Fotografie iPhone Neuerscheinung Wien

Lieblingsort im Schnee und ein Eingeständnis vor mir selbst.

Es zieht mich immer wieder da hin. Weil es immer wieder so wunderschön ist. Weil die Blickwinkel manchmal die gleichen sind und doch immer wieder anders aussehen. Ich sehe mich nicht satt dran. Es wird nicht langweilig. Es hat immer und zu jeder Zeit seinen Zauber. Und im Schnee ganz besonders.

Ich wollte diese Woche eigentlich sonst nichts mehr posten. Aber manche Gedanken müssen raus, wenn sie frisch sind, denn erstmal von der Seele geschrieben wiegen sie nicht mehr ganz so schwer wie im Mantel des Schweigens.

Ich habe euch ja unlängst davon erzählt, dass ich mich grade ein bisschen düster fühle. Das zuzugeben war vor allem vor mir selbst ein großer Schritt. Ich will das nicht darauf schieben, dass es mir körperlich nicht so gut geht, denn ich bin der Meinung, dass das eine nicht unabhängig vom anderen ist, ganz im Gegenteil und dass sich nur körperlich manifestiert, was ich seelisch versuche seit einer Weile zu ignorieren.

Denn ich habe keinen Grund. Es gibt in meinem Leben keine faktische Rechtfertigung für dieses Gefühl. Ich bin mit der Erfüllungen der maslow’schen Bedürfnisse ganz gut aufgestellt. Ich habe zu Essen, zu Schlafen, Freunde, Familie und Beziehung, einen Job, der mich ein im weltweiten Vergleich gesehen komfortables Leben leben lässt und die Möglichkeit, meine Interessen in meiner Freizeit zu leben. Es gibt keinen Grund. Aber dennoch ist es so. Ich fühle mich schwach und erschöpft und ausgelaugt und lustlos und müde. Ich habe in den letzten Monaten viel Zeit und Energie dafür verwendet, diesen Zustande zu ignorieren. Denn es gibt keinen Grund. Das einzige, wozu diese Taktitk geführt hat, ist Antibiotika, Physiotherapie, Krankenstand und was da eben noch so alles dabei war.

Aber manchmal ist es nicht so einfach. Gefühle lassen sich nicht rational erklären und „wegrationalisieren“. Es ist glaube ich gut und wichtig, mir bewusst zu sein, dass ich Glück habe und großartige Voraussetzungen und dass ich was das betrifft ein unglaublich privilegierter Mensch bin. Dass das aber nicht heißt, dass ich von mir selbst erwarten kann oder muss, deswegen ununterbrochen glücklich zu sein. Ich bin manchmal traurig. Ich bin manchmal einsam. Ich bin manchmal erschöpft. Überfordert. Müde. Ohne Motivation. Und jetzt ist eben gerade manchmal. Und manchmal ist manchmal auch öfter. Ich weiß, dass ich versuche, dagegen zu kämpfen – aber wie Melanie unlängst sagte: hör auf zu kämpfen. Ich glaube, es gibt Zeiten, in denen man kämpfen muss. Aber es gibt auch Zeiten, in denen man die Waffen niederlegen muss, gegen sich selbst, gegen die anderen, gegen die Welt. Zeiten, in denen man sagt: ja ich weiß, dass ich alles habe, was 98% der Menschen auf der Welt nicht haben. Aber es geht mir nicht gut. Trotzdem. Manchmal auch deswegen. Ich habe ein schlechtes Gewissen und will das alles nicht denken, sagen oder fühlen, weil ich mir damit doch im Grunde selbst auf die Nerven gehe. Weil ich finde, dass ich „aus dem Alter draußen bin“. Weil ich mein Umfeld damit nicht belasten will. Und vermutlich noch aus hundert anderen Gründen. Aber das ist mir jetzt egal. Ich bin jetzt eben ein Grinch. Gargamel. Und das liegt nicht am Job, an der Familie, der Beziehung, den Freunden oder der Gesundheit. Das liegt an mir. Das liegt in mir.

Während ich durch das verschneite Schönbrunn spaziere, der wattige Boden meine Schritte schluckt und die Schneeflocken kalte Rinnsäle auf meinen Wangen hinterlassen, spüre ich mich. Und das Leben mit seinen schönen Seiten. Es ist momentan nicht ganz nah, aber es ist nicht so weit weg, dass ich es nicht immer mal wieder zu fassen kriege.

66 comments on “Lieblingsort im Schnee und ein Eingeständnis vor mir selbst.

  1. Früher hat man solche Gefühle „Melancholie“ genannt – und aus dem Alter dafür ist man nie raus. Gerade Menschen mit besonderen Begabungen, Kreative, vor allem die, die auch gut mit Worten und Bildern umgehen können – wie du – litten an Melancholie.
    Wikipedia sagt dazu „eine durch Schwermut, Schmerz, Traurigkeit oder Nachdenklichkeit geprägte Gemütsstimmung, die in der Regel auf keinen bestimmten Auslöser oder Anlass zurückgeht“…
    .
    Sieh dich einfach in einer Reise mit Walther von der Vogelweide, Michelangelo, Rousseau, van Gogh, Nietzsche und vielen anderen. Auch Goethe litt oft an Melancholie…

    Und bei allen war gerade dieser Weltschmerz oft Auslöser für Kreativität, die die Jahrhunderte überdauert hat.

    Sie kommt und sie geht – bezwingen kann man sie nicht und bekämpfen schon gar nicht. Lass es einfach zu, aber versinke nicht total darin. Und tu dir ab und zu was Gutes – so wie ein Schneespaziergang.

    • da hast du recht. obwohl ich mittlerweile einen kleinen schritt weiter bin und etwas mehr idee hab, was denn wirklich dahintersteckt.
      aber ja, diese melancholie, die kenne ich gut, auch ihre produktive kraft – so ironisch das ist.

  2. Ich bin da ganz bei der Meinung von Fernwehheilen.
    Melancholie…. ich finde es ist ein wunderschönes Wort.

    Vielleicht hilft es ein wenig, wenn du dich ins pralle Leben stürzt, z.B. tanzen gehst oder mit einem fröhlichen Menschen eine Shoppingtour machst. Fröhlichkeit ist ansteckend.

    Ganz liebe Grüße zu dir!

    • das ist grade das, was ich im moment nicht möchte. ich hab dieses gefühl lange genug mit unendlich vielen aktivitäten zu bekämpfen versucht. ich will jetzt einfach mal ein bisschen ruhe und abwarten, bis die energie von innen raus kommt.

  3. Es freut mich zu lesen, dass du dennoch das Glück, die Schönheit und besonderen Momente wahrnehmen kannst, wenn sie sich auch nur gelegentlich mal zeigen. Wundervolle Bilder, ein schöner Ort. 🙂

    • ja, ein traumhafter ort und wie ich im laufe des letzten jahres festgestellt habe – mein liebster in wien. und ja, ich gebe mir mühe, diese momente zu bemerken.

  4. Liebe Paleica,

    genau wie man Glück zulassen muss, muss man auch emotionale Tiefen zulassen und sie so akzeptieren. Ignorieren oder wegdenken ist da sicherlich nicht der richtige Weg. In meinen Augen darf das Grübeln nur nicht dominieren. Richtige Freunde sind dazu da, einen in solchen Phasen aufzufangen, sprich drüber und teil dich mit 🙂

    Liebe Grüße und alles Gute, Bee

  5. Niemand ist ununterbrochen glücklich – und wenn das jemand wäre, dann müsste man sich eher Sorgen um denjenigen machen. Es ist gesund zu wissen wie gut es einem geht und sich zu freuen, über die großen und kleinen Dinge im Leben – aber ich finde es gehört genauso dazu seine Phasen zu haben wo man nachdenklich ist, grübelt und nicht weiß was überhaupt der Sinn der Sache ist. Das sind Phasen, und Phasen gehen wieder vorbei. Manche sind öfter in der Phase und manche weniger oft.

    Ich verstehe dich in deiner Melancholie ganz gut, ich bin auch eher der Mensch, der sich oft und lange aus der Bahn werfen lässt. Bei dir kommt wohl momentan sehr viel zusammen, das verstärkt das Gefühl vermuttlich noch. Aber hey, du kannst dich noch über Sachen freuen – und solange du das schaffst ist nicht alles verloren! 😉

    • ja, da hast du vermutlich recht. man hat nur immer das gefühl, dass andere das besser hinkriegen als man selbst. obwohl viele bestimmt auch nicht drüber reden…

      und verloren ist hoffentlich nix 😉 langsam kommt auch etwas licht ins dunkel. es gefällt mir zwar auch nicht, was ich da sehe, aber wichtig ist es dennoch.

  6. 🙂 Ich sage doch, du bist auf einem guten Weg!!
    Von Herzen liebe Grüße, Andrea

  7. Es gibt so Zeiten wo man sich nur noch im Bett verstecken, die Decke über den Kopf ziehen und ja nie wieder auftauchen möchte 😦
    Auch mir hilft dann „ins Freie“ irgendwo raus, möglichst mit Sonne (wenn gerade angesagt) und allerbestens mit jemand den man wirklich mag, kann auch eine gute Freundin sein……
    Kopf hoch und alles Liebe für Dich!

    • ja du sagst es. natur und rausgehen finde ich dann auch immer super. da ich momentan ständig körperlich zu kämpfen hab ist das aber leider oft nur eingeschränkt möglich aber ich hoffe sehr auf den frühling und dass jetzt bald alles wieder gut ist!

  8. Nimme es geduldig an. Mir geht es gerade ganz genau so. Aber hey es ist ok, das es einem trotz allem so geht.

  9. Ich weiß, das klingt jetzt wie ein allerweltsrat, aber ich habe in diesen Augenblicken immer nur ein Bedürfnis: RAUS! Ein Trip mal aus der Komfortzone bzw. aus der Gewohnheitszone tut mir da immer unglaublich gut! Einfach sehen: Es gibt auch kleine Abenteuer im Alltag hilft mir gegen diese Müdigkeit und Motivationslosigkeit… Aber ja, ich weiß nicht, ob dir das jetzt weiterhilft.
    Halt die Ohren steif!

    • raus aus der komfortzone hilft mir grad eher nicht, weil ich festgestellt habe, dass das zuviel draußen aus der komfortzone eines der hauptprobleme ist (long story!) aber raus im wörtlichen sinne, das hilft. frische luft und bewegung. es müsste nur der körper noch ein bissl mehr mitspielen… aber das wird ja wohl wieder.

      • Ja, jeder hat seine Mittel, mit solchen Situationen umzugehen. Man muss nur auf seinen Körper (und seinen Geist) hören. Die werden einem schon sagen, was man tun soll.

        • ja, das sagen sie einem meistens. dann muss man halt noch irgendwie einen weg finden, das auch umzusetzen. das ist für mich meistens das schwierigste. das letzte mal hab ich dann nämlich einfach aufgehört hinzuhören.

  10. Dass es anderen Menschen technisch gesehen schlechter geht als dir ist wirklich kein Grund, deine eigenen Gefühle abzuwerten. Für jeden Menschen, ganz egal wo er lebt und unter welchen Umständen, ist das eigene Unglück das größte, und das ist auch ganz logisch, es ist das Unglück, das ihn betrifft. Deshalb finde ich Vergleiche mit „den armen Menschen, die nichts haben“ immer schwierig. Können wir uns wirklich in deren Situation reinfühlen, ohne selbst je echte Armut gekannt zu haben? Können wir tatsächlich beurteilen, ob sie ihre Probleme schwerwiegender empfinden als wir unsere? Jeder auf jedem Lebensstandard kann mal melancholisch oder depressiv sein und ich finde das sollte man ganz wertfrei und vergleichsfrei betrachten. Jeder hat ein Recht darauf (und kaum wer ist speziell begeistert davon ^^).
    Gut finde ich jedenfalls, dass du dich damit auseinandersetzt und dir (zwar anscheinend ein Bisschen widerwillig, aber doch) diese Gefühle zugestehst. Wie wir ja schon ausführlich besprochen haben, ewig ankämpfen bringt ja auch nix.

    • da hast du grundsätzlich sicher recht – aber manchmal kommt man sich richtig schäbig und wie ein jammerlappen vor. aber manchmal nützt es nix und man muss das eben auch rauslassen, damit es wieder besser werden kann. ich tu mir ein bisschen schwer damit, vielleicht weil ich das früher irgendwie übertrieben hab… aber es stimmt was du sagst, das eigene unglück empfindet man selbst natürlich als das größte und kann damit nicht mit anderen in relation gestellt werden…

      • Klar, solche Gefühle entstehen natürlich leicht dazu (bzgl. schäbig/ Jammerlappen) ich möchte nur sagen, dass sie eigentlich nicht „nötig“ sind, dass man eigentlich keinen Grund hat, das zu vergleichen. Das wäscht dieses Empfinden natürlich auch nicht weg… Meinst du damit, dass du das rauslassen der melancholischen/ depressiven Gefühle übertrieben hast? Wenn ja – das kenn ich gut ^^ leider kann man das hald nicht auf Vorrat machen (das wär so praktisch)

        • wahrscheinlich hast du eh recht. man sollte im allgemeinen wertfreier mit eindrücken umgehen, aber das ist halt nicht das, was menschen lernen. ich meine, dass es eine zeit gegeben hat, in der ich immer unglücklich und immer schlecht drauf war und mir gar keine mühe gegeben hab, das zu verbessern. ich hab irgendwie das gefühl, dass ich meine schlechtelaunemitgefühlsressourcen damals alle verbraucht hab.

          • Ja, da hast du natürlich recht. Das weiß ich nur zu gut ^^ ich kenn das Phänomen natürlich am besten von mir selbst ;).

            Ah, o.k., ja, das kenn ich auch gut. Aber ich denke, so technisch gesehen, dass, wenn man nicht grad jeden Tag jemanden anruft/ bei jemandem vorbeischaut und dem die Ohren vollheult, die meisten Menschen durchaus gerne für einen da sind (zumindest die „echten“ Freunde) und dass es da recht unerheblich ist, ob man das früher ein bisschen übertrieben hat. Wieder das Problem: Wie verinnerlicht man sowas? Ich sag dir bescheid, wenn ichs rausgefunden hab 😉

            • 😉 ja du hast eh recht. die sache liegt auch bestimmt in mir und nicht in anderen. ich glaube halt, ich hab das gefühl, dass ich schon soviel lebenszeit damit verschwendet hab, mich schlecht zu fühlen, dass ich dem einfach nicht noch mehr zugestehen will.

              • Das Gefühl kenn ich, wär super, wenn man da ne Wahl hätte aka „ich hab mein Kontingent aufgebraucht, jetzt gehts den Rest des Lebens nur noch gut“ ^^

              • oh ja, das wäre wirklich grandios. aber leider nein :/

  11. Das klingt alles zwar traurig, auf der anderen Seite ist aber genau das der richtige Weg. Das nennt man „verarbeiten“ und „aufstehen“. Das realisieren und bearbeiten eines Problems ist eine Eigenschaft auf die Du sehr stolz sein kannst. Nur so kann es weitergehen. Und nur die wenigsten erkennen das….

    • ja, das stimmt wohl. ich frag oft, wie menschen das machen, die sich mit ihren gedanken so gar nicht auseinandersetzen. ich brauche immer ewig viel zeit und energie, bis ich mal verstehe, worum es geht. es dann auch wirklich zu lösen ist dann nochmal ne andere geschichte.

  12. Tolles und ehrliches Eingeständnis, da gehört etwas an Mut dazu! Und es ist völlig in Ordnung sich traurig, lustlos und erschöpft zu fühlen. Glück lässt sich nicht auf die Maslow’schen Bedürfnisse aufbauen, denn sonst wären nicht so viele Reiche unglücklich – und was mich oft viel mehr erstaunt – diejenigen, die gerade das Notwendigste haben, glücklicher sind (oder zumindest so wirken). Mach deinem Ärger ruhig Luft und dann wird’s bald wieder 😉

    • danke liebe julia ❤ und da hast du sicher recht. aber man denkt sich halt oft, dass menschen ihre situation einfach nicht zu schätzen wissen und deswegen unzufrieden sind und sowas will ich halt nicht. langsam kommt aber ein wenig licht ins dunkel und ich beginne ein wenig mehr zu verstehen worum es geht.

  13. Wunderschoen geschrieben, und die Fotos erst!
    Mich ueberkommt im Jaenner/Februar oft so eine Muedigkeit und Tarurigkeit, und obwohl ich ja Familie, Freunde, Essen, Wohnung etc habe… ich kann dich gut verstehen und hoffe, dass diese Wattigkeit im Kopf und Koerper bald vorueber geht!

    • dankeschön liebe lisa ❤ jänner und februar sind finde ich auch wirklich die weit trostlosesten monate, die würde ich sofort eintauschen…

  14. Einfach ein spontaner Gedanke dazu (und der greift vielleicht völlig daneben): Meine Helden in der Musik nennen das „Blues“ … und es entsteht für meine Ohren großartige Musik daraus. Und einer meiner Lieblingsschriftsteller, „Euer“ Thomas Bernhard, hat viel zu meckern gehabt, das aber auf einem sagenhaft hohen, kaum zu überbietenden sprachlichen Niveau (diese Hyperbel konnte ich mir in dem Kontext nicht verkneifen). Was mich zu der Frage führt: Was entsteht aus Deinen negativen Gefühlen? Oder anders ausgedrückt: Irgendwozu werden sie gut sein… und wenn es Texte wie Dein Blogbeitrag sind! LG T

    • lieber tobias, das ist die frage aller fragen. meistens sind sie dazu da um mir etwas vor augen zu führen, etwas, das ich verstehen muss. ich glaube, ich beginne langsam zu verstehen.

  15. Es gibt immer diese anderen Menschen, die alles wuppen, alles schaffen und immer glücklich sind – und es gibt Seelen hinter diesen Fassaden!
    Dass Du all das nicht versteckst, wird Dir die Chance geben, es durch das damit verbundene Auseinandersetzen mit der Sache, alles zu verarbeiten und den dunkleren Zeiten wieder hellere folgen lassen zu können!
    Und DANKE für diesen wunderschönen Schnee-Spaziergang, auf den Du uns mitgenommen hast. Ich habe mich einfach hingeträumt an diesen einen meiner absoluten Lieblingsorte. Ich konnte es quasi fühlen! Wundervoll!

    • ja da hast du bestimmt recht…
      und das hoffe ich sehr. und das wird auch bestimmt so sein. es zieht sich nur in der essenz schon so lange.
      es freut mich, dass ich mit den fotos freude verbreiten konnte 🙂

  16. quizzymuc

    Ein wunderbarer Beitrag, der beschreibt, wie wichtig es ist, mit sich selbst in Kontakt zu kommen, sich zu spüren – Danke!
    Herzliche Grüße
    Renate

    • du sagst es. ein ganz wichtiger punkt, an dem ich erst arbeiten musste und überhaupt dahinzukommen zu spüren, dass etwas nicht in ordnung ist.

  17. Hach Christina, ich finde das ist wirklich ein fantastischer Beitrag. ❤
    Ich finde es ist ein ganz wichtiges Gefühl, welches man auch unbedingt zu lassen sollte und auch darf. Es ist einfach ok auch mal griesgrämiger Gargamel zu sein, auch wenn rational betrachtet alle Faktoren sehr positiv sind. Ich finde man sollte sich einfach so eine Phase auch mal "gönnen" bzw. zugestehen – ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich habe dieses Gefühl auch schon oft gespürt und erlebt.. Momente in dene ich mir dann denke ich sollte nicht traurig sein, weil alles gut ist. Aber manchmal braucht der Körper das vielleicht auch einfach und ich finde dieser Erkenntnis die du in diesem Beitrag sehr fein auf den Punkt bringst ist wirklich gold wert und ich hoffe sehr, dass du es für dich beherzigen kannst – auch für die Zukunft. Wann immer dir mal nach GRINCH ist, lass es zu und lass ihn raus und gesteh dir gegrummle und gegrantle ein, auch wenn die Maslow'sche Pyramide gut ausgefüllt ist. ❤
    Hab dich wirklich sehr gern! ❤

    • oh danke meine liebe ❤ es tut gut, sowas zu hören, wenn man sich derlei dinge von der seele schreibt.
      ich habe festgestellt, dass ich es offenbar gebraucht habe um bereit zu sein zu erkennen was der sache zugrunde liegt. ich glaub, langsam kommt ein wenig licht ins dunkel. irgendeine ursache gibt es ja immer 😉 und erst, wenn man die gefühle spürt, kann man nach ihrem ursprung suchen. und erst dann nach einer lösung.

  18. Liebe Paleica,
    wieder ein wundervoller Beitrag von dir, der so vieles auf den Punkt bringt. Ich bin stolz auf dich, dass du diese Erkenntnisse gewonnen hast, die du oben treffend beschreibst – und dass du es zulässt, dass es dir eben nicht so gut geht und daher auch mal den Grinch oder Gargamel rauslässt. Genau so ist es richtig. Es muss sich für dich in dem jeweiligen Moment richtig anfühlen, nicht für die Menschen um dich herum.
    Das Leben hält viele Gefühle für uns bereit. Gute, schlechte, schöne, abenteuerliche … wichtig ist, dass man dem Gefühl Raum gibt und nicht versucht, es zu verdrängen oder zu ignorieren (auch ich musste das erst lernen, denn ich bin die Meisterin der Verdrängung). Du machst das alles schon sehr sehr richtig und findest deinen Weg, damit umzugehen ❤
    Alles Liebe für dich!
    Karina

    • danke liebe karina, der zuspruch auf diesen text bedeutet mir wirklich viel.
      ich dachte ja eigentlich immer, dass verdrängen so gar nicht mein mechanismus ist, aber der hat sich so still und leise irgendwann eingeschlichen. dem musste ich erstmal auf die spur kommen…

  19. Wie viele schon geschrieben haben, ist das Leben nicht immer nur Freude und Sonnenschein. Wichtig ist, dass man sich auch mit den weniger schönen Dingen auseinandersetzen sollte. Das schafft den nötigen Rundblick und eröffnet neue Möglichkeiten.
    Ich kenne Schönbrunn bisher nur bei schönstem Sommerwetter. Deine Winterbilder vermitteln mir durchaus einen schönen Eindruck. Trotzdem bleibe ich ein Wintermuffel und freue mich auf wärmere Tage.
    VG Jan

    • ja lieber jan, du sagst es. das damit auseinandersetzen bleibt einem nicht erspart, man muss ehrlich zu sich selbst sein, auch wenn das eingeständnis unbequem ist und fragen aufwirft.
      ich bin ja generell ein herbstmensch, an allen anderen jahreszeiten hab ich irgendwas auszusetzen 😉 aber sie haben alle ihre schönen seiten, so hat der winter seine flauschigen decken.

  20. Arrr, irgendwie hab ichs diesen Winter noch nicht zu ein paar Schneefotos gebracht. Naja so viele Schneetage gabs ja noch nicht. Deine Gefallen mir jedenfalls sehr gut!
    Alles Liebe Peter

    • naja, es gab ja auch noch nicht allzuviele möglihckeiten 😉 ich hatte auch nur die gelegenheit für ein paar schnelle schnappschüsse, obwohl ich gern noch viiiel mehr gemacht hätte.
      es freut mich, dass sie dir gefallen!

  21. Die Bilder sind ein Traum, Liebes! Und wunderbar ist doch, dass Du trotz Deiner düsteren Stimmung noch so schöne Sachen sehen, das fotografieren und so poetische, persönliche Texte verfassen kannst! ♥

    • dankeschön ❤ ja erfahrungsgemäß geht das schreiben ironischerweise besser von der hand, wenn die grundstimmung düster ist…

  22. Hey Christina,
    das klingt nicht schön. Ich drück dir die Daumen, dass das Ganze eine Phase bleibt.
    Aber lass dir – aus eigener Erfahrung – sagen. Wenn es nicht besser wird, dann ist es gut was dagegen zu machen. Das hilft. Ich wollte erst auch nicht dran glauben, aber es stimmt.

    Ich drück dir die Daumen, such dir die Realität, und spüre.

    Viele Grüße Jürgen

    • lieber jürgen, das ganze ist bestimmt nur eine phase, aber diese muss halt ihre stadien durchlaufen und solang ich es nicht akzeptieren und analysieren kann weil ich es von mir wegschieben will zieht es sich in die länge… also ich hoffe, dass ich nun einfach wieder auf der richtigen spur bin…
      und sei unbesorgt, ich mache was dagegen. ich bin ein großer freund von unterstützung in solchen fällen.

  23. Übrigens, sind deine Winterbilder ein Traum, ich kann deinenLieblingsort verstehen.
    🙂

  24. Mir ging es letzte Woche ähnlich. Ich bin noch nicht wirklich über den Damm und brauche noch etwas, bis ich wieder voll gesund bin und alles machen kann, worauf ich Lust und woran ich Freude habe. Daher hatte ich grad auch erst einen Tiefpunkt. Es stimmt aber schon, dass es ein paar Sachen gibt, die man dagegen machen kann. Ich bin da jetzt echt dahinter und auch wenn es nur ein paar Atemübungen jeden Tag sind. Wenn man sich dazu zwingt das jetzt einfach durchzuziehen, merkt man wirklich, dass einem das hilft.
    Mir wurde aber auch von einem sehr schlauen und weißen Menschen gesagt, dass es einfach so Punkte im Leben gibt, in denen es schwer ist positiv zu sein und so zu denken. Grad wenn man lange mit der Gesundheit zu kämpfen hat. Da kann man sich schon versuchen vorzuhalten, dass die Beschweren nicht so schlimm sind, es schlimmere Dinge gäbe und es einem eigentlich ganz gut geht. Aber je nach Stand der Gesundheit klappt das auch einfach körperlich nicht immer und ist leichter gesagt als getan.
    Ich hoffe du schaffst es aus deinem Loch heraus! Ist halt nicht immer so einfach und man muss akzeptieren, dass es dabei auch mal schlechtere Tage gibt.
    Aber mir hat geholfen zu akzeptieren, dass es solche Zeiten auch einfach mal gibt, und man da durch muss. Es ist aber auch okay sich in solchen Zeiten nicht so toll zu fühlen und auch einfach mal nicht glücklich oder zu frieden zu sein.

    Das ist etwas, was ich aber auch schon öfter festgestellt habe. Die Fotos von einem Ort oder Land passen natürlich von der Stimmung und den Farben her super zusammen. Das ist dann daheim ganz was anderes. 😉

    • du sagst es. ich finde es auch besonders schwierig, sich bei körperlichen defiziten aufzuraffen und gute miene zum bösen spiel zu machen. aber manchmal glaub ich muss man versuchen herauszufinden, warum der körper das macht, was er einem damit sagen will und die geduld aufbringen, sich dagegen zu wehren. und das kann mitunter auch mal lange dauern…

  25. Dadurch, dass du diesen Text geschrieben hast, bist du einen Schritt weiter. Ein Eingeständnis. Ein Step nach vorn.
    Auch wenn der Vergleich vielleicht nicht so toll ist, aber bei den AA (kenne das jetzt nur aus Büchern und Filmen) ist das ja so, dass der erste Schritt ein Eingeständnis ist.
    Sich selbst klar werden: da stimmt etwas nicht. Danach findest du deinen Weg – oder er wird dich finden.
    Viel Glück!!
    Ich hoffe, du hast auch das durchgearbeitete Wochenende bis jetzt gut überstanden!

  26. Pingback: Monochrome Strukturen zwischen des Übels Wurzel und dem Licht. – episoden.film

  27. Hallo Paleica 🙂
    ein berührender Text – mit einem stimmungsvollen Bild.

    Oben hat es schon jemand erwähnt – man kann den Zustand auch Melancholie nennen.
    Ich empfinde solche Phasen nicht als unangenehm. Sie sind bei mir oft mit Entwicklungsschüben einhergegangen. Und ich hoffe, dass ich nie aus diesem Alter rauskomme 😉
    Ich jammere damit ja nicht meine Mitmenschen in die Flucht, sondern bin einfach etwas stiller als sonst.

    Ich war schon lange nicht mehr hier – ich glaube, ich muss wieder öfter hereinschauen.

    Liebe Grüße
    Sabine 🙂

    • danke dir liebe sabine – und schön, dass du wieder da bist! ich hab dich nicht vergessen 🙂
      die melancholie an sich hab ich sogar recht gern, da gehts mir wie dir. aber diese phasen, die ich dieser melancholie nur irrtümlicherweise zuschreibe und die einen anderen usprung haben, die sind schon oft unangenehm. allerdings hast du recht damit, dass sie mit entwicklungsphasen einhergehen. wenn man drauf hört.
      ich würd mich freuen dich öfter hier zu lesen!

  28. Pingback: Neue Lieblingsapp: A Color Story – episoden.film

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: