Wenn kleine Dinge groß werden – mit dem Makro vor der Haustür.

Unlängst, am Weg von der Büro- zur Autotüre, bemerkte ich etwas. Kleine, zarte, weiße Blüten auf dem sonst dunkelgrünen Strauch vor dem Eingang zu unserer Firma. Sie waren so klein und im Schatten, dass ich sie wohl bisher immer übersehen hatte. Doch an diesem Tag bemerkte ich sie.

Nachdem ich die Blüten entdeckt hatte, sah ich ein paar Pusteblumen. Vertrocknete Blätter. Gänseblümchen. Auf einmal erschien mir der unscheinbare Wiesenstreifen wie ein ganzer Motivgarten.

Daraufhin packte ich am nächsten Tag mein Makroobjektiv ein und machte in der Mittagspause einen Streifzug über das Grundstück. Ich staunte und hüpfte innerlich über unseren Parkplatz, wie immer, wenn ich nach Ewigkeiten mal wieder Gelegenheit finde, das Makroobjektiv auszupacken.

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Am Montag früh fiel mir mein Minifotoshooting wieder ein und dabei bemerkte ich noch etwas anderes: dass sich in mir drin vielleicht gerade wieder etwas verändert.

Ich habe diese letzten Wochen des Sommers sehr genossen – vor allem das Heute – und mich wenig mit dem Gestern und dem Morgen beschäftigt. Auch wenn körperlich bei weitem nicht immer alles astrein war, hielt doch die Psyche stand. Ich empfand Freude, Vorfreude und Nachfreude. Ich begeisterte mich, ich lachte und ich weinte. Letzte Woche putzte ich akribisch mein Whiteboard in der Firma, es ist jetzt wieder weiß und leer und will die To Dos neu priorisiert und geordnet wissen. Es hat sich ein Kamerarucksack auf dem Weg zu mir gemacht, der den verschwitzten, reißverschlussklemmenden alten ersetzen wird und den ich hoffe, beizeiten auch mal wieder selbst tragen zu können. Es stehen die Zeiger auf Neubeginn. Vielleicht. Hoffentlich.