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Monochrome Strukturen zwischen des Übels Wurzel und dem Licht.

Letzte Woche habe ich 171 Seiten meiner Jugend gesichert. Händisch. Es hat drei Stunden gedauert, alle Texte, die ich von 2001 bis 2013 im Jetzt-Kosmos geschrieben habe, in ein Word-Dokument zu übertragen. 171 Seiten voller Gedanken und Gefühle, mit denen ich erwachsen geworden bin. 171 Seiten, die mich daran erinnern, was für ein Mensch ich war, was ich empfunden und gedacht habe, was mir wichtig war und was mich bewegt hat.

Jetzt.de war eine Bloggercommunity, bevor es den Begriff Blogger gab. Es war ein Ort, an dem öffentlich Tagebuch geschrieben wurde und es einfach noch Tagebuchschreiben hieß. Bis sich der Episodenfilm etabliert hatte, war dort mein Denkarium angesiedelt.

Schreiben begleitet mich seit ich denken kann. Und seit dem Text von letzter Woche weiß ich auch wieder warum. Denn schreiben hilft ordnen. „Schreiben hilft ordnen, aber nicht lösen“ habe ich eines Tages, vor vielen Jahren unter dem Titel „Erkenntnis“ in eben diesem Netzwerk gepostet. Das stimmt auch heute noch. Lösen muss man selbst, mit Aktionen. Aber lösen kann man erst, wenn man erkannt hat. Zum Erkennen benötige ich klare Strukturen und die ergeben sich erst durch das Schreiben.

Letzte Woche habe ich einen Text darüber veröffentlicht, dass es mir nicht gut geht. Dass ich müde bin und ausgelaugt und erschöpft. Dass es keinen Grund dafür gibt und ich es mir darum nicht eingestehen will. Ein paar Tage danach habe ich festgestellt, dass das so nicht ganz stimmt. Es gibt sehr wohl einen Grund, doch ich konnte ihn lange nicht sehen. Warum? Vermutlich, wie meistens, weil diese Gründe unangenehm sind. Weil immer die Frage ist: wie ändert man die Auslöser? Und weil man manchmal schon so lange müde, ausgelaugt und erschöpft ist, dass man meint, dafür keine Kraft zu haben. Also macht man eben weiter. So lange, bis das Unterbewusstsein dem Körper sagt: Stopp. Es reicht jetzt. Und einen damit zwingt, sich auf die Suche nach den Gründen zu begeben.

Ich habe in den letzten Wochen die mir fast schon liebgewordene Melancholie, den Schwermut, der mich oft Ende des Jahres besucht, für ein Ergebnis des letzten Geburtstages gehalten und den Ursprung dort gesucht. Auch das ist zwar in mir vorhanden, aber nicht der Grund für meinen physischen Knock-out. Es geht um etwas anderes, das sich oft erst auf Umwegen offenbart.

Immer geht es um etwas anderes. Und fast immer geht es um Dinge, die irgendwo in der Kindheit ihren Ursprung haben. Ihr Ursprung findet sich in in diesem Fall im eingebläuten Grundsatz:

Enttäusche nie die Erwartungen (anderer Menschen).

Ich habe Schwierigkeiten damit, wenn Menschen, die hierarchisch über mir stehen, Erwartungen in mich setzen, denen ich mich nicht gewachsen fühle. Insbesondere dann, wenn ich dafür bezahlt werde und das Menschen dementsprechend auch gewissermaßen das Recht auf ihre Erwartungen gibt. Wenn andere etwas in mir sehen oder ich das Gefühl habe dass sie etwas in mir sehen, das ich nicht bin, das ich nicht sein kann und auch nicht sein will.

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Enttäuschte Erwartungen. Versagensängste. Unerreichbare Ziele. Angst vor falschen Entscheidungen und Konsequenzen. Vor zuviel Verantwortung.

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Ich glaube, ich habe endlich die Wurzel des Übels, das mich nun seit geraumer Zeit begleitet, gefunden. Nun bleibt noch die Frage, wie sie behandelt werden muss, damit es am Ende des Tunnels wieder heller wird.


 

Diesen Beitrag passt ganz zufällig grade noch wunderbar zu den 12 magischen Mottos dieses Monat und soll deswegen auch zusätzlich dazu unter dem Motto „Strukturen & Rhythmen“ veröffentlicht werden.

67 comments on “Monochrome Strukturen zwischen des Übels Wurzel und dem Licht.

  1. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung oder so? Jedenfalls merkt man mit jedem Beitrag dass da was weiter geht und ich wünsche dir viel Kraft für die weiteren Schritte! Und 171 Seiten!? Das ist sehr beeindruckend und bestimmt ur interessant zu sehen wie man sich so entwickelt hat 😉

    • ja, das ist sie. aber man tendiert dazu, mit der erkenntnis dann ratlos stehen zu bleiben, da wartet dann die nächste herausforderung ^.^ im moment hab ich aber auch das gefühl, dass es langsam endlich wieder voran geht nach einer art starre der letzten wochen.
      ja, 171 seiten. ganz schön viel, gell. aber es waren auch einige jahre und zwei große ereignisse die es zu verarbeiten galt, kombiniert mit viel zeit, die ich damals hatte 😉 ein paar der texte haben es ja im laufe des letzten jahres hierher geschafft, die meisten sind aber auf eine zu direkte art persönlich, dass sie für den blog nicht wirklich passen. ich glaub aber, ich werd sie mir ausdrucken und in eine mappe geben und sie sozusagen „ablegen“. ist vielleicht ein guter symbolischer prozess.

      • Auf jeden Fall! Na klar, die meisten Texte sind wahrscheinlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Aber das von der Seele schreiben hat schon was für sich…

        • ja. ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, wie andere ohne schreiben mit ihrem leben zurechtkommen. ironisch irgendwie, aber das ist für mich schon ein zentraler bestandteil meines lebens.

  2. Vorab, schöne Fotos. Für alles gibt es einen Grund warum es so ist, so kam oder so bleiben wird. Nur erkennt man diesen Grund erst wenn man sich etwas intensiver damit auseinander setzt und dem Übel entgegen tritt. Wichtig ist nur sich damit auseinander zusetzen und zusehen wie man damit umgeht. Manchmal hilft es ja schon von ein paar Dingen Abstand zunehmen. Aber das ich leicht gesagt, es heißt ja auch „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Du bist damit also selbst verantwortlich, dein Schicksal in die Hand zu nehmen und dein Glück zu gestalten oder zu suchen. Ich drück Dir die Daumen auf diesem Weg, alles wird gut oder alles bleibt anders.

    Liebe Grüße, Gerd

    • hallo gerd, ja ich stimme dir absolut zu, dass jeder seines glückes schmied ist. für manche ist das leichter, für andere schwieriger. aber die verantwortung für das eigene leben, egal mit welchen voraussetzungen es einem gegeben wurde, muss man beizeiten übernehmen. dennoch ist es ein langer weg von fremdbestimmten mustern zu selbstbestimmten entscheidungen, den viele glaube ich gar nicht erst anfangen zu gehen.

  3. Da denken wir schon wieder über das Selbe nach. Ich versuche bestimmt seit zwei Wochen etwas über die Erwartungen an mich und an andere zu schreiben.

    • nimm dir den druck. ich brauche manchmal auch lange, um die worte zu einem thema zu finden und irgendwann kommen sie dann ganz von selbst.

  4. Wie immer muss ich auf dem Text noch ein wenig herumkauen – aber die Bilder, die gefallen mir richtig gut, und das kann ich auch spontan sagen, liebe Paleica!

  5. Ach du mein Klon… überflüssig zu sagen, dass ich ganz genau weiß, was du meinst. Und dass ich natürlich akut so gar keine Lösung parat hab.
    Theoretisch ises ja so, dass auch wenn man mal nen Fehler macht nicht gleich die Welt untergeht und im Normalfall auch nicht gleich jeder Vorgesetzte (oder in meinem Fall Kunde) zum Choleriker mutiert und zutiefst enttäuscht ist. Fehler macht jeder, sie sind tatsächlich eine gute Sache denn genau daraus lernt man. Ich geb bescheid wenn ich einen Weg gefunden hab, das zu verinnerlichen ^^
    Die Bilder sind mal wieder wundervoll geworden, du legst die Latte ganz schön hoch.
    Abschließend sei gesagt, dass ich dir viel Glück und Erfolg beim Lösen dieses Problems wünsche 🙂

    • 🙂 schon witzig und schräg, wenn man sich so oft in den gedanken anderer menschen wiederfindet, gell. mich flasht das auch jedes mal.
      ja sicher hast du recht. trotzdem ist fehler machen im berufsleben was anderes als so lange man studiert und wenn es ganz blöd hergeht kann es auch durchaus einmal verheerend sein. bei uns geht es grade viel um strategie und positionierung und wenn mitunter mehr als 100 arbeitsplätze an einer firma hängen tut man gut daran, sich nicht zuviele rohrkrepierer zu leisten.
      danke für die glückwünsche und das lob 🙂

      • Allerdings ^^

        Klar, man sollte auch nicht ewig verschweigen, wenn man sich bei was unsicher ist (es also ein Fehler sein könnte) und es kann natürlich auch verheerende Fehler geben. Aber sich ständig drüber Sorgen zu machen, was sein könnte, das macht auch keinen Sinn.
        Büdde ^^

  6. Solche Phasen gibt es leider – und manchmal sind es eben nur Phasen, die keinen bestimmten Auslöser haben, und manchmal steckt ein bisschen mehr dahinter und man muss sich auf die Suche nach der Ursache begeben. Ich hoffe, dass du das Problem bald lösen kannst!

    • ja, du sagst es. und im ersten schritt muss man mal schaffen, das eine vom anderen zu trennen und zu schauen, worum es sich handelt – dann geht es weiter. ich denke, bis die sache gelöst ist werden wohl noch einige jahre ins land gehen (bzw wird sich erst in einigen jahren herausstellen, ob es sich lösen lässt), aber jede reise startet mit dem ersten schritt!

  7. Ein sehr ehrlicher, mutiger Post – danke fürs Teilen deiner Gedanken! Ich habe witzigerweise mit demselben Thema ein Problem und muss auch immer wieder mit mir diskutieren, wie ich damit umgehe. So ganz los wird man es nicht, aber man kann lernen, damit umzugehen.

    • ganz lieben dank fürs lesen und für deine worte!
      ich denke auch, dass man das nicht wirklich los wird, weil dieses muster glaube ich sehr tief sitzt. aber man kann glaube ich lernen, bewusst damit umzugehen und vielleicht mit der zeit sich ein bisschen abzugrenzen, zu unterscheiden, wo erwartungen gerechtfertigt sind und wo nicht und sich einfach im fall des falles auch mal verbal dagegen wehren… ich weiß es noch nicht, ich bin grade am ausloten der lösungsmöglichkeiten 😉

  8. ich sag mal, passe auf dich auf, alles Gute

  9. Deinen Bildern tut dein derzeitiges Stimmungsbild gut, denn sie sind einfach wunderbar.

    Ich drücke dir einfach mal wieder die Daumen und hoffe, dass du die „Behandlung der Wurzel des Übels“ für dich positiv verläuft.
    🙂

    Viele Grüße Jürgen

    • dankeschön lieber jürgen. es ist manchmal lustig, wie sich dinge fügen. ich hab die bilder irgendwann letztes jahr einmal zusammengesucht und zusammengestellt, weil ich etwas in die richtung „muster und rhythmen“ machen wollte, wusste dann aber nicht, wie sie mir in den blog passen – und auf einmal hat es sich perfekt ergeben 🙂

  10. 171 Seiten aus Deinem Leben – das ist schon eine Menge, die Du aufgeschrieben hast. Wenn Du die Möglichkeit hast, sie aufzubewahren dann mach das auf jeden Fall. Mein Tagebuch ist bei der Scheidung meiner Eltern irgendwie auf dem großen Abfallberg gelandet und hat mich zusätzlich noch trauriger gemacht.
    Schön, dass Du nun das Übel Deiner Melancholie erkannt hast. Ich bin sicher, dass Du auch bald die Lösung Deines Problems finden wirst.
    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück dabei!
    Zu Deinen Bildern kann ich mich nur wiederholen:
    Eine Klasse für sich! Du hängst die Messlatte ja ganz schön hoch!
    LbG Isi

    • liebe isi, das möchte ich unbedingt. ersteinmal digital, aber wie gesagt, bei gelegenheit will ich sie unbedingt ausdrucken und physische aufheben.
      dass dein tagebuch verschwunden ist ist wirklich traurig. ich kann dich da sehr gut verstehen.

      danke für die lieben worte. die lösung in dem sinn ist nichts, was sich von heute auf morgen umsetzen lässt und hängt vor allem auch an vielen anderen menschen, aber immerhin kann man versuchen, bewusst schritte zu setzen, die wieder in die richtige richtung gehen.

  11. Ein spannender Prozess arbeitet in dir. Du hast jetzt mehrere Richtungen, in die du gehen kannst. Lass uns daran teilhaben, wie es bei dir weiter geht 😉
    Die Fotos sind im übrigen sehr sehr hübsch!

  12. Die Fotos sind toll!!! Sehr inspirierend!! 🙂
    Und deine Gedanken, ja, interessant, dass du deine Leser an deinen Prozessen so teilhaben lässt. Immer beeindruckend, Entwicklungen lesend zu begleiten. Wie sich nach und nach wie die Schichte einer Zwiebel die Dinge freilegen und irgendwann vor einem liegen und man sie betrachten kann von allen Seiten. Spannend.

    • dankeschön 🙂
      ich freu mich, dass ein gewisses interesse gegeben ist, meine gedanken zu verfolgen. allerdings will ich künftig die texte wieder ein bisschen mehr so gestalten, dass sie nicht nur für mich zutreffen, sondern auch dass andere mehr daraus mitnehmen können als „nur“ meine geschichte kennenzulernen. mal sehen wie mir das gelingt. einer entwickelt sich noch zu einem gedanken, der sehr ich-spezifisch ist. aber ich kann irgendwie ohnehin immer nur schreiben, wozu mein kopf und mein herz bereit sind 🙂

      • Natürlich gibt es ein Interesse, deine Gedanken zu verfolgen ;). Das macht deinen Blog ja gerade aus, dass du soviel deiner Gedanken mit uns teilst, egal ob ganz persönlich oder eher ‚allgemein‘ gehalten. Ich denke, du findest hier viele, die solche Gedanken kennen oder sich dort wieder finden, in dem was du schreibst. Das macht so einen Blog wie deinen ja auch so reizvoll, weil man auch in gewisser Hinsicht sehr viel über deine Person erfährt und der Blog sehr persönlich ist (auch ohne dass man jetzt konkrete Date weiß, darum geht es ja nicht, aber man wird ein Stück Zeuge deines Seins, ist ganz spannend, finde ich.) Ich persönlich tue mich viel schwerer, soviel Innerliches von mir preiszugeben, bewundere es aber, dass du es so tust und empfinde es als sehr bereichernd und anregend.
        Aber das kenne ich, manchmal feilt und schreibt und bastelt man und es klappt nicht und dann, irgendwann, läufts. Dann sind Kopf und Herz zusammen gekommen, oder so … 🙂

        • ja, das stimmt irgendwo. und das finde ich auch so toll und wunderbar an dieser sache. dass sich menschen dadurch angesprochen fühlen und ich diese themen dadurch einfach besser teilen und manchmal auch verarbeiten kann.
          ich weiß auch nicht, bei mir ist das gar keine frage des wollens, sondern ich kann gar nicht anders. diese dinge müssen einfach raus und so richtig klappt es nur, wenn ich für publikum schreibe. schon schräg.

  13. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das „Übel“ nun an der Wurzel packen kannst. Ist vielleicht nicht leicht, aber ohne den Grund zu wissen wäre es erst gar nicht möglich. Also optimistisch ran ans Werk!

  14. Sehr wahr. Das Schreiben hilft wirklich oft beim ordnen. Aber das Lösen steht einfach noch mal auf einem anderen Blatt Papier.
    Grad das mit den Ängsten kann ich auch sehr, sehr gut nachvollziehen. Ich ticke da ja ganz ähnlich… und den Satz, dass sich der Körper dann halt irgendwann einfach die Ruhe nimmt, hab ich auch gerade erst von einem sehr schlauen Menschen gehört. Da ist wohl sehr viel Wahres dran.
    Ich wünsch dir noch viel Kraft mit allem!

    Dankeschön. 🙂 Arbeiten zeigen ist in letzter Zeit ein bisschen in den Hintergrund gerückt. Da ich ja jetzt einige Zeit nicht wirklich fotografieren konnte (und auch bearbeiten nur schwer ging), hab ich ein wenig mehr geschrieben. Das ging immer noch irgendwie und ich hatte dann wenigstens das Gefühl irgendwas sinnvolles hinzukriegen. Schritt für Schritt.

    • ja du sagst es. um etwas zu lösen braucht man halt auch viel willenskraft weil es bedeutet, dass man manchmal grundlegende dinge ändern muss und das kann halt auch schwierig sein – manchmal geht es auch gar nicht (so einfach) und dann dauert es, bis man entscheidet, wie man weitertut.

      ja irgendwann sagt der körper stopp. meistens gibt es genug anzeichen im vorhinein aber die ignoriert man halt weil man sich denkt „es geht schon“ oder weil für das stopp keine akzeptanz da ist… wir leben halt in einer gesellschaft wo funktionieren vorausgesetzt wird und das geht manchmal einfach nicht mehr.

      ja du sagst es. eins nach dem anderen. ich dachte mir schon, dass es vermutlich schwierig ist mit den symptomen shootings zu machen oder lang am pc zu sitzen.

  15. Hallo Paleica! Fühlst Du es? Die Erleichterung, wenn die Erkenntnis endlich gefunden wurde? Das Gefühl von Befreiung, weil der Kampf endlich aufhören darf? Ich wünsche es Dir von Herzen! Deine Ängste kann ich sehr gut nachvollziehen. Mich haben z.B. sehr ähnliche Ängste zum Beginn meines Bewerbungsprozesses ziemlich runter gezogen. Die Idee, mich zu be-werben. Ich hatte immer das Gefühl, Versprechen abzugeben, die ich unter Umständen nicht halten könnte. Die man mir vorwerfen könnte, wenn ich mal nicht genau so reagiere… Gerade läuft übrigens im Hintergrund ‚Hey‘! ‚Hey, sei nicht so hart zu dir selbst..‘ Wie passend 😉 Mein Coach hat mich da sehr gut unterstützt.
    Wie konkret damit umgehen: jeden Tag einen kleinen Schritt in die richtige Richtung machen, wenn Du mich fragst. Wichtig ist immer zu wissen, wo man hin will. Wie soll das Lebensgefühl sein? Wenn Du es so, wie es jetzt ist, nicht willst, wie willst Du es stattdessen? Und wenn man das weiß, dann kann man sich jeden Tag ein kleines bisschen darauf zu bewegen. Und irgendwann merkt das Gehirn, dass Du es ernst meinst 🙂 So mache ich es zumindest seit einiger Zeit und fahre damit super 😉 Ich freu mich für Dich! ❤

    • ja, immer wenn man so einen mechanismus freigelegt hat beschwingt das irgendwo sehr und es rollt ein stein vom herzen. ich muss mir das dann immer aufschreiben, weil wenn ich das nicht tue neige ich dazu, es wieder zu vergessen.

      ja genau das kenne ich auch gut. man fängt eben wo an zu arbeiten – damit verspricht man natürlich, dass man diese position auch entsprechend ausfüllen kann – und damit kommen auch erwartungen.

      ich beginne grade mit der planung der kleinen schritte um mir klar zu werden, ob das gut gehen kann oder nicht. der prozess wird nicht so schnell umgesetzt sein, da geht es sozusagen um was großes und das wird sich wohl erst in den nächsten jahren abzeichnen. aber gut und wichtig ist für mich einfach einen abgesteckten rahmen zu haben, in dem ich mich bewegen kann und von dem ich weiß, worauf ich aufpassen muss.

  16. Und wiedermal ein Text der zum nachdenken anregt, gepaart mit wunderschönen, kunstvollen Bildern. danke für diesen Beitrag und den damit verbunden Anstoß….

  17. Hi!
    Zu deinem Text fällt mir ein Interview ein das ich vor ein paar Jahren mal im Fernsehn gesehen hab. Der Interviewte war einer der Top Manager von Samsung. Der sagte inetwa : Entscheidungen müßen heutzutage schnell getroffen werden, ob Richtig oder Falsch spielt keine Rolle.

    Hat mir irgendwie imponiert der Typ, sonst hätt ich mir den Spruch wohl auch nicht gemerkt 😉 . Ich denke was er wirklich sagen wollte ist das getroffene Entscheidungen egal ob richtig oder falsch, immer besser sind als aufgeschobene…

    Alles Liebe Peter

  18. ist sicher was ganz tolles für dich, möge es ein gutes Wochenende werden

  19. Das letzte Bild ist mein Favorit! 😉

  20. TOLLE FOTOS!!!
    (Ich hab dich uebrigens nominiert… vielleicht hast du ja lust? https://theaustrianinamerica.wordpress.com/2016/02/06/and-the-oscar-goes-to/)

    • danke, das ist so lieb von dir! habs schon eingesammelt. hänge noch bei einer frage, mal sehen wann es online kommt ^.^

  21. Das Thema Glaubenssätze und Antreiber beschäftigt mich auch immer wieder. Gerade dieses ewige „Gefallen-wollen“ wurde uns oft von klein an mitgegeben und irgendwie führt es dazu, dass man seinen Wert von dem Erfüllen der Erwartung anderer abhängig macht.

    Ein Gedanke, der mir mal sehr geholfen hat, war, dass es in der heutigen Welt (kein Kind mehr und in Luxus Westeuropas) nicht mehr überlebensnotwendig ist, zu gefallen. Das mag sich blöd anhören, aber wer die Katastrophenszenarien im eigenen Kopf kennt, der weiß, dass sich manche Situationen existenzbedrohend anfühlen und erstmal „entkatastrophisiert“ werden müssen. (Das wäre fast ein Wort zum verschenken;-))
    Viel Kraft dabei!!!

    • ja, das stimmt natürlich. aber das ist halt auch ein zweischneidiges schwert. denn privat kann, soll, ja muss man sogar dran arbeiten, dass man von diesem gefallen-wollen wegkommt. aber was den beruf angeht sehe ich das schon anders. immerhin wird man dafür bezahlt weil der job erwartungen beinhaltet, für die zu erfüllen man eingestellt und bezahlt wurde/wird.

      entkatastrophisiert, das wort gefällt mir. passt zum beinamen, den mir eine professorin während meiner schulzeit gegeben hat: katastrophennudel 😉

  22. Oh ja, das mit den Erwartungen ist immer so eine Sache… denen die man an sich hat… die, die andere Menschen an einen haben… ein ganz komplexes Thema das ich nur allzu gut kenne. Ich kann dir da nur eines sagen: bleib dir selbst treu. Und tu das, was sich für dich gut anfühlt. Denn wenn man versucht nur den Erwartungen der andren gerecht zu werden, geht man irgendwann verloren. Zumindest war das einst meine Erkenntnis.
    Ich finde die Bilder dazu richtig passend. Mit den ganzen Spiegelungen und wie das Licht da einmal mehr eine Rolle spielt. Ist dir wirklich gut gelungen beides zu kombinieren. 🙂
    Frage zum letzten Bild: kann es sein dass das die Wotrubakirche ist? Oder bin ich schon zu lange aus der alten Heimat entfernt um sie zu erkennen bzw zu unterscheiden? 😉

    • da hast du sicher recht. aber ich hab es unten grade bei tabitha schon geschrieben: privat ist das unbestritten richtig und dem stimme ich voll und ganz zu. beruflich ist das schon etwas anders, denn immerhin wird man ja dafür bezahlt gewisse erwartungen zu erfüllen.

      und ja, das ist die wotrubakirche, das hast du ganz gut gesehen 🙂 das bild ist schon ewig halt, ist 2010 anfang november bei nem fotowalk mit meiner damaligen fotogruppe entstanden – meine einzig wirklich erfolgreiche doppelbelichtung ^.^

  23. Dein Blickwinkel begeistert mich schon seit Jahren . Die geschichten in deinen Beiträgen aber auch die Geschichten die man in den Bildern findet …Toll
    Mein Favorit sind die Bilder Paar 6&5 was ist das überhaupt …aber die Beide hätte ich schnell über meinem schreibtisch gehängt 🙂
    Toll!

    • vielen dank lieber czoczo, ich fühle mich geschmeichelt 🙂
      wenn du willst schicke ich dir die bilder gern in größer ^.^

  24. Liebe Paleica,
    das sind ganz wunderbare Fotos. Ich weiß gar nicht, welches mir besser gefällt! Du hast für Strukturen und Rhythmus definitv ein Auge.
    Zum Thema schreiben: Ich schreibe auch, seit ich mein erstes Tagebuch geschenkt bekommen habe. Das war mit ungefähr neun oder zehn Jahren. Mir hilft das Schreiben auch ungemein, um meine Gedanken zu sortieren und Gefühle, die meine Stimmung beeinflussen, besser zu verstehen. Es bringt Ordnung in die Gedankenwelt. Die Lösung des Problems ist es nicht, aber wenn man weiß, was einen in trübe Stimmung oder schlechte Laune versetzt, kann man daran arbeiten.
    Liebe Grüße
    Aleksandra

    • dankeschön 🙂 ich muss leider sagen, dass die bilder schon alle älter sind. ich habe mich eine zeitlang mehr damit beschäftigt und fand es sehr spannend, in den letzten jahren ist das weit mehr aus dem fokus gerückt. vermutlich hab ich das thema deswegen gewählt, um es wieder etwas weiter ins bewusstsein zu holen.
      das was du über das schreiben sagst, so geht es mir auch. es hilft zu verstehen.

  25. Pingback: Erwartungen von außen und von innen. – episoden.film

  26. Schöne Bilder, die sich stimmig mit dem Text verbinden.

  27. Ich finde, die Fotografien fangen die Stimmung und die übertragene Erkenntnis großartig ein, eine tolle Umsetzung!
    Alles Gute, du Liebe!

    • dankeschön ❤ ich finde es immer wieder spannend, was es für ein wechselspiel aus bildern und worten gibt und wie eins das andere beeinflussen kann. auch dir alles liebe ❤

  28. Noch so eine tolle Sammlung – ich habe ja eine lange Zeit nicht bei anderen geschaut um nicht selber „abgelenkt“ zu werden bei dem, was ich selber mache 😉 Dein Zaun – die 2 verschiedenen Sichten gefällt mir richtig gut. Die anderen Bilder auch und der Text passt auch gut dazu. Ich hoffe Du findest Deinen Weg aus dem Gedämpften wieder ins Licht! LG Birgit

    • das ist eine gute strategie 🙂 es freut mich, dass dir der zaun gefällt, das war so eine spontane eingebung 🙂
      danke fürs lesen und die lieben worte – ich arbeite dran!

  29. Sehr schöne Blickwinkel und kommt in Monochrome sehr intensiv rüber, was vermutlich auch so gedacht war, denn Deine Bilder umrahmen Deinen Text sehr treffend.

    • ja, die bilder hatte ich schon länger in den entwürfen und als mir diese gedanken im kopf herumgingen wurde irgendwie eine verstrickte kombination der beiden draus..

  30. Pingback: Die Tiefen und Untiefen des Unbewussten – episoden.film

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