa-Spaziergang. Bei Bonnie habe ich in ihrem Beitrag über den Magic Letters-Frühling etwas sehr Schönes gelesen:

Frühling hat viel mit Ersten und Letzten zutun. Es ist also eine Übergangszeit von Etwas in etwas Anderes.

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Panta rhei. Das Leben ist das Spiel von Gegensätzen. Das Pendel, das vom einen Pol zum andern schwingt. Immerwährend, unermüdlich.

Cuncta fluit. Was heute noch da ist, ist morgen Vergangenheit.

Alles fließt. Und das einzig Beständige, ist – wiedereinmal – die Veränderung.

27.06.2008

Ich bin übrigens total ge-wow-ed. Der Beitrag mit dem Text zu den Lebenszimmern wurde 20x auf Facebook geteilt. Leider bekomme ich ja persönlich keine Benachrichtigungen, aber ich freu mich sehr, sehr, sehr wenn ihr meine Worte für lesenswert befindet!

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Und zum Abschluss gibt es wieder einmal 11 Antworten für euch. In gewohnter Manier – nachdem ihr den Award ja alle schon mehrmals hattet – ohne Weiternominierung!

Die liebe Ilona hat mich dieses mal mit dem Liebsten Award getagged und möchte folgendes von mir wissen:

1. Eine Frage, die mich immer sehr interessiert: Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Was war der Auslöser?
Der ur-ur-ur-Auslöser war, dass statische Websites immer mehr von Blogsystemen abgelöst wurden. Wenn man vor „Web 2.0“ im Internet aktiv war, hatte man sich irgendeine Seite zusammengebastelt, meistens fanden sich darauf Dinge über einen selbst, Fotos, Weisheiten & Sprüche, Bannerservices, etc. Diese Seiten regten aber andere Webmaster und User nicht unbedingt zu regelmäßigen Besuchen und zu regelmäßigem Austausch an, weil es ja üblicherweise nicht besonders häufig etwas Neues gab (wenn nicht gerade mal das Layout geändert wurde, eine neue Sektion erschaffen wurde, o.Ä.). Da der Sinn und Zweck der Internetpräsenz aber natürlich der Austausch mit anderen war, war ich auf der Suche nach einem Thema, das zu mir passte und über das ich schreiben wollte. Es hat lange gedauert, bis ich eins gefunden hatte („Ubahnbeobachtungen“) und mich entschloss, die Sache mit dem Bloggen auch mal zu versuchen. Ein paar Wochen später tauchte die Fotografie in meinem Leben auf – und der Blog war nicht mehr wegzudenken.

2. Wie sehr hat sich dein Bloggerverhalten im Laufe der Zeit verändert? Ist es heute sehr anders als zu Beginn deiner „Bloggerkarriere“?
Hmm, jein. Ich blogge nicht mehr über „Ubahnbeobachtungen“ (das hat sich aber ohnehin nur über die ersten paar Beiträge gehalten), sondern zeige meine Fotos und teile (mal mehr, mal weniger) meine Gedanken dazu. Die Worte und Bilder haben sich geändert. In der Essenz ist es aber das dasselbe wie 2008.

3. (und eigentlich auch 4.) Wie sehr planst Du deinen Blog? Hast du ein Konzept, dem du folgst, oder schreibst Du spontan, was dir gerade einfällt und worauf du Lust hast?
Ich plane gar nicht! Außer natürlich die Magic Letters Beiträge, aber auch die ergeben sich mehr, als ich sie langfristig festlege. Ich schaue einfach, wohin es mich an den Wochenenden mit der Kamera verschlägt und versuche immer, genügend Bildmaterial zu haben, damit hier keine Pause entsteht. Meistens ist es nach Reisen dann ganz schön gestaut, während es manchmal auch wieder „dünnere“ Zeiten gibt. Aber die Beiträge hängen stark davon ab, wie sich meine Freizeit grade so gestaltet.

5. Petras letzte Frage gefällt mir, deshalb werde ich sie auch stellen: Wenn Du – unabhängig von Geld, Gesundheit etc. – tun könntest, was immer du wolltest: Wie würde dein Leben aussehen?
Das ist eine schwierige Frage. Zuerst fällt mir natürlich ein: reisen. Ja, ich würde erst einmal meine Sachen (und meinen Freund) packen und in aller Ruhe, ohne Stress und allzu viel Anstrengung alle Orte abklappern, die ganz oben auf der Bucketlist stehen. Danach würde ich aber wieder zurückkommen. Ich habe zwar Fernweh, aber manchmal auch Heimweh und ich mag Menschen, die hier sind. Danach würde ich viel Zeit mit den Menschen verbringen, viel lesen, fotografieren, Psychologie studieren und das Propädeutikum für Psychotherapie machen und dann mal sehen, was sich daraus ergibt.

6. Gibt es eher „ungewöhnliche“ Reiseutensilien, die du immer dabei hast?
Puh ich weiß nicht. Ich glaube nicht. Vielleicht mein Nagelzwicker. Ohne den gehe ich nirgends hin.

7. Hast Du einen Reisesong? Oder gar mehrere, die Du mit Reisen in Verbindung bringst?
Ich habe zwar eine super-emotionale Beziehung zu Musik und verbinde Musik mit vielem, aber selten mit so etwas Allgemeinem. Meistens mit Menschen in besonderen Momenten. Also einen Reisesong der für mich allgemein Reisefeeling ausmacht, den hab ich (leider) nicht!

8. Und wie sieht es mit Texten aus? Bücher, Gedichte, Erzählungen etc?
Auch nicht. Ich lese auf Reisen immer, aber immer Verschiedenes. Einzig ein Gedicht, das mag ich sehr.

Die Straße gleitet fort und fort,
weg von der Tür, wo sie begann,
weit über Land, von Ort zu Ort,
ich folge ihr, so gut ich kann,
ihr lauf’ ich raschen Fußes nach,
bis sie sich groß und breit verflicht’
mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiß es nicht.

J.R.R. Tolkien

9. Welchen Reisen stehen als nächstes an?
Großes steht momentan nicht an, für derartige Planungen gibt es grade zuviel Unsicherheiten für die Reisebeteiligten. Der nächste kleine Trip geht nach München, den 30er von einer Freundin feiern. Es sind aber ein paar Wünsche in der Pipeline, wenn die Umstände es zulassen, dann wird sich schon noch was tun, es fragt sich nur wann ^.^

10. Und welchen Traum auf deiner (Reise-)Bucketlist würdest Du dir als erstes erfüllen, wenn man dir jetzt die (finanziellen, zeitlichen, gesundheitlichen etc) Möglichkeiten gäbe?
Meine verrückte Nordamerika-Rundreise. NY, Vancouver, Alaska, Toronto. Wobei natürlich die Frage ist, wenn alles offen ist, ob es dann nicht vielleicht doch Neuseeland werden würde. Diese Entscheidung wäre richtig schwierig!

11. Was hast du noch mit deinem Blog vor? Hast Du überhaupt noch etwas mit vor oder möchtest Du einfach so vor dich hinbloggen ohne weitere konkrete Ziele?
Mein Blog ist sowas wie mein schriftlicher Lebensbegleiter. Und das soll er auch bleiben. Ich möchte auch weiterhin die Jahre zurückscrollen können und anhand der Bilder meine Gedanken und Gefühle rekapitulieren können. Es ist der Ort, der mir hilft, zu reflektieren und mich nicht von der Vergangenheit betrügen zu lassen, zu sehen, wer ich wirklich war und was mich dazu gebracht hat, zu sein wie ich bin. Und wenn mich dabei Menschen begleiten, die meine Bilder und Wörter mögen und die daraus vielleicht auch für sich etwas mitnehmen, dann hat dieses Hobby seinen „Sinn“ gehabt.