#brückenliebe: die 8 schönsten Brücken (die ich kenne)

Wie manche von euch vielleicht schon vermutet haben, habe ich ein gewisses Faible für Brücken. Sie tauchen ja irgendwie doch immer wieder mal hier auf und sie gaben schon den einen oder anderen Reiseimpuls, sind Plätze, an die ich immer wieder zurückkehre, an denen ich mich wohlfühle, wo ich gerne stehe… und das, obwohl ich sonst für Architektur – vor allem im Bereich der Fotografie – gar nicht so wahnsinnig viel übrig habe.

Vielleicht mag ich den Gedanken, ihren Zweck, zwei Orte zu verbinden. Dass sie einen Weg ermöglichen, ohne in die Natur einzugreifen. Und vielleicht ist es sogar ein bisschen die Physik, die hier so sichtbar wird, noch greifbar, noch be-greifbar und doch so wundersam. Und weil sie mir so viel bedeuten, möchte ich meine Lieblinge einmal gesammelt mit euch teilen ❤

Platz 8: die Ponte de 25 Abril in Lissabon/Portugal

Eine wunderschöne, rostrote Brücke, die die beiden breiten Ufer des Tejo miteinander verbindet. Wikipedia weiß, dass sie die drittlängste Hängebrücke mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr ist. Drittlängste bedeutet: 2.278m.

Platz 7: die Karlsbrücke in Prag/Tschechien

Die Karlův most wurde bereits im 14. Jahrhundert über die Moldau in Prag erbaut. Sie ist vermutlich eine der bekanntesten Brücken in Europa – zumindest wenn man nach der Empfindung des Touristenaufkommens seine Rückschlüsse zieht 🙂 Jedenfalls ist sie imposant und schön und strahlt etwas Erhabenes aus, was in Anbetracht dessen, dass sie die älteste erhaltene Brücke über die Moldau und eine der ältesten Steinbrücken Europas ist, nicht allzu sehr überrascht.

Platz 6: die Brücke Sant Angelo in Rom/Italien

Dieses Bild ist eines meiner liebsten aus unseren Stunden in der ewigen Stadt. Der Blick auf die Engelsbrücke und den Vatikan, die typischen Bäume im Hintergrund, all das symbolisiert für mich soviel Italien, soviel Geschichte, Mythologie und auch ein bisschen Dan Brown.

Platz 5: die Rialto Brücke in Venedig/Italien

Wenn man von Brücken spricht, kommt man wohl über die Rialto Brücke in Venedig kaum herum. Venedig als Stadt im Wasser, in der sich eine wunderschöne, alte Brücke an die andere reiht, macht es einem ohnehin schwer, sich für eine zu entscheiden. Die Rialto Brücke jedenfalls befindet sich an der Stelle über dem Canale Grande, an dem die erste Brücke überhaupt gebaut wurde. Die Holzkonstruktionen waren nicht sehr langlebig, weswegen Ende des 16. Jahrhunderts die Steinbrücke verwirklicht wurde. Heute ist sie – vermute ich – eines der bekanntesten Bauwerke Europas.

Platz 4: Ponte Dom Luís I/Porto

Dass es Portugal mit gleich zwei Brücken in diesen Beitrag geschafft hat, lässt wohl darauf schließen, dass ich dieses Land sehr ins Herz geschlossen habe 🙂 Auch Porto, die namensgebende Stadt des Landes, hat einen wunderschönen Wasserübergang zu bieten. Es handelt sich dabei um eine „Fachwerk-Bogenbrücke“ über den Duoro. Entworfen und geplant wurde sie von einem ehemaligen Kollegen von Eiffel, was an ihrem Stil unschwer erkennbar ist.

Nun also kommen wir zu den Top 3 Brücken, deren Reihung sich nach Tagesverfassung verändern kann ^.^

Platz 3: Tower Bridge in London/Großbritannien

Das erste Mal sah ich die Tower Bridge bewusst vor vielen Jahren in einem Blogbeitrag von Taytom, der lieben Melanie, die der Bloggerei leider schon lange den Rücken gekehrt hatte. Zuerst dachte ich, sie hätte ein verrücktes Colorkey gemacht, als ich die türkisen Stahlelemente um die altehwürdigen Steinmauern sah, aber nein, so sah die Brücke wohl tatsächlich aus. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich: eines Tages brauche ich davon mein eigenes Bild. Es sollte noch viele Jahre dauern, bis ich es tatsächlich schaffte, die Hauptstadt des Empires zu bereisen. Bis dahin hatte ich aber schon viele, viele Eindrücke über die Tower Bridge gewonnen und meine Faszination dafür wurde nur noch mehr genährt. Hauptsächlich kamen die Eindrücke aus diversen Sherlock Holmes Verfilmungen, durch die sich Blicke auf die Themse während dem Bau der Brücke Ende des 19. Jahrhunderts einprägten. Als ich sie dann endlich mit eigenen Augen sah, gestaltete sich das Bild des River Thames zwar gänzlich anders, als ich das in meiner Vorstellung erwartet hatte, die Brücke aber beeindruckte mich in natura sogar noch mehr als auf den Bildern. Ganz klar: love at first sight!

Platz 2: die Kettenbrücke in Budapest/Ungarn

Budapest – die Stadt, die ich nur besuchte, weil sie von Wien aus so einfach mit dem Zug erreichbar war. Die Stadt, an die ich ganz plötzlich und unerwartet mein Herz verloren habe, so sehr, dass ich nun quasi jedes Jahr einmal dort hin muss und mich einfach treiben lasse, zwischen Donau, ungarischem Genuss, Langos, Baumkuchen, hippem chabby chique und imperialen Erinnerungen. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine Hängebrücke, für die ich mich offenbar besonders begeistern kann und ja, sie ist eben einfach wunderschön!

Platz 1: die Golden Gate Bridge in San Francisco/USA

Diese Brücke wird das Ranking all der Dinge, die für mich beim Reisen besonders bedeutsam sind, vermutlich immer anführen, markiert sie doch einen unheimlich wichtigen Punkt in meiner eigenen Historie. Sie steht für mich für so vieles, allem voran dafür, dass man sich Träume zu Zielen machen und sie irgendwann erleben/umsetzen/erreichen kann.

Welche sind eure Lieblingsbrücken? Oder, weniger einschränkend gefragt: eure liebsten Bauwerke? Wo zieht es euch immer wieder hin? Gibt es solche Dinge, die ihr so gerne sehen/fotografieren möchtet, dass ihr eine Reise dahin extra deswegen plant?

Für mich gibt es noch eine Brücke, die in meiner Sammlung fehlt. Vermutlich ist es nicht so schwer zu erraten, dass es sich hierbei um die Brooklyn Bridge handelt 🙂 Ich war schon einmal dort, es gibt ein Beweisfoto einer sehr jungen, sehr gelangweilten Ausgabe von mir selbst. Damals waren mir Brücken und Bauwerke und Sehenswürdigkeiten im Allgemeinen ziemlich wurscht. Irgendwie zählt das also auch nicht als „habe ich gesehen“, sondern „muss ich nochmal hin“. Daumendrücken, dass auch hier das „Traum-zum-Ziel-machen“ in nicht allzu ferner Zukunft einmal klappen würde. An „rundherum-Ideen“ für eine „vollwertige“ Reise würde es nicht mangeln, immerhin möchte ich ja so gern einmal nach Montauk, spätestens seit „Eternal Sunshine of the spotless mind“ zu einem meiner Lieblingsfilme geworden ist.

Nun sind wir bei diesem Brückenbeitrag ja ganz schön herumgekommen – zumindest in der alten und in der neuen Welt. Daher möchte ich abschließend noch ein Finding mit euch teilen. Denn wer fliegt, hat halt immer auch ein gewisses Ausfallsrisiko – eines der besonderen Art (und gleichzeitig eines, das mich selber persönlich recht erschüttert hat) beschreibt Christine auf ihrem Blog, als sie mit ihrer Familie unterwegs auf die Faröer Inseln war. Ich muss gestehen, dass ich das alles ziemlich fassungslos verfolgt habe und mich gefragt habe, was man da wohl tun könnte? Tja, und dann stolperte ich über einen Online-Dienst, der im Fall von Flugausfällen und allen Misslichkeiten, die einem in diesem Rahmen so passieren können, aushilft. Wen es also interessiert, der schaut einmal vorbei auf flightright.de. Dort kann man nämlich überprüfen, ob der eigene Flug entschädigungswürdig ist. Im Fall des Falles würd ich sagen: „nachschau’n kost‘ nix.