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Die Tiefen und Untiefen des Unbewussten

Das Unbewusste. Ein Mysterium der Menschheit. Ein undefinierbarer Ort in jedem von uns, dessen Existenz wohl schon seit Jahrhunderten vermutet und heute zumindest nicht mehr vielerorts in der aufgeklärten Welt angezweifelt wird. Man findet Auseinandersetzungen damit in fast allen Epochen und Zeiten der Menschheitsgeschichte, auf die eine oder andere Weise.

Gewissermaßen dient es wohl dazu, unser Leben erträglich zu machen. Es hilft uns, mit Schmerz und Problemen umzugehen. Die meisten Strukturen und Mechanismen entwickeln sich in der Kindheit und prägen uns ein Leben lang. Die Beschäftigung damit ist schwierig, da es in vielen Belangen keine fundierten und messbaren Methoden gibt, keine validen Tools und keine Geräte, die es sichtbar machen können wie Knochen, Muskeln, Sehnen, Blutbilder und Gehirnströme im Inneren des Körpers. Es gehört wohl zu den wenigen Dingen, die man nicht greifbar machen kann und deren Existenz dennoch weitgehend akzeptiert wird. Ein Wunderding, also. Ein Wunderding, das uns kurzfristig immer hilft, zu überleben und langfristig dennoch viele Probleme machen kann. Ein Berg, der uns die Sicht versperrt und manchmal sogar den Weg abschneidet.

Die Wurzeln in der Kindheit

Dass diese Probleme meist in der Kindheit beginnen, ist nicht meine Theorie, das haben schon einige vor mir vermutet und ich stütze mich auf deren Lehren. Was hier geschrieben wird ist jedoch nicht alles auf medizinischer Ebene als erwiesen zu betrachten sondern auch ein bisschen Glaubenssache. Denn ich glaube an das Unbewusste und an seine Macht. Ich bin überzeugt davon, dass dort alles abgespeichert ist, was wir erlebt haben. Dass es geclustert wird und dadurch den Großteil unseres Verhaltens steuert. Ich glaube daran, dass unser Unbewusstes unser Motor ist und dass das Ich ohne die Auseinandersetzung damit nur der Beifahrer im eigenen Leben ist. Ich gebe mich aber nicht der Illusion hin, dass das Unbewusste ganz und gar ins Bewusstsein rücken kann, das kann es nicht und das wäre auch gar nicht sinnvoll. Dennoch halte ich es für überaus wichtig, sich damit auseinanderzusetzen um sich selber besser kennenzulernen und aus vielleicht destruktiven Mustern, die uns in früheren Zeiten geholfen haben, einen Weg heraus zu finden. Wir alle haben solche Muster weil alle unsere Familien ihre Muster haben und weil wir frisch auf diesem Planeten nichts anderes tun können als von anderen zu lernen und anderer Menschen Verhalten nachzuahmen. Dies ist kein Vorwurf, aber eine Tatsache. Und es ist unsere Entscheidung, ob wir mit den Mustern unserer Familien leben oder ob wir sie vielleicht hinter uns lassen wollen.

Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus

Das Gemeine an der Sache mit dem Unbewussten ist ja vor allem das: es will uns glauben machen, dass es gar nicht existiert und im Grunde kaum eine Rolle spielt. Es schickt immer das Ich vor und wir denken, dass wir unsere Wege im vollen Bewusstsein gehen, während im Hintergrund soviele Entscheidungsprozesse ablaufen, von denen wir gar nichts mitbekommen. Das ist einerseits notwendig, um lebensfähig zu sein, andererseits bietet es jedoch die Möglichkeit, zu verschleiern und zu vertuschen, dass es auch bei vielen vermeintlich bewussten Entscheidungen Regie führt.

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass das Unbewusste bei jedem einzelnen individuell ausgeprägt ist. Es gibt kein Patentrezept und keine klaren Parameter, was beim einen gut ist kann beim anderen schlecht sein, was einen pusht, kann den anderen behindern, was einer stärken soll, sollte der andere versuchen zu vermeiden. Der Weg ins eigene Unbewusste ist damit immer ein individueller, ein persönlicher und meist auch ein steiniger, der mit Schmerz und Traurigkeit verbunden sein kann – weil man Verdrängtes an die Oberfläche holen muss. Und nun gelange ich an den Punkt, für den ich soweit ausholen musste. Denn das ist mein ganz persönlicher Punkt. Wie schon weiter oben angeführt, das Unbewusste agiert bei jedem Menschen unterschiedlich und setzt verschiedene Maßnahmen, um zum Ziel zu kommen. Darum geht es vermutlich vielen Leuten so, dass sie nicht viel davon mitbekommen und gar nicht merken, dass es diese „Fremdsteuerung“ gibt. Aus diesem Grund ist es wichtig, manchmal innezuhalten, sich anzuschauen, wo man steht, wohin man unterwegs ist und sich zu fragen: will ich das wirklich?

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Doch welchen Weg kann man überhaupt erst einmal anfangen zu gehen, um sich den eigenen unbewussten Mechanismen anzunähern?

Der in meinen Augen allumfassendste und wichtigste Schritt ist: sich aktiv beobachten. Denn das Unbewusste offenbart sich einem wenn man genau hinschaut. Seine eigenen Reaktionen anschauen, Ängste und Zwänge hinterfragen, Entscheidungen betrachten. Entscheidungsketten nachgehen: was war alles notwendig, um zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort zu landen? Wie oft habe ich mich an einer Abzweigung entschieden? Zufälle sind selten Zufälle.

Die landläufig immer wieder erwähnten „Freud’schen Fehlleistungen“ sind dann die Momente, in denen das Unbewusste sich am deutlichsten zeigt. Schlüssel werden vergessen, vor einem wichtigen Vortrag bekommt man auf einmal eine heisere Stimme, man verspricht sich, verschreibt sich – Momente, in denen die Schutzhülle einen Riss bekommt und man hineinschauen kann. Der perfekte Moment um „warum“ zu fragen.

Der „Königsweg“, wie Sigmund Freud es einst bezeichnete, ist der Weg über die Träume. Träume sind niemals unbedeutend. Träume können niemals mit Sicherheit universell gedeutet werden. Im Traum arbeitet das Unbewusste, es verarbeitet und es lässt uns manchmal zuschauen. Im Traum kann und will das Unbewusste seine Mechanismen nicht verhüllen. Es ist der Moment, in dem wir wieder ein Stück verstehen können wenn wir wollen.

Das Aha-Erlebnis als Indikator

Irgendwann geht die Beobachtung dieser Dinge in Fleisch und Blut über. Man bemerkt kaum noch, dass man es bemerkt. Und dann folgen auch meist Aha-Erlebnisse auf dem Fuß. Ich habe selbst schon sehr oft die Erfahrung gemacht, dass das Gefühl eine gute Kompassnadel ist im Erkennen der eigenen Wahrheit. Manche Theorien mögen noch so schlüssig und logisch sein, dennoch fühlen sie sich falsch an. Und dann gibt es Dinge, die für Außenstehende wie an den Haaren herbeigezogen wirken, aber innen drinnen macht es klick. Es ist ein Moment des wiedererkennens. Man weiß, dass es stimmt. Als würde sich nach dem Erreichen einer Kuppe ein weites Tal auftun und den Blick freigeben.

Hier bewege ich mich natürlich wieder sehr stark im Glaubensmilieu und natürlich kann man sich hier auch selbst ein Ei legen – denn man will sich auch gelegentlich selbst daran hindern, das Unbewusste zu entschlüsseln, weil man damit die Wirksamkeit der Mechanismen zum Teil aushebelt und das bedeutet Gefahr. Darum sollte man diesen Weg auch nicht unbedingt alleine gehen und sich zumindest abschnittsweise Rat und Unterstützung holen. Es gibt auch die Momente des Erkennens, die schwierig zu verkraften sind und hier kann es sehr sehr wichtig sein, damit nicht alleine zu sein. Denn auf die Erkenntnis folgt die Lösung nicht zwangsläufig auf dem Fuß – die steht in einem anderen Buch geschrieben und es passiert nicht selten, dass man fast daran verzweifelt, zu verstehen aber nicht damit weiter zu wissen.

Für viele mag dieser Text jetzt große Fragezeichen und Kopfschütteln hinterlassen. Was soll denn das alles? Vielleicht habe ich die Hoffnung, den einen oder andere zu motivieren, den Mut aufzubringen und hinzuschauen. Denn ich gehe diesen Weg bis zu einem gewissen Grad schon lange und aufgrund meiner Rückenprobleme ist die Beschäftigung mit solchen Themen für mich zu einem großen Punkt auf der Agenda meines Lebens geworden. Ich hatte viele solcher oben angesprochener Aha-Erlebnisse. Ich hatte welche der erleichternden Art und welche der schmerzhaften Art, ich habe Antworten gefunden und noch mehr Fragen aufgeworfen. Ich glaube, langsam verstanden zu haben wie ich ticke und warum, zumindest in einigen elementaren Punkten die mich früher schon beschäftigt haben. Gerade in den letzten Wochen sind wieder zwei ganz große Puzzlesteine dazugekommen, von denen ich hoffe, dass sie sich bald in meiner Gesamtkonstitution bemerkbar machen (ich hab hier und hier und hier darüber erzählt). Ich glaube, an den Punkt des Verstehens zu kommen – aber ich weiß, dass es bis zum Punkt des Lösens noch ein weiter weg ist. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es der richtige Weg ist. Der Weg, den ich gehen muss, weil ich so bin und so sein will. Weil ich zwischen den Zeilen lesen will um dann am Ende sagen zu können:

Und eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein. Und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

71 comments on “Die Tiefen und Untiefen des Unbewussten

  1. Die Bergbilder sind gigantisch. So viele traumhafte Ausblicke. Ich will da überall sofort hin! 😉
    Liebe Grüße.

    • das ist der bindelweg in südtirol 🙂 sehr empfehlenswert, außer, wenn einen mitten am berg das gewitter überrascht und man nicht ausgerüstet ist für schlechtes wetter ^.^

  2. Ich stimme zu 🙂

  3. Sehr sehr spannende Themen. Wieviel erarbeitet man sich heraus, an welchen Stellen trickst das Unterbewusstsein immer wieder rein, weil es nicht zeigen möchte, was es bewahrt, welche Muster greifen wann und WIE kann man sie erkennen und dann vor allem: verändern? Wie kommen sie zustande und wer ist eigentlich mein Leitfaden??
    Ich lerne gerade, der Körper ist ein verläßlicher Kompass. WIE viel erzählt der mir, wenn ich lerne, hin zu hören und den Kopf mal ins Abseits zu schieben? Sehr spannend. Aber auch der Körper reagiert ja möglicherweise in Mustern???
    Hach, das wäre ein Thema für ein Wiener Kaffeehaus und lange Nachmittage 😉
    Und die Bergbilder sind sehr passend gewählt und außerdem wunderschön!! Besonders mag ich das erste, den Blick über die Wolken!! 😉

    • das wie kann man sie verändern ist bei mir grade die ganz große frage. dass der körper ein verlässlicher kompass ist, sehe ich auch immer wieder. wenn man nicht auf ihn hört, fordert er seinen tribut.
      so ein wiener kaffeehaus nachmittag mit philosophieren über das unbewusste wäre wohl ganz im geiste dieser stadt 🙂 dankeschön. es hatte sich mal wieder ergeben, dass ich diese bilder zusammen zeigen wollte und sie mir irgendwie metaphorisch zum unbewussten passten und schwupps, ist der text entstanden 🙂

      • Sehr gut. 😉
        Tja, wie sich diese Muster verändern lassen, daran knacke ich auch noch. Aber ich glaube, das braucht einfach sehr viel Zeit, Übung und Ideen zu Alternativen. Viele Dinge haben wir ja über viele viele Jahre gelernt und das Gehirn lebt durchaus von Automatismen. Das bedeutet, dass wir diese Automatismen durch andere ersetzen müssen bzw. lernen müssen, die Automatismen bewusst zu stoppen und durch neues Verhalten immer wieder zu verändern. Das beginnt schon damit, nur ein kleines Beispiel dass du lernen kannst, bestimmte Denk(an)sätze im Kern zu erkennen und in dem Moment bestimmte Sätze durch andere zu ersetzen. Die musst du dafür aber sehr sehr oft wiederholen, bis sie ‚automatisch‘ kommen, statt des anderen. Kompliziert ;D
        Es geht natürlich nicht um Konditionierung, aber um Lernen. Und das dauert.
        Ja, verwirrend ist, dass es manchmal schwer zu unterscheiden ist, was sagt der Körper mir eigentlich und was schießt der Kopf da immer mit rein. Und wie kann mein Körper seine Symptome verändern, weil ich andere Wege finde, auf mich zu achten. Hängt ja auch davon ab, WIE stark die Symptome sind, die der Körper mir schon schicken musste. Dann muss ich unter Umständen ja zunächst mal mit den Symptomen fertig werden.
        Na, wie gesagt, es dauert. Aber es wird!! 🙂

        • dein kommentar ist grade heute für mich unglaublich spannend, weil – wie schon auf der anderen seite geschrieben – das ersetzen dieser gelernten automatismen gestern erstmals für mcih so richtig bewusst thema geworden ist und ich grade versuche, mir da gedankenstränge dazu überlegen, die mir die vorhin angesprochenen neuen straßen bauen.
          genau um das geht es nämlich: meinem körper oder noch mehr meinem geist die chance zu geben, dass er diese symptome verändern bzw. weglassen kann. ich bin momentan noch zweigleisig unterwegs: sowohl in der symptom- als auch in der ursachenbehandlung. und ich glaube, gestern hat sich wieder ein ganz zentrales teil in das puzzle gefügt, das mir den weg weist, wo ich überhaupt „umprogrammieren“ muss.

          • Ich denke ja auch, dass, wenn der Körper erstmal deutlich Symptome zeigen musste, dann ist es auch sinnvoll, diese zu behandeln, zumal das eine das andere auch unterstützt. Aber der Weg, das ganze komplexe Ding auch von der Ursachenseite anzugehen könnte eine langfristigere Veränderung und Lösung initiieren.
            Toll, wenn dann und wann immer mal so ein Puzzleteil an die ‚richtige‘ Stelle fällt. Aha-Erlebnisse spornen an!! 🙂

            • absolut. weil symptombekämpfung halt leider immer nur eine kurzfristige sache ist. aber dafür sind die aha-erlebnisse soviel wert, dass man viel tappen im dunkeln in kauf nimmt und dennoch weitermacht ^.^

  4. Deine Bilder dazu wow. Und dieser Text, mal wieder genau was ich auch empfinde und fühle und über das Leben denke 🙂 Sehr froh dich hier gefunden zu haben und nicht mehr denken zu müssen, dass man alleine so denkt. Allerdings denke ich oft das wir unterbewusst ab und an viel zu sehr von unserem ego gesteuert ist, das uns unterbewusst versucht zu lenken…Deshalb ist das nach innen so wichtig. Aber vielen geht das verloren weil sie sich lieber im außen verstreuen.

    • dankeschön 🙂 mich beruhigt es auch immer ganz ungemein, wenn ich merke, dass meine gedanken ebenfalls von anderen gedacht werden. es tut unglaublich gut, ein „ich kann dich gut verstehen“ zu hören. denn es gibt auf dieser welt nicht soviele menschen, mit denen man derlei gedanken zu teilen vermag.
      ich glaube, der mensch hat eine art natürliche angst oder blockade, den blick so sehr nach innen zu wenden, weil dort auch viel schmerz liegt. wenn er nicht sanft darauf hingeführt wird, lernt er meistens nicht die bereitschaft dafür. bei mir begann der weg vor vielen jahren mit der faszination zu dieser thematik.

  5. OK, das ist mal ein Text der erstmal wirken muss. Wow! Immer wieder beeindruckend wie Du an tiefere Themen rangehst. Das ist auch eine Kunst… Das ist tatsächlich ein Abendfüllendes Thema das hier unmöglich auseinandergenommen werden kann. Den Denkanstoß hast Du auf jeden Fall (mal wieder) gegeben. Und die bilder sind einfach nur WOW!

    • dankeschön fürs lesen und mitdenken und wirken lassen. ich glaube, es ist fast ein lebenfüllendes thema 🙂 ich war ja relativ unsicher, ob ich den text wirklich veröffentlichen möchte, weil es halt doch irgendwo was ganz anderes ist und auch schwierig ist und bis zu einem gewissen grad ein sensibles thema. ich kann aber soviel verraten, dass der text teil einer (im moment) trilogie ist, die für mich ganz wichtig zu schreiben war. ich freue mich dementsprechend sehr, wenn sich menschen finden, die die masse an worten auch lesen wollen 🙂

      • jederzeit, immer her mit Deinen Gedanken 😉

        • bis zum nächsten beitrag zu dem thema ist eine kleine pause geplant, ich will meine armen leser ja nicht total überfordern 🙂 aber sie kommen wohl beide demnächst und ich merke, wie gut es mir getan hat, darüber zu schreiben, auch wenn es drei beiträge gebraucht hat, um für mich einmal den „kern der sache“ zu entlarven 🙂

  6. Ich denke es überrascht dich nicht sonderlich, wenn ich sage, dass man mich mit solchen Fotos immer kriegt? Gerade der Opener und das letzte… wow!!! 🙂

    Und auch der Text passt gut zu meiner momentanen Gefühlslage. Ich war ja jetzt lange krank und muss mich jetzt auch einfach ein bisschen damit auseinander setzen was so was auch psychisch in einem auslöst. Das war schon etwas, was ich nicht wirklich auf dem Schirm hatte, aber doch ein Problem geworden ist. Wenn man in gewissen Situationen gar nicht mehr wirklich weiß wie man sich körperlich gefühlt hat, als man ganz gesund war… puh, da muss ich jetzt schon auch an meinem Unterbewusstsein etc. arbeiten. Was gar nicht so einfach ist.

    Haha, bitte nicht! Das ganze Jahr Winter….? Uhh… vielen Dank. 😉

    EyeEm ist ganz gut. Die haben zwar mittlerweile ihre Market Plattform (zum Fotos verkaufen) recht stark ausgebaut und das kann einem auch wieder nerven, aber die App ist dadurch auch nicht von Werbung zugemüllt etc.

    Instagram mag ich nach wie vor ziemlich gern. Aber ich sehe all diese Entwicklungen schon auch sehr skeptisch und frage mich, ob sich die nicht selbst „uncool machen“…

    • liebe christine, ich liebe so bergbilder ja auch. leider komme ich viel zu selten an orte, wo man welche machen kann. ich sollte mir das definitiv häufiger vornehmen 🙂

      ich weiß, dir geht es da ja bis zu einem gewissen grad gefühlt etwas ähnlich wie mir, zumindest, was ich mir aus den texten und kommentaren der letzten 2 jahre so zusammenreimen kann. ich dachte eigentlich damals, als das mit dem rücken begonnen hat, dass ich meine psyche endlich gut im griff hatte. haha – mein unterbewusstsein lacht immer noch. oder es weint 😉

      ja das ganze jahr winter wäre wohl für die beteiligten nicht so prickelnd, aber ich würde mir durchaus das ganze jahr deine bilder dazu anschauen 🙂

      ich bin mit eyeem unterm strich noch nicht warm geworden. es ist mir irgendwie zu kompliziert (ich werde wohl alt, mit snapchat gehts mir ja ähnlich). ich warte erstmal ab. noch mag ich instagram. für den fall, dass der algorithmus das programm zu sehr verändert, werde ich nochmal über alternativen im konkreten nachdenken – und bis dahin einfach die augen offen halten.
      ich finde das auch. IG wird jetzt halt zu einer massenplattform, genau wie facebook. das ist für zuckerberg und co natürlich wundervoll, für user wie uns doch eher ein jammer.

  7. Ich mag es, dass du das Wort „Unbewusstes“ und nicht „Unterbewusstsein“ benutzt, denn das gibt es ja auch eigentlich nicht 🙂
    Hast du eine Ausbildung, ein Studium in der Richtung gemacht, dass du dich so gut damit auskennst?
    Ich finde die Psyche unfassbar spannend, toller, nachdenkenswerter Text und irgendwie fast dramatisch wie viel wir zu wissen glauben, aber wie du es schreibst, das meiste findet unbewusst statt…
    LG
    Laurimausi

    • liebe laurimausi, ich gebe zu, dass es mir im alltäglichen sprachgebraucht oft passiert, dass ich unterbewusstsein sage, weil es sich irgendwie leichter in die sprache integrieren lässt, aber hier habe ich bewusst (haha 🙂 ) drauf geachtet, das „richtige“ wort zu verwenden.
      ich hab leider nie wirklich etwas in die richtung gemacht, aus dummen umständen heraus, weil mich das thema einfach schon interessiert hat, bevor ich noch richtig wusste, worum es ging. allerdings habe ich mich schon in der schule und auch später an der uni bei jeder sich bietenden gelegenheit themen gewählt, die sich darum bewegt haben und mit der zeit sammelt sich dann einfach ein bisschen etwas an 🙂

      danke fürs lesen und kommentieren, es freut mich sehr, wenn diese worte nicht im nirwana des internets verpuffen 🙂 und ja, ich finde das auch teilweise beängstigend, wie sehr der mensch glaubt, nach seinem freien willen zu handeln, während die meisten doch stark von ihren unbewussten bedüfnissen, sorgen und ängsten gesteuert werden.

  8. Puh 🙂
    Wahnsinns Text. Ich finde es gut sich damit zu beschäftigen, ich glaube auch dass es Momente gibt, in denen man diesen Gefühlen und Gedanken einfach nachgeben sollte. Gleichermaßen gibt es aber glaube ich auch genug Menschen, die mit solchen Gedanken nichts zu tun haben wollen.

    Ich hoffe ganz fest für dich, dass du deine Gedanken ordnen kannst und einen guten Blick in dich hinein bekommst, damit du schließlich irgendwann den Punkt erreichst, an dem du Julia Engelmanns Zitat erfüllen kannst ❤
    Der Weg ist das Ziel und das Unbewusste sind kleine Kieselsteine am Straßenrand, auf die man nicht achtet.
    Ich für meinen Teil, betrachte mich auf diese Weise zwischendurch sehr gerne, einfach um mich besser kennen zu lernen. Ich glaube über diese Gedanken habe ich es geschafft, mich selbst einzuordnen, Gefühle besser zuordnen zu können und vielleicht auch irgendwie bewusster zu leben?
    Alles in allem Glaube ich, dass eine Reise ins Unterbewusstsein es immer wert ist!

    Ich sende dir eine dicke Umarmung und die besten Gefühle die es gibt, um diese Reise für dich zu meistern ❤

    P.S.: Übrigens habe ich kürzlich den Film "Alles steht Kopf" gesehen und mir gefiel die Interpretation, wie wir ticken und wie unser Gehirn funktioniert wahnsinnig gut – vielleicht hast du mal Zeit und Lust das anzusehen.

    • dankeschön 🙂 wie ich eh auch schon bei markus geschrieben hab, ich war anfangs gar nicht sicher, ob ich ihn wirklich veröffentlichen soll, weil er auf der einen seite wenig persönlich und mehr sachlich ist und auf der anderen seite vielleicht nicht genug faktisch belegt ist. aber ich denke, ich habe oft genug darauf hingewiesen, dass vieles davon auch persönliche einstellung ist und bin damit zum einen hoffentlich auf der sicheren seite und vergraule damit zum anderen hoffentlich niemanden, der da andere meinungen dazu vertritt. für mich hat sich dieses konzept einfach als so wahr und passend herausgestellt über die zeit, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass es anders sein könnte. aber so geht es vermutlich den meisten menschen mit ihren überzeugungen 🙂 da mir das aber so geholfen hat, dachte ich, vielleicht nützt es auch jemand anderem und darüber reden tut einfach auch immer gut.

      das ist ja der erste von drei texten und ich glaube, mit dem dritten, den ich heute früh geschrieben habe, hat sich endlich eine gewisse ordnung gezeigt und ein hintergrund, vor dem für mich dieser text konkret entstanden ist. die ersten beiden sind so ein bisschen die erklärung für den dritten und ich bin schon gespannt auf die rückmeldungen. bis zur tatsächlichen umsetzung von julia engelmann wird es noch brauchen, aber ich hoffe, dass die richtung stimmt…
      du sagst es – der weg ist das ziel. wir können nicht erwarten, dass wir schwupps, alles verstehen was uns über jahrzehnte geprägt hat. und selbst wenn wir es verstanden haben, müssen wir noch dran arbeiten um es zu verändern.

      ich freu mich jedenfalls total, dass hier ein austausch stattfinden kann, dass es schonmal grundsätzlich eine bereitschaft gibt, sich mit dem thema zu befassen, darüber zu reden. man merkt das finde ich stark bei seinem gegenüber, ob da schon interaktion mit sich selbst stattgefunden hat oder nicht. ich merke, dass ich mich bei und mit menschen wohlfühle, die für dieses thema offen sind und dass ich mit menschen, die damit nix anfangen können, schnell am ende der gesprächsthemen angelangt bin.

      danke für die liebe umarmung, die gebe ich auf jeden fall zurück ❤

      der film klingt spannend, habe mir das gleich notiert 🙂

  9. ein unglaublich super interessanter anrührender und nachdenklich machender Text, liebe Paleica, schönen Mittwoch

  10. Danke für deine Offenheit ♥ Ich verstehe sehr gut, was du uns mit diesem Beitrag sagen möchtest, denn auch ich bin seit längerem auf diesem Weg. Viele liebe Grüße

  11. Irgendwie haben mich die geilen Bergbilder doch ein bisschen vom Text abgelenckt 😉 …aber der Schlußsatz ist sowie so der beste! 😉

    • tschuldigung 😛 aber ich wollte ja niemanden nötigen, den text zu lesen, der das vielleicht viel zu anstrengend findet 😉

      • Wer sich genötigt fühlt ist selber schuld 😉 … nein, ich finde dir Aufnahmen wirklich sehr gut.

        • 🙂 das stimmt natürlich 🙂 ich mag die bilder auch gern. ein bisschen ärgert es mich, dass ich da nur das alte iphone mithatte, was natürlich im etwas größeren an der qualität stark sichtbar ist. aber ich hatte nicht mit solchen ausblicken gerechnet.

          • Das denk ich mir das du dich da ärgerst, aber Südtirol steht ja noch länger 😉 . Nächstes mal dann darf die SLR mit auf die Wandertour…

            • das hoffe ich doch 🙂 realistischerweise werde ich eher sowas wie die sony alpha mitnehmen, weil meist bei längeren fußstrecken das rückenschonende gewicht gewinnt 😉

  12. Hab schon deine Antwort darauf in den Comments gelesen Südtirol… also die Dolomiten… ja die steht auch noch sehr weit oben auf meiner Liste 😉

  13. Liebe Paleica,
    das ist ein wirklich tiefgründiger Beitrag, den man erst einmal sacken lassen und ein 2tes Mal lesen muss, bevor alles richtig angekommen und auseinander sortiert ist. Nachdem ich im Grundstudium ein Semester Psychologie hatte, bin ich eine selbsternannte Hobbypsychologin. Und es ist tatsächlich erstaunlich, wie plötzlich bestimmte Dinge und Wesenszüge bei näherer Beobachtung nachvollziehbar und erklärbar werden. Dennoch ist aber gerade auch das Gegenteil das Spannende, nämlich dass sich nicht alles erforschen lässt. Und das ist vermutlich auch gut so. Das sind dann auf sich selbst bezogen die Momente, wenn der Bauch die Vernunft aussticht.
    Ich wünsche Dir auf alle Fälle auf Deinem Weg alles erdenklich Gute!
    Liebe Grüße,
    Heike

    • ich bin im ersten schritt mal beruhigt, dass der text auch bei jemandem standhält, der studiumsmäßig dahingehend was betrieben hat 🙂 mir geht es da so wie dir. alles kann man nie durchschauen und das ist bestimmt auch gut so. aber zu erforschen, was man erforschen kann, ist einfach eine sehr spannende aufgabe. sich selbst und nahestehende menschen besser zu verstehen hilft in beziehungen sehr.

  14. Ich bewundere immer wieder wie du es schaffst über solch komplexe Themen zu schreiben. Man merkt, wie sehr du dich damit beschäftigst und wie hart du an dir bzw. an deiner Situation arbeitest. Hut ab, ich wünsche dir dass du sehr bald die Früchte deiner „Arbeit“ ernten kannst!

    • danke meine liebe ❤ irgendwie ist das einfach zu einem großen, wichtigen und auch spannenden teil in meinem leben geworden. mich hat das vom ersten moment, als ich davon gehört hab, fasziniert und jetzt ist es halt mitunter sowas wie ein hobby. danke für die lieben wünsche, das hoffe ich auch sehr 🙂

  15. Klasse Beitrag und Hammer Fotos. Sehr schön!!!

    LG, Gerd

  16. Liebe Paleica,

    ich habe das Gefühl, du gehts einen Weg, den ich stückweise auch schon gegangen bin und gerne auch immer etappenweise weitergehen möchte. Ich habe gelernt, dass nicht jeder Schritt einen erkennen lässt, wie fern oder nahe das Ziel ist, ob man überhaupt in die richtige Richtung geht oder ob man auf eine Sackgasse stoßen wird. Dieses irren und verirren gehören auch dazu, wenn man dann aber zurückschaut, kann man erkennen, dass der Weg zwar nicht der kürzeste war, aber doch immer tendenziell in die richtige Richtung ging. Dem Unterbewussten Dinge zuzutrauen und es für einen Arbeiten zu lassen – oder dem Kopf zu sagen, er möge künftig jede Entscheidung mit dem Bauch zusammen treffen – dies waren Meilensteine auf meinen Etappen. Wenn Du magst ich schreibe zu ähnlichem Thema hier (ist ein recht neuer Blog) http://kleiner-mutmacher.wix.com/migraene und natürlich immer und regelmässig unter meinem Blumenfrauen-Blog. Es grüßt vom Weg ganz herzlich Marion

    • liebe marion, herzlichen dank für deinen lieben kommentar, da schau ich auf jeden fall gerne einmal vorbei!
      du hast absolut recht, erst in der rückschau kann man erkennen, ob man auf irrwegen unterwegs war oder ob es einen vorangebracht hat. aber die irrwege sind wichtig, denn manchmal müssen wir erst wissen, was das falsche ist, um das richtige zu erkennen und schätzen zu wissen 🙂

    • liebe marion, leider lässt mich dein kleiner mutmacher nicht bei dir kommentieren, es schmeißt mich – sowohl im firefox als auch im chrome – immer wieder aus dem kommentierfenster raus, noch bevor ich anfangen kann zu tippen 😦

  17. Du sprichst mir (mal wieder) aus der Seele…allerdings fehlt mir noch der Schritt das ganze positiv zu sehen, ich habe beobachtet, erkannt und stehe jetzt vor Entscheidungen, die ich nicht treffen will. Weil es mein ganzes Leben verändern würde. Und ich mich frage, ob mein Ich, das bisher durch mein Unterbewusstsein gesteuert wurde, nicht irgendwie doch ganz ok ist. Wieso alles ändern? Wartet am Ende wirklich was besseres? Oder werde ich eine ewige Suchende bleiben, auf der Suche nach mir selbst und einem besseren Leben? Denn wenn man es mal objektiv betrachtet, habe ich alles was es braucht zum Glücklich sein…eigentlich. Vielleicht sollte man deshalb nicht immer weiter analysieren, verbessern, suchen, ändern usw. sondern einfach dankbar und zufrieden sein. Für das was man ist, was man hat und was noch kommt. Und jetzt wo ich diesen Kommentar geschrieben hab, ist mir noch klarer dass ich selbst nie damit aufhören werde…wahrscheinlich genauso wenig wie du. Weil wir so sind…ewig suchende…

    • ach meine liebe, ich weiß so gut was du meinst. irgendwie hat man das gefühl, es müsste doch alles funktionieren, aber das tut es nicht. und ich weiß heute noch eines: mit dem beschluss, es jetzt einfach mal gut sein zu lassen, hat bei mir diese misere so richtig ihren anfang genommen, ich kann es also aus eigener erfahrung nicht wirklich empfehlen.
      ich kenne auch das gefühl, dass die erkenntnis grauenhaft ist, weil man aus der konsequenz daraus das ganze leben auf den kopf stellen muss und sich dafür nicht bereit fühlt. setz dich nicht damit unter druck. ich glaube, dass eines tages der moment kommt, wo das ändern der situation ein innerlicher drang wird und du auf einmal siehst und spürst und mit allem an und in dir merkst, dass es du in der vermeintlich gemütlichen situation nicht mehr bleiben kannst.

      glaub mir, ich kann vieles davon auch nicht positiv sehen, vor allem die vielen tage mit schmerzen nicht. ich weiß nur heute, dass ich sie durch unaufmerksamkeit mir selber gegenüber verursacht habe. ohne die schmerzen hätte ich nichts geändert und würde es wohl immer noch nciht tun. offensichtlich war mein system überladen, überfordert und hat es notwendig gesehen, sehr drastische maßnahmen zu ergreifen, um mal auf die notbremse zu treten.
      Früher oder später fordern diese dinge ihr tribut – auf die eine oder andere art. darum glaube ich, kommen wir nicht drum herum, wenn wir mit den konsequenzen nicht leben wollen.

  18. Wunderschöne Fotos.
    Aber das mit dem Unterbewußtsein…
    Ich habe eine Zeit lang Meditation gemacht.
    LG Bärbel

  19. Boah, diese Hammer-Bilder ❤ Ich liebe unsere Berge! Das Wilde, Zerklüftete und doch so Sanfte!
    Ich habe mich auch lange Zeit mit mir selber beschäftigt. So manches aus meinem Leben und auch meiner Kindheit aufgearbeitet. Bzw. ich bin auch jetzt noch dabei.
    Ich hatte vor einiger Zeit eine "Rückführung" gemacht. Komischerweise (hätte ich nie gedacht) hat sie mir bei manchen Schritten sehr geholfen und einiges aus meinem Unterbewußtsein bzw. meiner Seele hervorgebracht.
    Ganz liebe Grüße in den Osten Österreichs 🙂

    • ich liebe die berge auch. im gegensatz zu menschen, die sie als bedrückend empfinden, fühle ich mich immer geschützt.
      rückführungen finde ich ein wenig unheimlich, wenn es mich auch durchaus interessieren würde. sollte mir mal eine vertrauenserweckende person begegnen bzw ich dahingehend eine gute empfehlung bekommen, würde ich das möglicherweise auch mal machen. ganz liebe grüße in die mitte 🙂

  20. Die Fotos, die du zu deinem Beitrag ausgewählt hast, passen sehr gut. Ja, das Unterbewusstsein, dass immer da ist und uns lenkt, ohne dass wir es merken. Die steilen Hänge, die uns hinabrutschen lassen, und die steilen Wege, die schwer zu erklimmen sind. Die Berge, die uns die Sicht versperren. Jeder hat so seins im Leben, was er mit sich herumträgt und mit sich selbst ausmachen muss. Ich kenne diese Aha-Erlebnisse, von denen du sprichst. Das Beschäftigen mit dem Unterbewusstsein ist nicht einfach. Es ist anstrengend, aber ich glaube, dass sich die Mühe für einen selbst lohnt.
    Alles Liebe
    Aleksandra

    • dankeschön 🙂 ich finde ja die entstehungsprozesse immer spannend. manchmal ist zuerst das wort da, manchmal das bild. manchmal assoziiere ich etwas damit, kann es aber noch nicht greifen. meistens entwickelt sich das dann irgendwie so im laufe des schreibens, manchmal kommen die bilder erst nachher dazu, dann fügt sich noch metaphorischer text ein.
      ich denke auch, dass sich die mühe lohnt. so oder so – ich könnte gar nicht anders.

  21. Pingback: Anleitung zur Nutzung des Seelenschlüssels: wie geht Traumdeutung auf psychologischer Basis? – episoden.film

  22. Toller Text! Und ich finde es schön, dass Du Dich traust, solche Texte zu schreiben. Das ist noch nicht so gang und gäbe, wie es das vielleicht einmal sein wird. Es gibt im Übrigen einige Schulen, die eine Unterscheidung anbieten zwischen ‚Unterbewusst‘ und ‚Unbewusst‘. Demnach wäre das Unterbewusste so eine Art Vorhof zum Unbewussten. Unsere Gefühle/Intuition würde man da einordnen, denn sie sind uns meistens nicht bewusst, aber irgendwie doch, wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten… Fiel mir nur gerade ein.
    Ich denke, wer sich darüber klar ist, dass das ICH ’nur‘ ein Konzept ist und unser Betriebssystem nicht im bewussten Verstand liegt, wer anfängt zu bemerken, so wie Du geschrieben hast, und zu hinterfragen, ist auf einem sehr guten Weg, der zur Zeit noch viel Mut und Ehrlichkeit erfordert.Von daher finde ich es toll, für Dich und für uns, dass Du ihn gehst 😉

    • dankeschön 🙂 nein, das ist es nicht, leider. ich bin auch immer ein klein wenig nervös, ob da trolle auftauchen, die dann unproduktiv durch die gegend trollen. von meiner stammleserschaft erwarte ich maximal konstruktive kritik und das passt ja auch 🙂 ich erlebe das immer wieder in foren von größeren medien, dass es da immer noch menschen gibt, die psychoanalyse oder psychotherapie in die gleiche schublade mit astrologie oder religion werfen. was jetzt diese beiden themen nicht abwerten soll, aber ich denke mal, der hintergrund ist schon ein anderer.

      von dieser unterscheidung hab ich auch schon gehört – das war aber ein wenig verschüttet. ja, ich erinnere mich.

      ich finde es auch super. ich merke einfach, wie bereichernd das ist, weil verständnis und verstehen mir total viel geben. und ich sehe auch, wie wesentlich interessanter es ist, sich mit menschen auszutauschen, die mit dem weg auch was anfangen können.

      • oooooh, das kenne ich leider auch nur allzu gut. Ich glaube, es ist nichts anderes, als ein Abwehrmechanismus. Wenn wir hier schon am Fachsimpeln sind…: Wenn wir – jetzt geht’s los, hier – bzw. unser Gehirn kognitive Dissonanz erfährt, reagiert es überlicherweise erst mal mit Diskriminierung. Heißt auf deutsch. wenn u mir was sagst, was nicht in mein Weltbild passt, dann mache ich dich klein genug, dass ich dich nicht mehr ernst nehmen muss und dann muss ich diese Spannung nicht mehr aushalten. Leider ist unsere Welt eben noch nicht so reif, dass wir flächendeckend gegenseitig unser Weltbild ins Rütteln bringen können und daraus etwas Konstruktives erwächst. Und darum verstehe ich das auch total gut, was Du da sagst: ich freue mich auch über jeden einzelnen, mit dem das geht 🙂

        • jep – das ist die ziemlich schmerzhafte erfahrung, die ich mit meinem exfreund machen musste und die dann letztendlich zur trennung geführt hatte. heute weiß ich: es war zu meinem glück. das hat aber lang gebraucht, bis ich das verschmerzt habe.
          ja das ist sie wirklich nicht. erstaunlich, wie abwehrend, aggressiv und bösartig da viele reagieren. aber man merkt das ja eh schnell, mit diesen leuten muss man solche themen halt leider meiden. ist aber dann privat nicht meine erst wahl 😉

      • und P.S: das freut mich sehr für Dein inneres Kind 😉

  23. Pingback: Aller guten Dinge sind drei! Der Kern der Sache: der Kampf der Instanzen. – episoden.film

  24. Ein sehr interessantes Thema! Da muss ich erst mal noch eine Weile dran arbeiten…
    Die Bilder sind ein Traum! Absolut genial!
    Ich melde mich dann wohl vorzeitig erst mal wieder zurück – dauert alles im Moment noch lange, viel zu tun zu Hause, viel zu erledigen, viel Arbeit, die keiner schaffen kann in 24 Stunden am Tag..

    • das glaub ich dir gern, mir geht es genauso. es rennt mir die zeit davon und ich merke schon wieder die unzufriedenheit des systems dahinter, immer mit allem irgendwie hinterher zu hinken :/

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