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Cala Agulla unter Wasser oder auf [Wort] Augenhöhe mit der eigenen Angst

Nach einer Weile gibt es wieder einen Wort-Beitrag von mir. Der ist schon ein Weilchen fertig, hat aber einfach nicht zu meiner düsteren Stimmung gepasst. Langsam öffnen sich gefühlt wieder ein paar Schleusen und es ist Platz dafür.

Der Beitrag, der mir von den gesamten Spanien-Bildern sicherlich am allermeisten am Herzen liegt, obwohl die Bilder nicht von mir sind. Ich habe aber einiges dazu beigetragen, dass sie entstehen konnten und habe außerdem die exklusive Erlaubnis, sie zu zeigen. Und da die Bilder für mich viel bedeuten, soll auch der Beitrag rundherum ein bisschen mehr sein. Zeit also für eines der Wörter, die mir geschenkt wurden

Augenhöhe

Frank war so nett, mir dieses wunderbare Wort zu schenken. Und wie das manchmal so ist, gibt es Wörter, die erst einmal farblos im Raum stehen. Dieses allerdings hat sich gleich an die Unterwasserbilder geheftet, obwohl ich im ersten Moment nicht fassen konnte, wieso. Dann fiel es mir auf einmal wie Schuppen von den Augen (die Metapher musste hier jetzt sein 😀 ) und mir war klar: Ich war: auf Augenhöhe mit dem Ozean und damit: auf Augenhöhe mit meiner Angst.

Ängste sind ein sehr eigenes Thema. Manche davon sind rational nachvollziehbar und basieren auf Fakten, andere sind irrational und man weiß nicht, woher sie kommen. Über rationale Ängste will ich hier nicht sprechen, denn mit diesen fertig zu werden ist ein anderes Thema. Hier geht es um irrationale Ängste oder besser: um eine meiner irrationalen Ängste, die mich schon ein Leben lang begleitet.

Woher sie kommt kann ich nicht sagen, ich vermute, dass sie möglicherweise dadurch ausgelöst wurde, dass ich als Kind zweimal – bevor ich schwimmen konnte – ins Wasser gefallen bin. Jedenfalls jagen mir lebende Gewässer derartige Angst ein, dass sie eine körperliche Panikattacke auslösen können. Heißt: Schweißausbruch, hyperventilieren, weinen, totale Verzweiflung. Eine Reaktion von irgendwo ganz tief unten, die ich nicht steuern kann, gegen die ich machtlos bin.

Lebendes Gewässer geht so lange: ich auf den Boden sehen kann. Ich stehen kann. Und dort nichts rumschwimmt, das ich ekelig finde (Seegras, Müll) oder vor dem ich (rational) Angst habe: Quallen, Seeigel, womöglich Gefährlicheres (in die Versuchung bin ich noch nie gekommen 😉 )

Jetzt könnte man meinen, dass man als Einwohner eines Binnenlandes mit dieser Angst ja durchaus leben könnte. Meine zurechtgelegte (lapidar genervte) Antwort, wenn jemand verständnislose Kommentare dazu geäußert hat: ich bin ein Feuerzeichen (Schütze), Wasser löscht mein Feuer. Dieses über-den-Dingen-stehen gab es jedoch nur nach außen hin. Nach innen hin ist das etwas, das mich seit je her wurmt und spätestens seit meinem 14. Lebensjahr extrem nervt. Damals bekam ich ein Buch in die Finger: einen dieser typischen Kitschromane von Nora Roberts. Ich erinnere mich an nicht viel aus diesem Buch – nur an die Beschreibungen über das Wracktauchen. Da zwickte es zum ersten Mal: das wirst du nie erleben.

Durch die Begeisterung eines wiedergewonnenen Freundes über die Unterwasserwelt höhlte der stete Tropfen jedoch den Stein und der Frust über diese Angst wurde größer und größer.

Dann hatte ich an Weihnachten 2013 die verrückte Idee, dem Herzjungen für seine Kamera ein Unterwassergehäuse zu schenken. Und im Sommer 2015 den Hintergedanken, wenn wir wegen dem Rücken schon keinen Roadtrip machen können, dann fahren wir halt ans Meer und probieren das Ding vielleicht aus. So wurde es Spanien und Mallorca, denn dort war das einzige Meer, in das ich mich schon einmal weiter als bis Kniehöhe hinein gewagt hatte. Ich witterte eine kleine Chance, es zu versuchen – oder wenigstens ihm die Möglichkeit zu geben, sein Geschenk zu testen und damit ein wenig zu spielen. Im schlimmsten Fall konnte ich ihm ja vom Strand aus zuschauen und wir könnten Fotos im Pool machen.

Soweit, so gut – denn wirklich rechnete ich nicht damit, diesem überwältigenden Gefühl die Stirn bieten zu können. Mein letzter Versuch dahingehend endete 2003 erfolglos an einem Strand in Cannes mit haufenweise verschlucktem Salzwasser und einer verstörten Schulkollegin.

Dann kam unsere Bucht. Und ich war verzaubert.

Irgendetwas war anders, dieses Mal. Ich sah die felsige Küste und das türkisblaue Wasser, jedes Steinchen am Grund und die sanfte Brandung, die ganz kleine Wellen ans Ufer schwappte. Etwas in mir zog mich richtiggehend hinein.

Ich schlug also – für ihn völlig überraschend – vor, uns Taucherbrille und Schnorchel zu kaufen. Keine drei Stunden später steckte ich dann tatsächlich meine Zehen zum ersten Mal ins Wasser.

Dann folgte eine lange Prozedur, die sich in Minischritten darauf zubewegte, mich mit Schnorchel als Ganzes ins Wasser zu befördern. Schritt für Schritt wagte ich mich vor und sprang auch wieder zurück. Bei jedem Besuch am Strand ein kleines Stückchen mehr. Erst nur mit der Brille im hüfthohen Meer, mit Kopf unter Wasser, das nächste Mal mit Schnorchel, um unter Wasser zu atmen. Gleichzeitig übte ich mich im Ruhigbleiben, wenn ein bisschen Seegras um mich herumtrieb. Als es zuviel wurde, habe ich mir den Raum gegeben und mir das Zugeständnis gemacht, zu gehen. Nach dem dritten Versuch kam dann die Feuerprobe: Weg vom Sandstrand, Einstieg in der Bucht. Ich hatte keine Ahnung ob ich es schaffen würde und was mich erwartete, aber ich wusste, ich MUSSTE es versuchen. Wenn es mir hier nicht gelingen würde, unter den Bedingungen, dann nirgends. Aber ich setzte mich auch nicht unter Druck. Ich war schon weiter gekommen als ich je geglaubt hatte und selbst sich im schultertiefen Wasser über einen bemoosten Stein treiben zu lassen und vereinzelt kleine Fische zu beobachten hätte mich zufrieden nachhause fahren lassen.

Dann war es soweit. Wir standen also auf dem Felsen und ich wusste, es gab nur zwei Schritte: knietief oder drei Meter tief. Noch nie zuvor war ich in lebendem Gewässer gewesen, das tiefer war als ich groß. Und dann der Schreck: ein Seeigel! Ich bekam erstmal Panik, wollte raus, bin ausgerutscht und habe mir am Felsen schön das Schienbein zerschnitten. ABER ich ließ mich nicht ins Bockshorn jagen. Der Herzjunge musste scouten, wo sich die Seeigel befanden und wo ich sicher erstmal stehen bleiben konnte. Und dort stand ich dann – fast eine dreiviertel Stunde. Ich wusste, ich musste mir Zeit geben. Ich musste ganz sicher sein. Einen Weg raus finden, der nicht auf einem Seeigel endete. Und wartete. Bis ich unbedingt, ganz unbedingt selber auch einen Blick unter die Wasseroberfläche riskieren wollte. Den Herzjungen in Griffweite wusste. Und es tat.

*

Kurz zurück zum Wort:

Augenhöhe (metaphorisch): auf [gleicher] Augenhöhe (gleichberechtigt, gleichwertig: [mit jemandem] auf Augenhöhe verhandeln, diskutieren, verkehren)

*

Auf einmal war ich: auf Augenhöhe mit den Fischen! Und auf Augenhöhe mit meiner Angst. Erst atmete ich schnell, also kletterte ich flugs aus dem Wasser um den sicheren Ausstieg zu testen. Es klappte. Und noch schneller als ich draußen war, war ich wieder drin. Ich hörte nur noch meinen Atem, ich spürte das warme Mittelmeer um meinen Körper und ließ mich treiben. Es war das schönste und intensivste Gefühl, das ich seit langem spüren durfte. Denn ich wusste eines:

Der größte Triumph ist der Sieg über die eigene Angst.

Wie geht es euch? Was sind eure größten Ängste? Bekämpft ihr sie? Was tut ihr, um sie zu bekämpfen? Oder lasst ihr sie sein, geht ihnen aus dem Weg?

*

PS: ich darf mich heute mit einer ganz anderen Angst beschäftigen: der vorm Zahnarzt. Drückt mir die Daumen, dass das Loch noch nicht zu tief ist!

83 comments on “Cala Agulla unter Wasser oder auf [Wort] Augenhöhe mit der eigenen Angst

  1. WOW Paleica! Herzlichen Glückwunsch zur besiegten Angst!! Das ist wirklich ein besonderer Beitrag hier! Kannst stolz auf dich sein!

    Angst…. da sagst du was.
    Das letzte Mal, und damit auch das allererste Mal richtige Angst, sodass es wehtat und ich mein Herz sprichwörtlich in der Hose hatte, hatte ich vor 2 Wochen. Ich wusste nicht, dass ich dermaßen Angst haben kann.
    Darüber werde ich noch selbst einen Beitrag schreiben, liebe Paleica.

    Es gibt einen Film aus den 70ern, der Filmtitel lässt mich nicht los, seitdem ich ihn gesehen habe. Er hieß: Angst essen Seele auf.
    Das stimmt. Wenn man panische Angst hat, daran kann man zugrunde gehen.
    Oder man besiegt sie. In manchen Fällen ist das aber leider nicht möglich.

    Ich wünsche dir einen nicht so aufregenden Besuch beim Zahnarzt heute, meine Liebe!
    Wird schon!

    Liebe Grüße 🙂

    • oh vielen dank meine liebe su-shi! ich bin tatsächilch stolz, dass das geglückt ist und hoffe sehr, dass ich beizeiten wieder gelegenheit habe, der angst zu trotzden!
      auf deinen beitrag wäre ich sehr neugierig. darf ich den dann lesen?

      das mit angst und seele, ja, das kann ich bestätigen.

      zahnarzt ist zum glück erstmal vorbei. schauen wir, was der zahn sagt, wenn die betäubung nachlässt.

  2. Angst -ja: vor blöden Briefen, vor ZURÜCKWEISUNGEN, vorm Zahnarzt. Angst ist immer auch nicht wissen, finde ich. Die vor’m Wasser kenne ich auch, eine Zeitlang hatte ich Höhenangst. Es gehört wohl dazu und geht nicht ohne – sonst wäre ich perfekt. Und das wird nicht hinhauen.

    • hallo frank, da hast du sicher recht, auch wenn der zugang von dir hier ein anderer ist. denn ängste, die können einen doch sehr beherrschen und das wiederum sollte man nicht zukassen.

      • Das stimmt. Aussprechen, teilen, Schutz suchen, sich nicht ausliefern. Angstfrei ist wohl niemand – hoffentlich.

        • nein, ich glaube nicht, dass es menschen gibt, die wirklich vor nichts angst haben. und wenn doch, dann sind sie glaube ich kaputt…

  3. Liebe Paleica,
    ich kenne diese Angst, denn ich habe sie auch 🙂 Ich hasse es, in Seen und im Meer zu schwimmen, wenn ich nicht mehr sehe, was unter mir ist. Streift mich dann auch noch etwas, kriege ich Panik. So kann ich in offenem Wasser nie weiter als ein paar Meter vom Ufer wegschwimmen. Es ist total irrational und unlogisch.
    Woher diese Angst kommt? Meine Vermutung ist, dass ich als Kind (ich weiß nicht, wie alt ich damals war) mal eine für mich erschreckende Filmszene gesehen habe, in dem ein paar junge Menschen auf einer Insel gestrandet sind und dann ein Rettungsboot aus dem Wasser holen wollten und während sie dieses Boot zur Insel zogen, kam der lange Arm einer Krake (o.ä.) und zog einen mit ins tiefe Wasser – irgendwie so. Ich bin übrigens ein Wasserzeichen, müsste mich also im Wasser eigentlich pudelwohl fühlen 🙂
    Aber auch ich habe ein ähnliches Erfolgserlebnis gehabt wie du: 2009 in Ägypten. Mein Mann hat keine Angst und er wollte unbedingt Schnorcheln gehen. Also lies ich mich ebenfalls darauf ein – und es war eine der besten Erlebnisse meines Lebens. Die Unterwasserwelt des Roten Meers ist einfach berauschend und beeindruckend. Ich hatte zu Beginn Angst und ein mulmiges Gefühl. Das Wasser war aber so klar und man konnte bis auf den Grund schauen, sodass sich die Angst langsam legte. Ich bin so froh, dass ich mich getraut habe und so all die wunderbaren Fische, Korallen und Pflanzen sehen konnte.
    In der Türkei 2014 verlief es dann aber nicht mehr so gut. Das Wasser war mir einfach zu trüb und da waren viel zu viele Algen und lange Pflanzen und die Angst wollte sich einfach nicht richtig legen. Ich bin meine Angst also noch immer nicht los.
    Die Fotos sind sehr schön. Ganz toll sind die mit den Fischen und die, wo man Wasser und Luft sieht.
    Liebe Grüße
    Aleksandra

    • oh liebe aleksandra, ich kann ganz genau nachvollziehen was du hier schreibst. wenn einen etwas streift, himmelherrje!
      ja solche dinge als kind können einen schon sehr stark prägen, das ist durchaus nachvollziehbar!

      ägypten ist was das angeht sicher atemberaubend. zu schade, dass die politische lage derzeit den tourismus so verleidet 😦

      los bin ich die angst bestimmt auch noch nicht, aber das war mal ein erster schritt. ich denke, dass einen da ein mulmiges gefühl vermutlich immer begleiten wird, je nachdem, wie sehr man eben die möglichkeit hat dagegen zu kämpfen.

  4. Ich denke, dass es schon angebracht ist Respekt vor Lebensräumen zu haben, in denen man nicht wohnhaft ist…ich stelle beim Schnorcheln auch immer eine leichte innere Anspannung fest…ich halte sie aber für einen ganz normalen Überlebensinstinkt…letztes Jahr habe ich mal versucht mich im Wasser völlig zu entspannen, die Augen zu schließen und etwas zu döseln…keine Chance! So wie du Angst vor belebten Gewässern hast…so sind für mich die regulierten Gewässer ain Horror…Staumauern, Brückenpfeiler, Hafen…möchte ich dort nicht ins Wasser…vor allem, wenn gewässer dann noch so eine unansehliche Farbe wie die Donau haben…

    • mit respekt hast du sicher recht und da stimme ich dir absolut zu. aber zwischen respekt und wirklichen panikattacken ist dennoch noch mal ein ziemlich großer unterschied. von diesen „regulierten“ gewässern will ich gar nicht erst reden. vor denen gruselt es mich auch ganz enorm…

  5. Toll, Paleica! Herzlichen Glückwunsch!
    Jaaaa, Ängste sind so eine Sache (im Übrigen gibt es da spannende Ideen, wo die Ängste herkommen. Falls Dich das interessiert, Du weißt ja, wo Du mich findest :-).
    Ich hatte kürzlich mit sehr krassen Ängsten zu tun, die etwas mit Bedrohung zu tun hatten. Wenn ich es schaffe, gehe ich in die Ängste rein und höre ihnen zu. In diesem Fall sind es nicht irrationale Ängste sondern zumindest potenzial rationale. Auf diese Art höre ich, was mein Inneres braucht und kann mir überlegen, wie ich das ‚besorgen‘ kann. Und dann ist es wichtig, zu tun. Nichts hilft so gut gegen die Angst, wie aktiv zu werden. Nur halt, idealerweise, in eine Richtung, die konstruktiv ist… 😉

  6. Liebe Paleica,

    da kannst du wirklich stolz auf dich sein, dass du der Angst getrotzt hast und dein Mut wurde belohnt.

    Auch ich habe Ängste, eine meiner Ängste ist die vor Vögeln. Sobald ich einen flatternden Vogel um mich herum höre und dabei sehe, ist es vorbei, ich gehe sofort weg. Panikattacken bekomme ich wenn ich bei Leuten bin, die gerade ihren Wellensittich fliegen lassen, da muss ich sofort raus. DIese Angst habe ich bis heute nicht überwunden und ich kann mir auch nicht vorstellen, wie ich das jemals hinbekomme…

    Umsomehr weiß ich deine Überwindung zu schätzen.

    Liebe Grüße, Bee

    • danke liebe bee! ich bin tatsächlich stolz und werde diesen urlaub deswegen auch garantiert nie vergessen.

      vögel? ohje, das stelle ich mir ja noch blöder vor, damit ist man ja doch recht häufig konfrontiert. kannst du dir erklären, woher diese angst kommt?

      • Ja, das kann ich. In meiner Kindheit gab es hier im Ort einen freifliegenden Papagei. Und als ich bei meiner Freundin im Garten spielte, hat sich dieser Papagei aus dem Nichts heraus auf meine Schulter gesetzt und hat mir mit dem Schnabel in die Schulter gehackt…..

        Das Geräusch der schlagenden Flügel ist das schlimmste und wenn sie dann auch noch nah an mir dran sind. Ohne Worte.

        • ok, na das ist natürlich eine sehr konkrete und hässliche erfahrung, da kann ich mir schon gut vorstellen, dass einem das dann angst macht 😦

  7. Ich kann Deine Angst vorm Wasser sehr gut nachvollziehen. Ich bin als kleines Kind auch ins Wasser gefallen und wäre beinnahe ertrunken. Danach habe ich lange Zeit Panik bekommen, wenn das Wasser über meine Augen ging. Das habe ich erst auflösen können, als ich auf die 30 zuging. Manche Ängste sitzen tief. Wenn wir uns nicht damit auseinder setzen, werden wir sie nie los. Hast Du echt toll gemacht! 😀
    LG Susanne

    • du sagst es. wie hast du es denn geschafft, damit fertig zu werden?

      • Als ich klein, war kapierte meine Familie nicht, warum ich Angst vor Wasser hatte. Damals nahm man die Sorgen der Kinder nicht so ernst wie heute. Darum wurde mir erst als erwachsener Mensch klar, das ich ein Problem hatte und woher es kam. Da begann ich mich in kleinen Schritten meiner Angst zu nähern. Das Prinizp der kleinen Schritte hat geholfen. Immer wieder der Angst stellen, überwinden, bis ich durch sie durch gehen konnte.

        • die strategie kenne ich auch und da hast du recht, das ist bestimmt die wirksamste. toll, dass du es geschafft hast. es gehört schon einiges dazu, so etwas langfristig wirklich zu überwinden (so weit bin ich noch lange nicht)

  8. Klasse! Beeindruckend wie Du Dich Deiner Angst gestellt hast!
    Ich bin auch kein Schwimmer der gerne ins Meer geht, mir graust vor dem was unter mir vielleicht rumschwimmt. Wir waren oft auf Sardinien und dort habe ich aber dann doch auch Schnorchel und Flossen angelegt und fand es wunderschön die Fische unter mir beobachten zu können. Das habe ich dann oft an der Küste gemacht.
    Probleme habe ich mit Höhenangst! Irgendwann ist schluss und ich kann nicht mehr weiter ;-( Vor Jaaaaahren wollten wie auf den Kölner Dom aber nach der Aussichtsplattform oben kam man nur noch über eine Treppe in einem Glashaus weiter, weiß nicht ob das heute noch so ist. Mit einer tollen Aussicht rundherum auf Köln. Und dort bin ich dann hängen geblieben! Das war mir zuviel Aussicht! Auch wenn um mich herum ganz viel Glas war. Ich war zum GLück mit meiner Schwester dort und wir sind es gemeinsam angegangen. Eine Stufe nach der anderen bis ich tatsächlich oben war. Gelernt habe ich daraus, bei dieser Art Treppen (findet sich bei fast allen Aussichtsplattformen) nie durch die Stufen nach unten sehen, auch nicht nach „draußen“ sehen sondern den Blick aufs Geländer oder den Innenlauf richten 🙂 Wenn ich dann oben bin gibt es meiste eine geschlossene Balustrade und ich halte mich im Innenkreis auf und kann die Aussicht genießen 🙂

    • danke liebe suzy! ich glaube, man muss für sowas auch irgendwo bereit sein. man kann sich nicht zwingen dazu, man muss es wollen.
      sardinien ist auch ein bisschen ein wunschziel von mir was das betrifft. dort gibt es glaube ich ähnlich schöne und einladende buchten.
      toll dass du einen weg mit der höhenangst gefunden hast. das problem hab ich zum glück gar nicht. außer ich vertraue den technischen geräten nicht O.o

  9. Sehr wahr! Das mit den irrationalen Ängsten ist halt so eine Sache… nur weil sie irrational sind, heißt das ja nicht, dass sie für einen selbst nicht umso realer und beklemmender sind…
    Es hat dich sicherlich sehr viel Mut und Überwindung gekostet wieder Freude am Wasser zu haben!
    Meinem Papa ging es übrigens ähnlich wie dir, allerdings ausgerechnet um die Zeit seines Schwimmkurses herum. Daher hatte er auch viele Jahre lang gar keine Freude am Wasser… das musste er dann mit meiner Schwester (einer echten Wasserratte) quasi zwangsweise überwinden! 😉

    Neben irrationalen Ängsten die man nicht so gut überwinden kann (gibt’s ja auch), hab ich ja vor allem nahezu Panik vor Spritzen…
    Aber nachdem ich jetzt so lange krank war, hat sich das auch gelegt. Ich werde sicherlich nicht vor Begeisterung ausflippen, aber immerhin geht das nun ohne akuten Ohnmachtsanfall…
    Damit konfrontiert werden, ist oftmals gar nicht die schlechteste Therapie.

    Dankeschön!
    Ich denke solche Orte hat jeder. Ich habe auch so ein paar, die ich immer wieder faszinierend finde und auch immer wieder hinfahre/hinwandere.

    Langsam wird es schon wieder. Zumindest PC sitzen klappt besser (lange hatte ich halt auch eine Hornhautentzündung und das sehen war nicht so einfach, das war nervig, da ging halt PC sitzen auch nur bedingt). Shootings traue ich mir einfach noch nicht zu. Da hängen einfach immer so viele Leute und Vorbereitung und Mühe dran, dass ich lieber aufschiebe als was zu versauen. Ich arbeite dran wieder fit zu werden, auch körperlich. Momentan keuche ich bei ner Treppe noch wie ne 80jährige…

    Da hast du sehr, sehr recht. Gesellschaftlich ist so was einfach schwierig. Aber ich frage mich manchmal, ob man sich selbst da nicht mehr unter Druck setzt, als es das eigene Umfeld tut… Weil man halt glaubt, dass alle so denken und kein Verständnis dafür haben…
    Letztlich sind wir jetzt endlich zur Ursache von all dem vorgedrungen und zumindest muss ich mir keine Vorwürfe machen irgendwelche Symptome etc. nicht erkannt zu haben. War einfach Pech was mir da passier ist.
    Aber auch wenn ich nicht weiß, was dir genau zu schaffen macht, kann ich dir nur empfehlen dein Gefühl für deinen Körper ernst zu nehmen. Ich wusste einfach die ganze Zeit, dass es nicht „nur“ Drüsenfieber und weiß was ich alles sein kann. Hätte ich die falschen Ärzte an der Hand gehabt, wäre nicht ernstgenommen geworden… Aber letztlich, obwohl wir uns ganz schön von einem zum anderen hangeln mussten, hatte ich mit meinem Gefühl immer recht.

    • ja, das stimmt. ich meinte irrational auch eher, es gibt keinen faktischen grund sich zu fürchten. gefühlt sind sie genauso real wie die anderen ängste auch, wenn nicht vielleicht manchmal sogar schlimmer. und ja, es hat mich viel überwindung gekostet. und ich bin sicher nicht so weit zu sagen, dass ich die angst besiegt hätte. das nächste mal wird es sicher wieder eine herausforderung. aber ich weiß, dass es besser werden kann wenn ich das will und das ist ein tolles gefühl.

      immerhin hat sich das etwas gebessert. das wäre ja fürchterlich, wenn das jedes mal so extrem ausarten würde. aber so ganz anbringen… ich glaube, die meisten menschen fühlen sich unwohl bei dem gedanken an spritzen, je nachdem was und wie sie sind…

      eine hornhautentzündung? wow, da hast du ja wirklich ordentlich ausgefasst 😦 wie hast du das denn alles geschafft???

      also ich muss sagen, ich behaupte, dass ich zu einem gutteil schon unterscheiden kann, wo die erwartungen irrational sind und wo sie mich wirklich treffen. und ich meine es ja doch eher im beruflichen umfeld, da sind erwartungen ja auch eine normale sache. klar – man muss einen job erfüllen und daran sind bestimmte erwartungen geknüpft, sonst würde man ja auch nicht dafür bezahlt werden.
      ich beschäftige mich ja viel mit den aussagen meines körpers, muss ich auch, es bleibt mir gar nichts anderes übrig. mal sehen, wo sich dafür lösungsansätze finden lassen…

  10. Wow das las sich richtig spannend, wie ein Thriller 😉 Nein ganz im Ernst, ich kann mir vorstellen wie sehr du dich überwinden hast müssen. Und das ist wirklich ein großartiger Erfolg! Du hast einer meiner größten Ängste soeben angesprochen: Der Zahnarzt! Obwohl ich eine Zeit lang jede Woche hin musste, und man glauben könnte ich hätte mich schon daran gewöhnt – aber nein, es ist jedes Mal aufs Neue ein K(r)ampf 😦 Ich hoffe du hast deinen Termin gut überstanden!

    • 😀 dankeschön. das versteh ich gut. manche ängste lassen sich auch mit hoher frequenz nicht wirklich überwinden. im moment hoffe ich, dass mit der spritze alles gut gegangen ist (bin ja da seit der weisheitszahn OP ein bisschen hysterisch) aber sonst ist es zumindest erstmal überstanden!

  11. Das ist definitiv etwas, auf das du sehr stolz sein kannst. Wie war das „Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern Dinge trotz der Angst zu tun“… oder so ähnlich 🙂
    Meiner größten Angst, der Versagensangst, stelle ich mich momentan fast täglich in meiner noch recht neuen Karriere als Designerin. Am besten geht es mir damit, wenn ich „nicht mehr zurück kann“ also z.B. wenn ein Projekt beschlossene Sache ist und ich da einfach durch muss, komme was wolle. So bau ich diese Angst nach und nach ab (wobei ich allerdings bezweifle, dass ich sie je gänzlich los werde, ich schätze das ist wie mit Lampenfieber – es wird weniger, geht aber nie vollkommen weg). Ich glaube grad bei solch „irrationalen“ Ängsten ist Übung ganz wichtig, sich dem immer wieder aussetzen, eben immer ein kleines Bisschen weiter ins Wasser gehen und manchmal, wenns passt, sogar tief einzutauchen 🙂

    • ja, das zitat kenne ich 🙂 und dem stimme ich zu. ich glaube auch, dass es niemanden gibt, der keine angst hat – und der grat zwischen mut und dummheit ist dann auch nochmal ein schmaler 😉

      das mit der versagensangst kenne ich auch sehr gut. auch deine strategie 🙂 ich denke, was bei dir gut ist, ist, wenn du projektbezogen arbeitest. dadurch hat der job sozusagen ein anfang und ein ende und wenn es abgeschlossen ist, kann es als erfolgreich verbucht werden. ich finde, sowas hilft auch ein bisschen. und klar, je öfter man sich damit konfrontiert, umso mehr gewöhnt man sich dran, baut mehr selbstvertrauen auf…
      für mich war zb telefonieren anfangs so ein horror. ich habe mich oft tagelang um einen anruf herumgedrückt. mittlerweile mache ich es zwar immer noch nicht gern, aber zumindest die schweißausbrüche und bauchschmerzen halten sich etwas in grenzen ^.^

      • Naja, es gibt ganz sicher hormonelle Ausreißer, die physisch dazu gar nicht in der Lage sind ^^ aber sonst hat denk ich jeder mal (oder auch mal öfter) Angst.
        Projektbezogen stimmt ganz sicher, voll durchschaut ^^ es hilft auch, wenn der Auftrag durch den Kunden gewissen Bedingungen unterworfen ist wenn ich vollkommen freie Hand hab artet das gern mal aus ^^.
        Telefonieren, da sprichst du was an *gg* ist auch bei mir schon ein Bisschen besser geworden und manchmal ist es einfach effizienter, Dinge am Telefon zu besprechen als ständig hin und her zu schreiben, aber zur Leidenschaft wird das sicher nicht werden.

        • das kann ich mir gut vorstellen. ist aber auch ganz logisch. gewisse richtlinien helfen einem schon, einen rahmen abzustecken. das ist zb das, was mir in meinem job oft fehlt und was mich dann manchmal so unter druck setzt.
          haha ich bin immer so froh, wenns anderen mit dem telefonieren auch so geht 😀

  12. Gratuliere ! Das hast du super hingekriegt ! Ich habe Höhenangst und bin immer extrem stolz auf mich, wenn ich zum Beispiel irgendwo tief hinunter schaue oder über eine nicht blickdichte Brücke gehe. Deswegen kann ich den großen energetischen und emotinalen Aufwand, den so eine Aktion braucht gut nachvollziehen. Ich bin übrigens auch Schütze und liiiiiiiiiebe Wasser in allen Variationen, sogar als Regen. Also am Sternzeichen kann´s nicht liegen :mrgreen:

    • dankeschön 🙂 nein, am sternzeichen liegt es natürlich nicht. aber irgendeine ausrede braucht man ja 😉
      toll, dass du auch gewisse methoden hast, um dich nicht von deiner höhenangst unterbuttern zu lassen!

  13. Hallo, schön, liebe Paleica, eine gute Woche soll es werden

  14. Wow, das sind ja mal ganz neue Eindrücke. Die Aufnahmen sind Dir ganz großartig gelungen…! Und ich gebe zu, so ganz ohne Angst bekommt man mich auch nicht ins offene Meer… Von daher: doppelter Respekt 😉

    • die aufnahmen hab leider nicht ich gemacht, ich war zu sehr mit atmen und ruhig bleiben beschäftigt als dass ich das hinbekommen hätte – die hat allesamt mein freund gemacht. aber ich darf sie zeigen und ich liebe sie zu sehr um sie auf der festplatte verstauben zu lassen, weil sie mir viel bedeuten…
      also im offenen meer war ich noch gar nicht. das war jetzt erstmal eine bucht. offenes meer ist nochmal ein gaaanz anderes kaliber…

  15. Finde ich gut, dass du dir genug Zeit gelassen hast aber auch bestimmt warst, deine Angst vor den Gefahren die im Wasser lauern zu überwinden 🙂 Bin da auch etwas ängstlich, das Meer kann schon sehr gruselig sein aber deine Bilder sind die Krönung deines Mutes!

    Ich hatte witzigerweise noch nie Angst vorm Zahnarzt aber ich denke mir, du musst einfach nur die richtige Ordination finden die auch gut auf dich und deine Angst eingeht 🙂

    • dankeschön für die lieben worte 🙂 was mit sicherheit gut war, war, dass ich wusste, dass es dort in der ecke nichts wirklich lebensbedrohendes gibt. wenn man in südafrika, im pazifik, in australien irgendwo mal eben ins meer springt gibt es da doch einige feindlichere potenzielle gegenspieler 😉

      also meine zahnärztin ist eine ganz eine liebe und kennt mich schon sehr lange. ich glaube, mir wurde diese angst einfach vererbt weil beide meine eltern da total nervös sind. und seit meiner horror-weisheitszahnOP ist das echt schlimm. davor gings eigentlich.

      • Ja das stimmt, in Asien bin ich dann auch eher der Schisshase weil ich mich mit der Flora und der Tierwelt nicht auskenne und es natürlich viel mehr gefährlichere Faktoren gibt.
        Ohje das ist doof aber ich kanns verstehen, meine Weißheitszähne waren bei der OP auch blöd und wollten nicht raus 😦 ich seh es positiv, bei mir sind alle draußen und ich muss das nicht nochmal machen 🙂

        • oh ja, das ist klar – und sehr sinnvoll, da auch vorsichtig zu sein!
          haha das stimmt natürlich. ich bin da jetzt einfach ein gebranntes kind, weil mir der eine auf der einen seite einen nerv zerstört hat und meine zunge auf der linken seite jetzt nicht mehr normal fühlt und mein zahn weiter vorn glaubt, dass er etwas hat und ich davon zahnschmerzen bekomme – das ist halt weniger lustig, vor allem weil man dagegen nichts tun kann.

  16. Ein sehr eindrucksvoller Beitrag, liebe Paleica.

    ich denke auch, es gibt Dinge, für die muss man sich einfach Zeit lassen. Und dieser Blick auf die Meereswelt ist atemberaubend 🙂

    Bei mir ist es eine Art Höhenangst. Seltsamerweise nicht überall. Hängt auch von der Tagesform ab. Am schlimmsten ist es, wenn ich oben auf einem Turm stehe und es ist windig; womöglich noch Böen, auf die ich nicht gefasst bin.
    Ich denk mir dann immer – neee, da musst du schon hinauf, lass dir Zeit, gewöhn dich an die Höhe und steig wieder ein Stückl weiter.

    Ob das konkrete Ursachen hat, weiß ich gar nicht. Ich kann mich nur an gelegentliche Alpträume erinnern, die ich als Kind hatte.
    Ich stehe da auf einem abschüssigen Balkon ohne Geländer und ein Sturm zerrt an mir und ich kann mich nirgends festhalten. Manchmal ist sogar meine Familie mit dabei und wir klammern uns aneinander.

    In Augenhöhe mit der Angst – manchmal klappt das aber nicht. Dann bleib ich am Fuß des Turms, schau nach oben und wink ihr zu, der Angst. Hallo Angst, sag ich dann, das nächste Mal krieg ich dich wieder 😉
    Ich könnte es ja auf mein Sternzeichen schieben – im Erdzeichen Geborene gehören nun mal nicht in die Luft 😀 für einen ganz oben herumkraxelnden Steinbock ist das allerdings doch etwas peinlich … hach ist das vertrackt 8)

    • danke dir liebe sabine!

      so alpträume können aber gut auch die ursache für sowas sein. dem liegt ja im normalfall dann eine angst zugrunde und man verbindet dann diese ereignisse. vielleicht würde es dir helfen, diese träume aufzulösen. aber sonst scheint deine strategie ja ganz gut zu klappen 🙂

      und ich finde, dass man auch nicht immer über sich hinauswachsen muss. es ist gut, sich seinen ängsten ab und an zu stellen um sie ein bisschen zu bezwingen, aber immer geht es einfach nicht.

  17. Tja also das ist mal wirklich ein wunder-wunder-wundervoller Beitrag und ein toller Einblick. Ich finde es ganz arg toll, dass du dieses Thema mit uns teilst und dann auch noch in einen großartigen Wortbeitrag verpackst. ❤

    Angst ist immer ein schweres Thema und sich ihr zu stellen ist noch viel schwerer. Und doch schafft es der Mensch dann und wann sich zu überwinden und sich der Angst zu stellen. Ich erinnere mich auch daran, dass ich irgendwann schon mal über Ängste geschrieben habe und wenn man sich mal damit befasst ist es doch immer wieder spannend.

    Meine schlimmste Angst (die eigentlich schon eher phobisch ist) sind Schlangen. Das kann ich überhaupt nicht aushalten.
    Ansonsten sind es viele Ängste die mit Zukunft, Leben oder Menschen zusammen hängen, doch mit diesen Ängsten ist meist eine Coexistenz ganz gut möglich, wenn man mit ihnen umzugehen weiß. Insgesamt glaube ich hat es sich gebessert, dass ich vor Neuem nicht mehr gleich zurückschrecke sondern es auch mal wage, etwas neues zu probieren oder jemand neues kennen zulernen und in mein Leben zu lassen.

    DANKE für diesen wirklich tollen Beitrag mit wirklich wunderbaren Unterwasser-Bildern. Hat mir sehr viel Freude bereitet (und hatte obendrein einen super Spannungsbogen) es zu lesen 🙂

    • dankeschön ❤ es ist manchmal tatsächlich schwer zu entscheiden, wie persönlich ein beitrag sein darf. deswegen ist der auch schon so lang fertig in den entwürfen, weil ich dann letztendlich doch immer unsicher war, ob ich das so direkt online stellen mag. umso mehr freut es mich natürlich, wenn die resonanz drauf gut ist.

      ich frage mich immer, was hinter solch konkreten phobien steckt. mir geht es ja ganz genauso mit spinnen. ich kann nicht einmal ein bild angreifen, auf dem eine spinne abgebildet ist oder achtbeinige tiere in meeresdokus anschauen oder unter eine plastikspinne durchgehen. das muss doch einen hintergrund haben, diese angst. nur welchen?

      ich finde auch, dass man zwischen ängsten und ängsten unterscheiden muss. es gibt die, die einen wirklich im leben beeinträchtigen – wie die angst vor etwas neuem – weil man damit immer konfrontiert ist. und dann ängste, denen man auch ein wenig aus dem weg gehen kann. an denen KANN man arbeiten, muss aber nicht 🙂

  18. Schön das du die Angst überwunden hast und durch ein Schweben in drei Dimensionen dafür belohnt wurdest. Das Foto mit den zwei Welten (über Wasser, unter Wasser) finde ich auch klasse.

  19. Ich bin schwer beeindruckt!!! Ich habe dermaßen Angst vor dem, was Du nun geschafft hast. Ich würde mich wohl noch nicht mal trauen, es zu versuchen… :-/

    • dann würde ich mal sagen, hat es keine wichtigkeit für dich und ist auch total ok 🙂 ich bin der meinung, dass man sich als mensch dieser angst nicht unbedingt stellen muss, immerhin ist das wasser nicht unser natürlicher lebensraum und man kann durchaus im trockenen leben. bei mir war der wunsch einfach sooo stark, es irgendwie zu versuchen, weil mich das leben unter wasser so wahnsinnig fasziniert.

  20. Liebe Paleica,
    wieder ein wunderschöner Beitrag von dir. ❤ Du kannst so stolz auf dich sein, dass du im Mittelmeer deine Angst überwinden konntest, dir den nötigen Raum gegeben hast und so das Unterwasserleben erkunden konntest. Step by step. :o)
    Das ist ja interessant, dass du auch eine Schützin bist – darf ich fragen, wann du Geburtstag hast? Ich hab am 02.12.
    Viele liebe Grüße und noch eine schöne Woche, Karina

    • danke liebe karina ❤
      ich bin ein "krampus" – ich hab am 5. dezember geburtstag. das ist ja lustig, dass du auch ein schütze bist 🙂

  21. Rosas Reisen

    So ein schöner Beitrag über den Mut, mit sich selbst zu kämpfen und zu gewinnen. Ich habe auch alle möglichen Ängste und die größte, seit ich denken kann, ist die vor der Zukunft. Ständig und immer mach ich mir Sorgen, ob alles klappt, ob ich gut genug bin, ob ich dies oder jenes erreichen werde und und und. Aber seit ein paar Monaten schaffe ich es, diese Angst abzuschütteln, im Hier und jetzt zu leben, mich nicht über „ungelegte Eier“ aufzuregen und einfach die schönen Momente zu genießen, Das klappt zwar nicht immer, aber ich merke, wie viel leichter mein Leben dadurch geworden ist. Also Kompliment und Daumen hoch, man sollte sich, wenn möglich, den eigenen Ängsten stellen! Dann wird das Leben noch viel schöner! 🙂
    Und man verpasst nicht solche tollen Sachen, wie mit Fischen zu schnorcheln! 😉

    • dankeschön ❤ die vor der zukunft, die kenne ich übrigens auch gut. ironischerweise ist die noch weit schwieriger zu bekämpfen, weil es ein geistiger bereich ist. es gibt nunmal keinen see "zukunft", in den man sich schwimmen zu gehen überwinden kann. da ist es noch viel gefinkelter, sich dem zu stellen.
      toll, dass du da einen schritt weitergekommen bist und es dir damit besser geht. mir hilft es immer ein bisschen, sich daran zu erinnern, dass man nur eins nach dem anderen machen kann.

  22. Hat Spaß gemacht zu lesen. Und solche Ängste hat wohl jede(r) irgendwie in irgendeinem Bereich.

    Das erinnert mich an früher: Bin auch mal tauchen gewesen – ist allerdings schon über 10 Jahre her und ich war damals 13. Das war in Kenia und wir sind direkt nach 30 Minuten Pool-Übungen ins Meer und bis auf 18 Meter runter. Dass das eigentlich nicht so sein sollte, ist mir erst später aufgefallen 😀

    Aber egal: War auf jeden Fall eines der schönsten Erlebnisse, die jemals hatte. An eine Moräne und eine Meeresschildkröte erinnere ich mich noch so glasklar, als wärs gestern gewesen. Und überhaupt ans Riff. Seeigel hatten wir auch einige, hab mich extrem erschrocken, als ich festgestellt hab, dass ich mitten drinnen stehe… Hätte nru nicht gedacht, wie anstrengend es ist. Nachdem ich wirder zuhasue war, bin ich innerhalb von 5 Minuten eingepennt 😀

    So, hab genug gelabert: Schreib gerne mehr Text-Beiträge 🙂

    • wahnsinn, das ist ja ein erlebnis. toll, dass du es geschafft hast und gut, dass du erst im nachhinein erfahren hast, dass das so sonst nicht üblich ist 🙂
      ich kann mir vorstellen, dass das unglaublich beeindruckend ist und ja, anstrengend. ich war nach den stunden im wasser (die zeit vergeht da ja rasend schnell) auch ziemlich erschöpft.

      oh keine sorge, in meinem kopf arbeitet es gerade ganz schön. der nächste beitrag entsteht gerade 😉

  23. Also ich würde auch sagen, dass es nicht am Sternzeichen liegen kann. Ich bin als Löwe ja auch ein Feuerzeichen und die totale Wasserratte, wie Du sicher weißt. Allerdings bin ich auch quasi in bzw. am Meer, Fluß und Baggersee großgeworden. Letzterer wäre vermutlich der totale Horrow für Dich, braunes Wasser, bis zu 17 m tief, sehr schnell steil abfallendes Ufer, man sieht nur ganz vorne ein bißchen Grund. Aber ich muss von meinen Eltern nur einmal über die Wiese laufen 🙂

    So wirklich Angst bzw. Panik vor etwas habe ich eigentlich garnicht, allerdings fand ich früher telefonieren mit Fremden immer ziemlich schlimm, das ist aber schon etwas besser geworden. Und ich bin halt mit der Zeit etwas menschenscheuer geworden als früher. Irgendwas hat halt jeder. Und Du bist natürlich jederzeit an die Ostsee eingeladen, falls Du an Deiner Wasserangst noch ein bißchen arbeiten willst. Da gibt es auch kaum Fische und nur ab und zu mal Algen und Quallen. Es gibt auch einen Strand hier, da kann wirklich extrem weit reinlaufen, weil das Wasser total flach ist, da stehste dann quasi mitten im Meer 🙂

    • natürlich liegt es nicht am sternzeichen – aber irgendeine ausrede habe ich ja gebraucht 😉
      oh my, wenn ich mir das vorstelle, gruselig! nein, der baggersee wäre garantiert nichts für mich. da gruselt mich nur die vorstellung daran!!

      danke übrigens für die liebe einladung. ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich das gern mal annehmen werde, es gibt da in deiner gegend doch einiges, das zu sehen sich lohnt. wer weiß – nachdem ich ja dem schifffahren nicht abgeneigt bin und einige routen ja auch nicht weit weg von deiner heimat loslegen lässt sich eventuell sowas mal verbinden. auf jeden fall wäre das sehr schön!
      wobei ich ja sagen muss, fische finde ich super, mit algen und quallen habe ich weit mehr probleme 😉 mitten im meer stehen wollte ich aber immer schonmal 😀

      • Ich würde ja auch so gerne mal ne Kreuzfahrt machen, hab auch gerade mal wieder ein bisscheb geschaut, aber bei Einzelbelegung wird es immer so teuer. Das ist es mir dann auch nicht wert. Momentan verfolge ich ja wieder die Idee, ganz zurück in die Heimat zu gehen und falls es mit der Wohnungssuche klappt, werde ich es wohl wagen. Und selbst wenn nicht, werde ich dieses und nächstes Jahr auf jeden Fall öfter ans Meer fahren 🙂

        • ja, das stimmt. einzelbelegung ist gleich mal mind. die hälfte teurer als zu zweit 😦 ich bin schon gespannt, wo es dich letztlich hin verschlägt. Ich beneide dich ja schon ein wenig drum, dass Heimat bei dir am Meer ist 🙂

  24. Ein toller Triumf! (Und ich liebe Unterwasserfotografien!)
    Meine größte Angst ist die Flugangst. Eine blöde Konstellation, wenn man im Herzen eine Weltenbummlerin ist 😉 Ich habe mal ein Praktikum gemacht, von dem ich wusste, dass ich dafür viel fliegen müsste. Ich dachte so meine Flugangst überwinden zu können….was absolut nach hinten losging. Jetzt habe ich noch mehr Angst vorm Fliegen ^^

    • oh ja, ich auch. unterwasserfotos sind für mich schon ganz weit oben.
      ohje ohje, flugangst stelle ich mir auch ziemlich doof vor. ich hab allerdings im moment auch ziemlich panik vorm wieder fliegen, allerdings wegen meinem trommelfellriss im jänner. ich bin auch gespannt, wie sich das entwickeln wird…

  25. Hey 🙂 Nach langer Pause melde ich mich nun auch wieder! 🙂
    So, ich muss jetzt erst mal fragen, welche Kamera dein Herzjunge genutzt hat und woher du dieses tolle Unterwassergehäuse bekommen hast (Schwiegervater ist ja Segler und das wäre DAS Geburtstagsgeschenk schlechthin!) 😀
    Ich finde es sehr mutig, dass du dich deiner Angst gestellt hast – und sie überwunden hast! Richtig, richtig gut!! 🙂
    Hoffe, der Zahnarzt war gnädig mit dir!

    • schön dich wieder zu lesen 🙂 ich hoffe bald darüber zu erfahren wie der umzug zurück gelaufen ist und wie es dir geht 🙂
      also er hat die canon g1x (ich glaube das ist die korrekte modellbezeichnung) und dazu das unterwassergehäuse von canon. war allerdings ziemlich teuer – 400€ hab ich damals gezahlt. grundsätzlich habe ich ein tolles kamerafachgeschäft bei mir in der nähe wo ich alle meine sachen kaufe und die bestellen mir auch die dinge, die sie nicht lagernd haben!

      danke 🙂 ich bin auch nach wie vor stolz auf mich und hoffe, das beizeiten mal wieder probieren zu können.
      zahnarzt war zwar doof, aber zum glück hab ich es überstanden 🙂

  26. Oh ja…mir geht es genau so.
    Von diesen Ängsten kann ich „ein Lied singen“ ( wie man so schön sagt)..
    Ich gehe seeeeehr ungern in „lebendes“ Wasser und muss unbedingt, auf jeden Fall, partout, grundsätzlich noch stehen können.
    Ich erinnere mich daran, dass mich im einmal Golf von Mexico permanent kleine Fische „anschwammen“ und gleichzeitig (!) Pelikane im Tiefflug über meinen Kopf flogen. Der totale Horror für mich!!!.
    Also, ich wähle lieber den Pool. Da muss ich dann auch nicht unbedingt noch stehen können.
    Liebe Grüße von Rosie

    • oh wie schön endlich jemanden gefunden zu haben, der da ähnlich empfindet wie ich! normal versteht das absolut niemand! allerdings bin ich tatsächlich dabei, diese angst ein wenig zu überwinden. das meer hat mich schon immer magisch angezogen und die desensibilisierung vom vorjahr hat auch heuer ganz gut gehalten. was ich jedoch festgestellt habe: badeschuhe sind das a und o. ich hasse es, wenn ich nicht unter kontrolle hab, wo ich drauflatschen könnte.

      • Oh ja….das mache ich auch so. Vor einigen Jahren bin ich einmal in Griechenland im Meer auf eine Seegurke (!!) getreten. Es war nicht weit weg vom Strand und ich konnte im Wasser noch stehen. Es war ganz fürchterlich und ich bin schreiend aus dem Wasser gerannt. Mein damaliger Freund kam dann mit der Seegurke in der Hand hinter mir her und fand das witzig.

        • waaaah OMG! wie gruselig. also ehrlich, wenn er das witzig fand dann bin ich sicher, es ist besser, dass er nun der DAMALIGE freund ist. sowas macht man echt nicht 😦
          mein exfreund musste mich in kos mal heulend aus dem meer tragen. da war ein relativ breiter seegrasteppich und ich wollte erst ohnehin nicht rein, obwohl es dahinter wirklich schön war. er hat mich dann überredet, aber beim rausgehen fanden wir die stelle nicht mehr, wo man ohne das zeug raus konnte. ich stand 20 minuten da und konnte mich nicht überwinden da durch zugehen.

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