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[Wort] Beat oder der Herzschlag eines Bildes

Matthias von Beatnix schenkte mir zu meinem Projekt „Nur ein Wort“ das wundervolle Wort „Beat“. Erst wusste ich wieder mal nicht so recht was damit anzufangen, bis ich den Beitrag über das „Meer der Wiener“ schrieb und auf einmal zu den Bildern Paul Kalkbrenners „Sky and Sand“ im Kopf hatte. Da hatte ich wieder einen dieser großen „Aha-Momente“. Das Wort „Beat“ hat für mich eine ganz spezielles Bedeutung. Es kommt mir etwas in den Sinn, das ich weniger höre als ich es spüre, irgendwo in der Magengegend. Und es ist tatsächlich etwas, das ich mit Bildern in Verbindung bringe. Denn Orte, die haben für mich ganz eigene Beats (vielleicht höre ich deswegen nie Musik beim Fotografieren, lieber Markus 🙂 ). Der Beat eines Bildes, der Beat eines Ortes, das ist der Herzschlag. Städte  und Landschaften, selbst kleine Motive, können einen ganz eigenen Beat haben. Es sind diese Momente, in denen man stehenbleibt und innehält, hinhört, hinspürt und den Beat des Ortes, seinen Herzschlag, in sich aufnimmt – und ihn ein klein wenig Teil von einem selbst werden lässt.

Die Beats sind mal schnell, mal langsam, mal leise, mal laut, sie tropfen, scheppern, fließen, rauschen, sie rattern, knattern und quietschen, sie sind dumpf, hell oder klar, voller Stimmen von Menschen, von Tieren, von Verkehr, vom Flüstern des Windes und vom Rauschen des Wasser, vom Surren der Hitze, vom Klirren der Kälte, sie sind ein Grollen in der Ferne oder ganz, ganz nah.

Es folgt nun eine ellenslange Galerie an Bildern von Orten, an denen ich deren Herzschlag spüren durfte. Orte, die dadurch zu „meinen“ Orten geworden sind. Beats, die ich versucht habe, in Bilder zu bannen. Begebt euch mit mir auf eine kleine Reise in die jüngere Vergangenheit und seht, hört, fühlt, ob ihr diese Beats auch spüren könnt!


 

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Die Treppe hinter der Albertina

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Endless Lanes

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This is me!

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Die abwechslungsreiche Skyline von San Francisco

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Vernall Fall abwärts***

Das Worte-Fieber hat mich wieder gepackt. Ein paar liegen ja noch brach in den Entwürfen, die meisten sind jedoch schon abgearbeitet. Wer mir noch ein Wort schenken möchte, der tut dies bitte über diese Seite

41 comments on “[Wort] Beat oder der Herzschlag eines Bildes

  1. das Walfoto mit den vögeln ist geandios! (Die anderen auch. Aber das spür ich besonders!) danke für die Reise 😉 lgk

  2. Hi,
    sehr schöne Bilder, aber die absolute Nr. 1 ist für mich das Bild mit dem Meer und der Steinbank und Geländer. Irre!!!

    Gruß
    Oli

  3. So viele wunderbare sehr persönliche Herzschläge von Dir. Bei einigen habe auch ich einen Beat verspürt.
    Liebe Grüße. 🙂

  4. Die Route 66 darf hier natürlich nicht fehlen.

    Auch wenn Kerouac sich «On The Road» für eine andere Route entschied.

    • nein, den herzschlag der route 66 haben sicher schon viele menschen gespürt – andernfalls wäre sie garantiert nicht so populär geworden!

  5. Wow, Wow, Wow, das sind so tolle Bilder. und ich weiß ganz genau was Du mit „Beat“ meinst. Du hast in den paar Zeilen gefühlt alles beschrieben worum es geht. Und ja ich weiß, Du bist nicht so der Fan von der Vermischung der beiden tollsten Kunstformen 😉 (Danke für den netten Verweis an mich)… Aber ich glaube grundsätzlich denken wir da ähnlich…
    Einen Favoriten gibt es nicht. Ich finde jedes einzelne toll. Jedes in seinem Rhytmus zu seinem Beat…

  6. Auch für mich werden die Beats in den Bildern sichtbar – und das finde ich sehr gelungen. Die Compilation (so heißt das doch? ich bin in der Musik kein Freund davon…) ist auch insgesamt ein Augenschmaus.

    • danke – das freut mich sehr und es ist ein schönes kompliment! ja, so heißt das 🙂 in der musik kann es manchmal toll sein, manchmal fürchterlich. bei bildern hab ichs meistens gern ^.^ schön, dass es dir gefällt!

  7. Gerade das Meer und die Klippen gefallen mir sehr. Da passen Wort und Gefühl beim Anschauen der Fotos am besten zusammen (für mich).
    Wobei: für Fotos aus Amerika gilt das eigentlich auch immer. Bin ja ebenfalls ein großer Fan und habe einige tolle Erinnerungen, die ich mit vielen Orten dort verbinde.

    Dankeschön für deine lieben Worte!
    Ja, da hatten wir echt noch Glück mit dem Wetter und dem Timing. Muss man auch mal haben. In Deutschland hat man ja häufiger eher Pech mit dem Wetter. 😉

    Ich habe es da ja vergleichsweise einfach. Berge vor der Türe…

    Das mit dem Unterbewusstsein ist beim längeren Kranksein eben so eine Sache, die man auch nur bedingt in der Hand hat. Ich habe mich mit solchen Dingen in den letzten beiden Monaten wirklich viel auseinander gesetzt. Ich habe sicherlich noch einen Weg vor mir was das angeht, aber ich sehe das so: umso mehr gute Tage zwischen den schlechten Tagen liegen, umso besser ist es. Und nach und nach werden die Abstände immer länger. Schritt für Schritt.

    EyeEm hat auch ein seltsames Aussehen, im Vergleich zu Instagram, finde ich. Das Dunkle ist sehr ungewohnt. Auch die haben einiges an ihren Algorithmen gemacht und daher bin ich auch nicht mehr so ein großer Fan wie früher. Aber immerhin wird man da von Werbung und bezahlten Postings nicht so überrannt wie bei Instagram. Tatsächlich habe ich die dort noch nie gesehen… das ist schon ein großes Plus im Vergleich zu Instagram. Da sieht man ja gerade eh überall nur Coachella und bezahlte Outfits… Und nirgends was zur Musik…

    • ich glaube, wenn menschen die orte kennen, dann können bilder nochmal ganz andere „beats“ auslösen – nämlich die, die sie selbst an diesem ort gespürt haben! mit meer und klippen geht es mir zumindest sehr oft so!

      man hat es erstmal gar nicht in der hand. es dauert im grunde ewig, bis man ein kleines bisschen zugriff hat, es ist unheimlich anstrengend und irre viel arbeit. aber was nützt es, wenn das eigene system mechanismen entwickelt hat, die einem selber schaden? ich denke mir oft – ich hab recht viel vorwissen auf diesem gebiet und selbst für mich ist es ein irre schwerer prozess, den ich am liebsten schon mehrmals abgebrochen hätte. wie muss es da erst menschen gehen, die überhaupt einmal zur thematik einen zugang finden müssen…
      aber du hast recht. wenn die guten momente erstmal länger werden, wenn sie zu guten tagen werden und man sieht, dass die tendenz stimmt, dann geht das schon. bei mir ist es eigentlich damals mit dem rückfall erst richtig schlimm geworden. wie verkraftet man, dass man wieder von vorne anfangen muss? zumal man nicht versteht, warum es so ist.

      ja ich weiß nicht. noch hat mich eyeem dennoch nicht überzeugt, vermutlich auch, weil instagram noch zu gut funktioniert für mich und ich grade nicht die zeit, lust und nerven hab, wieder eine neue präsenz aufzubauen. mal sehen, wohin es sich noch entwickeln wird.

  8. Als fleißige Leserin deines blogs kenne ich viele dieser gelungenen Bilder schon. Ich verstehe, was du meinst, ich nenne es nicht beat sondern direkte Wahrnehmung und kann das bei vielen dieser Bilder nachvollziehen. Eine Definition von direkter Wahrnehmung ist „wenn nichts zwischen dir und dem Wahrgenommenen ist“. Das klingt ein bissl kompliziert, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wir das gleiche meinen.
    Das Walbild, die beiden Stiegen, die Bank am Meer, die verschneite Schönbrunn-Allee, bei diesen Bildern sehe ich es besonders.

    • liebe myriade, es freut mich, dass du einige der bilder wiedererkannt hast, das sagt mir, dass sie in der welt des informationoverload dennoch eine kleine spur hinterlassen haben ❤ es klingt auf jeden fall schön und interessant und ja, vermutlich meinen wir das gleiche!

  9. immer wieder schön, bei dir vorbei zu schauen, liebe Paleica, eine gute Woche wünsche ich dir

  10. Da sind mal wieder ein paar sehr stimmungsvolle und sehr schöne Photos dabei. 😉 Die Bilder mit Wasser gefallen mir da am besten. 🙂

  11. Bei vielen Bildern habe ich lange verweilt – am längsten jedoch bei der nach unten führenden Treppe, wo der Putz abblättert, die Farben aber dennoch leuchten ❤ das war irgendwie meins! Danke 🙂

    • danke liebe suzy, das freut mich sehr! das treppenfoto mag ich deswegen so, weil es mein erstes dieser art ist und ich lange gewartet habe, einmal einen geeigneten spot dafür zu finden ❤

  12. Ohja ich kann ihn spüren! Ich liebe solche „fotolastigen“ Beiträge! Jedes Bild versprüht einen eigenen „Sound“ – manche beruhigend und manche sind anregend – so würde ich es interpretieren 🙂 Ah ich kanns kaum erwarten, endlich wieder auf Reisen zu sein um den Puls neuer Orte zu spüren…

    • es freut mich sehr, wenn der sound auf den bildern drüberkommt und du auch was spüren kannst!
      das glaub ich dir! das ist einfach immer wieder so ein tolles gefühl!

  13. Vielen Dank für die tolle Zusammenstellung der Bilder, die allesamt einzeln ihrem eigenen „Rhythmus“ folgen. Auch wenn es schwerfällt, eine Auswahl zu treffen, gefallen mir die sw-Aufnahme der Treppe sowie die offen stehende Türe am besten. Beat und Rhythmus sind quasi „Privatsache“ im Sinne davon, dass jeder seinen eigenen Beat in Sicht trägt, der zudem situativ in den jeweiligen Situationen variieren kann. Danke für das spannende Thema!

    LG Heike

    • danke liebe heike, fürs betrachten aller bilder 🙂 du hast sicher recht, dass der rhythmus, der beat, der sound etwas zutiefst individuelles ist. bestimmt hören/fühlen wir alle etwas anderes dabei!

  14. schönen Dienstag für dich

  15. Sehr tolle Eindrücke. Beat’e mehr davon! 🙂

  16. Ich mag die Vielfalt in Deinen Bildern. Sie erzählen so viel. Und irgendwie scheinen sie Beiwerk zu Deinen Zeilen, sind aber jedes für sich kleine Meisterwerke und so stimmungsvoll.Und: Ich finde mich in vielen Deiner Worte wieder, nicht nur in diesem Artikel. Das ist irgendwie verrückt. man selbst hat manchmal nicht die richtigen Worte im Kopf, um ein Gefühl oder eine Situation für sich zu beschreiben. Du hast sie und auf einmal kann ich das eine oder andere für mich besser einordnen.

    • vielen dank meine liebe, das sind wundervolle worte, die du mir hier schenkst, das bedeutet mir wirklich viel! ich glaube, ich habe in den letzten eineinhalb jahren endlich meine sprache wiedergefunden, nach einigen jahren des schweigens und in der komposition von text und bildern, die sich miteinander ergänzen und manchmal vielleicht ein klein wenig beflügeln. es sprudelt gerade alles so, es gibt sovieles, das es zu sagen, zu schreiben, zu zeigen gibt.
      ich kenne das aber. gedanken, die man nicht fassen kann, weil sie flüchtig sind und mehr ein gefühl als ein gedanke und manchmal braucht man anstoß von außen, der sie formt und greifbar macht.

  17. Mega schöne Auswahl an fantastischen Bildern 🙂
    Wirklich richtig-richtig-richtig toll. ❤

  18. Ja stimmt, ein Beat ist für mich auch mehr ein Gefühl als ein Geräusch. Man sagt ja auch: Spürst du den Beat? Oder Beweg dich im Ryhtmus
    und nicht: Hörst du den Beat? 😀

  19. Beim ersten Bild dachte ich: kerr, das ist aber ganz schön aktuell! Aus Kärnten erreichen mich im Moment immer Schneefotos, aber der Beitrag ist ja schon älter als dieses Tiefdruckgebiet über unseren Köpfen.
    Ein wunderhübscher Zusammenschnitt allemal! Hast du davon Bilder entwickeln lassen? Die sind wirklich einmalig!!!

    • hehe 🙂 nein, das bild ist von dem einzigen tag, an dem wir heuer in wien schnee hatten 🙂 das war wunderschön aber ich bin ganz froh, dass uns das kärntner chaos erspart geblieben ist, mein papa war mit sommerreifen mittendrin :/
      nein, keines davon entwickelt. eigentlich traurig. ich hätte gern mehr davon in der hand, aber es ist so unüberschaubar geworden und die zeit, sowas zu organisieren, fehlt einfach 😦

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