Analog-digitale Blätterliebe & der Wert von Kommunikation

Vor einiger Zeit schrieb ich eine SMS. Das mache ich heute nur noch selten. Die meisten Menschen nutzen Whatsapp oder den Facebook Messenger und das tue ich auch. Auf SMS greift man nur noch zurück, wenn im Ausland die mobilen Daten ausgeschaltet sind (was in der EU nun erfreulicherweise auch nicht mehr notwendig ist) oder die Person am anderen Ende der Leitung kein Internet am Handy hat, wie mein Opa. SMS sind zur Rarität geworden, das kommunikative Highlight meiner Jugend ist mittlerweile irgendwas zwischen vintage, retro und oldschool.

Die meiste Zeit finde ich das super praktisch. Ich gehöre zu dem Menschenschlag, der lieber schreibt als redet. Also nicht generell, aber was Emotionen betrifft. Dazu kommt, dass man leichter zwischendurch eine Nachricht schreibt, als privat zu telefonieren, denn es ist unauffälliger und kann von Kollegen im Büro nicht so einfach mitbekommen werden. Es ist unmittelbar, denn ich kann an Orten schreiben, an denen ich nicht telefonieren möchte (in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf der Toilette. Ja, ich gehöre zu den Menschen die da Hemmungen haben), ich kann Zeit für Kommunikation nutzen, die ansonsten nutzlos verstreichen würde (zum Begriff nutzlos hat sich Werner unlängst Gedanken gemacht).

Es ist wesentlich leichter geworden, zu mehr Menschen regelmäßigen Kontakt zu pflegen. Ich kann mit viel weniger Aufwand am Ball bleiben, ich weiß, was im Leben der anderen los ist. Das ist schön und für mich als durchaus positiv zu bewerten, denn so bleiben auch Menschen in meinem Leben, die ich mag, deren Weg aber so konträr zu meinem ist, dass ein nicht-virtueller Kontakt schwierig wäre und damit in früheren Zeiten wohl dazu geführt hätte, sich aus den Augen zu verlieren. Ich genieße das. Aber jedes Ding hat zwei Seiten.

So wie all diese Motive, vorrangig verdorrte Blätter, in der Masse der anderen untergehen, nicht gesehen und vergessen werden, so ist es heute mit der Flut an Nachrichten, die ausgetauscht wird. Jeden Tag erhalte ich zig Whatsapp-Nachrichten, von einzelnen Personen, aus Gruppen. Dazu kommen noch der schon oben erwähnte Messenger, der Instagram Chat, die iMessages. Vieles davon sind rein praktische Informationen – wann treffen wir uns wo, kannst du mir dies oder jenes mitbringen, coole Perspektive in deinem Bild, wo hast du das aufgenommen. Manchmal sind es Nachrichten aus andauernden Gesprächen, die virtuell geführt und fortgesetzt werden, wenn der Gesprächspartner an der Reihe ist. Es sind Gedankenflocken, die geteilt werden, weil jemand irgendwo etwas entdeckt, das als passend erachtet wird, kleine Momente der Aufmerksamkeiten, die „ich denk an dich“s. Alles das finde ich schön und mag ich sehr. Aber all das hat auch an Besonderheit verloren, im Vergleich zu den wertvollen 140 Zeichen, die innerhalb einer SMS zur Verfügung standen. Die Inhalte in Prä-Flatrate-Zeiten wollten wohl überlegt sein, die gespeicherten Nachrichten bei einer Kapazität von 15 Stück waren ausgewählte Schätze, die man immer wieder las und die jedes Mal das Herz erwärmten. Die ICH immer wieder las und die MEIN Herz erwärmten. Ich will nicht verallgemeinern, vielleicht haben andere ganz andere Erfahrungen gemacht.

Es sind diese kleinen Dinge, die ich vermisse. Die Kommunikation hat sich in meinem Leben vervielfacht und daraus entstand viel Schönes. Gleichzeitig ist aber der Wert der einzelnen Nachricht völlig verloren gegangen. Selbst wenn etwas Behaltenswertes dabei ist, rutscht es in Chats so schnell und weit nach hinten, dass ich es ohne Screenshot oft kaum noch finde. Ich mache selten Screenshots, denn ich bekomme selten Nachrichten, die dem Gewicht der damaligen Zeit entsprechen, weil sich heute kaum noch einer die Mühe macht, solche Nachrichten zu schreiben, die ja ohnehin nur in der Flut der Alltäglichkeiten untergehen. Und ich bin da kein Stück besser.

Manchmal frage ich mich, ob die Zeit auch deswegen so rast, ob die Jahre deswegen so vorüberfliegen, weil in der Menge des Gedachten, Gesagten und Erlebten die Ruhe fehlt, die unsere Wahrnehmung nötig hätte, um die Perlen der Zwischenmenschlichkeit überhaupt noch zu erkennen. Wir lesen jeden Tag unzählige Buchstaben, Wörter und Sätze, die in Form von Kurznachrichten, e-Mails oder Postings sozialer Netzwerke mitunter auch an uns gerichtet sind. Dazwischen schummeln sich kleine Herzensbotschaften und Liebesworte, die wir zwischen Tür und Angel lesen, die uns kurz aus dem Kontext gerissen lächeln lassen und dann mit einem Smiley mit Herzchenaugen und „ach, kannst du bitte Klopapier mitnehmen“ quittiert werden.

Ich bin manchmal so müde von dem Strudel der Informationen, durch den ich mich täglich kämpfe. Ich möchte soviel lesen, lernen, wissen, den ganzen Tag bin ich damit beschäftigt, Dinge zu rezipieren oder zu produzieren und doch kann ich dem Angebot nicht gerecht werden. Dann gibt es diese Momente wie die große Feier, in der die Smartphones in den Taschen bleiben und die Zeit für 24 Stunden stillsteht, in der wir in der Unmittelbarkeit gefangen sind, in der Bedeutung auf einmal so schwer wird, dass sie uns Tränen der Freude und des Schwermuts in die Augen treibt. Doch dann geht es weiter. Am nächsten Tag steigen wir wieder ein, in das Rad und die Erinnerung verblasst. Die Erinnerung an eine Zeit, als es nur 140 Zeichen brauchte, um zwei Monate lang zu strahlen.


Die Bilder entstanden mit der Nikon und dem alten Pentacon-Glas meines Schwiegervaters.

82 Replies to “Analog-digitale Blätterliebe & der Wert von Kommunikation”

  1. Sehr schöne Fotos erstmal! Richtig schön herbstlich!
    Ich persönlich finde es sehr schade das keine Briefe mehr geschrieben werden und aus schönen, gemütlichen Telefonaten nun Sprachnachrichten werden.
    Social Media Kommunikation ist praktisch. Immerhin profitiere ich davon momentan total, ohne sie könnte ich keinen Kontakt zu meiner Familie haben, denn ich bin momentan in Australien.
    Doch vermisse ich manchmal die Zeiten wo ich nicht noch auf zehn weitere Nachrichten antworten muss obwohl ich keine Zeit und Lust habe.

    Wie auch immer, wirklich tolle Fotos!
    Liebe Grüße
    Sophie ❤

    1. dankeschön. heuer habe ich den herbst ja leider fotografisch ein bisschen verpasst, aber zumindest ein paar blätter konnte ich mitnehmen.
      mir geht es auch so. es passt halt zu unserer zeit, alles muss viel schneller gehen und eine getippte nachricht ist nunmal schneller als ein brief mit der hand und der post. bei telefonaten habe ich ja schon selbst das problem, dass ich gar nicht wüsste, wann ich die noch in meinen tagesablauf quetschen könnte und bei sprachnachrichten muss man eben nicht warten, wann das gegenüber auch grade verfügbar ist. aber die vergänglichkeit ist einfach so enorm und die masse an kommunikation – gekoppelt an die frage: ist das wirklich notwendig und tut uns menschen das gut?

      1. Oh ja, heute bräuchte doch jeder eigentlich einen 48 Stunden Tag um alles zu schaffen.
        In der Tat, Sprachnachrichten sind schon sehr praktisch, doch hundertprozentig kann ich mich an die ganzen neuen Kommunikationswegen nicht anfreunden.
        Und ja, vielleicht ist ja auch Qualität in Form eines Telefonats einmal im Monat wichtiger, als Quantität in Form von einfachen, teils inhaltslosen und zum Teil gezwungenen Nachrichten wichtiger?

        1. das ist leider wirklich wahr :/
          ich mag ja sprachnachrichten auch gar nicht gern verschicken. da kommt wohl meine hemmung, meine stimme wo aufzuzeichnen, wieder ans tageslicht. es wundert mich fast ein bisschen, dass soviele teenager heutzutage so gar kein problem damit haben, vor der kamera/in der öffentlichkeit zu posieren und sich zu zeigen. ich fand es in dem alter schon schrecklich, nur fotografiert zu werden.
          qualität vor quantität ist ohnehin glaube ich nur noch eine vage erinnerung an die vergangenheit.

  2. Ich erinnere mich an eine Zeit ohne Handy und SMS. Da hatte ich immer wieder wunderschöne, wunderschöne Briefe im Postkasten. BRIEFE …. mit richtig langen Gedankengängen und vollständigen Sätzen und voll ausgeschriebenen Wörtern …. ich habe so manchen heute noch, und sie erwärmen nach wie vor das Herz. Aber nichts, wirklich nichts kann eine Umarmung ersetzen oder das mitfühlende Auge eines liebevollen oder einfach nur respektvollen Gegenübers. Überhaupt kann nichts, wirklich nichts von irgendetwas anderem ersetzt werden … und ja, ich finde die technischen Möglichkeiten der modernen Kommunikation großartig. Was daraus jeweils gemacht wird, ist was anderes. Und ja, die Reizüberflutung ist ernorm. Es beruhigt mich irgendwie, dass junge Menschen das spüren (denn sonst denk‘ ich mir, es ist allein mein Problem, weil ich eine Dinosaurierin bin. Nein, nicht allein mein Problem, sondern eben ein „Dinosauerierproblem“ ;o) ). Ich hoffe wirklich, wir finden Wege, diese unnatürliche Beschleunigung (die Natur ist schon schnell genug) zu entschleunigen, damit die Qualität echten Lebens nicht komplett verloren geht, weil uns das Bewusstsein ob der Geschwindigkeit verloren geht.
    Wunderschöne Detailfotos! Wir werden niemals das Ganze sehen. Warum also es erzwingen wollen, mit all dem Informationsrausch … ich wünsch dir einen beschaulichen Tag, ja, das wünsche ich dir von Herzen, obwohl Mitte der Woche ist … lieben Gruß!

    1. Die Pausen in einer Unterhaltung sind so wichtig. Das Innehalten. Das Darübernachdenken. Das Wirkenlassen des Gesprochenen oder Geschriebenen. Und das Fokussieren auf EINE Unterhaltung. – Ein mir aus dem Herzen sprechender Artikel und Antwort darauf. Danke, euch. Liebe Grüße.

      1. danke für deinen kommentar. das wirkenlassen, das ist so wichtig, das denke ich auch. und das geht einfach so oft verloren… bei allem tollen, das es mit sich bringt, das vermisse ich schon sehr. manchmal glaube ich auch, es einfach verlernt zu haben.

    2. danke für deine lieben worte und dafür, dass du deine gedanken mit mir geteilt hast. nein, das ist definitiv nicht nur dein problem. auch wenn ich mittlerweile nicht mehr zur „ganz jungen“ generation gehöre 😉 ich bin ja *fast* ein digital native, oder sowas ähnliches, aber ich sehe das schon als sehr fordernd und auch kritisch. aber die menschen werden mit der zeit schon einen weg finden, damit umzugehen. man dachte ja auch, dass das fernsehen die gesellschaft ruinieren würde. es ändert sich halt… vieles.

  3. Zunächst einmal finde ich die Bilder sehr schön und stimmungsvoll.

    Was die Kommunikation betrifft, so habe ich eine Freundin, die sich bisher standhaft geweigert hat, ihr altes, noch gut funktionierendes Handy gegen ein Smartphone auszutauschen und die folglich Whats App gar nicht nutzen kann – deswegen schickt sie mir kurze Nachrichten per SMS. Aber ehrlich gesagt, rufe ich sie dann lieber zur Absprache weiterer Details an, als mir die Finger wundzutippen.

    Mit einer anderen Freundin kann ich mich trotz ihrer Neigung, mir haufenweise Videos und Bildchen per Whats App zu schicken, auch am Telefon noch unterhalten und gute Gespräche mit ihr führen.

    Eine andere dagegen… was da für ein teilweise echt unerträglicher Kitsch und sinnloser Blödsinn in Form von lästigen Kettenbriefen bei mir ankommt (wenn du mich gern hast, schickst du dies an 12 andere inclusive mir weiter) – das ärgert mich; nur: telefonisch erreichen kann ich sie nicht. Ihr per Whats App mitzuteilen, dass ich sie zwar immer noch gerne habe, aber sie mir bitte solchen Kram nicht schicken soll, hat leider auch nicht geholfen. Ich bekomme diesen Müll auch weiterhin.

    Was soll man in solchen Fällen bloß tun?

    LG
    Ulrike

    1. dankeschön ❤ ich mag ja diese überbleibsel der blätter immer wieder so gern!
      was man da tun kann ist eine gute frage. meiner erfahrung nach hört dieses verhalten meist nach einer gewissen (langen!) zeit irgendwann auf. ich drücke dir die daumen!

  4. Toll geschrieben!
    Mich nervt es wenn mein Handy ständig fiept und ich mit irgendwelchen Filmchen, Beiträgen etc. überschwemmt werde aus diesem Grund weigere ich mich inzwischen Whats-App-Gruppen beizutreten. Ausnahme: Familiengruppe, da ist es sehr vorteilhaft alle 4 Söhne gleichzeitig erreichen zu können.
    Deine Blätterfotos sind klasse,
    winterliche Grüße Margot

    1. ja das versteh ich gut. solche gruppen mag ich auch nicht und da verabschiede ich mich auch schnell wieder. um etwas gemeinsam auszumachen ist es jedoch praktisch.
      es freut mich sehr, dass dir die blätter gefallen!

  5. Deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Ich halte es so, dass ich alle WhatsApp-Gruppen stumm geschaltet habe und dort nur lese, wenn ich Lust dazu habe. Auch die Benachrichtigungen über eingegangene Mails habe ich abgeschaltet, ich entscheide, ob und wann ich die lesen möchte. Somit ist Aktivität meinerseits gefordert und wenn ich nicht daran denke, was immer mal wieder für einen Tag passiert, bleibe ich davon verschont. Das klappt ganz gut und ist für mich stressfreier.

    LG, Conny

    1. Meine Einstellungen sind genauso. Ich entscheide 😉. Mir hilft das total mich nicht in den Strudel reißen zu lassen.

    2. das ist wohl eine ziemlich kluge entscheidung. ich hab mittlerweile auch das meiste stumm geschaltet, allerdings merke ich, dass ich so mit vielen durcheinander komme, in der flut von allem möglichen gelegentlich auch mal wichtiges übersehe. so eine richtig gute art mit all dem umzugehen hab ich noch nicht gefunden…

  6. Gerade haben wir das Thema „Kommunikation“ im Freundeskreis diskutiert. Da kommt dein Beitrag wie gerufen. Ja, es ist wunderbar, auf so vielfältige Weise Kontakte bewahren und pflegen zu können und ja, es ist furchtbar, von der Masse an Nachrichten erschlagen zu werden.
    Ich halte es mittlerweile so, dass ich mich in Gruppen nur wenig beteilige -oft ist es belanglos. Manches belangloses lasse ich auch in anderen Chats „einfach liegen“ – Dafür widme ich mich mehr und konzentriert den „Gesprächen“, die mir wichtig und lieb sind.
    Lg,
    Werner

    1. lustig, dass wir da gegenseitig aufeinander einwirken können 🙂 es ist wohl ein klassischer fall von „jedes ding hat zwei seiten“ – nur dass diese seiten einfach zwei sehr extreme ausprägungen haben.
      das belanglose lasse ich übrigens auch sowieso liegen, anders kann man es letztlich gar nicht bewältigen.

  7. WOW, was für ein wunderbarer Beitrag mit fantastischen Bildern.
    Mit der Blätterliebe hast du mich mittlerweile übrigens total angesteckt 😉

    Ich glaube ich empfinde es so ziemlich genau wie du. Es ist Fluch und Segen und ich liebe und hasse es wie es ist. Ich erinnere mich auch noch so gut an diese Zeit, als man nur die wirklich ausgewählten Nachrichten gespeichert hat, als man jedes Zeichen genau überlegt hat.

    Ganz klar – Kontakt zu halten ist so viel einfacher geworden und auch ich sehe das so, dass es mir wirklich sehr viel erleichtert. Morgens, Mittags oder Abends – schnell antworten. Gedanken teilen und in Verbindung bleiben. Insbesondere über sehr viele Kilometer die einen trennen ist das wirklich fantastisch. Es ist wunderbar sich „mal schnell“ bei jemandem zu melden, sich über etwas aufzuregen oder einfach nur eine Erfahrung oder einen Moment zu teilen. Ich versuche trotz der Schnelllebigkeit mir doch auch immer wieder die Zeit zu nehmen, die Nachricht wirklich vollumfänglich wahr zu nehmen, aber ich merke manchmal auch, dass man auch „mal schnell“ antwortet – ohne sich die Tiefe bewusst zu machen – weil dann die Aufmerksamkeit schon bei den anderen 5 Nachrichten ist, die im WhatsApp auf Beantwortung warten.

    Ach, ach … ein weites Feld, ein schweres Feld – und doch hat auch die Einfachheit des Internets dazu beigetragen, dass ich wunderbare Freunde habe – so wie dich. Jemand, der mehr als 500 km weit weg ist. Wo man nicht – einfach so – mal schnell vorbei kommt. Jemand, der aber trotz allem wertvollen Raum einnimmt. Der verdammt oft, mehr private Momente miterleben kann, als so manche Person, die nur ums Eck wohnt. Und dafür bin ich trotz allem sehr dankbar.

    1. danke meine liebe ❤ und das freut mich sehr! blätter sind einfach so individuelle kleine schätze, jedes sieht anders aus, jedes bringt eine geschichte mit sich. hach!

      ich stimme dir absolut zu! und dafür mag ich das internet auch wirklich wahnsinnig gern. man ist den menschen, die räumlich weit weg sind, viel, viel näher, weil man viel unmittelbarer reagieren kann und darauf würde ich auch absolut nicht verzichten wollen. aber ich vermisse trotzdem diese kleinen besonderheiten, die einfach eine gewisse beständigkeit gezeigt haben. auch mit den fotos. die bilderflut, so viele einzelne, die einem etwas bedeuten, aber kaum eines sticht WIRKLICH heraus. manchmal macht mich das einfach traurig.

  8. liebe paleica, ein wieder sehr schön geschriebener, berührender text. ich schreibe übrigens auch noch sms. ich habe kein whatsapp, kenne das aber von kollegen, die ihr handy nicht ausschalten (pardon: smartphone) und dauernd blinkt und klopft und klingt es. das nervt. ich frage dann schon mal: ist das wichtig oder kann das aus? bestimmte smsen habe ich auch in meinem telefon gesichert, wegen der besonderheit. ich verstehe dich gut. ich wünsche dir einen schönen tag, mit besonderen nachrichten. liebe grüße und schöne fotos sind das auch. 🙂

    1. wow, wie cool, du lebst das also wirklich. ich könnte mir es ja ohne diesen wahnsinn gar nicht mehr vorstellen, aber ich versuche mittlerweile stark zu differenzieren, wann inhalte wirklich von bedeutung sind und auch mal was unterbrechen dürfen. schwierig ist es bei mir vor allem bei dem zwischendurchgeplänkel. diese völlig unsinnige gewohnheit, in halb-leerlaufzeiten (im auto, im bus) ständig irgendwo verbunden zu sein.

  9. Da steckt so viel Wahres drin .. schön beleuchtet sind beide Seiten 🙂 Mich erschreckte es im letzten Monat, dass WhatsApp auch komplett falsch verstanden werden können ! Das ist die mündliche Absprache im Telefonat oft eindeutiger .. aber auch ich merke immer mehr, dass kaum mehr Zeit zum Telefonieren ist, denn vor der SMS haben wir mal geliebte Stunden (!) mit Telefonieren verbacht. Ein Artikel mit Inhalt. Danke!

    1. danke vielmals für deinen kommentar!
      oh ja, schriftliche kommunikation birgt jede menge potenzial für missverständnisse, da muss man echt vorsichtig sein. heikle und kritische dinge sollten oftmals tatsächlich besser besprochen werden.

  10. Ich mag es sehr, wie diesmal Text und Bild miteinander verschmelzen… Und das Du stimmungstechnisch einen Beitrag veröffentlichst, der sich irgendwie mit Deinen Worten, Kommentaren und Beiträgen in letzter Zeit deckt. Das wirkt authentisch und spiegelt das wieder was Du wohl derzeit fühlst. Das ist eine Kunst (übrigens genauso wie die analoge Fotografie, Hut ab)…

    1. dankeschön! der beitrag ist irgendwie wieder einmal durch zufall entstanden, ein wort, ein gedanke und dann flossen die wörter. offenbar ein thema, das mir schon eine weile sehr auf der seele brannte. oft merke ich das dann erst beim schreiben… es tut gut, sowas zu verarbeiten.

  11. schoen das man auf dem Blog auch mehr als 140 Worte schreiben kann… 😉 …vor allem so wahre. 🙂 ….und die Bilder mag ich auch sehr. Toller Effekt mit der Linse… …hast aus einer einfachen Situation echt was besonderes gezaubert.

    1. danke danke lieber markus! ja, die zeit der 140 zeichen ist ja nun sogar auf twitter vorbei ^.^

  12. Ich erinnere mich auch an die Urzeiten der mobilen Telefonie, da kostete jede sms 50 Pfennig, was ganz schön teuer war. Da nutzte man die Zeichen, die man hatte, auch vollständig aus. Ich nutze WhatsApp gerne, weil man damit viele Menschen erreicht, kann mich aber auch gut aus Diskussionen, die dort in Gruppen laufen, sehr gut raushalten.

    24/7 Erreichbarkeit gibt es bei mir nicht. Auch zu Hause, ich habe auch nicht immer Lust zu sprechen (Festnetz und Handy) ich brauche Ruhe, Zeit für mich und meine Familie. Bei meinem Handy gibt es keine Töne, weil sie mich sehr stören. Ich bin auch SEHR wissbegierig und surfe gerne auf der Suche nach mehr…. aber der gemeinsame Film mit der Familie gibt mir ein unglaublich gutes Gefühl, man braucht die Besinnung.

    Herzliche Grüße

    1. ja, verrückt, gell. bei uns waren es 7 schilling. absolut irre. ich habe das heute noch, dass ich in der zeichenangabe dann mal ein leerzeichen lösche, damit es eine nachricht weniger ist. manche verhaltensweisen legt man eben nicht so leicht ab.
      meine telefone sind auch immer lautlos und festnetz habe ich keins mehr. ich versuche mittlerweile auch immer wieder, das telefon ganz absichtlich in der tasche zu lassen.

  13. Wunderschöne Bilder, sie wirken wie ein gespräch auf einem Spaziergang, auf dem man während des Redens oder Zuhörens den Blick nach rechts, links, unten und oben schweifen lässt. Das strahlt sehr viel Ruhe aus …
    Und ja, wir sind/werden überfüttert, überfüttern uns selbst.
    Durchatmen, Pausen machen, sich auf sich besinnen. Zuhören. Lauschen. Wahrnehmen. Empfinden. Wertvoll, wenn man das hinbekommt.
    In erinnere mich an Zeiten, in denen man nur ein Telefon an einer Schnur mit Wählscheibe zuhause hatte 😀 Und es zu benutzen war verdammt teuer…
    Hat alles Licht- und Schattenseiten. Wie das meiste im Leben 😉

    1. das ist ein sehr schönes kompliment für diesen post – denn im grunde war es ein spaziergang mit mir selbst, den ich in diesen bildern wiedergefunden hab.
      aber nichts ist nur schwarz und nichts ist nur weiß. es bietet halt auch tolle wunderbare möglichkeiten, auf die ich keinesfalls verzichten wollen würde. trotzdem vermisse ich etwas.

  14. Kommunikation in Form von Bild und Text, das ist immer noch am Besten, hoffe, er war fleißig, der Nikolaus

  15. Liebe Christina,
    wie alles, hat auch die „moderne“ Kommunikation ihre zwei Seiten! Leider wird die Gewichtung nicht immer gerecht vorgenommen. Viele „chatten, sms-sen und/oder whats appen“ anstatt direkt bzw. am Telefon persönlich miteinander zu sprechen.
    Du hast auf wundersame Weise Bilder und Text miteinander verbunden und doch getrennt, einen Augenblick innehalten gefordert und erhalten, das ist Spitzenklasse.
    Liebe Grüße
    moni

    1. danke für deine lieben worte zum post ❤
      ich finde nichts grundsätzlich schlechtes an der schriftlichen kommunikation. es beeinflusst einfach nur, es verändert und ich sehe noch nicht so genau, wohin. ich sehe nur eben dinge verschwinden, die ich früher sehr genossen habe und die mir heute einfach ein wenig fehlen…

  16. Ein wunderbarer Post, Paleica!
    😉
    Ich hab all son Zeug nicht, WhatsApp…. Instagram… etc. pp.
    Will ich auch gar nicht. Ich möchte nicht jederzeit erreichbar sein. Das Leben geht auch so viel zu schnell um, ich nehme mir lieber die Zeit für ein Telefongespräch und handgeschrieben und selbst gebastelte Karten verschicke ich auch heute noch!
    Das ist viel persönlicher, als mal eben so schnell irgenwelche Kürzel zu tippen.
    Aber ich denke das liegt auch am Alter, nicht das ich mich mit 60 dazu zu alt fühle (bin schon n Technikfanatiker) , aber irgendwie sind die Prioritäten dann doch anders gelagert….Hab eine schöne Adventszeit!
    Liebe Grüße zu dir sende,
    Britta

    1. das ist vermutlich eine kluge und weise entscheidung… ich lebe dafür immer im zwiespalt, mit der veränderung des www, das mir einst eine so große stütze war und das mir auch heute noch türen öffnet und ventile bietet. es würde bei mir auch beruflich nicht so recht möglich sein, mich komplett davon zu distanzieren. es ist ein kleiner teufelskreis.

      1. Vorallem finde ich es mehr als *bescheuert*, wenn man an Blogrolls nur noch Teilnehmen kann /darf wenn man einer Facebook-Gruppe angehört oder ein Smatphone mit WhatsApp hat!
        Das finde ich echt bedenklich! Es gibt ja auch noch die gute alte *Mail-Funktion.
        Aber auch darauf haben wohl einige keine lust, weil man muss sich ja mit Jemandem auseinandersetzen, der all die Dinge NICHT hat! ;o)
        Brauch ich solche Leutz?! Nein.

        1. das stimmt leider. obwohl da bin ich vermutlich so gar nicht up to date, weil so etwas hab ich bisher noch gar nicht erlebt. ja es ist halt schon schade drum und es gibt außerdem sooo viele kanäle, da hat man ja als hobbyblogger mit job überhaupt keine möglichkeit mehr, die alle zu bedienen.

  17. Wunderbar geschrieben und mit den tollen Fotos bekräftigst du deine Gedanken. Den Wandel der Zeit können wir nicht aufhalten und das geht jeder Generation so, aber wir im jetzt können uns daran erinnern und auch ich liebe meine Briefesammlung vergangener Tage😊

    1. da hast du absolut recht! ich bin auch ehrlich gespannt, wohin der ganze „datenwahnsinn“ uns noch führen wird…

  18. Tolle Collage wie ich finde! Ich gehöre auch zu jenen, die nicht gerne in Bahn und an öffentlichen Orten telefonieren, überall da, wo andere zuhören können…ist nicht meins.
    Liebe Grüße
    Nora

    1. hallo nora,
      das verstehe ich gut, es geht mir genauso. telefonieren wenn dabei jemand zuhört, das mag ich echt gar nicht. ganz egal, um wen oder worum es geht. das stört meine privatsphäre. vermutlich auch ein grund, warum ich zu einem schreiberling geworden bin.

  19. Herbstliche Bilder in schöner Form. Sehenswert! In der Tat ist es so, dass ich nur noch selten zu Briefpapier und Marke greife. Aber auch die wesentlichen und lästigen Behördenschreiben werden weniger durch De-Mail.
    Viele Grüße aus Deutschland und laß es im Dschungel schneien, Andreas
    https://dschungelpinguin.com

    1. briefpapier.. sowas besitze ich gar nicht mehr. vielleicht wäre es mal wieder eine anschaffung wert 🙂 ich weiß noch, als ich vor einiger zeit einen handgeschriebenenen brief zur post brachte. puh, ich konnte nichtmal alleine briefmarken aussuchen 😉

  20. Ich telefoniere ungerne. Deshalb schreibe ich öfter SMS oder WhatsApp. Ich fürchte ich denke retro… aber für mich sind die beiden gleichwertig. Gleichwertig unwichtig. In diesen Nachrichten mache ich Termine mit dem Musikschullehrer aus, Frage die Kollegin ob sie 5 Minuten früher kommen kann, ob ich oder die Nachbarin die Kinder abholt,… nix von Bedeutung. Die wirklichen „Schätze“ sind bei mir nach wie vor analoger Natur. Kleine Zetterln vom Mann oder vom Kind, Karten von Freunden und Verwandten.

    1. ich telefoniere auch nicht gern und schreibe daher meistens. allerdings gab es bei mir früher schon auch richtige digitale schätze. aber nun ist es auch meist eher „nix von bedeutung“…

  21. Wundervolle Blätterblicke sind das !! Ich bin so froh, dass ich diese Info -Austauschsachen nicht mit mache noch nie gemacht, habe, ich telefoniere lieber. Alles andere finde ich furchtbar, wie haben die Menschen denn ohne diese Watts apps und co nur überleben können?

    1. haha ja, das ist eine frage. oft denke ich mir: menschen haben sich früher auch verabredet und getroffen. das ist heute nahezu undenkbar, ohne irgendwie vorher noch zu kommunizieren. wenn man sich ein paar tage vor dem betreffenden datum etwas ausmacht, habe ich schon öfter kurz vor dem treffen eine verunsicherte frage bekommen, ob das treffen auch stattfindet, weil es keine kurzfristige bestätigung mehr gab…

  22. Ein schöner Post mit schönen Bildern liebe Palaica,
    ich bin jedesmal ziemlich perplex, wenn ich sehe, wieviele Leute nur noch mit dem Smartphone in der Hand herumsitzen oder -laufen. Ich finde es schrecklich.
    Niemand liest mehr ein Buch oder informiert sich heute schreibt man sich mit Whats Ap und wird dadurch immer mehr gläsern. Da schreien die Leute nach Datenschutz und hier geben sie ihre Information weiter.
    Pinterest, Facebook und was weiß ich alles. Ich frage mich ehrlich, wann machen die Leute noch irgendwas.
    Da stehen die Leute an der Kasse im Supermarkt und tippen aus den Handys herum.
    Gespräche, eher nicht, ich finde es schrecklich und deshalb vereinsamen die Menschen immer mehr.

    Ich habe ein Smartphone und auch iPAD aber aber meine Telefonnummer haben nur ganz bestimmt Leute und in einer Whats Ap Gruppe bin ich nicht. Meine Handynummer kennen nur ca. sechs Leute und darüber bin ich froh.
    Wenn ich jetzt sage, dass ich das nicht brauche, dann brauche ich das auch nicht. Mein Kontakt zur Außenwelt ist gottseidank real und sehr real.

    Selbst kleine Kinder haben schon ein Smartphone, damit die Mama weiß, wo die Goldschätze sind. Wie war das denn früher. Ich war stundenlang weg und auch mein Sohn, ich wußte oft nicht, wo er ist und es ist ihm nix passiert.

    Was ich von der ganzen Sache halte, möchte ich nicht schreiben und dass man bei bestimmten Aktionen nur noch über Whats Ap mitmachen darf finde ich zum k…..!

    Dann mache ich da nicht mit und und und ich sterbe nicht, wenn ich nicht überall dabei bin.

    Ehrlich , ich kenne intelligente Leute, denen ist der ganze Mist ziemlich egal, die haben realen Kontakt und es geht ihnen gut.

    Nun denne, bitte nicht böse sein, aber ich kann das alles einfach nicht nachvollziehen, genauso wie das Prestigeenglisch mit dem ganzen Merry Christmas und ich muß ehrlich sagen, ich bin froh, wenn ich jetzt ein längere Pause mit dem bloggen einlegen werde.

    Hier muß ich sagen:

    Ich brauch das alles nicht mehr.

    Vielleicht liegt es auch am Alter, bin ich doch nun schon 68 Jahre alt.

    Lieben Gruß Eva

    1. hallo eva, ich danke dir sehr herzlich für deinen super ausführlichen kommentar!
      ich denke, dass wir einfach in einer zeit großer herausforderungen leben. diese möglichkeit der erreichbarkeit, damit müssen menschen wohl erst einmal umgehen lernen. über jahrzehnte oder noch länger haben menschen sich kürzere kommunikationswege gewünscht und nun sieht man, dass mit jedem segen gleichzeitig ein fluch kommt.
      pausen können einem manchmal sehr gut tun. sie sind reinigend und man kann wieder neue wege erkennen!

  23. Wunderbar geschrieben. Und absolut nachvollziehbar. Ich habe auch schon darüber gebloggt und es gibt einen Begriff dafür: infobesity.

    Einen Ausweg habe ich nur insofern gefunden als das ich ganz bewußt entscheide, was und wie viel ich wovon konsumiere. Vielleicht liegt es an meinem Alter, dass ich mich immer besser abgrenzen kann? Ich hatte mit 21 mein erstes Handy (1998 – da wurde es ja mainstream und bezahlbar) und erst seit wenigen Wochen besitze ich ein Smartphone. Das ist noch mal wieder anders. Ich sehe es nicht als Phone, sondern als Taschencomputer und so gehe ich damit um. Bewußt und wertschätzend bzgl. der Möglichkeiten, ich damit habe.

    Ich denke ohne Selbstdisziplin geht es nicht mehr. Und dass das schwierig ist, weiß ich, denn ich bringe den verantwortungsvollen Umgang damit gerade meinem Kind bei.

    LG, Annett

    P.S. Wieder eine Nachricht mehr ….

    1. vielen danke liebe annett, für deinen kommentar! infobesity ist ein tolles wort, das muss ich mir DEFINTIV merken.
      selbstdisziplin und selbstbewusstsein in seinem wortursprung sind da glaube ich wirklich wichtig. man muss lernen zu differenzieren zwischen den unterschiedlichen „qualitäten“ von nachrichten. ansonsten sind wir nur noch pawlowsche hunde.

  24. Hallo,

    erst einmal tolle Bilder die du zeigst, Blätter sind nicht nur im Herbst durch ihre Farben fotogen wie ich finde.
    Und ja ich bin auch ein Typ der nicht in Bahnen etc. telefoniert und hier das schreiben bevorzugt.
    Es ist alles sehr schnelllebig geworden in vielen Dingen. Die Qualität der Nachrichten auch bedingt durch die vielen Abkürzungen ist nicht besonders hoch.
    Aber selbst auf der Arbeit z.B. ziehe ich ein persönliches Gespräch vor, anstatt zu telefonieren.Der persönliche Kontakt geht auch etwas verloren habe ich das Gefühl.
    Eine 24/7 Erreichbarkeit ist zwar da aber muss man das, nein ich zumindest nicht. Wir sind ja auch mittlerweile über viele Quellen vernetzt das die Qualität der Nachrichten auch nicht unbedingt steigen könnte wenn man alles bedienen möchte.
    Aber interessante Gedanken von Dir!
    LG
    Andreas

    1. absolut. ich mag blätter immer und „jage“ sie eigentlich zu allen jahreszeiten 🙂
      dass der persönliche kontakt sich verringert ist mit sicherheit auch richtig. was das für auswirkungen auf interaktionen hat, werden wir vermutlich erst in einigen jahren sehen.
      danke für deine worte. es ist auf jeden fall eine zeit, die wieder vieles verändert.

  25. Neil Postman, ein amerikanischer Medienwissenschaftler hat in den 80 er Jahren den inhaltsreichen Satz „We are overnewsed, but underinformed“ geschrieben bzw. gesagt.
    Als ich die wunderbaren Gedanken in diesem Blogbeitrag las, die Bilder dazu sah und auch die zahlreichen Kommentare verfolgte, fiel mir o.a. Satz wieder ein.
    Aber es liegt ja (fast…) ausschließlich an uns, wie wir damit umgehen und tolle Beiträge wie diese – gerade in dieser Jahreszeit – sensibilisieren wieder einmal und zeigen dass viele ja ähnlich denken.

  26. Ich sehe das alles auch eher positiv und genieße die vielfache Kommunikation mit Freunden von überallher. Aber früher habe ich tatsächlich auch SMS von meinem Mann oder auch anderen abgetippt und als Datei auf meinem PC gespeichert, zum Erinnern und Behalten. Oder eben ebenso schöne E-Mails aufgehoben und archiviert. Heute gibt es keine besonderen Chatnachrichten mehr und E-Mails schon gar nicht. Irgendwas ist einfach immer, alles hat seine guten und schlechten Seiten.

    1. oh das kenne ich gut. ich hab es nicht nur abgetippt, ich habe ganze kommunikationen per hand abgeschrieben und in eine mappe geheftet 😀
      genau diese dinge und zeiten fehlen mir. aber vielleicht ist es auch nur das erwachsenwerden? ich weiß es nicht.

  27. Du sprichst mir aus der Seele! Die Zeiten als Handys noch Tasten hatten, ich Minuten brauchte um eine Nachricht loszuwerden, damit in den 140 Zeichen auch alles drinsteht was ich sagen möchte… Und wie ich es gehasst habe, dass man nur 15 SMS speichern konnte 😀

  28. Wunderbar geschrieben! Genau darum werde ich immer mehr „Retro“ habe ich das Gefühl! Ist es nicht mir der Musik (Spotify), Filmen (YouTube, Video on Demand…) und Bildern (Flickr) genau das Selbe? Die Flut an verfügbarem Material ist fast unüberschaubar. Eigentlich hat man gar keine Zeit mehr zu arbeiten weil man den ganzen Tag so viele Informationen verarbeiten muss. Und vieles verliert an Wert. Nicht nur finanziell sondern auch emotional irgendwie.
    Es gibt CD’s die habe ich hundert Mal gehört und wenn ich mir das Album auf Spotify raussuche ist es nicht das Selbe wie wenn ich die CD aus dem Gestell nehme, sie einlege und bewusst den Play Knopf drücke.
    Darum kaufe ich wieder Schallplatten und freue mich riesig wenn ein Paket kommt in dem meine Neuerwerbung steckt auf die ich zwei Wochen gewartet habe. Oder das Fotografieren mit einer analogen Kamera und dann die Zeit wenn man den Film in die Entwicklerdose umspult, die Chemie dazu gibt und dann hofft, dass alles glatt geht. Dann kommt der Film ans Licht… und die 36 Bilder sind mehr Wert als die 200 anderen die man am selben Tag digital gemacht hat…

    Und doch können wir nicht einfach aussteigen…

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